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Veröffentlicht am 01.12.2023

Lebenswege in den 1930ern

Die Töchter der Ärztin
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Der Roman DIE TÖCHTER DER ÄRZTN – ZEIT DER HOFFNUNG von Helene Sommerfeld ist der zweite Band aus der Reihe rund um die Töchter der Ärztin Ricarda Thomasius und spielt rund um das Jahr 1930.

Die Töchter ...

Der Roman DIE TÖCHTER DER ÄRZTN – ZEIT DER HOFFNUNG von Helene Sommerfeld ist der zweite Band aus der Reihe rund um die Töchter der Ärztin Ricarda Thomasius und spielt rund um das Jahr 1930.

Die Töchter von Ricarda Thomasius gehen inzwischen ihre eigenen Wege – Toni ist gerade aus Afrika zurückgekehrt und versucht, sich in Berlin wieder zurechtzufinden, sowohl in medizinisch-beruflicher Hinsicht als auch auf der emotionalen Ebene. Ihre große Empathie und Weltoffenheit helfen ihr dabei.
Ihre Schwester Henny führt ihre eigene Praxis, muss sich aber entscheiden zwischen dem Fortbestand der Praxis und dem Wunsch ihres Mannes, seine Karriere als Filmproduzent in den USA fortzuführen. Das würde jedoch einen Umzug mit der Familie nach Hollywood bedeuten.
Beide Schwestern suchen und finden hoffentlich ihren für sie jeweils richtigen Weg, auch wenn ihnen dabei Steine in den Weg gelegt werden, wie z.B. durch einen schwerwiegenden Vorfall in Berlin, bei dem Henny in Gefahr gerät.

Das Buch spiegelt die gesellschaftliche und politische Zeit rund um 1930 gut wider, ist eine angenehme Familiengeschichte rund um die Familien Ambrosius und Freystetten, die durch bewegte Zeiten gehen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.11.2023

Mord beim Egetmann-Umzug

Commissario Tasso treibt den Winter aus
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Der Kriminalroman COMMISSARIO TASSO TREIBT DEN WINTER AUS von Gianna Milani spielt in Tramin in Südtirol, wo während einem Egetmann-Umzug im Jahr 1963 ein Mord geschieht. Es ist der dritte Band rund um ...

Der Kriminalroman COMMISSARIO TASSO TREIBT DEN WINTER AUS von Gianna Milani spielt in Tramin in Südtirol, wo während einem Egetmann-Umzug im Jahr 1963 ein Mord geschieht. Es ist der dritte Band rund um den ermittelnden Commissario Tasso.

Eigentlich hat sich Commissario Aurelio Tasso nur widerwillig zu einem Besuch des Umzugs überreden lassen, da ihm die Begegnungen mit den Schnappviechern fremdbleiben. Als dann auch noch ein Mord passiert, ist Tasso gleich zur Stelle, um zu helfen und später die Ermittlungen aufzunehmen. Zur Seite hat er seinen ehemaligen Kollegen Johann, der ihm trotz Ruhestand hilft und seine frühere Praktikantin Mara Oberhöller. Gemeinsam stehen sie immer wieder vor neuen Rätseln. Hinzukommt noch eine Anhörung wegen einer Schießerei in der Vergangenheit, die Tasso zu schaffen macht. Werden alle gemeinsam trotzdem der Lösung des Falles näherkommen?

Der Roman hat einen angenehmen Schreibstil und es war interessant, in das Jahr 1963 einzutauchen und der damaligen Ermittlungsarbeit zuzuschauen. Leider konnte mich dieser Krimi jedoch nicht so recht fesseln – was einerseits an den vielen Personen lag, die im Roman auftauchten und andererseits an der Geschichte selbst mit ihrem überraschenden Ende.

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Veröffentlicht am 24.10.2023

Sinnsuche

All dies könnte anders sein
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Der Roman ALL DIES KÖNNTE ANDERS SEIN von Sarah Thankam Mathews handelt von der jungen Inderin Sneha, die sich in den USA ihr eigenes Leben aufbauen muss.

Mit 12 Jahren ist Sneha mit ihren Eltern von ...

Der Roman ALL DIES KÖNNTE ANDERS SEIN von Sarah Thankam Mathews handelt von der jungen Inderin Sneha, die sich in den USA ihr eigenes Leben aufbauen muss.

