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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2024

Zwei Reisen nach Indien

Yoga Town
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Ich habe bereits einige Romane von Daniel Speck gelesen und mich deshalb auf sein neues Werk gefreut. Auch hier ist der Schreibstil gewohnt flüssig und durch die beiden unterschiedlichen zeitlichen Perspektiven ...

Ich habe bereits einige Romane von Daniel Speck gelesen und mich deshalb auf sein neues Werk gefreut. Auch hier ist der Schreibstil gewohnt flüssig und durch die beiden unterschiedlichen zeitlichen Perspektiven ist die Geschichte sehr abwechslungsreich.
Es beginnt in der Gegenwart damit, dass Lucys Mutter Corinna verschwunden ist. Ihre Eltern, Lou und Corinna, leben schon lange getrennt, sind aber dennoch Freunde geblieben. Die Mutter ist in den Medien erfolgreich geworden, bekannt und recht reich. Der Vater hingegen scheint ein wenig in seiner Hippie-Phase stecken geblieben zu sein. Lucy ist Yoga-Lehrerin in Berlin, allerdings steckt sie gerade in einer Sinnkrise. Als die beiden herausfinden, dass Corinna vermutlich in Indien, in Rishikesh, ist, reisen Vater und Tochter dorthin. Lucy ist gefühlt die einzige Yoga-Lehrerin, die noch nie in Indien war bzw. nie dorthin wollte. Dabei ist sie in Indien gezeugt worden.
Die Geschichte erzählt neben diesem Handlungsstrang die Geschichte von Lous erster Indienreise, die er gemeinsam mit seinem Bruder Marc und seiner damaligen Freundin Marie antritt. Corinna stößt später dazu.
Nach und nach erfährt man so mehr über die Hintergründe und die Zeit in Indien, als die vier sogar die Beatles getroffen haben. Allerdings liegt über allem ein großer Schatten, den ein Mitglied der Gruppe ist in Indien gestorben. Das Ende führt die Geschichten gut zusammen und ist gut gelungen.
Manches in dem Buch war mir zu "yogi-mäßig", anderes hat mir wiederum gut gefallen. Daniel Speck kann gut erzählen, aber mir haben seine anderen Romanen einen Tick besser gefallen, was sicherlich auch mit am Thema liegt. Aber das ist nun ein Jammern auf hohem Niveau.

Veröffentlicht am 03.01.2024

Einstein

Einstein, der kleine Pinguin
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Wie einladend schon das Cover dieses süßen Kinderbuches ist! Der kliene Pinguin auf der Türschwelle, mit dem roten Schal und dem Tornister auf dem Rücken - dem muss man ja wohl Einlass geben und ihn in ...

Wie einladend schon das Cover dieses süßen Kinderbuches ist! Der kliene Pinguin auf der Türschwelle, mit dem roten Schal und dem Tornister auf dem Rücken - dem muss man ja wohl Einlass geben und ihn in seinem Haus willkommen heißen.
Auch die Illustrationen im Inneren des Buches, die teilweise ganzseitig sind, teilweise weniger Raum einnehmen, sind einfach wunderbar und unterstützen die Geschichte dieses besonderen Pinguins namens Einstein, der das Familienleben der Stewarts ganz schön durcheinander wirbelt.
Einstein ist auf der Suche nach seinem Freund und muss die Hobbydetektivin Imogen natürlich helfen, mit der Unterstützung ihres Bruders Arthur. Und der Zusammenhalt ist wichtig, denn es taucht immer wieder ein unheimlicher Fremder auf, der bestimmt nichts Gutes im Sinne hat.
Ein sehr warmherzige Geschichte, die sich wunderbar zum Vorlesen eignet. Bedeutende Themen wie Freundschaft und Hilfsbereitschaft werden hier thematisiert und das Buch war sehr unterhaltsam.

Veröffentlicht am 28.12.2023

Magisches London

Witches of New London 1. Sunblessed
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Also vorweg einmal ein paar Worte zu dem Cover, das mir richtig gut gefällt, weil es sich abhebt von anderen Covern. Vor allem dieses Gesicht, das nur einen Mund und weder Nase noch Augen besitzt, hat ...

