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Veröffentlicht am 18.11.2023

Außenseiter

Misfits Academy - Als wir Helden wurden
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„… manchmal ist es besser, nur ein weiterer Außenseiter unter vielen zu sein, als irgendwo der einzige.“ (S. 88)
Taylors Eltern haben sie nie darauf vorbereitet oder ihr wenigstens gesagt, dass sie ein ...

„… manchmal ist es besser, nur ein weiterer Außenseiter unter vielen zu sein, als irgendwo der einzige.“ (S. 88)
Taylors Eltern haben sie nie darauf vorbereitet oder ihr wenigstens gesagt, dass sie ein Skill ist – ein Mensch mit einer besonderen Fähigkeit aufgrund eines Gendefekts. Sie kann sich an jeden Ort teleportieren, den sie kennt, und macht das besonders gern, wenn die Schule mal wieder langweilig ist. Leider haben sie ihr auch nicht gesagt, dass das verboten ist. Als Strafe und zu ihrem eigenen Schutz wird sie auf die Misfits Academy auf der Insel Guernsey geschickt.
Dort wird sie in die eingeschworene Clique von Eric, der die Stimmung seiner Mitmenschen beeinflussen kann, dem Feuerkopf Fionn und June, mit der sie sich das Zimmer teilt, aufgenommen. Doch am meisten fasziniert ist sie von Dylan, einem Außenseiter, der sich sehr geheimnisvoll gibt.

Adriana Popescu erschafft eine Welt, in der Menschen mit besonderen Gaben als Gefahr und Bedrohung angesehen und bekämpft werden. „Ihr breitet euch überall aus, verseucht unsere Schulen, unsere Städte, drängt euch in die Politik und wollt uns weismachen, dass das alles ganz normal wäre.“ (S. 11)
Die Schüler der Misfits Academy haben alle etwas „ausgefressen“ und wurden zu ihrer eigenen Sicherheit und der der normalen Menschen an die Academy verbannt, wo sie lernen sollen, ihre Besonderheiten zu steuern und kontrollieren.
Wie in jeder Schule gibt es auch hier eine Elite, Schüler mit Skills, die besser und außergewöhnlicher sind als andere, und Kinder berühmter oder reicher Eltern. Aber eins eint sie alle – sie sind Misfits – Außenseiter.
Taylor, die Neue, schert sich nicht darum und wird so das Bindeglied bzw. die ausgleichende Komponente zwischen Erics Gruppe und Dylan. In einer gemeinsamen Unterrichtsstunde bemerken sie etwas Beängstigendes und geraten bei dem Versuch, das zusammen aufzuklären, in Lebensgefahr.

„Misfits Academy“ ist mein erster Urban-Fantasy-Roman und ein im doppelten Wortsinn fantastisches Buch. Adriana Popescu hat 5 starke, sehr vielschichtige Charaktere geschaffen, die mit ihren besonderen Fähigkeiten nicht angeben oder sie anderen schnell offenbaren, sondern sich oft fragen, warum ausgerechnet sie diesen speziellen Gendefekt haben, der sie sehr fordert und nicht nur Gutes bewirken lässt. Sie alle haben deswegen bereits schlechte Erfahrungen gemacht und schlimme Dinge erlebt oder ausgelöst, aber auch ihre Geheimnisse und Ängste verbergen sie tief in sich drin.

Das Buch ist extrem spannend und explosiv. Die 5 Jugendlichen kommen etwas sehr Gefährlichem auf die Spur, dass sie weder einschätzen noch beherrschen oder besiegen können – ich bin äußerst gespannt, wie es im nächsten Band weitergeht.

Das gemeinsame Abenteuer schweißt sie zusammen. Sie entdecken, wie wichtig ihre Freundschaft ist und das daraus manchmal Liebe wird. Außerdem lernen sie, ihre Abneigungen und Vorurteile zu überwinden und hinter die Fassade ihres Gegenübers zu sehen, sich auf das zu konzentrieren, was sie gut können und was sie besonders macht, zusammenzuarbeiten. Und, dass sie sich aufeinander verlassen können und füreinander da sind. Eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft und Erwachsenwerden und ein absolutes Lesehighlight.

