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Veröffentlicht am 22.12.2023

Das Jesus-Testament

Das Jesus-Testament
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Maureen Paschal ist wieder dabei, ein Geheimnis der Vergangenheit aufzudecken. Gibt es ein Jesus-Testament? Hat Jesus seine eigene Geschichte niedergeschrieben? Die Spur führt Maureen zu Mathilde von Tuszien, ...

Maureen Paschal ist wieder dabei, ein Geheimnis der Vergangenheit aufzudecken. Gibt es ein Jesus-Testament? Hat Jesus seine eigene Geschichte niedergeschrieben? Die Spur führt Maureen zu Mathilde von Tuszien, einer geheimnisvollen Frau.

Die Geschichte um Mathilde von Tuszien wird ausführlich erzählt. Ihr Leben und ihre Taten sind sehr ausführlich und gut recherchiert geschildert. Dadurch hat dieser Teil des Buches jedoch auch einige Längen und zieht sich wie Kaugummi. Der Teil mit Maureen und ihren Entdeckungen in der Gegenwart kommt dagegen leider etwas zu kurz. Würde ich die Charaktere nicht schon aus dem ersten Buch „Das Magdalena-Evangelium“ kennen, hätte ich keine Bindung zu ihnen gehabt. So ist es mir mit Mathilde gegangen. Oft rutscht auch hier der Schreibstil in Richtung Sachbuch, und es werden Daten und Geschehnisse um Mathilde erläutert. Mit seinem Vorgänger kann dieses Buch definitiv nicht mithalten und ist für mich daher „Geschmackssache“.

Veröffentlicht am 13.12.2023

Der Knochenmacher

Der Knochenmacher
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Thomas Juchmann ist ein Mörder, sofern man dem erstellten psychiatrischen Gutachten glauben kann. Nach elf Jahren Psychiatrie kann Thomas fliehen und hat nur den einen Wunsch: Rache an dem Gutachter, wegen ...

Thomas Juchmann ist ein Mörder, sofern man dem erstellten psychiatrischen Gutachten glauben kann. Nach elf Jahren Psychiatrie kann Thomas fliehen und hat nur den einen Wunsch: Rache an dem Gutachter, wegen dem er unschuldig eingesperrt wurde.

In der ersten Hälfte des Buches lernt der Leser erst einmal die verschiedenen Charaktere und ihre Sichtweisen kennen. Teilweise ist dies etwas langatmig. Es stellt sich des Öfteren die Frage, wo in diesem Roman der „Psychothriller“ zu finden sein soll.

Dies versucht das Buch in der zweiten Hälfte zu zeigen, doch wie die Charaktere selbst bleibt alles oberflächlich, und es will sich einfach keine Spannung einstellen. Im Ruck-Zuck-Stil laufen die Ereignisse ab, es bleibt kaum Zeit, irgendeine Bindung zu den Figuren aufzubauen.

Aufgrund des Rückentextes habe ich mehr von diesem Buch erwartet. Es fällt für mich in meine Kategorie „Geschmackssache“.

Veröffentlicht am 13.12.2023

Das Erbe des Glasmalers

Das Erbe des Glasmalers
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Fran ist als Musikerin auf Tournee, als ihr Vater schwer erkrankt und sie plötzlich für das Familienunternehmen Minster Glass zuständig sein muss. Zac, der Mitarbeiter ihres Vaters, unterstützt sie dabei. ...

Fran ist als Musikerin auf Tournee, als ihr Vater schwer erkrankt und sie plötzlich für das Familienunternehmen Minster Glass zuständig sein muss. Zac, der Mitarbeiter ihres Vaters, unterstützt sie dabei. Zur Restauration eines zerbrochenen Kirchenfensters sucht Fran die Originalzeichnung im Archiv und stößt dabei auf ein Tagebuch aus viktorianischer Zeit.

Die Geschichte klingt spannend, und auch das Grundgerüst der Geschehnisse ist gut aufgebaut. Leider zieht sich der Roman beim Lesen wie Kaugummi. Echte Spannungsmomente gibt es kaum, und auch den wenigen geht schnell die Luft aus. Hier wäre eine Straffung des Romans sinnvoll gewesen.

