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Veröffentlicht am 09.12.2023

bleibt etwas hinter den Vorgängerbänden zurück

Die Engelmacherin (Ein Falck-Hedström-Krimi 8)
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"Die Engelmacherin " ist der nunmehr 8. Fall, der sich im und um den Küstenort Fjällbacka abspielt. Kommissar Patrik Hedström hat es diesmal mit einem Fall zu tun, der seine Ursprünge in der Vergangenheit ...

"Die Engelmacherin " ist der nunmehr 8. Fall, der sich im und um den Küstenort Fjällbacka abspielt. Kommissar Patrik Hedström hat es diesmal mit einem Fall zu tun, der seine Ursprünge in der Vergangenheit hat und so spielt dieser Kriminalroman auch auf verschiedenen Zeitebenen. Außerdem wird ein immer wieder aktueller politischer Strang in die Geschichte mit eingebaut, der zufällig Bezug auf stattgefundene Ereignisse in Schweden nimmt. Der Kriminalroman beinhaltet, wie so oft bei Frau Läckberg ,fiktive Elemente, aber auch wahre Begebenheiten, wie es die Schriftstellerin in ihrem Nachwort betont.

Auf einer idyllischen kleinen Insel vor Fjällbacka, haben sich vor mehr als 30 Jahren mysteriöse Ereignisse abgespielt. Eine fünfköpfige Familie verschwand von einem Moment auf den anderen, sogar das Essen stand noch auf dem Tisch. Diese Personen werden noch immer vermisst und man weiß bis heute nicht, was damals geschah. Nur die einjährige Tochter der Familie, Ebba, wurde lebend aufgefunden. In dieses Haus, das früher als Internat für Kinder betuchter Eltern diente, zieht ein junges Paar ein, dass den Verlust ihres Sohnes verarbeiten muss. Die Frau ist die damals aufgefundene Ebba. Sie will das Haus zusammen mit ihrem Mann renovieren, um eine Ferienpension daraus zu machen. Bei den Renovierungsarbeiten machen sie aber eine grausame Entdeckung. Hat dieser Fund etwas mit dem Verschwinden der Familie vor 35 Jahren zu tun ? Der Gedanke kommt Patriks Frau Erika, nachdem zwei Mordversuche auf Ebba und ihren Mann verübt werden.

Wie schon oben erwähnt, erzählt Camilla Läckberg ihre Geschichte auf zwei Zeitebenen. Eine Familiengeschichte, die in Kursivschrift gehalten ist, erzählt von Geschehnissen, die sich seit dem Jahre 1908 bis zum Verschwinden der Familie in Fjällbacka und auf Valö ereignet haben. Diese Geschichte ist Ebbas Familiengeschichte, die vieles erklärt, die ich teilweise aber etwas aufgesetzt fand. Die Gegenwartsgeschichte berichtet von den Versuchen der Polizei, diesen verworrenen Fall zu entwirren und einer politischen Gruppierung und deren Vorhaben, die es leider mittlerweile in vielen Länder gibt.

Wie fand ich dieses Buch ? Ich muss ehrlich sagen, dass mich dieses Buch nicht so begeistern konnte wie der Vorgängerband. Die Idee als solches fand ich nicht schlecht, aber vieles kam mir etwas konstruiert vor. Auch die Geschichte um "die Freunde Schwedens" konnte mich nicht ganz überzeugen.
Ich glaube, das Buch wäre auch ohne diesen politischen Bezug ausgekommen. Auch die Spannung ließ in diesem Fall lange auf sich warten. Die Geschichte plätscherte zu Anfang langsam vor sich hin und auch die Aufklärung des Falles zog sich, durch viele Einschübe, die sich um die Personen des Ermittlerteams drehten. Diese Einschübe waren zwar nett zu lesen, etwas mehr Spannung hätte ich vorgezogen. Erzählen kann Frau Läckberg aber und so warte ich gespannt auf ihr neues Buch, dass hoffentlich etwas spannender ist als dieses.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

nicht unbedingt ein leichtes Buch

Winterkrieg
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Als ich dieses Buch von Philip Their zu lesen begann, dachte ich, toll, endlich mal ein Buch mit einer guten Sprache, das raffiniert und psychologisch gut durchleuchtet ,die gesellschaftlichen Probleme ...