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Veröffentlicht am 07.11.2023

Einfache und bodenständige Rezepte mit Pfiff

Vierundzwanzigsieben kochen
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„„Das Einfache“ ist zeitgemäß. Insbesondere zu Hause. Die eigene Küche ist für mich kein Ort, an dem man sich verkünsteln und mit anderen messen sollte. ... Es ist ein Ort, um es sich wirklich gut gehen ...

„„Das Einfache“ ist zeitgemäß. Insbesondere zu Hause. Die eigene Küche ist für mich kein Ort, an dem man sich verkünsteln und mit anderen messen sollte. ... Es ist ein Ort, um es sich wirklich gut gehen zu lassen.“ (S. 9) sagt Tim Mälzer in seinem neuen Kochbuch „Vierundzwanzigsieben kochen“ und ich kann ihm nur zustimmen. Kochen soll Spaß machen und nicht zu schwer sein, wobei ich Herausforderungen nicht abgeneigt bin, und das Ergebnis soll schmecken. Wenn es dann noch gesund und abwechslungsreich ist, bin ich dabei. An Tims Rezepte traut sich übrigens sogar mein kochuntauglicher Mann, denn sie sind einfach und bodenständig, aber mit Pfiff.

So gibt es zum Frühstück deutschen Mett-Igel oder Porridge, japanische Suppe, English Breakfast Sandwich, israelische Shakshuka oder Smoothies.
Bei den belegten Broten setzte er auf Ei, Käse, Fleisch oder Fisch – ich empfehle hier die Fischbuletten. Sie sind relativ schnell gemacht und sehr lecker. Ich habe sie mit den Quarkbrötchen kombiniert, die eigentlich zum Frühstück gehören, und uns so eine schmackhafte, eiweißreiche und sehr sättigende Mahlzeit gezaubert.
In der grünen Kiste wird verarbeitet, was an Obst und Gemüse gerade Saison hat. Auch hier gibt es Rezepte mit und ohne Fleisch. Mein Mann hat sich an den Brezensalat gewagt und ihn ganz allein hinbekommen 😉. Meine Highlights sind der gerillte Radicchio, die Brotsalate und vor allem die Eier in Currysauce.
Wer sich noch an Tims erste Sendung „Schmeckt nicht, gibt's nicht“ erinnern kann, hat sicher auch noch seine Pastagerichte im Gedächtnis, die oft nur wenig Beiwerk brauchen – ein gutes, selbstgemachtes Pesto, verschiedene (Tomaten-)Saucen oder die fantastischen Meatballs – die sind ein echtes Seelenfutter.
Suppen und Eintöpfe haben bei uns vor allem in Herbst und Winter Saison, dementsprechend gehaltvoll sind sie oft. Tim Mälzer serviert Chili, Ratatouille, Gemüse– oder Muschelsuppe.
Des Deutschen Lieblingsgemüse, Kartoffeln, haben ein eigenes Kapitel verdient. Neben Püree, Auflauf oder Gnocchi kann ich vor allem die Kartoffel-Buletten empfehlen. Sie sind perfekt, um Reste zu verwerten, da sie aus gekochten Kartoffeln vom Vortag, Frühlingszwiebeln und Tiefkühlerbsen gemacht werden (man kann auch andere Gemüsereste verwenden) und mit einem frischen Salat mit Schmand-Zitronen-Dressing wirklich lecker schmecken.
Fisch und Fleisch kommen bei uns nur selten auf den Tisch, aber auch da habe ich Anregungen finden können, wie den Kabeljau auf Fenchelsalat, Seelachs Bordelaise und verschiedene Geflügelgerichte.
Obwohl er in seiner Fernsehsendung „Kitchen Impossible“ oft behauptet, dass er nicht backen kann und Desserts auch nicht seins sind, finden sie sich auch in seinem Kochbuch. Und ob Brownies mit Marshmallows, Schoko-Erdnuss-Cookies, Tiramisu, Griessflammeri Brûlée oder seine Käsekuchen-Variationen, sie alle lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Unterstützt werden die Rezepte ansprechende Fotos und Illustrationen des Künstlerduo Doppeldenk, gewürzt mit kulinarischen Alltagsbeobachtungen von Thees Uhlmann.

Ein tolles Kochbuch für jeden Tag, in dem auch Anfänger und wenig geübte Köche tolle Anregungen finden werden.

