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Veröffentlicht am 06.10.2025

Das Kamelienhaus - der Auftakt

Das Kamelienhaus
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Inhaltsangabe:
Lucinde „Lucy“ Riwall kehrt nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium wieder auf die Kamelieninsel zurück, wo sie in die Kosmetikfirma ihrer Mutter einsteigen soll. Kaum ist sie zurück, ...

Inhaltsangabe:
Lucinde „Lucy“ Riwall kehrt nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium wieder auf die Kamelieninsel zurück, wo sie in die Kosmetikfirma ihrer Mutter einsteigen soll. Kaum ist sie zurück, taucht auch schon das erste Problem auf: das dringend benötigte Tsubaki – Öl wird nicht mehr geliefert. Ihre Mutter Sylvia will deshalb nach Japan fliegen, um sich vor Ort zu erkundigen, warum es zu diesem Lieferengpass kommt. Ein familiärer Grund lässt ihre Reise platzen und Lucy muss fliegen. Auf dem Flug lernt Lucy sie den attraktiven Finn kennen und verbringt sogar einen wunderschönen Tag mit ihm. Hals über Kopf hat sie sich in ihn verliebt, aber ist er wirklich der Mann, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellen kann? Aber auch beruflich ziehen dunkle Wolken auf, denn die Kamelienölmanufaktur steht vor dem Aus. Wie wird es nun für Lucys Familie weitergehen? Bedeutet dies auch das Aus für die Kosmetikfabrik?

Nach zahlreichen Buchreihen (wie z.B. „Die Rosenholzvilla“ oder „Die Seidenvilla“) hat Tabea Bach nun ihr neustes Werk „Das Kamelienhaus“, dass im Oktober 2025 im Lübbe Verlag erschienen ist, vorgelegt. Wer sich jetzt fragt: Kamelien? da war doch schon mal was, dem gebe ich recht. Dies ist die Fortsetzung der Trilogie „Die Kamelieninsel, die 2018/19 (ebenfalls im Lübbe- Verlag) erschienen ist. Tipp: Die Reihen kann unabhängig voneinander lesen! Da ich schon seit Jahren ein großer Fan dieser Autorin bin, freute ich mich auf das neuste Werk von ihr. Ihre Romane sind eine schöne Reise in ferne Länder mit Wohlfühlgarantie und so begab ich mich buchtechnisch in die Bretagne bzw. nach Japan.

Allein das Cover und der dazugehörige Farbschnitt des Buches sind ein wahrer Eyecatcher. Nur irgendwie blöd, wenn man es ins Regal stellen will, denn dann hat man auch nichts vom farbenfrohen Buchschnitt. Aber was soll´s. Schön ist er dennoch.

Wer schon das eine oder andere Buch von Tabea Bach gelesen hat, weiß ihren flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Ab der ersten Seite zog er mich auch diesmal in seinen Bann und die Seiten flogen nur so davon. Ihre bildhaften und detaillierten Kulissenbeschreibungen machen die Lesestunden zu wahren Highlights. Für mich schreibt Tabea Bach keine Geschichten, nein, sie nimmt ihre Leserschaft auf eine unvergessliche Reise mit. Sie hat mir die japanische Mentalität, Kultur und natürlich auch die Natur sehr nah gebracht. Einzigartig wie auch brillant sie das Ganze eingefangen und wieder gespiegelt hat. Was mich ein wenig störte, waren die zahlreichen japanischen Begriffe, die man zwar im Glossar (Ende des Buches) nachlesen kann. Natürlich kann ich auch Tabea Bach verstehen, die mit diesen Begriffen die Authentizität der Geschichte unterstreichen will. Mein Lesefluss wurde dadurch ein wenig gestört. Bei den Charakteren bin ich mir diesmal sehr unschlüssig, denn ihre Handlungsweisen haben mich ein wenig kopfschüttelt zurückgelassen. Besonders Lili, die beste Freundin von Lucy hat mich mit ihrem pubertären Verhalten mehr als nur genervt. (Ich bin mir noch nicht im Klaren, welche Rolle sie letztendlich hier spielt).

