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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2023

Ein neues Jahreshighlight!

Die Sonnenfeuer-Ballade 1: A Song to Raise a Storm
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Dass Julia Dippel kreative Worldbuildings, spannende Geschichten und starke Charaktere schreiben kann, wissen wir ja. Aber mit diesem Werk hat sich die Autorin selbst übertroffen - Dabei sind wir erst ...

Dass Julia Dippel kreative Worldbuildings, spannende Geschichten und starke Charaktere schreiben kann, wissen wir ja. Aber mit diesem Werk hat sich die Autorin selbst übertroffen - Dabei sind wir erst beim Auftakt der Geschichte. Bereits nach wenigen Seiten hat mich die Geschichte durch ihre Sogwirkung gefesselt und nicht mehr losgelassen. Das lag jedoch nicht allein an der düsteren Story oder der brutalen Welt, in der die Geschichte spielt, sondern auch an den tiefgründigen Figuren, die man auf ihrem Abenteuer begleitet und Kapitel für Kapitel besser kennenlernt. Aber auch die komplexen und komplizierten Beziehungen der Charaktere untereinander zogen mich in ihren Bann, sodass das Warten auf Band 2 unerträglich werden wird. Und trotz Lobesgesang habe ich einen klitzekleinen Wehmutstropfen, den ich noch äußern möchte: Auch wenn zwischen den Figuren des Öfteren wortwörtlich die Funken sprühen, hätte ich mir ein wenig mehr Spice gewünscht.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Ein fantastisches Buch

Skipshock
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Viele Fantasybücher fühlen sich ähnlich an. Aber nicht so „Skipshock“. Caroline O'Donoghue kombiniert hier Science-Fiction-Elemente, Parallelwelten und Zeitkonzepte zu einer Atmosphäre, die gleichzeitig ...

Viele Fantasybücher fühlen sich ähnlich an. Aber nicht so „Skipshock“. Caroline O'Donoghue kombiniert hier Science-Fiction-Elemente, Parallelwelten und Zeitkonzepte zu einer Atmosphäre, die gleichzeitig verwirrend, faszinierend und unglaublich spannend ist.

Besonders mochte ich, wie mühelos man mit Margo in diese unbekannte Welt gezogen wird. Man entdeckt mit ihr diese mysteriösen Welten und das macht den Reiz der Story aus. Nach und nach setzen sich die Puzzleteile zusammen und man versteht, wie komplex dieses Universum ist. Trotz der vielen Ideen wirkte die Handlung dabei nie zu kompliziert oder überladen. Ein richtiger Genuss für Fantasyfans

Die Welt gehört dabei zu den größten Stärken des Buches. Unterschiedliche Zeitzonen beeinflussen nicht nur den Alltag, sondern auch die Lebensdauer und gesellschaftliche Stellung. Dieses dystopische Konzept wurde spannend umgesetzt und hat der Geschichte eine ganz eigene Dynamik verliehen.

Auch die Figuren haben mich überzeugt insbesondere da beide überraschend reif sind. Margo wirkt nahbar, emotional und gleichzeitig mutig, während Moon zunächst geheimnisvoll ist und mir mit seiner charmanten Art ans Herz gewachsen ist. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Beziehung der beiden langsam entwickelt. Die Gefühle stehen nie permanent im Mittelpunkt und genau dadurch wirken die gemeinsamen Momente ehrlich, oftmals unterhaltsam und intensiv.

Vor allem gegen Ende nimmt die Geschichte noch einmal deutlich an Tempo auf. Der Cliffhanger ist wirklich gemein.

Skipshock ist eine kreative und atmosphärische Fantasygeschichte, die mit ungewöhnlichen Ideen, starken Charakteren und einer besonderen Mischung aus Abenteuer, Mystery und Emotionen überzeugen konnteund sich abhebt.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Ich freue mich richtig auf das Ende

Das Schwert der Wahrheit 9
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Anfangs fiel es mir schwer, Begeisterung für diesen Band aufzubringen. Wieder einmal werden Richard und Kahlan voneinander getrennt, und erneut beginnt eine Reise voller Verlust und emotionaler Belastung. ...