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Veröffentlicht am 03.11.2023

Aufbruch in ein neues Leben

Ich bin Frida
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„Um an der Seite diese übermächtigen Genies bestehen zu können, brauchte sie etwas Eigenes, und das konnte nur die Kunst sein.“ (S. 9)
Mexiko 1938: Frida ist seit 10 Jahren mit Diego Rivera verheiratet ...

„Um an der Seite diese übermächtigen Genies bestehen zu können, brauchte sie etwas Eigenes, und das konnte nur die Kunst sein.“ (S. 9)
Mexiko 1938: Frida ist seit 10 Jahren mit Diego Rivera verheiratet und unzufrieden, da er ihr immer mehr entgleitet, Affären hat und nur für seine Kunst lebt. Sie kommt sich oft eher wie seine Köchin, als eine gleichberechtigte Partnerin und Künstlerin vor. Dabei ist auch sie inzwischen als solche anerkannt. Der französische Surrealist André Breton will sie in Paris ausstellen, weil er sie für die erste (und einzige) mexikanische Surrealistin hält. Doch zuvor organisiert der Galerist Julien Levy eine Einzelausstellung in New York. Dass Diego sie nicht nach Amerika begleitet, ist ein weiterer Dolchstich und macht ihr klar, dass sie ihre Beziehung und die jeweilige Rolle, die sie und Diego darin spielen, dringend überdenken muss.

„Ich bin eine Revolution … Ich bin eine Malerin, die Erfolg hat, und ich bin eine Frau, die geliebt wird. Ich bin glücklich.“ (S. 145) In New York lebt Frida dann trotz ihrer ständigen Schmerzen und körperlichen Einschränkungen auf. Ihre Ausstellung ist ein voller Erfolg. Sie bekommt Aufträge für neue Bilder und hat endlich Zeit und Platz zum Malen. Außerdem genießt sie das Nachtleben, die Bewunderung der Männer, die sie als Frau wahrnehmen, und beginnt eine Affäre mit dem Fotografen Nicolas Muray, den sie schon von früher kennt. Sie hat sich endlich von Diego freigeschwommen und ist auch finanziell von ihm unabhängig. Aber sie würde sich nie von ihm trennen oder scheiden lassen, denn er hat sie zu dem gemacht, was sie jetzt ist, hat sie unterstützt und angeleitet und ist trotz allem die Liebe ihres Lebens. Kann sie beide Männer haben? Diego als künstlerischen Partner und Nick als Liebhaber? Oder muss sie sich entscheiden?

„Ich male, wer ich bin. Ich male mein Leben, auch meine Schmerzen, denn die sind mein Leben.“ (S. 327) Wie schon in „Frida Kahlo und die Farben des Lebens“ lässt Caroline Bernard ihre LeserInnen wieder unmittelbar an Fridas Leben teilhaben. Man erlebt alles hautnah mit und sieht es mit ihren Augen: die Demütigungen, wenn Diego die Nacht anderen Frauen verbringt, ihren Schaffensprozess, die Momente, wenn sie die Inspiration zu einem neuen Bild sucht und findet, ihre Erfolge als Künstlerin, das Glück in den Armen ihrer Liebhaber, aber auch die Schmerzen und Einschränkungen, die ihr Köper ihr auferlegt.
Ich habe das Gefühl, ihr noch näher gekommen zu sein und noch besser verstehen zu können, dass sie nicht nur ihre Bilder durch ungewöhnliche Rahmen, sondern auch sich selbst in Szene setzt: durch ihre traditionelle mexikanische Kleidung, den ausgefallenen Schmuck und ihre Haare, die sie oft mit Blumen geschmückt als Krone trägt. Sie will um jeden Preis auffallen und gesehen werden und sieht sich als Gesamtkunstwerk. Und sie will ihr Leben auskosten, so lange es geht, denn sie ist sich ihrer fragilen Gesundheit und Sterblichkeit stets bewusst: „… ihr seid gesund, euer Leben ist lang, und ihr habt Zeit. Bei mir ist das anders. Ich muss doppelt so schnell leben wie ihr.“ (S. 142)

Caroline Bernard schreibt extrem fesselnd und sehr bildlich. Nach New York reist Frida tatsächlich noch nach Paris, wo alles anders wird als erwartet oder geplant. Zwar taucht sie auch dort tief in die Kunstszene und das Nachtleben ein und lernt u.a. Josephin Baker, Elsa Schiaparelli, Miró, Kandinsky und Picasso kennen, aber auch spanische Flüchtlinge. Man spürt bereits, dass der zweite WK kurz bevorsteht, die Welt ein Pulverfass ist.

