Interessante Grundidee - ausbaufähige Umsetzung
Royal Houses – Haus der DrachenDieser Teil ist Band 1 von einer vierteiligen Reihe.
Der Klappentext und auch der Buchtitel haben mein Interesse geweckt, sodass ich gern mehr von der Geschichtenidee lesen wollte.
Zu Beginn habe ich ...
Dieser Teil ist Band 1 von einer vierteiligen Reihe.
Der Klappentext und auch der Buchtitel haben mein Interesse geweckt, sodass ich gern mehr von der Geschichtenidee lesen wollte.
Zu Beginn habe ich gemerkt, dass sich der Schreibstil für mich manchmal seltsam und nicht so ganz rund anfühlte. Man lernt viele Charaktere (und noch mehr Namen) kennen, hat von der direkten Umgebung jedoch gar nicht ein wirkliches Bild vor Augen und so fiel mir der Einstieg etwas schwerer als zu anderen Büchern. Die Hauptprotagonistin Kerrigan ist ein Wildfang, der aneckt und aufgrund der Herkunft mit Vorurteilen zu kämpfen hat.
Wegen des Klappentextes hatte ich ein Bild von der Story vor Augen, das dann jedoch so gar eingetreten ist…
Auf der einen Seite gut, dass das Buch so nicht dem Schema F folgt, auf der anderen Seite während des Lesens sehr irritierend, weil man unterschwellig auf etwas wartet und das Buch dahingehend hinterfragt.
Leider gab es für mich einige Stellen, die ich in diesem Buch emotional absolut nicht gefühlt habe und viele, die ich inhaltlich seltsam fand. Insbesondere in Bezug auf die Drachen und das Turnier sind die Erwartungen deutlich zurückgeblieben. Neben den vielen Charakteren gab es mir in diesem Teil auch zu viele Nebenstorys. Vieles lässt mich mit Fragen zurück, Dinge, die aufgelöst wurden, sind eher stirnrunzelnd oder mit neuen Fragen einhergehend.
Es ist der Auftakt eine Reihe - folglich gibt es vieeeeel, was in den Folgebände thematisiert und aufgegriffen werden kann. Ich hoffe, dass das passiert und die Reihe dann in sich rund wird. Allein für Band 1 ist es eher unrund, zu überladen und zu emotionslos.
Positiv finde ich aber die Kapitellänge. Die Kapitel sind meiner Meinung nach sehr gut aufgebaut, wohl von der Länge als auch, dass das Ende oft zum Weiterlesen angeregte. Nicht gebraucht hätte es die Kapitaltitel, manche waren eher unpassend, z. B. „Der Flug“ und dann gibt es nur eine kurze Szene zum Kapitelende…
Das Magiesystem finde ich gut, allerdings kam es mir wie das Worldbuilding und somit eine allgemeine Ordnung/Orientierung einfach zu kurz. Die Geschichtszweige um Cyrene und auch Reds Herkunft habe ich mit Band 1 allein nicht nachvollziehen können.