Anfangs fiel es mir schwer, Begeisterung für diesen Band aufzubringen. Wieder einmal werden Richard und Kahlan voneinander getrennt, und erneut beginnt eine Reise voller Verlust und emotionaler Belastung. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass der Autor sich im Kreis bewegt und kaum noch frische Ideen einbringt.

Doch dieser Eindruck relativiert sich im Verlauf der Handlung. Zwar greift Goodkind bekannte Muster erneut auf, aber er verwebt sie diesmal mit einigen interessanten Entwicklungen. Besonders auffällig ist, dass sich niemand mehr an Kahlan erinnert und Richard deshalb als wahnsinnig gilt – ein Umstand, der der Geschichte eine neue Dynamik verleiht. Gleichzeitig wird die übergeordnete Handlung spürbar vorangetrieben, sodass man deutlich merkt, dass sich die Reihe ihrem Höhepunkt nähert.

Die Reise führt Richard zunächst erneut durch bekannte Orte wie Altur’Rang, weiter zu Shota und schließlich in Richtung D’Hara. Dabei nimmt das Tempo merklich zu, und die Spannung erreicht wieder ein Niveau, das in den vorherigen Bänden oft gefehlt hat. Parallel dazu treten die Schwestern der Finsternis erneut in Erscheinung und bringen die Kästchen der Ordnung ins Spiel, während Nathan und Ann neue Prophezeiungen entschlüsseln, die auf die finale Konfrontation hindeuten.

Trotz der Kritikpunkte – insbesondere der wiederkehrenden Handlungsmuster und einiger inkonsistenter Entwicklungen innerhalb der Reihe – wirkt dieser neunte Band deutlich runder als seine direkten Vorgänger. Zwar bleiben Fragen offen, etwa zur wechselnden Bedeutung bestimmter Bedrohungen oder nachträglich eingeführter Konzepte, doch insgesamt wird die Geschichte wieder fesselnder erzählt.

Unterm Strich ist dieser Teil eine klare Steigerung gegenüber Band 7 und 8. Auch wenn nicht alles überzeugt und manche Elemente konstruiert wirken, überwiegt letztlich der Eindruck eines spannenden Übergangs zum großen Finale der Saga.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Es geht dem Ende zu

Das Schwert der Wahrheit 8
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Vielleicht sollte man vorab erwähnen, dass auch dieser Band direkt an die Ereignisse des vorherigen anschließt. Unser Protagonist Richard ist daher noch auf seiner Rückreise von den „Säulen der Schöpfung“, ...

Vielleicht sollte man vorab erwähnen, dass auch dieser Band direkt an die Ereignisse des vorherigen anschließt. Unser Protagonist Richard ist daher noch auf seiner Rückreise von den „Säulen der Schöpfung“, die im letzten Teil eine wichtige Rolle spielten. Auf seinem Weg stößt er auf das friedfertige Volk der Bandakar, das von imperialen Kräften unterdrückt wird und verzweifelt auf Unterstützung angewiesen ist. Nach anfänglichem Zögern entschließt sich Richard schließlich, ihnen zu helfen – wohl wissend, dass er sich damit einem besonders gefährlichen Handlanger Jagangs entgegenstellt. Dieser wurde durch Magie verändert und besitzt eine äußerst verstörende Fähigkeit.

Parallel dazu gerät auch Zed in eine schwierige Lage. Gemeinsam mit Addie verteidigt er die Burg der Zauberer gegen Jagangs Streitkräfte, doch die Situation eskaliert schnell: Die beiden werden letztlich vom Feind überwältigt und gefangen genommen. Damit stehen die Helden erneut vor scheinbar kaum zu bewältigenden Herausforderungen.

Etwas irritierend war in diesem Band Richards Einstellung zum Töten. Aus den vorherigen Büchern kennt man ihn als eher besonnenen, moralisch gefestigten Charakter, doch hier äußert er sich teilweise überraschend anders. Ob das gezielt zur Motivation der Bandakar gedacht ist oder tatsächlich seiner Überzeugung entspricht, bleibt offen – das muss man selbst im Verlauf der Geschichte einordnen. Insgesamt wirkten auch die zahlreichen philosophischen und belehrenden Aussagen, die Richard unter anderem Owen vermittelt, stellenweise etwas überladen. Dadurch wurde der Lesefluss für mich gelegentlich gebremst, sodass ich mich ein wenig durch einzelne Passagen kämpfen musste.

Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass Zed wieder mehr Raum in der Handlung bekommt. Seine Abschnitte lese ich generell sehr gern, und zusammen mit Addie bildet er ein starkes Duo, das einige der zähflüssigeren Stellen gut abfedert. Langeweile kommt zwar nicht wirklich auf, dennoch spürt man, dass die Geschichte insgesamt etwas langsamer erzählt wird als zuvor. Vermutlich ist das bewusst so gewählt, um die Entwicklung auf das große Finale der Reihe vorzubereiten.

Trotz des ruhigeren Tempos bleibt die Handlung spannend. Besonders die Idee der magischen Veränderung von Menschen fand ich gelungen umgesetzt. Außerdem wächst der Hass auf Kaiser Jagang mit jedem Band, was die Vorfreude darauf steigert, wie und wann ihm letztlich Einhalt geboten wird. Insgesamt bietet das Buch wieder viele interessante Fantasy-Elemente und kreative Einfälle. Auch wenn ich nicht jede Entwicklung gleichermaßen überzeugend fand, bleibt die Reihe für mich weiterhin sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Wieder stärker als der Vorband

Das Schwert der Wahrheit 5
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Auch der fünfte Band knüpft unmittelbar an die Ereignisse des Vorgängers an, wobei Richard und Kahlan sich einer neuen, bedrohlichen Gefahr stellen müssen: den Chimären, Wesen, die Magie nicht nur konsumieren, ...

Auch der fünfte Band knüpft unmittelbar an die Ereignisse des Vorgängers an, wobei Richard und Kahlan sich einer neuen, bedrohlichen Gefahr stellen müssen: den Chimären, Wesen, die Magie nicht nur konsumieren, sondern sie vollständig aus der Welt zu tilgen drohen.

Ihre Reise führt sie nach Anderith, ein abgeschottetes Grenzland zwischen der Alten Welt und den Midlands. Dort herrscht eine hochgesicherte Ordnung durch den sogenannten Dominie Dirtch, ein Verteidigungssystem, das das Land nahezu uneinnehmbar macht. Doch hinter dieser scheinbaren Stabilität brodelt politisches Chaos: Die Machthaber von Anderith schwanken zwischen einer Allianz mit Kaiser Jagang oder einem Zusammenschluss mit den Midlands. Intrigen, Machtspiele und Eigeninteressen bestimmen dabei das Handeln fast aller Beteiligten.

Dieser Band entfernt sich deutlich von klassischer Fantasy-Action und legt den Schwerpunkt stärker auf politische Strukturen, gesellschaftliche Dynamiken und strategische Machtkämpfe. Genau das dürfte auch der Grund für die eher geteilten Reaktionen vieler Leser sein. Wer jedoch Freude an detailliert ausgearbeiteten Schauplätzen und komplexen politischen Verflechtungen hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Besonders die Entwicklung von Snip, der Aufstieg des ehrgeizigen Dalton sowie die vielschichtigen Figuren rund um Herrscher, Direktoren und Kulturministerium sorgen für eine dichte, fesselnde Atmosphäre.

Parallel dazu werden immer wieder Einblicke in das Lager von Kaiser Jagang gegeben, wo die Prälatin verzweifelt versucht, ihre Schwestern des Lichts zu befreien.

Insgesamt bleibt Band 5 für mich ein starkes Kapitel der Reihe – weniger durch klassische Fantasy-Elemente geprägt, dafür umso mehr durch politische Spannung und Charaktertiefe. Lediglich das etwas abrupt wirkende Ende hinterlässt einen kleinen Kritikpunkt, schmälert den Gesamteindruck aber kaum. Dadurch bleibt vor allem der Wunsch bestehen, direkt mit dem sechsten Band fortzufahren.

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