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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2025

Skandal um Sir Harry

Bevelstoke – Die unergründlichen Wege einer Lady
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Skandalös! Olivias neuer Nachbar Sir Harry soll hat angeblich seine Verlobte um die Ecke gebracht haben! Endlich mal etwas, über das es sich zu tratschen lohnt – doch sind die Gerüchte wahr? Olivia beschließt ...

Skandalös! Olivias neuer Nachbar Sir Harry soll hat angeblich seine Verlobte um die Ecke gebracht haben! Endlich mal etwas, über das es sich zu tratschen lohnt – doch sind die Gerüchte wahr? Olivia beschließt auffällig unauffällig ihren neuen Nachbarn durch das Schlafzimmerfenster zu beobachten. Und der Kerl hat eindeutig etwas zu verbergen, so viel würde ja kein normaler Mensch am Schreibtisch arbeiten! Als Sir Harry Olivia auf einer Soiree auf ihre Detektivarbeit anspricht, beschließen beide sich gegenseitig unausstehlich zu finden. Doch natürlich knistert es auch gewaltig.

Wenn meine Stimmung im Keller ist, kann ich sicher sein, dass Julia Quinn meine Laune wieder anhebt. Auch der zweite Band der Bevelstoke-Reihe ist wieder unheimlich charmant, witzig und unterhaltsam zu lesen. Die bissigen Dialoge zwischen Sir Harry und Olivia machen einfach Spaß. Protagonistin Olivia haben wir schon im ersten Band ein bisschen kennengelernt. Sie hat es zwar faustdick hinter den Ohren, aber ist hin und wieder auch ein bisschen naiv. Natürlich sind viele Situationen und Unterhaltungen ein bisschen überspitzt dargestellt, aber gerade das macht den Reiz von Julia Quinns Romanen ja vielleicht auch aus.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Klasse!

Mein Mann
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Auch 15 Jahre nach ihrer Hochzeit liebt die Frau ihren Mann noch wie am ersten Tag. Toller Job, großes Haus, hübsche Kinder – alles in ihrem Leben ist perfekt. Doch eine Frage treibt sie immer wieder um: ...

Auch 15 Jahre nach ihrer Hochzeit liebt die Frau ihren Mann noch wie am ersten Tag. Toller Job, großes Haus, hübsche Kinder – alles in ihrem Leben ist perfekt. Doch eine Frage treibt sie immer wieder um: Liebt ihr Mann sie auch noch? Sie stellt ihn ohne sein Wissen auf die Probe und treibt es dabei auf die Spitze.

Ich habe diese Geschichte geliebt. Die Story ist etwas distanziert geschrieben und die Charaktere haben auch keinen Namen, sodass man wie ein Beobachter alles nur von außen miterleben kann. Wir erleben Tag für Tag den Alltag einer Frau, die ihren Mann vielleicht ein bisschen zu sehr liebt.

Anfangs konnte ich keinen Zugang zu dem Buch finden, die Denkweise der Frau wirkte etwas wirr, eifersüchtig, ein bisschen lieblos und ein bisschen durchgeknallt. Es war noch nicht sonderlich aufregend und ich konnte nicht einordnen, wohin die Story führen sollte. Doch das Durchhalten hat sich gelohnt! Die Story wurde mit jedem Kapitel abstruser und hat mich dadurch immer mehr in ihren Bann gezogen. Es war fesselnd zu lesen, wie überspitzt die Reaktionen der Frau auf das Fehlverhalten ihres Mannes waren und wie gleichzeitig subtil ihre Manipulationen ihm gegenüber. Ihre Obsession steigert sich immer weiter und kennt keine Grenzen mehr.

Für mich war „mein Mann“ eine wirklich originelle Geschichte, mit deren Ausgang ich so niemals gerechnet hätte. Abschreckend und faszinierend zugleich!

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Veröffentlicht am 06.11.2023

Thriller mit mystischen Gruselaspekten

SCHNEE
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Eine Schneewanderung im isländischen Hochland – und keiner kehrt zurück. Eine Woche ihrem Aufbruch werden die Leichen der wanderlustigen Freunde gefunden. Nackt, mit angstverzerrten Gesichtern, doch augenscheinlich ...