Als ich dieses Buch von Philip Their zu lesen begann, dachte ich, toll, endlich mal ein Buch mit einer guten Sprache, das raffiniert und psychologisch gut durchleuchtet ,die gesellschaftlichen Probleme einer Familie aus der oberen Mittelschicht Finnlands erzählt. Die einzelnen Personen, Max, Soziologe an der Uni in Helsinki, seine Frau Katriina, die im Gesundheitssektor für die Rekrutierung zuständig ist und die beiden Töchter Helen, zweifache verheiratete Mutter und als Lehrerin tätig und das Nesthäkchen Eva, die vor der Ehe mit ihrem Freund nach London geflohen ist und dort Kunst studiert, werden in verschiedenen Kapiteln vorgestellt und man hat das Gefühl, dass sich jeder in seinem Leben und in seiner Rolle arrangiert hat. Max hat den Zenit seiner Berühmtheit überschritten, quält sich jetzt mit einem neuen Buch und erlebt seinen zweiten Frühling. Das Leben mit seiner Frau Katriina, die sich mehr und mehr in ihrem Beruf überfordert fühlt und keine Energie mehr aus ihrem Privatleben zieht, ist in einer Sackgasse . Ein falsches Wort kann zu einer Explosion führen und so versucht man diese Situationen zu umschiffen , ist aber nicht glücklich damit. Die Enkelkinder sind die hellen Tage in ihrem Leben , doch auch die Mutter Helen , ist nicht glücklich mit ihrem Leben. Auch Eva die jüngste Tochter, die eine Affäre mit ihrem Dozenten hat, hat ihr Lebensziel noch nicht gefunden. Und so zerbrechen Bindungen, von denen man dachte , sie halten und man versucht ein anderes, besseres Glück zu finden. Ein Glück in einer Welt, in der eigentlich alles möglich scheint, in der es aber schwer ist Zufriedenheit zu finden.

Und so dümpeln diese Geschichten, die zwar sehr flüssig zu lesen sind, irgendwann vor sich hin und meine anfängliche Begeisterung legte sich mit Fortschreiten des Buches. Man fühlt sich als Leser wie in einem zähen Brei und man strampelt und strampelt und ist letztendlich froh endlich den Rand, hier das Ende des Buches, erreicht zu haben. Etwas mehr Lebhaftigkeit der Figuren hätte der Geschichte sicherlich gut getan, doch so bleibt es leider nur ein Buch , dessen Inhalt mir nicht in Erinnerung bleiben wird. Schade !

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Veröffentlicht am 09.12.2023

schönes Urlaubsbuch

Winterapfelgarten
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Da ich gerade 10 Tage auf Madeira war und dafür leichte Lektüre brauchte, habe ich mir " Winterapfelgarten " in meinen Reisekoffer gesteckt und war damit gut beraten. Eine leichte und nette Lektüre, die ...

Da ich gerade 10 Tage auf Madeira war und dafür leichte Lektüre brauchte, habe ich mir " Winterapfelgarten " in meinen Reisekoffer gesteckt und war damit gut beraten. Eine leichte und nette Lektüre, die man nach einem ereignisreichen und bewegungsintensiven Tag noch lesen kann.
Eine Geschichte, die ich so oder ähnlich schon gelesen habe, unterhaltsam geschrieben, aber kein Buch, was mit länger im Gedächtnis bleiben wird.Aber eine wirklich nette Urlaubslektüre.

4 Frauen entscheiden sich, ein altes Haus im alten Land zu bewohnen. Claudia Konrad , 51 Jahre alt, wird in ihrem Beruf als Parfümerieverkäuferin aufgrund ihres Alters degradiert, ihre Freundin Sara ist nach ihrer Scheidung auf der Suche nach einem neuen Sinn in ihrem Leben, Claudias Tochter Jule, die als erfolgreiche Turnierreiterin nach einem Unfall in eine dicke Depression verfällt und Elisabeth, die nach dem Tod ihres Mannes, den sie aufopfernd bis zum Ende gepflegt hat, ihr Leben endlich wieder genießen will. Nach und nach finden sich diese Frauen in dem alten Haus ein , verstehen sich natürlich gut, finden alle wieder ihr Glück und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute im alten Land. Flüssig erzählt, jedoch sehr vorhersehbar und auch mit einigen Klischees versehen ist diese Geschichte. Doch wie schon gesagt, wenn man sie als das sieht was sie ist, eine leichte und seichte Urlaubslektüre, wird man sich bestimmt gut unterhalten fühlen.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

gute Unterhaltung

Madame Picasso
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" Madame Picasso " von Anne Girad ist ein Ausschnitt aus dem Leben Picassos und einer seiner Frauen,Eva Gouel die für ihn alles bedeutete und ihn zu dem Ausnahmekünstler werden lies, der er dann wurde.

