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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2025

Eine gefühlvolle Geschichte, die zum Nachdenken anregt

Neuanfang in Notting Hill
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Schon der Klappentext von "Neuanfang in Notting Hill" hat mein Interesse geweckt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Joan und Jess haben beide ihre eigene Geschichte zu erzählen ...

Schon der Klappentext von "Neuanfang in Notting Hill" hat mein Interesse geweckt und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Joan und Jess haben beide ihre eigene Geschichte zu erzählen und doch ähneln sich diese. Beide wurden sie enttäuscht von der Liebe, haben Rückschläge erlebt und versuchen sich davor zu drücken, sich dem zu stellen. Dass Jess in Joans Haus einzieht und die beiden ihre Leben tauschen - zumindest das online und offline - ist nicht nur für Joan ein Geschenk, sondern auch für Jess. Es ist herzergreifend mitzuerleben, was diese neue Situation in dem Leben der jeweils anderen auslöst.

Es war sehr einfach, in die Geschichte rund um Joan und Jess einzutauchen und mit ihnen zu fühlen. Der Schreibstil von Norie Clarke gefällt mir sehr gut. Er ist leicht aber auch voller Gefühl. Ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können und war fast schon traurig, als ich die letzte Seite erreicht hatte.

Durch den stetigen Perspektivenwechsel von Joan und Jess erlebt man ihre beiden Geschichten sehr authentisch. Ich fand es überraschend gut, wie die Autorin es umgesetzt hat, sowohl aus der Sicht einer Frau Anfang Dreißig, als auch aus der Sicht einer 80-Jährigen zu erzählen. Keine der beiden Erzählperspektiven wirkte aufgesetzt oder anderweitig gekünzelt. Man konnte sich in beide Charaktere hineinfühlen und deren Geschichten dadurch noch viel besser nachempfinden.

Die Handlung des Buches hat mir außerordentlich gut gefallen. Es war eine leichte Geschichte, die stellenweise hervorsehbar war, aber doch viel Tiefgang hatte. Die Thematik rund um die Onlinewelt, in der wir uns alle verlieren, aber auch um die der verpassten Chancen und der Gewohnheiten, in denen wir uns verstecken und die uns daran hindern, über uns hinaus zu wachsen, hat mich sehr berührt und beschäftigt meine Gedanken auch weiterhin.

"Neuanfang in Notting Hill" ist für mich eine sehr schöne, leichte Geschichte, die gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Meiner Meinung nach absolut perfekt zu lesen, wenn man gerade keine Lust auf schwere Kost hat und dafür mal ein bisschen mehr im Hier und Jetzt ankommen möchte.

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Veröffentlicht am 30.05.2025

Humorvoll, Spannend & Cosy - Ein etwas anderer Krimi

Marchfield Square
8

Als ich den Klappentext zu "Marchfield Square" gelesen habe, hatte ich eine Vorstellung, was mich bei diesem Buch erwartet und ich muss sagen... es hat gehalten, was es versprochen hat!

Die Handlung ...

Als ich den Klappentext zu "Marchfield Square" gelesen habe, hatte ich eine Vorstellung, was mich bei diesem Buch erwartet und ich muss sagen... es hat gehalten, was es versprochen hat!

Die Handlung ist spannend, aber nicht überladen. Man hat nicht das Gefühl, dass so viel passiert, dass man nicht hinterherkommt, aber langweilig wird es keine Sekunde. Ich persönlich fand die Entwicklung rund um den Mord an Richard Glead nicht vorhersagbar - während der ganzen Geschichte hatte ich immer wieder neue Vermutungen, was passiert ist und wer dahinter steckt. Offensichtlich fand ich das Ende nicht, was es umso beeindruckender macht! Die Handlung war durchweg logisch und gut erzählt.

Den Schreibstil von Nicola Whyte finde ich sehr gut. Sie schreibt sehr humorvoll und modern. Was mir besonders gefallen hat, war, dass die Kapitel abwechselnd aus den unterschiedlichen Perspektiven der Hauptcharaktere berichtet wurde. Da die Kapitel sehr kurz sind, konnte man jede Situation aus beiden Perspektiven erleben. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil all dies einen wirklich angenehmen Lesefluss ergeben hat (und naja, die Handlung hat mich auch gefesselt )

Die Hauptcharaktere Audrey und Lewis könnten nicht unterschiedlicher sein, aber man schließt beide schnell ins Herz und je mehr man sie und ihre Vergangenheiten kennenlernt sowie ihre Entwicklungen erlebt, desto mehr mag man sie. Ich musste an wirklich vielen Stellen über Lewis Unbeholfenheit lachen. Es hat viel Spaß gemacht, die beiden zusammen zu erleben.