Der Fokus der Handlung ist Lucy samt japanischer Kamelienölmanufaktur und im Großen und Ganzen ein toller Stoff für einen wunderbaren Wohlfühlroman. Diesmal muss ich leider zugeben, dass mir die Umsetzung nicht so gut gefallen hat, wie bei den vorherigen Büchern, die die Autorin bereits veröffentlich hat. Mir ist schon klar, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichten handelt, aber ein wenig realitätsnah dürfen sie dennoch sein. Einige Situationen liefen mir zu glatt ab. Kaum war ein Problem da und schwups wurde es auch schon gelöst, bzw. war die Lösung greifbar. Irgendwie fehlte mir das berühmte i-Tüpfchen. Da es sich hierbei um eine Trilogie handelt, hätte ich gerne einen Cliffhanger gehabt, der mich neugierig auf den Folgeband macht. Selbst das fehlte mir. Insgesamt finde ich es sehr schade, dass mich die Story nicht so mitnahm, wie z.B. bei der „Rosenholzvilla“.

Trotz alle dem werde ich die beiden Bände, die, wahrscheinlich nächstes Jahr veröffentlicht werden, lesen. Irgendwie möchte ich doch wissen, wie es mit Lucy und Co enden wird.
31/2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 22.11.2023

Das Dorfleben von Dingelbach

Der Dorfladen - Wo der Weg beginnt
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Inhaltsangabe:

1924: In Dingelbach im Taunus führt Martha Haller ihren Laden, wo nicht nur die ansässigen Bewohner zum Einkaufen kommen, sondern dort gibt es auch den neusten Dorftratsch gratis dazu. ...

Inhaltsangabe:

1924: In Dingelbach im Taunus führt Martha Haller ihren Laden, wo nicht nur die ansässigen Bewohner zum Einkaufen kommen, sondern dort gibt es auch den neusten Dorftratsch gratis dazu. Ihre drei Töchter (Helga, Frieda und Ida) helfen ihrer Mutter wo sie nur können, aber Frieda möchte in die große Welt hinaus. Ihr berufliches Ziel ist es Schauspielerin zu werden und das kann sie nur in Frankfurt. Aber wird ihre Mutter ihr diesen Wunsch einfach so erfüllen können, denn diese Schulart ist sehr teuer. Ihre jüngste Schwester Ida hat einen Plan. Wird es Ida tatsächlich gelingen, ihre Mutter mit ihrer Idee zu überzeugen, so dass Frieda ihrem Traumberuf ein wenig näher rückt?

Nach ihrer erfolgreichen Romanreihe „Die Tuchvilla“ hat Anne Jacobs nun ihr neustes Werk „Der Dorfladen“, der im November 2023 im blanvalet – Verlag erschienen ist, vorgelegt. Zwar sind mir der Autorenname und ihre Bücher ein Begriff, aber gelesen habe ich sie nicht und so wurde dieser Roman zu meinem Debüt.

Der Schreibstil war zwar flüssig, aber irgendwie konnte er mich nicht so recht abholen. Die Geschichte wurde dadurch sehr langatmig, wenn nicht sogar etwas langweilig. Während ich die ersten 180 Seiten las, überlegte ich mehrfach, ob ich den Roman zu Ende lesen soll oder vorzeitig abbreche. Ich habe ihn weitergelesen, weil es mittendrin etwas spannender wurde. Aber nicht nur der Schreibstil vermieste mir den Spaß am Lesen, sondern auch die zahlreichen Charaktere, zu denen ich nie wirklich eine Bindung herstellen konnte. Was ich auch an dieser Stelle anmerken möchte, ist, dass mir ein Personenregister hier gefehlt hat. Es waren so viele Personen, wo ich des Öfteren den Überblick verlor. Was ich sehr schade fand. Was mir aber sehr gut gefiel, war der bildhafte Erzählstil, der mir nicht nur die Kulisse von Dingelbach näherbrachte, sondern auch damalige Szenerie. Es entstand ein kurzweiliges Kopfkino.

