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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2024

Spannend, aber unstimmig

Der Klang der Rache
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Ein Todesfall auf einem Rockfestival, der sich alsbald als Mord mittels Wespengift und versuchten Mordes herausstellt, denn auch andere Personen wurden auf diese Weise
vergiftet. Die besten Freunde des ...

Ein Todesfall auf einem Rockfestival, der sich alsbald als Mord mittels Wespengift und versuchten Mordes herausstellt, denn auch andere Personen wurden auf diese Weise
vergiftet. Die besten Freunde des Toten, die noch am ehesten als Zeugen gelten könnten, verschwinden spurlos. Die Fall erkaltet genauso, wie das Verhältnis des Leiters der Mordkommission zur Tochter, die in der Kriminaltechnik arbeitet. Diese hat sich mit dem Kollegen ihres Vaters verlobt, sehr zu dessen Verdruss, weiß er doch etwas, was diesen Mann nicht ins beste Licht rückt und als zukünftigen Schwiegersohn untauglich macht. Monate später ein erneuter Mord, noch wieder Monate später Leichenfunde. Der Mordermittler wird in dieser Zeit immer verbissener, die Spurenlage wird immer verworrener, er verliert den Bezug zu seinem Umfeld, säuft zuviel und bringt auch seinen Job in Gefahr. Der in drei Jahreszeiten aufgegliederte Krimi, birgt in sich eine sehr verworrene Geschichte mit einem überraschenden Ende. Allerdings ist diese sehr aufwändige Konstruktion eines rächenden Mörders in sich wenig schlüssig. Zu viele Unstimmigkeiten oder Unwahrscheinlichkeiten werden hier miteinander verbunden. Die Geschichte ist spannend aufgezogen, das steht außer Frage. Mit der Glaubwürdigkeit hapert es allerdings.

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Veröffentlicht am 11.02.2024

Etwas überzeichnet

Selbstgerächt
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Ein Unfall, den die Mutter des Kommissars als Mordversuch einstuft. Ein Anschlag auf die Bibliothek. Damit nicht genug. Im sonst beschaulichen Wuppertal treten merkwürdige Ereignisse im gefühlten Sekundentakt ...

Ein Unfall, den die Mutter des Kommissars als Mordversuch einstuft. Ein Anschlag auf die Bibliothek. Damit nicht genug. Im sonst beschaulichen Wuppertal treten merkwürdige Ereignisse im gefühlten Sekundentakt auf. Der Radfahrer stirbt - wiederum glaubt die Mutter des Kommissars nicht daran, dass das den Folgen des Unfalls zuzuschreiben ist. Dann wird wer auf dem Bahnsteig der Schwebebahn erschossen. Und immer wieder taucht ein blonder Südländer auf. Während das Ermittlerteam noch nach Hinweisen sucht, ob diese Fälle zusammenhängen, ermitteln die Mutter des Kommissars und deren Freundinnen munter drauflos, wobei sie Beweise unterschlagen, Spuren vernichten, sich selbst auch in Gefahr bringen. Das Ganze könnte recht witzig und unterhaltend sein, wenn da nicht die Figuren überzeichnet worden wären. Es liest sich eigentlich recht locker-flott weg. Die Geschichte an sich hat Potential und manche Beschreibungen und Dialoge locken ein Schmunzeln hervor. Aber der Blonde, der so abgebrüht daherkommt und dem alles gelingt. Die Polizei die äußerst dümmlich dasteht, die extrem dominante Mutter mit ihrem Ermittlungsdrang. Und, und. und. So bleibt Vieles recht unglaubwürdig.

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Veröffentlicht am 16.12.2023

Hin und Her

Der Nachträcher schlägt zu
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Der Schöpfer des "Nachträchers" wird von eben diesem erstochen - auf einer Comic Convention. Was zunächst wie eine Inszenierung aussieht wird blutige Wahrheit. Bei den Ermittlungen stecken die Ermittler ...

