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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2024

Wohlfühlerzählung

Was die Dünen verheißen. Die St.-Peter-Ording-Saga
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"Was interessieren mich denn andere?
Ich bin nicht andere, ich bin ich."

Endlich zurück in Sankt Peter Ording treffen wir, neben Sabine und Tom, viele alte Bekannte wieder. Fast zwanzig Jahre sind seit ...


"Was interessieren mich denn andere?
Ich bin nicht andere, ich bin ich."

Endlich zurück in Sankt Peter Ording treffen wir, neben Sabine und Tom, viele alte Bekannte wieder. Fast zwanzig Jahre sind seit den Ereignissen aus "Wo der Seewind flüstert" vergangen und eine junge Generation der Familie Hansen, mit ihren Träumen von Freiheit und weiter Welt, wächst heran.

Bei allen durchaus dramatischen und schicksalhaften Entwicklungen bietet der neue Roman von Tanja Janz ganz viel heile Welt und ein schon fast als naiv zu bezeichnendes, unbeschwertes Lebensgefühl.

Die Sprache ist sommerlich leicht, der Text angenehm flüssig zu lesen und viel zu schnell hat man das Ende dieses Romans auch schon erreicht.

Dass die Erzählung in weiten Teilen absolut vorhersehbar ist, schadet dem Lesevegnügen nicht im Mindesten.

Fazit:
Leseempfehlung für alle, die eine locker leichte Sommergeschichte mit viel Nordsee-Flair erleben möchten und die sich eventuell (so wie ich) gerne an das außergewöhnliche Lebensgefühl der späten siebziger Jahre erinnern: ABBA oder Pink Floyd?

Versprochen, wir sehen uns wieder:
"Was die Gezeiten versprechen".

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Veröffentlicht am 27.12.2023

Berührend und warmherzig

Der Schacherzähler
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"Und was machen wir morgen?"
"Morgen machen wir es besser!"

Eine Geschichte über und mit ganz besonderen Menschen:
Da ist die alleinerziehende Malu und ihr neunjähriger "schwieriger", unter ADHS leidender ...


"Und was machen wir morgen?"
"Morgen machen wir es besser!"

Eine Geschichte über und mit ganz besonderen Menschen:
Da ist die alleinerziehende Malu und ihr neunjähriger "schwieriger", unter ADHS leidender Sohn Janne.
Ihre beste Freundin Liv, die nur mäßig erfolgreich als bildende Künstlerin tätig ist.
Dann noch Walter, der "Oldman", der tief in Gedanken in seiner Vergangenheit gefangen ist und den die Sehnsucht nach seiner verstorbenen Frau Liese einsam zurückläßt.
Schließlich der Inhaber des Cafés "Blue Hour" Hinnerk, der sich sehr verzweifelt gegen eine ihm drohende Insolvenz stemmt.

Erzählt werden ihre individuellen Geschichten immer wieder wechselnd, aus der Perspektive jeweils einer dieser Personen. So erfährt man als Leser nach und nach von kleinen und auch von größeren privaten Problemen; von Ängsten und Sorgen, aber auch von Hoffnungen, Sehnsüchten, Wünschen und Träumen.

Dabei werden alle Personen so lebendig und liebevoll beschrieben, dass man schnell glauben will, diese irgendwie persönlich zu kennen.

Aber wer - bitteschön - ist eigentlich dieser Jerry Cotton?

Eine Geschichte über das Scheitern und das Wiederaufstehen, über das Suchen und Finden. Eine Geschichte die Mut machen kann, für das zu kämpfen, was einem im Leben wichtig und richtig erscheint.

Mit dem Buch "Der Schacherzähler" ist der Autorin Judith Pinnow ein durchweg berührender und warmherziger Roman gelungen.
Eine Erzählung, die eine Weile nachhallt.

"Und was machen wir morgen?" .

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Veröffentlicht am 21.12.2023

Routiniert geschriebener Thriller

Agonie (Milosevic und Frey ermitteln 2)
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"Wenn du die Welt verändern willst, musst du selbst aktiv werden. "

In ihrem zweiten gemeinsamen Fall ermitteln Vincent "Vince" Frey und Jagoda "Milo" Milosevic vor dem Hintergrund einer skrupellosen ...


"Wenn du die Welt verändern willst, musst du selbst aktiv werden. "

In ihrem zweiten gemeinsamen Fall ermitteln Vincent "Vince" Frey und Jagoda "Milo" Milosevic vor dem Hintergrund einer skrupellosen und gnadenlos auf maximalen Gewinn ausgerichteten Fleischindustrie.

Die Autorinnen Regina Denk und Lisa Bitzer prangern in ihrem neuen Thriller "Agonie" unwürdige Massentierhaltung und unzumutbare Missstände in den Schlachtbetrieben an.

