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Veröffentlicht am 20.11.2023

Frauen-Geschichten

Send Nudes
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„Send nudes“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die in verschiedenen Etappen des Lebens von Frauen spielen und verschiede Aspekte des Frauseins beleuchtet. Ein Buch über Familie, Freundschaft, Liebe, ...

„Send nudes“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die in verschiedenen Etappen des Lebens von Frauen spielen und verschiede Aspekte des Frauseins beleuchtet. Ein Buch über Familie, Freundschaft, Liebe, Dating. Ich lese zwischendurch ganz gerne mal Essays und Kurzgeschichten und war sehr gespannt, wie dieses Buch das Thema Frau sein beleuchtet, die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Nicht jede der Geschichte war ansprechend für mich, muss sie ja auch nicht sein. Denn fast aus jeder Geschichte, konnte ich für mich etwas mitnehmen.

Das Buch ist in xy Kurzgeschichten gegliedert, die alle ungefähr 10-15 Seiten umfassen, nur eine Geschichte sticht umfangstechnisch heraus. Alterstechnisch bewegen sich die Protagonistinnen der Geschichten zwischen 12 und 40 Jahren, was ich sehr bezeichnend finde. Denn ab 12 werden Kinder als explizit weiblich wahrgenommen, die Schwelle zur Sexualität ist damit überschritten. Über 40 und in Richtung Menopause werden Frauen in der Gesellschaft zunehmend unsichtbar und wieder „entsexualisiert“.

Die Geschichten drehen sich thematisch auch hauptsächlich um das Thema der weiblichen Sexualität. Natürlich verstecken sich zwischen den Zeilen Untertöne dessen, was Frauen damit auszudrücken versuchen, was diese für Frauen bezeichnet, aber im Vordergrund steht immer die Körperliche Komponente. Die Emotionalität, Gedanken und Sehnsüchte, die im verbogenen dahinter lauern werden eher nicht angedeutet. Es geht um Einsamkeit, um die Frage nach dem eigenen Wert und der Zughörigkeit zu anderen.

Oft sind die Frauen in den Geschichten sogar namen- und gesichtslos. Eine Verallgemeinerung, die für mich gleichzeitig bewirkte, dass ich mich selbst vom geschriebenen distanziert fühlte. Es fiel mir teilweise schwer mich in die Szenarien und die Frauen hineinzuversetzen und mit ihren zu fühlen. Die Kürze der Geschichten, die nur episodenhafte Einblicke geben, tragen ihr übriges dazu bei, dass ich viele der Figuren nicht als nahbar empfunden habe.

Insgesamt war es jetzt kein Buch das mich mitgerissen hat, trotzdem mochte ich den Großteil der Geschichten.

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Veröffentlicht am 05.11.2023

Magisch und gefährlich, aber am Ende etwas schwach auf der Brust

A Spell Unspoken
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Band 1 der „Magic and Moonlight“ Reihe hatte mir richtig gut gefallen und nach dem tragischen Ende das Bandes war ich total wild auf die Fortsetzung. Ein toller Folgeband über weiße und schwarze Magie, ...

Band 1 der „Magic and Moonlight“ Reihe hatte mir richtig gut gefallen und nach dem tragischen Ende das Bandes war ich total wild auf die Fortsetzung. Ein toller Folgeband über weiße und schwarze Magie, Hexenzirkel und übernatürliche Wesen. Das Ende fand ich aber sehr überstürzt und auch etwas unstimmig. aber da noch zwei Bände folgen hoffe ich, dass noch alle Unklarheiten beseitigt werden.

Zum Inhalt: Darren und Gemma sind weiterhin auf der Flucht, nachdem sie die dunklen Pläne von Darrens Vater kurzfristig vereiteln konnten. Aber die magische Welt ist nach wie vor an der Baby Witch mit den ungewöhnlichen Kräften interessiert. Doch die hat ihre eigenen Probleme, nicht nur hört sie seit dem Einsatz des Aqueliten Stimmen in ihrem Kopf; Darren und sie wissen auch immer noch nicht, wie die der Coven gestoppt werden kann.