Alles in allem fand ich das Buch sehr stimmig - Cover, Erzählstil, Charaktere und Entwicklungen dieser sowie die Atmosphäre, die das Buch schafft haben mich vollends überzeugt! Ich würde sofort einen 2. Teil lesen und werde definitiv ein Auge auf die Autorin haben!

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Veröffentlicht am 06.11.2024

Ein kleines Meisterwerk der Recherche

A Spark of Time - Rendezvous auf der Titanic
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"A Spark Of Time" hat mich schon auf den ersten Seiten in den Bann gezogen. Der Schreibstil von Kira Licht ist wirklich sehr angenehmen und leicht und hat mich definitiv davon überzeugt, mehr von ihr zu ...

"A Spark Of Time" hat mich schon auf den ersten Seiten in den Bann gezogen. Der Schreibstil von Kira Licht ist wirklich sehr angenehmen und leicht und hat mich definitiv davon überzeugt, mehr von ihr zu lesen! Die Handlung hat mir wirklich gut gefallen. Lily und Damien sind wunderbare Charaktere, die beide mit ihren eigenen Geheimnissen und Problemen in die Vergangenheit reisen und es ist spannend zu verfolgen, wie sie sich entwickeln und wie sie miteinander harmonieren. Und wenn Handlung und Schreibstil an sich nicht schon super wären, dann überzeugt doch ein ganz anderer Fakt enorm - nämlich wie exakt die Vergangenheit im Buch mit der Realität übereinstimmt. Ich war begeistert davon, wie genau die Autorin gearbeitet hat. Die ganzen Beschreibungen und Fakten haben einem quasi das Gefühl gegeben, selbst mit in die Vergangenheit zu reisen. Ich habe selten ein so gut recherchiertes Buch gelesen und bin sehr gespannt auf den 2. Teil!

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Veröffentlicht am 01.04.2025

Zwischen Nostalgie und Neuheit - Spoilerfreie Bewertung

Love, uncovered
2

Bevor ich den 2. Band der Reihe angefangen habe, hatte ich wirklich Sorge, ob dieser genauso gut sein kann wie der erste. Aber ich muss sagen... er hat mir sogar noch besser gefallen.
Mit "Love, uncovered" ...

Bevor ich den 2. Band der Reihe angefangen habe, hatte ich wirklich Sorge, ob dieser genauso gut sein kann wie der erste. Aber ich muss sagen... er hat mir sogar noch besser gefallen.
Mit "Love, uncovered" hat Anna Lane eine wirklich gelungene Fortsetzung geschaffen und mich mal wieder von sich überzeugt. Ihr Schreibstil ist locker und leicht. Das Lesen ihrer Bücher bereitet einem so viel Spaß und geht manchmal leider viel zu schnell. Ich finde es sehr positiv, dass sie keinen "hochgestochenen" Schreibstil hat, sondern einen, der sich viel eher an die allgemeine Umgangssprache anlehnt. Für das Genre ist das viel passender!

Die Geschichte, die wir in "Love, uncovered" zu lesen bekommen, ist ähnlich aufgebaut, wie die im ersten Teil und doch so ganz anders!
Kim kennen wir zwar bereits, lernen sie aber in der Fortsetzung erst richtig kennen und (meiner Meinung nach) auch lieben. Ihr Charakter unterscheidet sich sehr von dem von Emmy. Somit erhalten wir eine komplett neue Hauptfigur und gleichzeitig aber auch die Welt, in die wir im ersten Band schon abtauchen durften. Es ist eine beeindruckende Leistung, im selben Setting aus der Sicht eines ganz neuen Charakters zu erzählen.

Wen wir aus dem ersten Band noch nicht (oder zumindest nicht wirklich) kennen, ist Conrad. Auch er ist ein ganz anderer Typ als sein Vorgänger Leon aus dem ersten Band und passt somit aber auch viel besser zu Kim und ihrem Charakter. Es war wirklich toll, die Geschichte von Kim und Conrad zu lesen und mitzuerleben, wie sich deren Verständnis von "Perfektion" verändert. Es hat mich wieder in Welt von "Love, decoded" geholt, in eine ähnliche Geschichte, aber mit ganz neuen Gesichtern und Gefühlen.

