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Veröffentlicht am 13.01.2024

Unfreiwillige Piratin auf Rettungsmission - überzeugt auf jeder Seite!

Weit über der smaragdgrünen See
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Tress hat ihre Heimatinsel noch nie verlassen, aber als ihr Freund Charlie nicht von seiner Reise zurückkehrt, ist sie entschlossen, ihn zu retten und macht sich auf den Weg ...

Ich habe mich schon lange ...

Tress hat ihre Heimatinsel noch nie verlassen, aber als ihr Freund Charlie nicht von seiner Reise zurückkehrt, ist sie entschlossen, ihn zu retten und macht sich auf den Weg ...

Ich habe mich schon lange auf das Erste der „Secret Projects“ von Brandon Sanderson gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. „Weit über der smaragdgrünen See“ ist ein Einzelband, der im Kosmeer spielt. Diese Verbindung spürt man besonders durch Hoid, der zwar nicht der Protagonist, aber der Erzähler der Geschichte ist und auch eine wichtige Rolle spielt. Man kann dieses Buch definitiv auch ohne Vorwissen lesen, aber es gibt so einige Anspielungen und es wird deutlich, wie viele Facetten das Kosmeer hat und außerdem macht es neugierig auf mehr. Auf jeden Fall fand ich Hoid als Erzähler absolut genial, denn die cleveren und witzigen Kommentare machen es zu einem sehr unterhaltsamen Abenteuer.

Aber spannend ist es auch! Wie so oft bei Brandon Sanderson Büchern war ich fasziniert von der kreativen neuen magischen Welt. Dieses Mal ist die Welt geprägt von vielen bunten Meeren, die allerdings mit Sporen gefüllt sind, statt mit Wasser. Wenn diese Sporen mit Wasser in Berührung kommen, zeigen sie verschiedene (magische) Eigenschaften; schon ein wenig Schweiß kann die Sporen aus dem Smaragdmeer um Tress‘ Heimatinsel zum Explodieren bringen.

Trotzdem macht Tress sich auf den Weg in noch gefährlichere “Gewässer”, obwohl sie fast nichts über die Welt außerhalb ihrer Insel weiß und auch ganz auf sich allein gestellt ist. Natürlich trifft sie auf unerwartete Komplikation und findet sich in einem perfekten Chaos wieder, bei dem die anderen auf ihre Hilfe angewiesen sind. Mir hat sehr gut gefallen, wie sie während ihrer Reise über sich selbst hinauswächst und mit Mut, Freundlichkeit und Cleverness die unerwarteten Abenteuer meistert.

Fazit
Insgesamt bin ich wieder begeistert von der fantastischen Welt und den vielschichtigen Charakteren und fand auch schön, was “Weit über der smaragdgrünen See” zum geliebten Kosmeer beigetragen hat. Von Brandon Sanderson kriege ich nie genug!

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Veröffentlicht am 23.12.2023

Spannender Auftakt der Spin-Off-Reihe!

Threads of Power
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Enthält Spoiler zur Weltenwanderer-Trilogie!

Ich habe mich sehr gefreut, in diese Fantasywelt zurückzukehren und geliebte Charaktere wiederzusehen, aber auch die neuen Perspektiven haben mir sehr gut ...

Enthält Spoiler zur Weltenwanderer-Trilogie!

Ich habe mich sehr gefreut, in diese Fantasywelt zurückzukehren und geliebte Charaktere wiederzusehen, aber auch die neuen Perspektiven haben mir sehr gut gefallen. Da es einen Zeitsprung gibt und sich sehr viel für die Charaktere ändert, könnte man auch mit diesem Buch in die Welt einsteigen, aber ich würde empfehlen die Weltenwanderer-Trilogie vorher zu lesen, weil man sonst viel verpasst – vor allem den Spaß und die Spannung beim Lesen der drei fantastischen Bücher.

An das Ende von „Die Beschwörung des Lichts“ konnte ich mich kaum noch erinnern, aber ich bin sehr gut wieder in die Geschichte gekommen, weil auch erklärt wird, was sich in den letzten sieben Jahren getan hat. Trotz vieler Entwicklungen hat man aber gar nicht das Gefühl, dass wirklich viel geschehen wäre.