In Hamburg arbeitet ein Serienkiller eine persönliche Todesliste ab. Dabei geht er mit seinen Opfern äußerst brachial um. Durchaus genretypisch fällt hier die Schilderung der Taten recht brutal und blutig aus; nichts für Zartbesaitete.

Private Beziehungsprobleme, sowohl von Milo, als auch von Vince nehmen sehr deutlich viel Raum ein und lenken vom eigentlichen Fall ab. 
In weiten Teilen ist die Geschichte sehr vorhersehbar und kaum wendungsreich. Durch die eingestreuten Abschnitte in kursiver Schrift wird immer wieder die Motivlage aus Tätersicht beschrieben.

Früh schon ist man als Leser auf der richtigen Spur und deshalb bleibt der vorhandene Spannungbogen leider jederzeit überschaubar flach.

Fazit: Ein zwar routiniert geschriebener Thriller, der unterhalten kann, dem es aber gleichzeitig eindeutig an Spannung fehlt.

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Veröffentlicht am 03.12.2023

Das Wahre im Falschen

Uns bleibt immer New York
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Über den Autor Mark Miller (Pseudonym) ist bislang nur recht wenig bekannt, mit "Uns bleibt immer NY" gelingt ihm ein sehr abwechslungsreicher Debütroman! 

Eine romantische Liebesgeschichte wie sie ...


Über den Autor Mark Miller (Pseudonym) ist bislang nur recht wenig bekannt, mit "Uns bleibt immer NY" gelingt ihm ein sehr abwechslungsreicher Debütroman! 

Eine romantische Liebesgeschichte wie sie bereits hunderte Male geschrieben wurde: zwischen zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Der kriminelle Exhäftling und die millionenschwere Chefin einer Werbeagentur.
Ihre erste Verbindung ist die Liebe zur Kunst und hier ein ganz besonderes Gemälde: La Sentinelle - der Wächter.

In der ersten Hälfte des Buches ist die Handlung ziemlich vorhersehbar und flüssig zu lesen. Leider entwickelt sich die Geschichte hier zeitweise schwülstig trivial (er liebt mich, er liebt mich nicht...) und zieht sich etwas hin. Die Nebencharaktere, allen voran Gonzo, Zack und Kitty, sind jedoch liebenswert gezeichnet und machen die Geschichte lesenswert. Und dann ist da ja schließlich auch noch ein Hund namens "Hund".

Zeitweilig ist man versucht quer zu lesen und ganze Abschnitte zu überspringen.

Ab Kapitel 30 nimnt die Handlung im letzen Drittel des Buches dann aber richtig Fahrt auf und wird wie in einem klassischen Kriminalroman mit viel Spannung und Action erzählt.

Das Ende der Geschichte überrascht und war für mich so nicht absehbar.

Trotz einiger Längen hat mich dieser Debütroman gut unterhalten. Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 28.11.2023

Willkommen in Narnia

Stunde um Stunde
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"Lamb und Hoss. Aufgepasst, Leute! Das Duo Infernale ist da!"

Ein extrem ungleiches Ermittlerpaar: der als Undercover-Polizist aufgeflogene Charlie "Hoss" Hoskins und die junge Polizeibeamtin Lynette ...


"Lamb und Hoss. Aufgepasst, Leute! Das Duo Infernale ist da!"

Ein extrem ungleiches Ermittlerpaar: der als Undercover-Polizist aufgeflogene Charlie "Hoss" Hoskins und die junge Polizeibeamtin Lynette Lamb, die an ihrem ersten Arbeitstag direkt entlassen wird, müssen sich zusammenfinden und gemeinsam einen cold case lösen.

Bestimmt gewollt, dennoch für mich gewöhnungsbedürftig: die Sprache kommt zeitweilig recht ruppig und eine Spur zu lässig amerikanisch daher, einige Charaktere wirken dadurch sehr egozentrisch und geben sich eine Spur zu arrogant im Umgang mit anderen Personen. Das entspricht so gar nicht meinem persönlichen Geschmack.

Mit Ausnahme von L. Lamb bleiben leider alle weiteren Protagonisten in ihrer Darstellung weitestgehend flach, ohne Tiefgang, eine Identifikation mit ihnen fällt schwer.

Die Geschichte an sich ist interessant und von Candice Fox mit einer gewissen Spannung erzählt. Von einem Thriller erwarte ich allerdings ein etwas höheres Spannungsniveau und die ein oder andere überraschende und/oder schockierende Storywendung.
Erst unmittelbar vor dem furiosen Finale nimmt die Erzählung dann doch noch richtig Fahrt auf.

"Stunde um Stunde" ist ein durchweg routiniert geschriebener spannender Kriminalroman, der mich insgesamt gut unterhalten konnte. Nicht weniger, aber auch nicht wirklich mehr.
Für weitere, potentielle Serienteile bleibt noch etwas Luft nach oben.

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