Die Handlung war die Geschichte über das Leben in Dingelbach, wo der Leser eine Menge über das Dorfleben Anfang des 20. Jahrhundert erfährt. Nicht nur die wirtschaftliche und politische Lage werden hier beschrieben, auch die privaten Probleme, die die Autorin sehr in den Vordergrund gerückt hat. Einerseits war es recht informativ, diese Sichtweite kennenzulernen, anderseits war es schon sehr bedrückend. Das Ende, auch wenn noch viele Fragen offenblieben, stimmte mich ein wenig versöhnlicher. Angeblich soll es noch eine Fortsetzung geben, ob ich diese lesen werde, werde ich heute nicht entscheiden.


Der Dorfladen ist eine nette Geschichte, die man lesen kann, aber meiner Meinung nach nicht muss. Für mich fehlte der berühmte rote Faden und ein wenig mehr Spannung hätte diesem Roman auch nicht geschadet.

3,5 Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2022

Erster Einsatz für Appeldorn und Büyüktürk

Frau Appeldorn und der tote Maler
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Nach ihrer erfolgreichen Grefrather Krimireihe (wie z.B. „Tote Models nerven nur“ oder „Tote machen Träume wahr“, um nur zwei nennen zu wollen) hat Vera Nentwich nun ihr neustes Werk „Frau Appeldorn und ...

Nach ihrer erfolgreichen Grefrather Krimireihe (wie z.B. „Tote Models nerven nur“ oder „Tote machen Träume wahr“, um nur zwei nennen zu wollen) hat Vera Nentwich nun ihr neustes Werk „Frau Appeldorn und der tote Maler“, erschien am 04.11.2022, vorgelegt. Seit der oben genannten Krimireihe bin ich ein großer Fan von dieser Autorin und als ich von ihrem neusten „Baby“ erfahren habe, bin ich natürlich mehr als nur neugierig geworden. Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen und, dank einer Leserunde, durfte ich dies auch.

Wer schon einmal das eine oder andere Buch von Vera Nentwich gelesen hat, wird den flüssigen und leichten Schreibstil bereits kennen. Ab der ersten Seite tauchte ich in Frau Appeldorns Ermittlungen ein und ab. Normalerweise kann die Autorin auch mit ihren authentischen und lebendigen Charakteren punkten, aber hier tue ich mich ein wenig schwer. Die Wiedergabe der Personen gefiel mir sehr gut, aber so richtig in sie hineinversetzen konnte ich mich leider nicht. Frau Mareike Appeldorn wirkte auf mich sehr dominant und stand mir auch zu sehr im Mittelpunkt, was man über ihren Nachbarn A. Büyüktürk nicht schreiben kann. Neben ihr wirkte er ziemlich blass und irgendwie unscheinbar. Ab und an hatte er seinen Auftritt, aber das war es leider schon. Da dies aber erst das Debüt der beiden Akteure war, kann man sicherlich noch eine oder andere herausarbeiten. Man muss sich ja auch erst einmal kennenlernen, gell!

Die Handlung oder besser geschrieben der Fall, fand ich sehr gut. Die pensionierte Mareike Appeldorn ist noch nicht bereit in den Ruhestand zu gehen und sucht sich deshalb eine Beschäftigung, die sie im örtlichen Kulturverein findet. Am Abend der Veranstaltung „Tag des Ateliers“ wird der Maler Martin Borger tot in seinem Atelier aufgefunden. Eine Tatverdächtige wird schnell gefunden und zwar die Citymanagerin, die die Tochter von Frau Appeldorns Nachbar Büyüktürk ist. Nur, war sie es wirklich? Ihr Vater ist der Überzeugung, dass sie es nicht war, aber wie will er dies beweisen? Jetzt heißt es schnell handeln und so beschließen Frau Appeldorn und Herr Büyüktürk auf Verbrecherjagd zu gehen. Wird es denn beiden gelingen, den Fall allein zu lösen?