Ich mag die Art von Magie, die in dieser Reihe praktiziert wird einfach total gerne. Diese Kombination aus Edelsteinenergie und Mondritualen gefällt mir total gut und Gemma lässt Magie sehr natürlich und organisch wirken. Gleichzeitig bekommt sie durch Darrens Versuche etwas düsteres, verheißungsvolles und auch Gemma versucht sich in diesem Band wieder an schwarzer Magie.

Neben dem Magiethemen werden durch die Nebenfiguren auch weitere Infos zu anderen magischen Arten geteilt und ich liebe es total, wie nahbar das ganze wirkt. Es geht viel auch um Freundschaft und Liebe, um Identität und Zugehörigkeit. Also beliebte Young Adult Themen, die hier schön in die Handlung eingearbeitet werden. Die Nebencharaktere sind nicht nur total liebenswert, mit eigenen Ängsten und Sorgen, sie geben den beiden Protagonisten auch einen stabilen Rahmen, in dem sie sich bewegen.

Gegen Ende überschlägt sich die Handlung ein bisschen und wirkte auf mich weniger stimmig als im Rest des Buches. Da fehlte mir ein bisschen was an Erklärungen im Nachhinein. Stattdessen finden ein harter Cut statt, der aber dann nicht konsequent durchgezogen wird, wodurch es irgendwie schwammig wirkt, was damit überhaupt bezweckt werden soll.

Insagesamt hat mir das Buch trotzdem wieder gut gefallen und ich werde sicher auch den nächsten Band lesen.

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Veröffentlicht am 30.10.2023

Forbidden Love trifft Dark Academy

Starling Nights 1
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Ich liebe ja dieses „alte ehrwürdige Universität“-Setting total gerne, weil es von sich aus immer dieses elitäre, geheimnisvolle Flair mitbringt. Das hat mich auch hier total angesprochen und war auch ...

Ich liebe ja dieses „alte ehrwürdige Universität“-Setting total gerne, weil es von sich aus immer dieses elitäre, geheimnisvolle Flair mitbringt. Das hat mich auch hier total angesprochen und war auch super umgesetzt. Das Buch ist ein erster Band, was aber nichts daran ändert, dass ich das Ende äußerst unglaubwürdig fand .

Zum Inhalt: Mabel ist der Inbegriff einer Stipendiatin an einer Eliteuniversität- ein Bücherwurm, in sich gekehrt, bemüht nicht aufzufallen. Als ihre beste Freundin Zoe beginnt auf zwielichtige Partys einer geheimen Studentenverbindung zu gehen, gerät auch Mabel in den Einflusskreis dieser privilegierten Studenten. Und als beginnt Fragen zu stellen wird sie diesen schnell ein Dorn im Auge.

Ich hab mich mit dem Erzähltempo etwas schwergetan. Anfangs braucht die Geschichte für meinen Geschmack sehr lange um an einen Punkt zu kommen, an dem es interessant wird. Vieles ist sehr vage, wird maximal angedeutet und lässt Mable auf überempfindliche Art hysterisch wirken. Und als die Geschichte dann endlich mal in Fahrt kommt, geht alles Schlag auf Schlag und wird damit fast schon unlogisch. Besonders gestört hat mich dabei das Ende.

Ohne Spoilern zu wollen ging mir das alles zu schnell und einfach und widersprach damit für mich auch der besonderen Verbundenheit der Mitglieder der Verbindung. Und auch danach hatten die Handlungen scheinbar keine Konsequenzen.
Da es einen zweiten Band geben wird, kann es natürlich sein, dass da noch was kommt, aber aber Epilog bereits zwei Monate später spielt, wirkt das auf mich nicht ganz schlüssig.