Trotz einiger Schwierigkeiten halten Alucard und Rhy zusammen. Sie sind verheiratet und kümmern sich liebevoll um ihre Tochter Ren, die Tochter von Rhys Ehefrau, Königin Nadiya. Diese komplizierte Beziehung stellt sie vor neue Herausforderungen, aber inzwischen kommen sie meistens damit klar. Nadiya ist auch ein interessanter Charakter, da sie einen neugierigen und offenen Blick auf die Dinge hat. Als Forscherin führt sie außerdem magische Experimente durch und entwickelt neue Möglichkeiten, doch sie denkt dabei nicht an die Konsequenzen, während man spürt, dass da früher oder später etwas schiefgehen muss.

Lila beherrscht ihre außergewöhnliche Magie immer besser, und diese große Macht macht die sowieso schon selbstbewusste Lila nur noch arroganter. Aber nach all ihren Abenteuern hat sie es sich auch verdient, die Arroganz steht ihr gut und ist auch ziemlich unterhaltsam. Kell hingegen hat keinen Zugriff zu seiner Magie und auch nach all der Zeit sorgt das bei ihm für Selbstzweifel, da seine Macht als Antari immer das war, das ihn ausgemacht und seinem Leben einen Zweck gegeben hatte – das fehlt ihm nun. Von den beiden zusammen hätte ich gerne noch mehr gesehen, denn über ihre Liebesgeschichte wird eher wenig verraten.

Besonders gut gefiel mir auch die Geschichte der jungen Tüftlerin Tes, die ein besonderes Talent dafür hat, magische Gegenstände zu reparieren und Objekten neue Magie zu verleihen, aber diese Gabe bringt sie auch in Gefahr. Ich mochte bei ihr ihren Blick auf die Magie, wie sie sich selbst schützt und sich clever durch ihre Probleme manövriert.

Es gibt noch mehr Perspektiven und Handlungsstränge, aber besonders wichtig ist die Bedrohung durch die „Hand“, die König Rhy stürzen möchte und dafür schon große Pläne hat, von denen man immer wieder neue Stückchen aufdeckt. Von den anderen Welten sieht man nur wenig, aber die wenigen Einblicke in die Welt des weißen London haben mir sehr gut gefallen.

Fazit
Insgesamt fand ich dieses neue Abenteuer wieder sehr spannend: Die Magie konnte mich mitreißen, die Charaktere überzeugen mit ihrer persönlichen Entwicklung und die vielfältige Welt konnte mich wieder mit neuen Details begeistern. Ich freue mich auf mehr!

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Veröffentlicht am 23.08.2023

Eine starke Protagonistin und eine Welt der Unterdrückung

Iron Widow - Rache im Herzen
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Zetian lebt in einer Welt, in der das Leben einer Frau nicht viel wert ist - sie ist bestenfalls nur ein nützliches Werkzeug. Ihre Schwester starb als Konkubinen-Pilotin, denn die gigantischen Kampfmaschinen ...

Zetian lebt in einer Welt, in der das Leben einer Frau nicht viel wert ist - sie ist bestenfalls nur ein nützliches Werkzeug. Ihre Schwester starb als Konkubinen-Pilotin, denn die gigantischen Kampfmaschinen werden zwar durch die gemeinsame Qi-Magie eines Mannes und einer Frau betrieben, aber durch ihren niedrigen Geistdruck überleben die Frauen diesen Einsatz selten. Nun ist Zetian entschlossen, den Tod ihrer Schwester zu rächen und das gelingt ihr auch, wenn auch ganz anders als erwartet. Sie hat unglaubliche Kräfte, doch in dieser Welt will man einer Frau nicht erlauben, sich über einen Mann zu erheben.