Die einzelnen Charaktere bleiben viel zu sehr an der Oberfläche, es fehlt also nicht nur der Geschichte an Tiefgang. Der gute Schreibstil kann die ganzen Mängel leider nicht wettmachen. Einziger Lichtblick im gesamten Buch ist die Glasmacherei. Gut beschriebene Glasfenster und ihre Herstellung sorgen dafür, dass wenigstens ein interessantes Thema durchgehend vorhanden ist.

Leider hat mir dieser Roman insgesamt nicht gefallen, aber er dürfte seine Fans haben.

Veröffentlicht am 16.02.2023

Klappohrkatze – Wie ich vom Katzenhasser zum Dosenöffner wurde

Klappohrkatze
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Peter konnte Katzen noch nie leiden. Trotzdem schenkt ihm seine Freundin eine Katze. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Genau an dieser Stelle sollte man sich noch einmal den Buch-Untertitel ansehen: „Wie ...

Peter konnte Katzen noch nie leiden. Trotzdem schenkt ihm seine Freundin eine Katze. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Genau an dieser Stelle sollte man sich noch einmal den Buch-Untertitel ansehen: „Wie ich vom Katzenhasser zum Dosenöffner wurde“ klingt jetzt nicht gerade danach.

Es handelt sich hier nicht um eine Geschichte, wie sich Mensch und Katze langsam annähern. Es geht um eine Katze, welche von ihrem Besitzer auf Reisen mitgenommen wird, und dabei erleben sie einige „Abenteuer“.

Schwerpunkt des Buches ist jedoch Peter und sein unruhiges Leben. Dabei wird alles nur sehr oberflächlich dargestellt, und weder die Charaktere noch die geschilderten Ereignisse haben Tiefe. Emotionen erzeugen kleine Passagen aus dem Handeln der Katze, die jeder Katzenbesitzer nachempfinden kann.

Das Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt, hier hätte ich besser einen Blick auf den Originaltitel geworfen, dieser gibt den Inhalt realistischer wider. Bei „Klappohrkatze – Wie ich vom Katzenhasser zum Dosenöffner wurde“ handelt es sich um den ersten Teil einer Reihe.

Veröffentlicht am 11.07.2021

Wodka und Tigerente

Wodka und Tigerente
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Der Vater des 16-jährigen Alex wird erschossen. Unter Schock stehend fährt Alex mit dem 2CV seines Vaters zu seinem Freund Totti. Es entsteht ein Roadmovie, welches die beiden Kumpels bis nach Sibirien ...

Der Vater des 16-jährigen Alex wird erschossen. Unter Schock stehend fährt Alex mit dem 2CV seines Vaters zu seinem Freund Totti. Es entsteht ein Roadmovie, welches die beiden Kumpels bis nach Sibirien führt.

Dieser Roman ist irgendwie nicht Fisch, nicht Fleisch. Da wird ein Vater erschossen, und sein Sohn wartet nicht auf den Krankenwagen und die Polizei, sondern fährt von Heidelberg zu seinem Freund nach Österreich. Von dort startet dann das Abenteuer, die unbekannte Mutter von Alex zu finden.

Die beiden treffen während ihres Abenteuers auf die unterschiedlichsten Menschen, manche Begegnung ist jedoch sehr unwahrscheinlich in der Realität und wirkt an den Haaren herbeigezogen. Leider kann ich ohne zu spoilern nicht darauf eingehen.

„Wodka und Tigerente“ ist ein eher spannungsloser Roman. Die Figuren bleiben flach und farblos. Annehmbar sind die Beschreibungen von Landschaft, Bevölkerung und Pannen. Hier merkt man, dass der Autor bereits selbst mit Freunden und zwei 2CVs dort gewesen ist.

Aus diesen Erlebnissen hätte Lukas Hoffmann besser eine Reisebeschreibung mit Fotos gemacht, als eine fiktive Geschichte mit Mord und verschwundener Mutter zu entwickeln. Das Werk besteht für mich zudem aus einigen Logikfehlern, was das Lesen etwas nervig hat werden lassen. Der Mord war so beispielsweise eine Art „Einstieg“ in den Roman, und die Suche nach der Mutter diente zur Beschreibung der Reise und Erlebnisse.

Ich danke dem Mitteldeutscher Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.