Die Fantasyelemente fand ich durchaus gelungen und spannend in Szene gesetzt. Und auch das Fordidden Love Trope hat mir an sich gut gefallen, auch wenn ich Cliffs Heimlichtuerei und seine wankelmütige Art zwischendurch ein bisschen anstrengend fand. Dafür dass Norah am Ende so eine zentrale Rolle spielt, bleibt sie bis dahin sehr blass, was ihre Motive total im Dunkeln lässt. Das fand ich irgendwie schade, weil ich Verbindung der Verbindungsmitglieder untereinander eigentlich total interessant finde.

Insgesamt war das Buch nicht so ganz meins

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Veröffentlicht am 23.10.2023

Die dunklen Königreiche

Fallen Kingdom 1: Gestohlenes Erbe
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„Fallen kingdom“ war mir aufgrund des interessanten Farbschnittes ins Auge gefallen und gammelte jetzt eine Weile auf meinem SuB herum. Da bald aber Band 2 erscheint, wollte ich den ersten nun doch endlich ...

„Fallen kingdom“ war mir aufgrund des interessanten Farbschnittes ins Auge gefallen und gammelte jetzt eine Weile auf meinem SuB herum. Da bald aber Band 2 erscheint, wollte ich den ersten nun doch endlich lesen. Muss aber sagen, die Story hat mich nicht abgeholt. Grade die Verstrickungen in Sachen Love-Interest fand ich zwischendurch einfach super nervig. Ganz schlimm ist aber der Cliffhanger, der leider doch so interessant ist, dass ich wahrscheinlich Band 2 lesen werden, weil mir
das sonst keine Ruhe lässt.

Zum Inhalt: Die Königreiche der sieben Todsünden werden durch das Königreich der Wahrheit überwacht. Als dieses angegriffen und der Fürst getötet wird, ist es Naviens einzige Aufgabe ihre Schwester und Erbin des Fürstentitels zu retten. Denn Navien ist eine Heroe, das dämonische Kind des Fürsten, das die Erbsünde in sich trägt. Nicht als Erben und echte Menschen anerkannt, stellen sie ihr Leben in den Dienst ihres fürstlichen Geschwisterkindes. Doch dann ist Navien gezwungen,
sich als ihre Schwester auszugeben und sie entdeckt, dass auch sie ein menschliches Leben verdient hat.

Die Idee mit den sieben Todsünden fand ich total spannend, leider kamen die Fürsten und ihre Charakterzüge etwas kurz, nur zwei von ihnen werden intensiver beleuchtet. Stattdessen stehen die Heroen und ihr Schicksal im Fokus, was ich auch interessant umgesetzt fand. Besonders Navien macht eine total spannende emotionale und charakterliche Entwicklung durch, die ich fast schon schmerzhaft beim lesen empfand.

Was ich fast ein bisschen unnötig und die länge gezogen fand, war das Liebeschaos im Buch. Ich verstehe, warum es zu Naviens Charakter passt, aber gemessen an der Situation wars teilweise einfach nur cringe, wie leicht sie zu beeindrucken ist, nicht nur das Love-Triangle, was am Ende sehr kunstvoll aufgelöst wird, auch die Anziehung zu einem anderen Fremden. War eher nicht so meins,
dass sie permanent so hingerissen von den ganzen Typen war.

Tendenziell muss ich dann auch anmerken, dass das Buch, wenn man das ganze Liebeschaos streichen würde, erschrecken wenig Inhalt hat. Es passiert einfach nichts, bzw. wird viel angedeutet, nichts konkretisiert und erst am Ende gibt es mal einen Hauch echte Handlung. Reicht ehrlich gesagt nicht, um mich zu begeistern. Wäre dieser böse Cliffhanger nicht, würde ich vermutlich nicht weiterlesen.