Vera Nentwich hat hier einen sehr guten und spannenden ersten Fall für Frau Appeldorn kreiert, der Lust auf mehr macht. Auf 285 Seiten habe ich versucht den Mörder von M. Borger herauszufinden, aber Pustekuchen. Es ist mir einfach nicht gelungen, denn es gab einige Tatverdächtige und zudem etliche Wendungen, die es schier unmöglich machten. So blieb es bis zum Schluss spannend und so sollte auch ein Krimi sein. Aber nicht nur mit der Spannung konnte Vera Nentwich punkten, sondern auch mit der Auflösung des Falls. Er war gut durchdacht und wirkte schlüssig. Was mir zudem auch noch positiv gefiel, war der Unterhaltungswert, der hier definitiv nicht zu kurz kam.

Rundherum war es ein gelungenes Debüt, der neugierig auf den zweiten Fall des Ermittlerduos Appeldorn / Büyüktürk macht. Weiter so, liebe Frau Vera Nentwich!

31/2 Punkte (die auf einigen Portalen bei 4 landen werden)

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 04.10.2021

Konnte mich nicht ganz überzeugen

Ministry of Souls – Die Schattenarmee
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Vor knapp einem Jahr habe ich den Auftaktband „Das Schattentor – Ministry of Souls“ mit großer Begeisterung gelesen. Sehnsüchtig wartete ich auf den zweiten Band „Die Schattenarmee – Ministry of Souls“, ...

Vor knapp einem Jahr habe ich den Auftaktband „Das Schattentor – Ministry of Souls“ mit großer Begeisterung gelesen. Sehnsüchtig wartete ich auf den zweiten Band „Die Schattenarmee – Ministry of Souls“, der jetzt endlich im Lübbe Verlag erschienen ist. Wie schon bei dem seinem Vorgänger klang der Klapptext nach einer ereignisreichen und spannungsgeladenen Geschichte, die meine Neugierde noch mehr wachsen ließ.

Wer die Romane von Akram El-Bahay kennen und lieben gelernt hat, weiß seinen unverwechselbaren Schreibstil mehr als nur zu schätzen. Akram schreibt nicht nur Geschichten, nein, er haucht ihnen Leben ein. Seine bildhafte und detaillierte Erzählung lässt die Fantasiewelt immer wieder auf ein Neues erwecken. Aber nicht nur die Handlung trägt dazu bei, sondern auch die beeindruckende und perfekt eingefangene Kulisse lassen das Herz seiner Fans höherschlagen und beschert ihnen ein unvergessenes Kopfkino. Aber was wäre eine Geschichte ohne Charaktere und die sind diese genauso facettenreich dargestellt und wieder gespiegelt worden, wie im vorherigen Band. So durfte ich mich auf ein Wiedersehen mit den bekannten Gesichtern (Jack, Naima, OZ, Terry, Agatha oder Travis).
Ohne große Umschweife geht es mit Handlung weiter. Es gibt zwar einige Passage, die im ersten Band vorkommen, aber allzu viele sind es nicht. Deshalb wäre es ratsam, den ersten Teil vorher gelesen zu haben. Jack, Oz und Naima sind immer noch auf der Suche nach dem Ifriten, um ihn zu bekämpfen, aber so einfach ist dies nicht. Zumal dieser beim letzten Auf-einandertreffen Jack mit einem Fluch belegt hat und so langsam läuft den drein die Zeit davon. In einem spannenden Abenteuer an verschiedenen Schauplätzen versuchen Jack und Co. dem Ifriten das Handwerk zu legen und dabei Jacks Leben zu retten. Wer ist der Ifrit überhaupt und wird es den drein gelingen, diesen zu besiegen?