Eva ...

" Madame Picasso " von Anne Girad ist ein Ausschnitt aus dem Leben Picassos und einer seiner Frauen,Eva Gouel die für ihn alles bedeutete und ihn zu dem Ausnahmekünstler werden lies, der er dann wurde.

Eva Gouel , polnische Einwanderungstochter, kam als junge Frau nach Paris , um ihrem Leben eine Wende zu geben. Sie gab sich nicht damit zufrieden, eines Tages einen Mann zu heiraten und das Leben einer Ehefrau zu leben, sondern hat den eisernen Willen etwas aus ihrem Leben zu machen.Als Näherin bekommt sie eine Arbeit im Moulin Rouge und überzeugt dort durch ihre Arbeit und ihren loyalen Charakter, sodass sie schnell aufsteigt. Auf einer Ausstellung begegnet die kunstinteressierte Eva dem aufstrebenden Maler Pablo Picasso und beide sind voneinander fasziniert.

Mich hat dieses Buch sehr gut unterhalten. Man bekommt als Leser Einblick in das Leben des Malers und begleitet das Paar durch die Belle Epoche des Paris Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Anfang des 1. Weltkriegs. Meiner Meinung nach wurde Picasso sehr gut beschrieben, eine Person, die sich durch Leidenschaft zum Malen , aber auch zur Liebe auszeichnete. Der durch seine Jugend in Barcelona, seinen strengen Vater und durch den Tod seiner kleinen Schwester, für den er sich verantwortlich fühlte, geprägt wurde. Aber auch seine zahlreichen Frauen und Geliebten prägten sein Leben und seine Werke, allen voran Eva Gouel, von der in diesem Buch die Rede ist.Sicherlich ist es ein Buch, das in ersten Linie unterhalten soll, doch ich habe mich häufig an den Computer gesetzt und recherchiert und habe somit einen kleinen Einblick in das Leben dieses Ausnahmekünstlers, dessen Werke ich zum Teil im Frühling in Barcelona im Museum bewundern durfte.
Das Buch zeichnet eine große Liebe auf, die so grausam endete und für ihn sehr schmerzhaft war

Ich fand die Figuren gut gezeichnet , den Schreibstil sehr angenehm und das Buch von Anfang an sehr unterhaltend.Diese Kriterien machen ein gutes Buch aus, auch wenn es keine hohe Literatur ist und somit erhält " Madame Picasso alle fünf Sterne von mir.

Als kleinen Einblick in das Leben des Pablo Picasso , eignet sich dieses Buch ganz wundervoll.

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Veröffentlicht am 09.12.2023

money, money, money

Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt
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" Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt " von Sebastian Schnoy , war für mich ein abwechslungsreicher , interessanter und vor allem unterhaltsamer Ausflug in die Welt des Geldes, der Wirtschaft ...

" Von Krösus lernen, wie man den Goldesel melkt " von Sebastian Schnoy , war für mich ein abwechslungsreicher , interessanter und vor allem unterhaltsamer Ausflug in die Welt des Geldes, der Wirtschaft und Finanzen.

Da erfährt man, dass das Kupfergeld letztendlich mehr wert ist als der 100 Euro Schein, wie Papier,- und Hartgeld entstand, dass Ludwig II wegen der hohen Kosten von Schloss Schwanstein in den Starnberger See ging, Klaus Wowereit aber nie am Ufer der Spree gesehen wurde und vieles andere mehr über Schulden, Entstehung des Geldes, dessen Vorreiter die Muscheln waren und man auch auf einer unbewohnten Insel Geld zahlen muss. Da der Autor Kabarettist ist, ist das Ganze sehr humorvoll und unterhaltsam aufgebaut und es macht einfach Spaß auf diese Art und Weise Einblick in die Finanzwelt zu nehmen.

Mir hat es Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und deshalb empfehle ich es gerne weiter.

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