Also vorweg einmal ein paar Worte zu dem Cover, das mir richtig gut gefällt, weil es sich abhebt von anderen Covern. Vor allem dieses Gesicht, das nur einen Mund und weder Nase noch Augen besitzt, hat mich neugierig gemacht. So soll ein gutes Cover sein!
Die Protagonistin Reva ist eine Winterhexe und kehrt mir ihrer besten Freundin Naomi nach London zurück, als dort mysteriöse Morde geschehen. Denn die beiden sind Detektivinnen und es scheint, dass, Jack the Ripper zurück ist. Aber der Grund, weshalb sie nach London zurückkehrt ist der, dass die Opfer alle Hexen sind.
Ein gut gelungener Genremix mit interessanten Charakteren und einem magischen London, das neugierig auf die Fortsetzung macht.

Veröffentlicht am 28.12.2023

Neu in Amber Lake

Nachtschwarz (Nachtschwarz-Sternenhell, Bd. 1) Aufregende Urban-Fantasy-Dilogie über die Magie der Sterne und eine große Liebe – Buchumschlag mit Perlmuttglanzeffekt + Character Card in der 1. Auflage!
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Carolin-Therese Wolff verleiht diesem Hörbuch die passende stimmige Atmosphäre. Die 17jährige Billie ist gerade mit ihrem Vater nach Amber Lake gezogen. Schon wieder nach nur wenigen Monaten ein Umzug; ...

Carolin-Therese Wolff verleiht diesem Hörbuch die passende stimmige Atmosphäre. Die 17jährige Billie ist gerade mit ihrem Vater nach Amber Lake gezogen. Schon wieder nach nur wenigen Monaten ein Umzug; Billie ist es wirklich leid, immer wieder die Neue zu sein, aber ihr Vater ist Astrophysiker und seine Projekte bedingen die ständigen Umzüge.
Schon an ihrem ersten Tag auf dem Weg zur Schule rammt sie im Dunkeln irgendetwas mit ihrem Auto, kann aber nichts und niemanden entdecken.
In der Schule angekommen, wird sie gleich herzlich von Carla aufgenommen, nur Ashton, ihr Nachbar, begegnet ihr nicht gerade freundlich, aber er hat trotzdem etwas an sich, etwas Düsteres, aber dennoch anziehend.
Die Bedeutung des Titels erklärt sich gut im Laufe des Buches und gemeinsam mit Billie erfahren wir immer weitere Häppchen.
Mir hat es gut gefallen, auch wenn ich von der "Lügendiebin" etwas überzeugter war. Ich freue mich jedenfalls schon auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 27.12.2023

Tanzen

Lindy Girls
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Beim Anblick des Covers in Verbindung mit dem Titel des Buches war schon sofort meine Neugier geweckt und da ich die Bücher von Anne Stern gerne lese, war ich natürlich gespannt.
Hier wird man schon auf ...

Beim Anblick des Covers in Verbindung mit dem Titel des Buches war schon sofort meine Neugier geweckt und da ich die Bücher von Anne Stern gerne lese, war ich natürlich gespannt.
Hier wird man schon auf den ersten Seiten des Buches direkt ins Geschehen "geworfen" und am besten liest man dieses Buch, während man im Hintergrund die passende Musik dazu hört. Am Anfang liest man von der perfekt aufeinander abgestimmten Tanzweise der acht Frauen, aber bis dahin ist es ein langer Weg.
Wally ist die treibende Kraft, sie möchte mit den Lindy Girls eine Show von Tänzerinnen bieten, die auch als Frauen gesehen werden und nicht nur als Beiwerk.
Wir begleiten die Frauen auf ihrem Weg und gerade aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen erhalten wir ein breites Bild und erfahren nicht nur die Sonnenseite, sondern auch die Schattenseite der Zwanzigerjahre in Berlin.
Ich habe Wally, Thea, Gila und Alice gerne begleitet, was nicht nur an der guten Geschichte, sondern auch an dem tollen Schreibstil und der guten Recherche von Anne Stern lag.