Bei der Beurteilung dieses Buches bin ich mir uneins. Einerseits war die Geschichte sehr gut weitererzählt und auch sehr spannend, aber zum anderen fand ich es an einigen Stellen sehr langatmig und ich verlor ein ums andere Mal die Übersicht. Schade eigentlich, aber für mich hatte die Geschichte zu viele Schwachstellen und konnte mich deshalb auch nicht so in seinem Bann ziehen, wie der erste Teil. Deshalb vergebe ich nur 31/2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 27.09.2019

Trotz Schwächen lesenswert

Herbstblüten und Traubenkuss
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Inhaltsangabe:
Mona steht vor dem Nichts. Job weg, Freund weg und eine Wohnung hat sie auch nicht mehr. Momentan hat sie Unterschlupf bei ihrer Freundin Bianca gefunden, aber eine Lösung auf Dauer ist ...

Inhaltsangabe:
Mona steht vor dem Nichts. Job weg, Freund weg und eine Wohnung hat sie auch nicht mehr. Momentan hat sie Unterschlupf bei ihrer Freundin Bianca gefunden, aber eine Lösung auf Dauer ist es nicht. Jetzt sucht sie händeringend einen Job und den findet sie mehr oder weniger in eine Detektei. Sie soll Oliver Feeberger finden und ihn überreden, dass er das großelterliche Weingut übernimmt, sonst wird es verkauft und zwar an einen Nobelheurigen. Sie findet ihn, aber er kehrt nur unter einer Bedingung zu diesem Weingut zurück: Mona muss ihn dorthin begleiten und eine Saison bleiben. Wird sie sich auf diesen Deal einlassen?

Herbstblüten und Traubenkuss ist das dritte Buch der Autorin Emilia Schilling. Für mich war es ein Debüt, denn ich kannte weder die Autorin noch ihre vorherigen Romane. Der Klapptext dieses Buches gefiel mir sehr gut und so ließ ich mich überraschen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht. Rein Theoretisch könnte man dieses Buch in einem weg lesen, muss man aber nicht. Man merkt sofort, dass Emilia Schilling sich in diese Materie eingearbeitet hat. Die detaillierten Beschreibungen von den Buschenschranken, Weinbergen, der Weinlese oder der verschiedenen Weinsorten sorgten dafür, dass ich mir dieses Leben als Weinanbauer sehr gut vorstellen konnte. Mit den Charakteren hatte ich leider einige Probleme. Mona kam mir nicht wie eine 28jährige Frau vor und zudem ließ sie sich viel zu viel gefallen. Für jedes Problem war sie der Sündenbock und ihre „beste“ Freundin Bianca hat sie auch nur ausgenutzt. Das Beste steht deshalb in Anführungsstrichen, weil ich finde, dass man auch die beste Freundschaft nicht so schamlos ausnutzen sollte, wie es Bianca gemacht hat. Für mich war diese Freundschaft nur einseitig.
Auch mit Oliver hatte ich einige Probleme insbesondere mit seinem Verhalten, dass ich an einigen Stellen nicht nachvollziehen konnte. Am besten fand ich Oma Lore, die mit ihrer herzlichen Art mein Herz im Sturm erobern konnte.
Die Handlung war eine nette Geschichte um das Weingut Feeberger und seinem Weinanbau, die eigentlich für eine wundervolle Liebesromanze ideal wäre. Allerdings war von der romantischen Liebesgeschichte nicht viel zu spüren. Leider fehlte hier einiges. Immer wieder wurde die Geschichte durch Erklärungen zu den österreichischen Traditionen und Spezialitäten bereichert. Hinzu kamen noch einige landestypische Rezepte, die man sehr gerne nachkochen kann. Wer der Landessprache von Österreich nicht ganz firm ist, der findet am Ende dieses Buches ein Glossar mit fast allen deutschen Erklärungen.

Herbstblüten und Traubenkuss ist ein Roman, der zwar einige Schwächen aufweist, aber mich dennoch gut unterhalten konnte. In naher Zukunft werde ich mir noch das eine oder andere Buch dieser Autorin zu Gemüte führen, da ich schon sehr viel Positives darüber gehört und auch gelesen habe.

Für diesen Roman vergebe ich 3 1/2 Sterne.