Der Verlauf der Geschichte hat mir auch sehr zugesagt. Mit Kim kann man sich sehr gut identifizieren und man fiebert sehr mit ihr mit. Zudem fand ich ihre und Conrads Story realistisch erzählt (aber natürlich auch ein bisschen kitschig und sehr romantisch - das gehört ja auch dazu! ). Die Entwicklung der beiden Hauptfiguren ist wirklich nachvollziehbar und liebevoll erzählt!

Gleichzeitig mit den vielen neuen Charakteren und Erzählsträngen, kommen aber auch bekannte "Gesichter" (und Pfoten) wieder. Darauf hatte ich gehofft und die Umsetzung hat mir sehr gefallen, denn obwohl zB Emmy und Leon auch wieder Teil der Story sind, bleiben sie Nebenfiguren. Man hat quasi ein Gefühl von Nostalgie, weil man nochmal Teil nimmt an ihrer Story (und auch wieder an den ersten Teil erinnert wird ) und gleichzeitig ist man aber viel eher auf die neue Geschichte fokussiert.

Das Ende des Buches will ich besonders positiv hervorheben! Ich finde es passt perfekt zu den Figuren, aber da ich mich entschieden habe, in dieser Rezession keine Spoiler zu hinterlassen, überlasse ich es euch, nach dem Lesen des Buches zu entscheiden, ob ich recht habe

Ich finde "Love, uncovered" ist absolut empfehlenswert - ob man den ersten Band kennt oder nicht - und freue mich auf weitere Bücher der Autorin!

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Veröffentlicht am 11.12.2023

Nicht zu viel versprochen..

Die Wahrheit über unsere Drogen
4

Der Titel des Buchs verspricht nicht zu wenig. In 16 Kapiteln werden von den Autoren Drogen, deren Zusammensetzungen, Wirkungsweisen im Körper, Effekte und Gefahren und Risiken erklärt. Dabei jedoch nicht ...

Der Titel des Buchs verspricht nicht zu wenig. In 16 Kapiteln werden von den Autoren Drogen, deren Zusammensetzungen, Wirkungsweisen im Körper, Effekte und Gefahren und Risiken erklärt. Dabei jedoch nicht nur die Drogen, die wir auch selbst als Drogen einstufen würden, sondern auch unsere Alltagsdrogen.

Der Aufbau der Kapitel hat mir besonders gut gefallen. Diese sind nach dem immer gleichen Schema aufgebaut - Einleitung mit einem Patienten, gefolgt vom pharmazeutischen Bericht, den toxikologischen Fakten und zurück zu dem Gespräch mit dem Patienten. Dadurch lassen sich die Kapitel auch bei Bedarf einzeln lesen oder kreuz und quer.

Der Inhalt war wirklich sehr lehrreich. Nicht nur, dass ich einiges über die "harten" Drogen gelernt habe und auch ein paar Mythen sich so aufgelöst haben, auch geschichtlich fand ich sehr interessant zu erfahren, wie diese Drogen entwickelt und verbreitet wurden. Über diesen Bereich hinaus hat sich aber auch der Blick auf unsere Alltagsdrogen sehr gelohnt! Besonders erschreckend fand ich dabei die Erkenntnisse aus dem Kapitel über Alkohol, da man bei diesem immer wieder vergisst, was für Gefahren das Ganze doch birgt.

Als einziges kleines Minus des Buchs würde ich anmerken, dass es mich doch immer wieder leicht irritiert hat, wenn von #derApotheker die Rede war. natürlich überlegt es dem Autor, ob er sich mit seinem wahren Namen ansprechen lassen will, jedoch hat es ein wenig den Lesefluss gestört. Auch das des Öfteren die früheren Werke der Autoren erwähnt wurden, kann ich aus Marketinggründen verstehen, finde es persönlich jedoch ein bisschen aufdringlich. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch überragend gut gefallen, weshalb ich auch schon Freunden und Verwandten davon vorgeschwärmt und diese zum Lesen überzeugt habe!

Meiner Meinung nach ist das Buch auf jeden Fall eine Empfehlung wert - auch ohne, dass man selbst irgendwas mit dem Thema Drogen zu tun hat!

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