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Veröffentlicht am 16.10.2023

Ganz schön unmärchenhaft

Ever & After, Band 1: Der schlafende Prinz (Knisternde Märchen-Fantasy der SPIEGEL-Bestsellerautorin Stella Tack)
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Ich liebe Märchen und habe mich wahnsinnig auf diese moderne Adaption gefreut, das Buch selbst ist auch ein echter Hingucker und sehr hochwertig aufgemacht. Der Inhalt selbst lässt mich etwas unschlüssig ...

Ich liebe Märchen und habe mich wahnsinnig auf diese moderne Adaption gefreut, das Buch selbst ist auch ein echter Hingucker und sehr hochwertig aufgemacht. Der Inhalt selbst lässt mich etwas unschlüssig zurück. Das Buch war einfach ganz anders, als von mir erwartet. Ich war der Meinung es handelt sich um einen Jugendroman, dafür fand ich ihn aber ganz schön brutal, eher Gebrüder Grimm als Disney.

Zum Inhalt: Rain ist eine Nachfahrin von Schneewittchen und wie es bei den Nachfahren der Märchen üblich ist, soll sie an ihrem 18. Geburtstag den schlafenden Prinzen küssen, in der Hoffnung ihn aufzuwecken und den Märchen ihre Magie zurückzugeben. Doch Rain weckt nicht nur den Prinzen, sondern auch einen alten Fluch. Und plötzlich gibt es keinen Weg zurück mehr, wenn die Märchen überleben wollen, als die sieben magischen Prüfungen zu bestehen.

Zuerst einmal: ich fand es braucht ganz schön lange, bis die Story an den Punkt kommt, der auf dem Klappentext angeteasert wird. Es gibt quasi sehr viel Background-Story, die aber nicht wirklich unbedingt was zum Handlungsverlauf beiträgt. Eher geht es um Rains Stellung innerhalb ihrer Familie und der Gesellschaftsstruktur der Nachfahren und dem Gefälle zwischen gesellschaftlichem Druck und eigenen Wünschen. Sobald der Fluch dann freigesetzt ist, nimmt die Geschichte schnell Geschwindigkeit auf und es wird stellenweise ziemlich brutal, was für mich gar nicht unbedingt zu einer Märchenadaption passt. Ich weiß natürlich, dass die Original-Version der Grimm-Märchen auch nicht unbedingt seichte Geschichten sind, aber so viel Gewalt hatte ich für einen Jugendroman einfach nicht erwartet.

Was mir gut gefällt ist die selbstbestimmte und starke Rolle der "Prinzessin". Rain als Nachfahrin von Schneewittchen ist clever, mutig und weiß sich gut selbst zu helfen. Auch die anderen Nachfahren, die Rain in Verlauf der Handlung trifft, sind interessante Charaktere, auch wenn sie eher blass bleiben. Besonders gut gelungen finde ich es, dass die Märchen, die zu den Relikten gehören, ausführlicher zitiert werden und ich so auch auf das eine oder andere mir eher unbekannte Märchen gestoßen bin und richtig Lust bekommen habe, die Geschichten der Gebrüder Grimm nochmal gesondert zu lesen.

Was für mich auffällig war, war wie hier mit Sprache gespielt und gearbeitet wurde. Jedes Kapitel beginnt mit einem Märchenzitat, die in eher alter Sprache gehalten sind. Im krassen Gegensatz dazu steht die Sprache der Haupthandlung. Gemessen am Alter der Protagonisten fand ich bestimmte Ausdrücke wie z.B. „sanitäre Bedürfnisse“ nicht unbedingt passend. Gleichzeitig wird für mein Empfinden sehr viel geflucht, was mir in Büchern eher weniger gut gefällt.

Ich seh total das Potential dieser Story und glaube, dass die Geschichte viele gefällt, mich hat sie aber einfach nicht so richtig abgeholt und obwohl viel passiert und das Erzähltem für zusätzliche Spannung sorgt, wurde ich nicht so recht mitgerissen.

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