Eine Schneewanderung im isländischen Hochland – und keiner kehrt zurück. Eine Woche ihrem Aufbruch werden die Leichen der wanderlustigen Freunde gefunden. Nackt, mit angstverzerrten Gesichtern, doch augenscheinlich unverletzt. Wer ist für ihren Tod verantwortlich und was hat ihnen solche Angst eingejagt?
In Rückblenden erfahren wir was die Freundesgruppe auf ihrer Wanderung durchleben musste. Rettungsassistentin Johanna ist eine Woche später bei der Suche nach den vermissten Freunden im Rettungsteam und ihr kommen immer wieder unheimliche Geschichten der Dorfbewohner unter. Gleichzeitig lassen die einsamen Stunden in einer abgelegenen Radarstation Hjörvar während seiner Schichten an seinem Verstand zweifeln. Spukt es hier?
Wenn ihr noch einen Thriller für die kalten Tage sucht, seid ihr mit diesem Buch gut bedient. Man muss sich ein bisschen auf den Mystery-Faktor der Geschichte einlassen können, dann ist Gänsehaut und Gruselatmosphäre garantiert. Ehrlicherweise habe ich nach dem Klappentext auch nicht mit Übernatürlichem gerechnet, aber letztlich hat es sich super in das verschneite Island eingefügt.
Nur langsam werden die Zusammenhänge zwischen den Erzählsträngen deutlich und das Gesamtbild setzt sich Stück für Stück zusammen. Wenn man gut aufpasst, kann man schon den ein oder anderen versteckten Hinweis finden, aber mich hat das Ende dennoch überrascht.
Ich glaube, man muss das Unerklärliche und Mysteriöse mögen und sich bei diesem Buch auch im Klaren sein, dass man nicht einen typischen Thriller vor sich hat, dann kann das Buch zu einem Winterhighlight werden!

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Veröffentlicht am 07.02.2022

Nichts für schwache Nerven

Du gehörst uns
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Was tun, wenn eines Tages ein fremder Mann vor deiner Tür steht und behauptet, eure Kinder wären bei der Geburt vertauscht worden? Bleiben die Kinder bei ihren gewohnten Familien oder leben sie ab sofort ...

Was tun, wenn eines Tages ein fremder Mann vor deiner Tür steht und behauptet, eure Kinder wären bei der Geburt vertauscht worden? Bleiben die Kinder bei ihren gewohnten Familien oder leben sie ab sofort bei ihren biologischen Eltern? Ist es überhaupt möglich, eine Lösung zu finden, ohne den Kindern und ihren Eltern weh zu tun? Wie wird man sich einig? Vor diesen Fragen stehen Familie Lambert und die Rileys. Scheint es erst noch so, als könnte man eine friedliche Einigung im Sinne aller erreichen, wird doch bald deutlich, dass die einzelnen Beteiligten ihre eigenen Ziele verfolgen.
J.P. Delaneys neuester Thriller ist wieder einmal sehr klug aufgebaut, fordert den Kopf und auch starke Nerven. Besonders einer der vier Protagonisten „Miles“ spielt ein perfides psychologisches Spiel. Er ist charmant, hat einen einnehmenden Charakter und schafft es mit der nötigen Menge Geld, die Menschen auf seine Seite zu ziehen. Aber auch die anderen Beteiligten, versuchen ihren Willen durchzusetzen. So gibt es bald nicht nur zwischen den beiden Familien, sondern auch den Ehepartnern untereinander Spannungen.
Dieser Thriller ist leise und unblutig, aber dafür psychologisch umso beklemmender. Spannend, von der ersten bis zur letzten Seite!

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Veröffentlicht am 04.02.2020

Atmosphärisch

Die Farbe von Glas
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Im Winter 1686 beschließt Rósa den wohlhabenden Händler und Dorfvorsteher Jón zu heiraten, um so ihre kranke Mutter vor der bedrohlichen Kälte Islands zu schützen. Sie zieht zu Jón an die Küste und lässt ...

Im Winter 1686 beschließt Rósa den wohlhabenden Händler und Dorfvorsteher Jón zu heiraten, um so ihre kranke Mutter vor der bedrohlichen Kälte Islands zu schützen. Sie zieht zu Jón an die Küste und lässt ihre Jugendliebe Pàll zurück in der Heimat. Doch obwohl sie sich nun um Nahrung und ein warmes Zimmer keine Sorgen mehr machen muss, fürchtet Rósa ihr neues Zuhause und vor allem ihren verschlossenen Mann. Was hat er seiner ersten Frau Anna angetan? Warum schneidet er Rósa von den anderen Dorfbewohnern ab?
Atmosphärisch ist dieser Roman wirklich etwas ganz Besonderes. Düster und kalt – wie man sich Island im tiefsten Winter eben vorstellt, doch immer wieder blitzt die Wärme durch die Hilfsbereitschaft der Dorfbewohner auf. Auch Caroline Leas Schreibstil wirkt eher kühl und distanziert. Aber auch das unterstreicht wunderbar die Grundstimmung der Geschichte.
Protagonistin Rósa ist gefangen in ihren Ängsten. Einsamkeit, unheimliche Geräusche, die abweisende Art ihres Mannes - das alles lässt Rósa anfangs wie ein verschrecktes Häschen wirken, doch nach und nach gewinnt die junge Frau an Mut und Selbstvertrauen. Es dauert einige Seiten all die verschlossenen Figuren zu ergründen, aber es ist interessant sie nur ganz allmählich verstehen zu können.
Ein toller Roman für kalte Winterstunden.

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