Wie man vielleicht schon am Namen erkennt, ist Wu Zetian von der chinesischen Kaiserin inspiriert, auch wenn dieses Science-Fiction-Abenteuer keine Nacherzählung ihrer Geschichte ist. Auch in der Kultur erkennt man viel wieder, wie die Rolle der Frau in der Familie und Gesellschaft, die Konkubinen und auch die grausamen Lotusfüße, unter denen auch Zetian leidet. Auch Jahre später hat sie immerzu Schmerzen, kann nur langsam gehen und hat manchmal auch Probleme ihr Gleichgewicht zu halten. Der Gegensatz zwischen ihrem selbstbewussten Wut und dieser Schwäche ist gut gelungen und macht sie nur noch stärker.

Ich mag Liebesgeschichten in allen Büchern, aber Zetian hat eine besondere innere Stärke und Unabhängigkeit, sodass ich am Anfang schon daran gezweifelt habe, dass es viel Liebe geben wird, aber es hat zu den Charakteren gepasst und es gibt immer wieder kleine Überraschungen.

Die Geschichte konnte mich dank Zetians Charakter schon nach den ersten zwei Kapiteln packen und danach wurde es immer besser, aber andere Dingen haben etwas Zeit gebraucht, um mich zu überzeugen. Da gibt es die gigantischen Kampfmaschinen, die Chrysalis genannt werden und von den männlichen Piloten gesteuert werden, aber auch die Qi-Magie der Frauen benötigen. Auch wenn ich diese "Zusammenarbeit" oder eher Ausbeutung und Opferung der Frauen wirklich interessant fand, fiel es mir schon etwas schwer, mir die Kämpfe dieser Maschinen vorzustellen und wie die Qi-Magie dabei funktioniert. Diese wird auch nicht wirklich erklärt, sondern eher miterlebt.

Ich mochte schon, dass die Protagonisten so einzigartig sind und die Geschlechterrollen infrage stellen, aber bei Li Shimin war es mir manchmal etwas zu viel, wenn immer wieder gezeigt wird, wie falsch doch alle Annahmen über seinen Charakter sind. Außerdem waren auch die meisten Nebencharaktere im Gegensatz zu den Protagonisten ziemlich oberflächlich und berechenbar.

Fazit
Es gab zwar ein paar kleine Kritikpunkte, aber insgesamt war ich schon ziemlich begeistert von dieser spannenden Geschichte mit einer zornigen Protagonistin in einer Welt, die alles tut, um ihren starken Geist zu unterdrücken. Ich freue mich auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 10.07.2023

Liebevolle Zeichnungen, Videospiele, Humor und eine sympathische Protagonistin

Let's Play - Teil 1
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Sam ist stolz auf ihr erstes eigenes Game, das sie auf einer Plattform für Indie-Spiele veröffentlicht, aber sie erhält vernichtende Bewertungen, als der erfolgreiche Influencer Marshall ihr Spiel kritisiert. ...

Sam ist stolz auf ihr erstes eigenes Game, das sie auf einer Plattform für Indie-Spiele veröffentlicht, aber sie erhält vernichtende Bewertungen, als der erfolgreiche Influencer Marshall ihr Spiel kritisiert. Denn seine Fans stimmen ihm zu, ohne dem Spiel überhaupt eine Chance zu geben. Natürlich ist Sam dann alles andere als erfreut, als Marshall ausgerechnet in der Wohnung nebenan einzieht.

Als erstes ist mir der Zeichenstil aufgefallen: die liebevollen Zeichnungen, in denen Gefühle oft übertrieben dargestellt oder auch personifiziert werden und miteinander kämpfen, außerdem haben mir auch die vielen kleinen Bezüge zu Videospielen sehr gut gefallen. Zusammen mit etwas Kitsch und albernen Situationen machen sie einen großen Teil des Charmes der Geschichte aus.

Meine einzige Kritik wäre, dass die Graphic Novel so kurz war! Es gibt schon einige Handlungsstränge, die angerissen werden, darunter neben Marshall zwei weitere Romantic-Interests, Sams Karriere als Spiele-Entwicklerin und auch in der IT-Firma ihres Vaters, ihre Freunde und außerdem auch Sams persönliche Entwicklung, da sie am Anfang eher schüchtern ist und Konfrontationen lieber aus dem Weg geht. Aber von den meisten Dingen bekommt man nur erste Eindrücke und hat kaum Zeit, sich an die Charaktere zu gewöhnen.