Frida hat mich beeindruckt, sie arbeitet über ihre körperliche und Schmerzgrenze hinaus, bis zum nächsten Rückfall oder Zusammenbruch. Und sie „erträgt“ Diego, den großen schweren Mann, der mit der kleinen starken Frau an seiner Seite immer weniger zurechtzukommen scheint. Die Welt und Frida sollen sich gefälligst um ihn drehen. Sie darf zwar auch Künstlerin sein (ihre Bilder sind ja zum Glück viel kleiner als seine), aber dauerhafte Liebhaber gesteht ihr der notorische Fremdgänger nicht zu.

„Ich bin Frida“ hat mich wieder auf eine emotionale Reise mitgenommen, zeigt Frida Kahlos Emanzipation von ihrem Mann und wie sie zu der Künstlerin wurde, als die man sie heute kennt.

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Veröffentlicht am 03.11.2023

Herbstliebe

Das kleine Bücherdorf: Herbstleuchten
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„Es ist anstrengend, Betty Andrews zu sein. Die ganzen Erwartungen, der Druck, das Gefühl, ständig beobachtet zu werden …“ (S. 267)
Betty ist 25, erfolgreiche Hollywoodschauspielerin und Kinderbuchautorin, ...

„Es ist anstrengend, Betty Andrews zu sein. Die ganzen Erwartungen, der Druck, das Gefühl, ständig beobachtet zu werden …“ (S. 267)
Betty ist 25, erfolgreiche Hollywoodschauspielerin und Kinderbuchautorin, doch seit einem Vorfall vor ein paar Jahren lebt sie sehr zurückgezogen in Boston. Darum lehnt sie die Einladung für das Book Festival in Swinton-on Sea zuerst auch ab. Aber dann entdeckt sie im Schrank ihrer Großmutter Helena versteckte Zeichnungen von „E. Smith“, die genau den Stil haben, den sie für ihr neues Buch sucht. Helena behauptet, keinen Kontakt vermitteln zu können und auch im Internet findet Betty nur seine Agentur und die Aussage, dass er irgendwo im Südwesten der schottischen Küste lebt – da, wo auch Swinton on Sea liegt. Also springt sie über ihren Schatten und fliegt hin. Weil sie Angst hat, erkannt und belästigt zu werden, bucht sie sich unter falschem Namen ein – leider vergeblich, sie wird trotzdem erkannt. Bei ihre Flucht stolpert sie über Eliayh, der „The Reading Fox“ betreibt und sie kurzerhand im B&B seiner Großmutter Nanette unterbringt. Als sie ihm erzählt, warum sie eigentlich hergekommen ist, hilft er ihr bei der Suche nach dem mysteriösen Illustrator, denn er liebt Krimis und die Sache gestaltet sich sehr spannend. Außerdem schlägt sein Herz ein paar Takte schneller, wenn Betty in seiner Nähe ist. Doch dann findet er in einer alten Privatbibliothek etwas, das ihre und seine Familiengeschichte verbindet.

„Was bleibt noch von mir übrig, wenn ich nicht Betty Andrews, die berühmte und erfolgreiche Schauspielerin und Kinderbuchautorin bin?“ (S. 163)
Ich habe mich von Katharina Herzog auch im dritten Band der Reihe gern wieder nach Swinton-on-Sea entführen lassen. In Herbstleuchten verbindet sie eine zarte Liebesgeschichte mit der Suche nach dem geheimnisvollen Maler E. Smith, der auch schon in den ersten Büchern vorkam, und Bettys Emanzipation. Die hat bis dahin ein extrem behütetes und abgeschiedenes Leben geführt, bestimmt von Ängsten und umsorgt von ihrer Großmutter, bei der sie aufgewachsen ist. Erst in Schottland begreift sie, dass auch ein goldener Käfig ein Käfig ist und sie frei entscheiden kann, ob sie wieder in ihn zurück will. „… manchmal muss man die Vergangenheit hinter sich lassen, um zu sehen, wie schön die Gegenwart sein kann.“ (S. 219)

