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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2023

unterhaltsam

Eine halbe Ewigkeit
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Wer hätte damit gerechnet, dass Ildiko von Kürthy nach so langer Zeit eine Fortsetzung zum Mondscheintarif schreibt. Und dass Cora Hüpsch wieder ihr Unwesen treiben darf. Also ihr Leben erzählen. Auf die ...

Wer hätte damit gerechnet, dass Ildiko von Kürthy nach so langer Zeit eine Fortsetzung zum Mondscheintarif schreibt. Und dass Cora Hüpsch wieder ihr Unwesen treiben darf. Also ihr Leben erzählen. Auf die unnachahmliche Art und Weise. Rotzfrech, dramatisch überzogen, laut und schrill und mit einer Mischung aus Humor und tragischem Realismus. Das Buch ist sicherlich ein Frauenbuch. Und eines für solche ab 50 plus, denn hier wird von einer Frau erzählt, die die Wechseljahre vor sich und so einiges an Familien- und Liebesleben hinter sich hat.

Man kann das Buch sicherlich lesen, ohne den Vorgänger zu kennen. Oder, so wie ich, ohne sich an alles zu erinnern. Einiges wird wieder aufgewärmt und anderes fortgesetzt. Es geht weniger darum, an den ersten Band anzuknüpfen, als zu erfahren, wie eine Freundin aus vergangenen Zeiten jetzt so im Leben steht. In vielem konnte ich mich wiederfinden. Ich mochte die Geschichte auch deshalb, weil ich sie als Hörbuch genossen habe und die Autorin so eine wunderbare Art zu erzählen hat.

Fazit: Unterhaltsam.

Veröffentlicht am 04.12.2023

hintersinnig und humorvoll

Yoga Town
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Lou reist mit seiner Tochter Lucy nach Indien. Er hat diese Reise als junger Mann bereits einmal in einem klapprigen kleinen Bus gemacht. Auch damals war er nicht alleine. Und damals lernte er auch Lucys ...

Lou reist mit seiner Tochter Lucy nach Indien. Er hat diese Reise als junger Mann bereits einmal in einem klapprigen kleinen Bus gemacht. Auch damals war er nicht alleine. Und damals lernte er auch Lucys Mutter kennen und lieben.

Die Geschichte besticht vor allem mit einem tollen Zeitkoloroit aus Hits der Beatles und anderer Bands der 1960er, aus Yoga und einer Prise Spiritismus und der Suche junger Menschen nach der eigenen Identität und einem Weg durch die Welt. Das ist wie eine Reise in die eigene Jugend und so manche Gedanken und Gefühle, so manches Lied haben mich zurückkatapultiert.

Es war mein erstes Buch von Daniel Speck und mir hat die Hintersinnigkeit und der Humor gefallen.

Veröffentlicht am 17.11.2023

Eine Frau tanzt sich frei

Im Ballhaus brennt noch Licht
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Ich gestehe, dass ich zuerst durch das wundervolle Cover auf das Buch aufmerksam geworden bin. Und einen Titel, der sehr vielversprechend und für mich anziehend wirkte. Und ich wurde nicht enttäuscht. ...

Ich gestehe, dass ich zuerst durch das wundervolle Cover auf das Buch aufmerksam geworden bin. Und einen Titel, der sehr vielversprechend und für mich anziehend wirkte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Erzählt wird von einer jungen Frau, die Freundschaft mit dem Sohn der Sternbergs schließt. Die betreiben ein Ballhaus in Berlin des beginnenden 20.ten Jahrhunderts. Über die Jahre wird Lulu eine erfolgreiche Tänzerin und alles könnte so schön sein, wenn da nicht das politische Klima wäre, dass sich im Deutschland der 20ger merklich verändert.

Die Geschichte spielt in einer sehr spannenden Epoche und für eine junge Frau gibt es da einiges an Veränderungen und Umbrüchen. Mir hat gefallen, wie die anfangs ziemlich naive Lulu erwachsen wird und sich frei tanzt. Mir gefällt auch, dass einiges an Berlinflair und Politik der Vorkriegszeit eine Rolle spielt. Die Fiktion ist schön in die Realität eingebaut.

Für mich hätte das Buch gerne noch dicker und ausführlicher sein können. Ich mochte die Darsteller, den Erzählstil und das Thema. Eine Autorin, die ich unbedingt im Auge behalten muss.

Veröffentlicht am 09.11.2023

schöne Fantasygeschichte

Die Todesbotin
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Ich lese viel Fantasy und kannte die Autorin noch nicht. Der Erzählstil war mir anfangst fast etwas zu derb und direkt. Passte aber, im nachhinein betrachtet, gut zur Auftragskillerin, die kein Weichei ...

Ich lese viel Fantasy und kannte die Autorin noch nicht. Der Erzählstil war mir anfangst fast etwas zu derb und direkt. Passte aber, im nachhinein betrachtet, gut zur Auftragskillerin, die kein Weichei ist und wortwörtlich über Leichen geht. Als sie bei einem neuen Auftrag plötzlich zögert und es zu ein paar Morden kommt, bei denen sie nicht die Hände im Spiel hatte, kommt sie ins Grübeln und fängt an nachzuforschen.

Das Buch kommt mit großem Schwung daher und wer es gerne etwas blutiger mag und Spaß hat, wenn eine Fantasystory auch jede Menge phantastische Wesen haben, der ist hier richtig. Schön auch, dass es mal keine Reihe ist und man das Buch am Ende mit einem soliden Schluss zuklappen kann.

Veröffentlicht am 09.11.2023

Leseempfehlung

Strom
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Durch eine Talkshow wurde ich auf Tobias Schlegl und seine Bücher aufmerksam. Da mich die Lebensgeschichte dieses Mannes fasziniert hat, musste ich gleich zwei seiner Bücher lesen. Strom ist das aktuelle. ...

Durch eine Talkshow wurde ich auf Tobias Schlegl und seine Bücher aufmerksam. Da mich die Lebensgeschichte dieses Mannes fasziniert hat, musste ich gleich zwei seiner Bücher lesen. Strom ist das aktuelle. Als ausgebildeter Notfallsanitäter weiß der Autor, wovon er schreibt. Diesmal ist es ein Fall, der mir in Ansätzen noch im Gedächtnis war. Es ging um einen Pfleger, dem viele seiner Patienten zum Opfer fielen.

Der Erzählstil ist angenehm und eher sachlich. Ich mag das gerne. Trotzdem kommen die Emotionen der Darsteller gut rüber und man kann mitfiebern und auch ein wenig miträtseln, was hier wirklich passiert. Im Vergleich ist es nicht ganz so spannend wie Schockraum. Aber dennoch eine Leseempfehlung, wenn man sich für die Arbeit der Helfer interessiert.