Der Schöpfer des "Nachträchers" wird von eben diesem erstochen - auf einer Comic Convention. Was zunächst wie eine Inszenierung aussieht wird blutige Wahrheit. Bei den Ermittlungen stecken die Ermittler im Klein-Klein fest und haben dabei den Termin der kirchlichen Trauung von Mark im Nacken. Unter diesem Zeitdruck versucht man den Täter zu ermitteln, und läuft sich dabei im wahrsten Sinne der Worte die Hacken wund. Immer hin und her von und zu den Ständen der Convention, den Treffpunkten der Verlagsmitarbeiter und Verdächtigen. Leider bleibt bei diesem Hin und Her, das sehr detailliert beschrieben wird, die Spannung ein wenig auf der Strecke. Gut, dass hier wenige der Verschwörungstheorien von Dominic zum Tragen kommen, aber auch der Witz ist recht sparsam verteilt. Der Schluss wenig spektakulär, wenngleich für Mark "in time". Dieser siebte Fall für Mark und Felix ist ein bisschen zu ruhig, zu wenig mitreißend.

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Veröffentlicht am 10.12.2023

Spannend, aber unrealistisch

Die Händler des Teufels: Ein Krimi aus London
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Verachtenswerter geht es nicht: Menschenhandel. Und das auch mit kleinen Kindern und ganz jungen Mädchen. Die Schwester von Emma scheint von solchen Menschenhändlern, entführt worden zu sein. Das ist bereits ...

Verachtenswerter geht es nicht: Menschenhandel. Und das auch mit kleinen Kindern und ganz jungen Mädchen. Die Schwester von Emma scheint von solchen Menschenhändlern, entführt worden zu sein. Das ist bereits 20 Jahre her, Emma sucht noch immer nach ihr. Und wird hier ganz offenbar mit der Vergangenheit konfrontiert, als sie im Zusammenhang mit der Ermordung eines Clan-Chefs und der Verhaftung eines Verdächtigen aus dieser Familie mit einem Einbruch in ihre Detektei, dem Raub eines Fotos und der Behauptung des Verhafteten, er könne etwas zum Verbleib der Schwester beitragen, mit der Möglichkeit konfrontiert wird, Ihre Schwester könne noch leben. Zusammen mit ihren Kolleginnen und dem neuen Staatsanwalt, in den sie sich spontan verguckt, versucht sie, Licht ins Dunkel zu bringen, eine weitere Auktion mit jungen Mädchen zu verhindern und letztlich die Schwester zu finden. Dann drehen sich die Ereignisse plötzlich sehr schnell und die Wahrheit ist nicht leicht zu verdauen. Spannend geschrieben, aber etwas naiv in der Auflösung. Emma weit entfernt von professionellem Vorgehen. Das Wechselbad ihrer Gefühle ist aber treffllich dargestellt. Das Ende soll wohl versöhnen, ist aber unrealistisch.

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Veröffentlicht am 15.11.2023

Emotional

Räuberleiter
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Eine sehr emotional aufgebaute Geschichte um die dramatische Suche nach einem Kleinkind, das sich quasi selbst als vermisst gemeldet hat. Sehr viele Personen in dieser Suche sind selbst - um es vorsichtig ...

Eine sehr emotional aufgebaute Geschichte um die dramatische Suche nach einem Kleinkind, das sich quasi selbst als vermisst gemeldet hat. Sehr viele Personen in dieser Suche sind selbst - um es vorsichtig auszudrücken - sehr mitgenommene, quasi beschädigte Menschen. Die Zeit läuft und die Suche zu Hochtouren auf. Mehrere Fahndungsfehler und Unterlassungen führen dazu, das man mehr oder minder ins Nichts läuft, bis endlich eine kleine Spur auftaucht und auch die Mutter sich aus ihren Erinnerungslücken befreien kann. Kein Krimi. Eine Sozialstudie mehr, in der aufgezeigt wird, wie in extremen Situationen sich eher gleichgültige Mitmenschen zu einer Einheit zusammenschweißen lassen, um eben diesen kleinen Jungen zu finden. Eher beiläufig ein kleiner Gangster, Looser eigentlich, der sich zu Höherem berufen fühlt, und ein ernstzunehmender Gangster, der aber auch nur eine Nebenrolle hin zum dramatischen Höhepunkt erhält. Insgesamt flüssig, lesefreundlich und spannend erzählt. Abzüge gibt es wegen der nicht glaubwürdigen schweren Ermittlungsfehler, der zu sehr im Vordergrund stehenden immerwährenden Schuldgefühle fast aller, die aber mit diesem Fall nichts zu tun haben und der übergroßen Emotionalität.

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