Zwischen all dem steht der Konflikt zwischen Sam und Marshall noch am ehesten im Mittelpunkt; Sam wollte mit ihrem Adventure-Puzzle-Game ihre Leidenschaft für Spiele teilen, aber Marshall scheint nicht bewusst zu sein, welchen Einfluss er als "Viewtuber" auf seine Fans hat. Sam ist sowieso schon schüchtern, da hilft es ihrem Selbstbewusstsein nicht wirklich, wenn sie online plötzlich so viel Negativität erfährt. Dadurch gibt es auf jeden Fall auch ein ernstes Thema, das der unterhaltsamen Graphic Novel noch etwas mehr Tiefe verleiht.

Fazit
Sam ist eine sympathische Protagonistin und ich freue mich auf mehr von ihrer Geschichte, bisher hatte ich auf jeden Fall viel Spaß an der Graphic Novel, die mit einem tollen Zeichenstil und viel Humor überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 06.07.2023

Spannende, charmante und unterhaltsame Feenforschung

Emily Wildes Enzyklopädie der Feen
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Feen sind noch ein eher unerforschtes Gebiet, in dem noch viele Vorurteile und Aberglaube herrschen, aber Emily ist eine der Expertinnen und entschlossen, die erste Enzyklopädie über Feenkunde zu verfassen. ...

Feen sind noch ein eher unerforschtes Gebiet, in dem noch viele Vorurteile und Aberglaube herrschen, aber Emily ist eine der Expertinnen und entschlossen, die erste Enzyklopädie über Feenkunde zu verfassen. Dafür reist sie nun in ein abgeschiedenes Dorf, um die örtlichen Feen zu erforschen - und schon bald folgt ihr ihr akademischer Rivale Bambleby, dessen Anwesenheit alles durcheinanderbringt.

Das Buch konnte mich mit vielen kleinen Feengeschichte bezaubern, die zeigen, wie kompliziert die Feen sind und gleichzeitig auch, wie gut Emily sich mit den vielseitigen Sagen auskennt, womit sie mich auch immer wieder überraschen konnte. Sie kennt kleine Tricks, hat viel gelernt und auch schon einige Erfahrungen gesammelt. So ist sie dann auch der Meinung, dass ihr Kollege Wendell Bambleby selbst zu den Feen gehören muss.

Aus ihrer Perspektive klingt Bambleby mit seinen gefälschten Berichten und seiner Art, jeden um den Finger zu wickeln, ziemlich nervig, aber sein Charme ist sehr amüsant und ein Gegensatz zu Emilys Pragmatismus und ihren Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen. Dabei ist sie bei ihrer Forschung auch auf die Kooperation der Bewohner des Dorfes angewiesen, die zwischen Aberglauben und Angst auch hilfreiche Informationen über das örtliche Feenvolk haben.

Die Geschichte spielt am Anfang des 20. Jahrhunderts, aber sie fühlt sich sehr zeitlos an, was vermutlich sowohl an Abgeschiedenheit des Dorfes liegt, als auch an den Persönlichkeiten der Protagonisten, bei denen ich mir vorstellen kann, dass sie sich auch in jeder anderen Zeit genau so benommen hätten. Von mir aus hätte es bei der Liebesgeschichte auch ein kleines bisschen mehr sein dürfen, aber so hat es auch perfekt zum Rest der Geschichte gepasst; die Chemie zwischen Bambleby und Emily ist mit ihren unterschiedlichen Charaktereigenschaften einfach herrlich und mir haben auch die wenigen Einblicke in Bamblebys Perspektive sehr gut gefallen.

Fazit
Wechselbälger, Entführungen, schaurige Geschichten voller Unglück und Gefahren - trotzdem ist das Buch nicht unheimlich, sondern faszinierend und einfach magisch. Emilys unerwartetes Abenteuer mit den örtlichen Feen, die gegensätzlichen Charaktere und die gelungene Atmosphäre sorgen für einen Fantasyroman, der sowohl charmant als auch spannend ist.

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