Zu Beginn war Betty für mich schwer zu fassen. Man vergisst beim Lesen wegen ihrer ganzen Erfolge, wie jung sie eigentlich noch ist. Aber im Laufe der Handlung kommt man ihr immer näher und erfährt, wie und warum sie so geworden ist. Ihr Inkognito-Aufenthalt, die Wärme und Hilfsbereitschaft der Swintoner, die sie ohne Fragen aufnehmen, helfen ihr bei der Selbstfindung.
Elyah wirkt etwas weltfremd, verkriecht sich in seinem Buchladen und hinter berühmten Zitaten und hatte mit Frauen bisher nicht viel am Hut. In Bettys Ängsten und Unsicherheit erkennt er sich wieder. Er wird ihr Anker und Ruhepol und findet den entscheidenden Hinweis für die Identität des Malers.

Bettys und Elyahs zarte Annäherung hat mir gut gefallen, aber am meisten hat mich Helenas und Nanettes Vergangenheit berührt. Während Helena diese ganz tief in ihrem Innersten begraben hatte („Lass die Vergangenheit ruhen! Das alles liegt nun schon so viele Jahrzehnte zurück.“ (S. 218)), lebte Nanette die letzten 50 Jahre damit ...

Katharina Herzog schreib extrem stimmungsvoll und erweckt ihre Protagonisten mit viel Liebe zum Detail zum Leben. Ich habe mich im Bücherdorf unter seinen Bewohnern wieder sehr wohl gefühlt und freu mich schon auf den nächsten, leider letzten Band der Reihe. Ein echter Wohlfühlroman mit viel Schottland- und Bücherflair.

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Veröffentlicht am 01.11.2023

Aber bitte mit Sahne

Aurélie Bastian backt
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Das ist bereits mein viertes Back-/Kochbuch von Aurélie Bastian und gefällt mir wieder sehr gut. Ich bin ein Fan der charmanten Französin, ihres Blogs „Französisch kochen“ und ihrer Sendung im MDR. In ...

Das ist bereits mein viertes Back-/Kochbuch von Aurélie Bastian und gefällt mir wieder sehr gut. Ich bin ein Fan der charmanten Französin, ihres Blogs „Französisch kochen“ und ihrer Sendung im MDR. In ihrem neuen Backbuch stellt sie ihre erfolgreichsten Rezepte für jeden Anlass vor.

Zu Beginn werden die wichtigsten Begriffe, Techniken, Zutaten und das benötigte Zubehör erklärt, danach folgen die Rezepte für Kuchen, Torten, Tartes und besondere Anlässe.

Wir haben uns in den letzten Wochen durch das Buch getestet und natürlich Favoriten gefunden – wie z.B. den Marmorkuchen mit Käsekuchenfüllung, dessen besonderer Clou neben der Füllung die Glasur ist, die nach dem Backen nicht auf den Kuchen, sondern in direkt die Form gegeben wird (nachdem man den Kuchen entfernt hat), in die man dann wiederum den Kuchen drückt. Aber auch die Chinois mit Obst aus Briocheteig, der Gâteau breton mit Apfel-Calvados-Füllung, der Fondant aux Mandes (Mandelkuchen), die Tatin aux Pommes (Apfeltarte) oder der Flan pâtissier (eine Art Puddingkuchen mit frischen Früchten) haben uns hervorragend gemundet. Und bei der nächsten Gelegenheit will ich unbedingt noch die Schwarzwälder-Kirsch-Tarte mit zweierlei Böden probieren.
Bei den besonderen Anlässen findet ihr u.a. Kuchen für Kindergeburtstage und Einschulung, Ostern und Pfingsten, Fasching und Halloween, Weihnachten und den Dreikönigstag.

Die Kuchen, Torten und Tartes haben verschiedene Schwierigkeitsgrade, sodass man für jedes Können und jeden Geschmack etwas finden sollte. Ein tolles Backbuch für Anfänger und Fortgeschrittene, welches das Herz eines jeden Süßzahns höher schlagen lässt.

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