Mit 12 Jahren ist Sneha mit ihren Eltern von Indien in die USA gekommen, u.a. mit dem Wunsch ihrer Eltern, ihr eine sorgenfreie Zukunft inkl. Familie und Karriere zu ermöglichen. Umständehalber kehren ihre Eltern aber wenige Jahre später zurück nach Indien, so dass sich Sneha alleine zurechtfinden muss. Sie schwankt dabei ständig zwischen den Erwartungen, die ihre Eltern an sie stellen und ihren eigenen Bedürfnissen. Sie baut sich zwei Parallelwelten auf. Hinzu kommt eine prekäre Arbeitssituation und die schwierige Selbstfindung, auch im Hinblick auf ihre große Liebe Marina.

Das Buch beschreibt in einem flüssigen Schreibstil die Herausforderungen einer Heranwachsenden, die darüber hinaus auch noch in einem zunächst fremden Land Fuß fassen möchte.

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Veröffentlicht am 11.10.2023

Schleppend

Glutspur
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Der Krimi GLUTSPUR von der dänischen Autorin Katrine Engberg ist der erste Fall für die Ermittlerin Liv Jensen, bei dem sie eine Verbindung zwischen mehreren Todesfällen suchen muss.

Liv ist derzeit ...




Der Krimi GLUTSPUR von der dänischen Autorin Katrine Engberg ist der erste Fall für die Ermittlerin Liv Jensen, bei dem sie eine Verbindung zwischen mehreren Todesfällen suchen muss.

Liv ist derzeit nicht mehr im polizeilichen Dienst und macht sich stattdessen als Privatdetektivin selbständig. Neben kleinen Versicherungsaufträgen wird sie von einem früheren Kollegen gebeten, sich eine ältere Akte anzusehen, bei der es um verschiedene Todesfälle geht, die dem ersten Anschein nach nichts miteinander zu tun haben. Es geht um den Selbstmord eines Häftlings und ungeklärte Morde an einem Journalisten und einer Museumsangestellten. Aber je tiefer Liv in der Vergangenheit und im Geflecht der verschiedenen Angehörigen und Bekannten forscht, desto näher kommt sie der Wahrheit und begibt sich dadurch sogar selbst in Gefahr.

Die Beschreibung des Inhalts hat mich sehr interessiert, so dass ich mich auf das Lesen eigentlich gefreut habe. Der Schreibstil ist auch angenehm zu lesen, allerdings fehlte mir eine gewisse Grundspannung und das atemlose Innehalten, das für mich zu einem guten Krimi dazugehört. Schade – meiner Meinung nach ist das Potenzial nicht vollständig genutzt worden.

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Veröffentlicht am 29.09.2023

Heringe und mehr

60 Kilo Kinnhaken
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Der Roman 60 KILO KINNHAKEN von Hallgrímur Helgason beschreibt den fiktiven isländischen Ort Segulfjördur, in dem der Heringsfang ab 1902 zu ungeahnten Veränderungen führt.

Eigentlich ist Segulfjördur ...

Der Roman 60 KILO KINNHAKEN von Hallgrímur Helgason beschreibt den fiktiven isländischen Ort Segulfjördur, in dem der Heringsfang ab 1902 zu ungeahnten Veränderungen führt.

Eigentlich ist Segulfjördur ein eher verschlafenes Nest, bis der Heringsfang in großem Stil anläuft, bei dem auch Schiffsbesitzer mit ihren Mannschaften aus anderen nordischen Ländern in den Fjord kommen, um einen Teil vom Kuchen abzubekommen. Einerseits lockt das große und schnelle Geld, andererseits kommt es aber auch zu Problemen bei dem rapiden Bevölkerungsanstieg, der in den Sommermonaten stattfindet, denn es hält nicht nur der Fortschritt Einzug, sondern auch mitunter Gewalt und Krankheiten. Und mitten unter ihnen der gerade erwachsen gewordene Gestur, der alles mit großem Interesse aufsaugt und dabei auch schon mal ins Straucheln kommt.

Die große Zeit der Heringsströme und der entsprechende Fischfang, verbunden mit den Neuerungen der Welt, ist gut beschrieben, manchmal auch in ziemlich rustikalen Worten. Trotzdem konnte mich das Buch leider nicht fesseln, obwohl ich den Ort und die Geschehnisse durch eigene Islandbesuche direkt vor Augen hatte. Ich fühlte mich leider immer nur als außenstehender Beobachter und konnte mich selten direkt in die Personen rund um Gestur hineinversetzen. Trotzdem eine interessante Beschreibung der jährlichen Heringssaison und dem entsprechenden damaligen Leben.

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