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Veröffentlicht am 22.05.2024

Verschlungene Pfade

Die Verlierer
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Ich liebe Petra Hammesfahr seit ich ihre ersten Bücher regelrecht verschlungen habe. Immer wieder vergebe ich die Chance und erwarte großes in Anlehnung an frühere Zeiten. Doch auch diesmal fällt es mir ...

Ich liebe Petra Hammesfahr seit ich ihre ersten Bücher regelrecht verschlungen habe. Immer wieder vergebe ich die Chance und erwarte großes in Anlehnung an frühere Zeiten. Doch auch diesmal fällt es mir schwer, ein objektives Urteil zu verfassen. Wie auch in den letzen Romanen finde ich nur schwer einen Einstieg in die Handlung des Romans. Die Handlungsstränge scheinen vorhersehbar und auch das überraschende Ende, welches durch langwierige Lesestunden erarbeitet wurde, kann mich von diesem Roman nicht überzeugen. Die Charaktere um die Familie Keller mit ihren familiären Problemen sowie der Leiterin des KK 11 Rita Voss mit ihren dienstlichen Auseinandersetzungen sind im Wesentlichen Abhandlungen, die so oder so ähnlich in vielen Geschichten verarbeitet werden. Nach wie vor bleibt mein Herz bei Petra Hammesfahr und ich hoffe mit jedem neuen Roman, dass er an die Anfangserfolge anknüpfen kann.

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Veröffentlicht am 09.03.2024

Wenn die Geborgenheit fehlt.....

Ein falsches Wort
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Wenn die Geborgenheit fehlt, liegt es in der menschlichen Natur, diese innerhalb des Familienverbundes zu suchen. Der Kern der Menschen, aus denen man entstanden ist, die die Vergangenheit kennen und mit ...

Wenn die Geborgenheit fehlt, liegt es in der menschlichen Natur, diese innerhalb des Familienverbundes zu suchen. Der Kern der Menschen, aus denen man entstanden ist, die die Vergangenheit kennen und mit geformt haben, die einen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lassen. Was, wenn ausgerechnet diese Grundmauern durch Misshandlung, Missachtung und Ausgrenzung erschüttert werden. Bergljot findet seit ihrer Kindheit nicht mehr in den familiären Rahmen zurück, der ihr durch die Tat ihres Vaters genommen wurde. Ein lebenslanger Kampf nach Gehör beginnt und für den Leser eine Reise durch ungeahnte Gefühlswelten. Wer selbst nicht betroffen ist fühlt sich durch die Zeilen bisweilen zu sehr gedrängt in eine Dauerschleife aus Anklagen und Vorwürfen. Die sich immerwährende Wiederholung der ungerechten Erbverteilung wirkt zermürbend. Um dieses Leid nur ansatzweise zu verstehen, braucht es sicher diese eindringlichen Zwangsgedanken.

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Veröffentlicht am 27.02.2024

Traurige Besessenheit

Geordnete Verhältnisse
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Leider viel zu oft, wird die Liebe zu einem Menschen zur Besessenheit und die Verlustangst wird zur Qual. Für Philipp ist Faina der Rettungsanker seiner unsteten Kindheit, sein Fels in der stürmischen ...

Leider viel zu oft, wird die Liebe zu einem Menschen zur Besessenheit und die Verlustangst wird zur Qual. Für Philipp ist Faina der Rettungsanker seiner unsteten Kindheit, sein Fels in der stürmischen Schulzeit, sein Schutz vor der Nähe anderer Menschen, sein Halt, als er mit dem Tod seiner Mutter alles verliert. Faina erkennt aufgrund ihrer Krankheit nicht die Gefahr und in Philipp einen Retter ihrer bipolaren Seele. Lana Lux beschreibt in ihrem Roman mit einfühlenden und sinnbildlichen Worten die Beziehung zweier im Herzen kranker Menschen, die trotz aller Widrigkeiten nichts anderes, als ein intaktes Familienleben anstreben. Für Fainas Tochter und weil einem sonst nichts bleibt, wenn die Gedanken eigene Wege gehen. Die Traurigkeit und Hilflosigkeit, die beide umgeben, überträgt sich beim lesen und man wünscht sich nichts sehnlicher als ein glückliches Ende. Was bleibt ist ein Ende ohne Glück.

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Veröffentlicht am 24.11.2023

Der Kern liegt im Verborgenen.

Mutterkuchen
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Was bleibt, ist ein bedrückendes Gefühl dafür, was es für die Autorin bedeutet über ihr Leben zu schreiben. Die in Tagebuchform erzählten Erinnerungen an eine schwere Kindheit, aufwühlende Jugend und immer ...

Was bleibt, ist ein bedrückendes Gefühl dafür, was es für die Autorin bedeutet über ihr Leben zu schreiben. Die in Tagebuchform erzählten Erinnerungen an eine schwere Kindheit, aufwühlende Jugend und immer wieder zerrissene Erwachsenenzeit lässt den Leser sprachlos und teils erschüttert erkennen, dass das was im Verborgenen liegt und unausgesprochen bleibt, größer ist. Vielleicht auch zu mächtig, um es zu begreifen und auszusprechen. Es ist mutig und traurig zugleich, als Autorin auf ein Leben mit vielen Höhen und Tiefen zu blicken und sich selbst das Recht auf Glück und Zufriedenheit ein Stück weit zu verwehren. Umso bewundernswerter finde ich, das der Leser an dieser Geschichte teilhaben darf, denn das Risiko öffentlich missverstanden zu werden ist groß und kann durchaus verletzen. Ich wünsche mir für die Autorin, dass jeder Leser das Buch mit Wertschätzung liest und mit größtem Respekt auf Menschen blickt, deren Lebensweg beschwerlich ist und trotzdem mit Würde gemeistert wird.

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Veröffentlicht am 24.11.2023

Der Wahnsinn !

Pionéa Loop
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Das Buch ist in vielerlei Hinsicht ein sozusagen „Wahnsinnsprojekt“. Der Umfang des Buches lässt auf einen unerschöpflichen Ideenreichtum des Autors schließen. Um die vielfältigen Handlungsstränge auszuarbeiten, ...

Das Buch ist in vielerlei Hinsicht ein sozusagen „Wahnsinnsprojekt“. Der Umfang des Buches lässt auf einen unerschöpflichen Ideenreichtum des Autors schließen. Um die vielfältigen Handlungsstränge auszuarbeiten, zu lesen und zu verarbeiten ist einiges an Ausdauer gefragt. Liebhaber von Fantasieromanen können mit viel Hingabe auf ihre Kosten kommen und in einer Welt voller Irrungen und Wirrungen abtauchen. Dem Autor ist anzumerken, dass dieses Werk einem Herzensprojekt entspringt und er aus einem Meer aus Einfallsreichtum zu schöpfen vermag und mit leidenschaftlicher Liebe zu den örtlichen Begebenheiten und dem Sinn für detaillierte Beschreibungen gesegnet ist.
Wer nicht ganz so ausdauernd im Lesen ist und wem für ausuferndes Storytelling die Muse fehlt, sollte zu einem kürzeren Werk greifen. Mir ist es tatsächlich schwer gefallen, dem Inhalt zu folgen und der umfangreichen Anzahl der Seiten positiv gegenüber zu stehen. Nichtsdestotrotz möchte ich meinen Respekt für den Autor zum Ausdruck bringen. Eine wahnsinnige Arbeit mit Hingabe und Leidenschaft zu Papier gebracht.

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