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Ziesel_Dame

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Veröffentlicht am 16.11.2023

Wintertraum(a) in Kanada

Wintertraum in Kanada
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Ich wollte dieses Buch auf Grund des Covers, Klappentextes und der Leseprobe lesen. Das Cover ist wunderschön gestaltet und macht lust auf einen kuscheligen Leseabend. Auch der Klappentext und die Leseprobe ...

Ich wollte dieses Buch auf Grund des Covers, Klappentextes und der Leseprobe lesen. Das Cover ist wunderschön gestaltet und macht lust auf einen kuscheligen Leseabend. Auch der Klappentext und die Leseprobe sprachen mich sehr an und machten mich neugierig.

In diesem Buch geht es um Sara und Paul, die nach einem Winterurlaub, nach Kanada auswandern. Um sich das ganze zu vereinfachen haben sie sehr naiv ein Haus aus dem Internet gekauft und natürlich musste es so kommen, dass es nicht dem entsprach, was in Internet stand.

An sich eine tolle Story, die mir auch im Großen und Ganzen gefallen hat. Die Charaktere sind gut dargestellt. Die Naivität von Sara und Paul ist schon wirklich sehr bemerkenswert. Wer glaubt schon bei einem Online-Hauskauf, dass dieses in dem Zustand ist in dem es dargestellt ist? Auch die Einheimischen sind sehr sypathisch dargestellt, genau wie die unerwarteten Besucher.
Der Schreibstil ist gut zu lesen, allerdings habe ich hier doch ein aber...es gibt immer wieder Zeitsprünge in der Geschichte und ich finde die hätten besser gekennzeichnet werden sollen. So merkt man manchmal erst nach ein paar Sätzen, dass man in der Zeit gesprungen ist. Auch fand ich die Menge der Überraschungsbesucher doch etwas zu viel. Hier hätte die Hälfte der Besucherr gereicht und man hätte sich dann dafür mehr mit den diesem Charakteren beschäftigen können. So wirkte es manchmal etwas hektisch und nicht wie eine romantische Kanada-Winterromantik Geschichte. Auch kommt mir die Traumkulisse etwas zu kurz, da lässt das Cover mehr erhoffen.

Alles in allem ein netter Roman für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Etwas anders als erwarett

Die Bibliothek meines Großvaters
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Zum Cover des Buches kann ich nur "Wow" sagen. Es ist dem Verlag gelungen ein wunderschönes Cover mit passendem Farbschnitt zu gestalten.

Das Buch ist ein Auftakt zu einer Triologie. Kaede kümmert sich ...

Zum Cover des Buches kann ich nur "Wow" sagen. Es ist dem Verlag gelungen ein wunderschönes Cover mit passendem Farbschnitt zu gestalten.

Das Buch ist ein Auftakt zu einer Triologie. Kaede kümmert sich liebevoll um ihren an einer besonderen Form der Demenz (Lewy-Körper-Demanz) erkranten Großvater. Sie haben beide eine besondere Vorliebe für Kriminalromane. Diese Leidenschaft hilft ihnen ein paar dubiose Fälle zuklaren, bis sie selbst in eine gefährlich Lage kommen.

Der Schreibstil des Buches hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Sehr klar und flüssig, aber ruhig. Die "Fälle" werden gut dargestellt und auch die ein oder andere Skizze des Raumes um den es geht hilft sehr bei der Vorstellung. Auch die Beziehung von Kaede und ihrem Großvater ´, sowie die zu ihren Freunden Iwata und Shiki sind toll dargestellt. Für jemanden, der sich allerdings mit Japan nicht so gut auskennt mag die teils sehr förmliche Umgangsform etwas befendlich sein. Auch wäre hier eventuell ein kleine Sprachregister am Ende des Buches hilfreich. Ich finde das Buch ist in zwei Teile untergliedert. Im ersten geht es mehr um Kaede und ihren Großvater, die Fälle lösen. man könnte auch denken, dass sie für ihn erstellt sind um sein Gedächtnis zu fordern, schließlich ist er an Demenz erkrankt. Sie sind aber real und es ist immer wieder niedlich wie er dann mit dem Satz "reich mir mal meine Zigaretten" beginnt die Lösung zu finden. Im zweiten Teil gerät erst Iwata und dann Kaede ins Fadenkreuz. Hier werden dann die persönlichen Probleme gelöst.

An sich ist das Thema sehr gut gewählt. Der dement kranke Opa, die Enkelin, die sich um ihn kümmert. Man bekommt einen kleinen Eindruck dieser besonderen Demenz Form und das Buch gibt dem Autor die Möglichkeit darüber zuberichten. Auch die Freundschaft zu Iwata und Shiki gefällt mir sehr gut. Man bekommt zumindest einen kleinen Eindruck ins japanische Leben. Mir hat allerdings die Zusammensetzung des Buches nicht so ganz gefallen, bzw. überzeugt. Erst die präsentierten Fälle und dann die persönlichen. ich hätte es besser gefunden, wenn ie persönlichen mehr zwischen den anderen eingebettet worden wären. So hat es eher den Eindruck von zwei Büchern gemacht und irgendwie fehlt mir der Bezug zum Titel etwas. Einerseits fand ich das Buch gut, andererseits hat mir etwas gefehlt.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Allein auf einer Insel

Die blaue Stunde
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James Becker verehrt die Künstlerin Vanessa Chapman aufs äußerste und hat das große Glück, das sein Arbeitgeber ihre gesamte Stücke von ihr vererbt bekommt. Da aber ihre alte Freundin Grace die Kunstsammlung ...

James Becker verehrt die Künstlerin Vanessa Chapman aufs äußerste und hat das große Glück, das sein Arbeitgeber ihre gesamte Stücke von ihr vererbt bekommt. Da aber ihre alte Freundin Grace die Kunstsammlung größtenteils nicht herrausrückt und in einem der Exponate ein menschlicher Knochen gefunden wurde, reist er auf die abgeschiedene Insel Eris Island deren einzige Bewohnerin Grace ist.

Das Cover und der Klappentext haben mir sehr gut gefallen. Man bekommt das Gefühl, dass ein spannendes Buch wartet.

Der Schreibstil ist flüssig und die Autorin bedient sich verschiedener Medien. So baut sie Emails, Zeitungsausschnitte und Tagebucheinzträge mit ein. Im Grunde fand ich diese Idee sogar sehr gut und abwechslungsreich. Allerdings habe ich zum ersten mal ein Buch gelesen, in dem mir kein Charakter sympatisch war oder man wenigstens eine Art von Mitgefühl entwickelt hat. Da ist es mir manchmal schon schwer gefallen dass Buch weiter zu lesen. Auch Zeit- und Perspektivwechsel sind meiner Ansicht nacht nicht wirklich gelungen. Einträge aus Vanessas Tagebuch waren gut sichtbar da sie immer die Überschrift "Vanessas Tagebuch" enthielten und kursive Schrift benutzt wurde. Allerdings der Wechsel zwischen den Figuren war gar nicht kenntlich gemacht, so dass es manchmall schwerfiel den Sprüngen zu folgen. Die Geschichte plätschert so vor sich hin. Mal in der Vergangeheit von Grace oder Vanessa, mal in der Gegenwart von Grace oder James. Was sehr gut gewählt ist, ist das Setting. Eine einsame Insel, erreichbar nur in Abhägigkeit der Gezeiten, stürmische See. Daraus hätte man ganz eindeutig sehr viel mehr für die Story rausholen können.

Spannung wird in diesem Roman wirklich nicht aufgebaut, trotz des sehr gut gewählten Setting und das Ende wird vorhersehbar.

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