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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2016

Der Algorithmus der Liebe

Ausgerechnet wir
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Kurz vor seinem 30. Geburtstag beschließt der Zahlen-Nerd Tom, dass es nun endlich Zeit für einen festen Job und eine Partnerin sei. Die Partnervermittlung ermittelt 94% Übereinstimmung zu Lisa und damit ...

Kurz vor seinem 30. Geburtstag beschließt der Zahlen-Nerd Tom, dass es nun endlich Zeit für einen festen Job und eine Partnerin sei. Die Partnervermittlung ermittelt 94% Übereinstimmung zu Lisa und damit ist klar, dass dies die Frau seines Lebens sein wird. Doch so leicht ist es nicht, denn beide sind bei einer Stellenausschreibung Konkurrenten. Und auch das Glücks- Programm seines Ex-Schwagers „ gib und du wirst bekommen“ stellt sich als nicht so einfach heraus. Eine leicht zu lesende, nette Sommerlektüre um das ewige Thema Liebe. Neu ist allerdings, dass dieses Buch aus der Sicht eines Mannes geschrieben ist. Ein kurzweiliges Lesevergnügen, das jedoch nicht an die „Dienstagsfrauen“ heranreicht.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Englischer Sommerkrimi

Pearl Nolan und der tote Fischer
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Cover und Klappentext, sowie die LP passen stimmig zusammen. Hier erwartet der Leser einen sommerlicherlichen Kriminalroman von der englischen Süd-Küste. Im malerischen Whitstable führt Pearl Nolan ein ...

Cover und Klappentext, sowie die LP passen stimmig zusammen. Hier erwartet der Leser einen sommerlicherlichen Kriminalroman von der englischen Süd-Küste. Im malerischen Whitstable führt Pearl Nolan ein Seafood-Restaurant. Wäre sie damals nicht schwanger geworden, hätte sie weiterhin bei der Polizei gearbeitet , doch nun, da der Sohn studiert und jetzt auch eine Freundin hat, möchte sie eine Detektei eröffnen. Für ihren ersten Klienten Mr. Stoud soll sie Vinnie, einen alten Bekannten und Austernfischer, ausspionieren. Sie lehnt den Fall zwar ab, findet dann aber Vinnie ertrunken an seiner Ankerkette und kurz darauf Mr. Stoud an Herzversagen gestorben in einer von außen verschlossenen Strandhütte. DCI McGuire, neu in Whitstable, vernimmt Pearl, glaubt aber eher an einen Unfall und eine natürliche Todesursache. Pearl, die eigentlich mit dem Oyster Festival genug zu tun hätte, beginnt eigene Nachforschungen. Mit sehr viel Lokalkolorit und Einblicken in das Leben der Beteiligten gerät der Fall eher zur Nebensache. Ein leicht zu lesendes Buch mit durchaus interessanten Charakteren, das leider sowohl als Sommerroman, wie auch als Kriminalroman ein wenig zu oberflächlich bleibt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein typischer Chris Carter

I Am Death. Der Totmacher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 7)
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Dass Chris Carter, seines Zeichens selber forensischer Psychologe, keine menschlichen Abgründe zu tief sind, merkt man an seinen spannenden Thrillern. Die Bücher sind nichts für Zartbesaitete und doch ...

Dass Chris Carter, seines Zeichens selber forensischer Psychologe, keine menschlichen Abgründe zu tief sind, merkt man an seinen spannenden Thrillern. Die Bücher sind nichts für Zartbesaitete und doch ist ihm wieder einmal ein packender Thriller mit fast unmenschlicher Grausamkeit und unerwarteten Wendungen gelungen. Nicht zuletzt wegen des sympathischen Ermittlerduos Detective Robert Hunter und Carlos Garcia aus der Eliteeinheit für Gewaltverbrechen. Die Szenenwechsel und Cliffhanger am Ende der Kapitel lassen einen das Buch kaum aus der Hand legen. Der doch eher einfach gehaltene Sprachstil lassen so das Buch schnell lesen. Manchmal ist weniger mehr und so hätte ich mir anstatt der bis ins Detail beschriebenen Grausamkeiten etwas mehr Einblicke in die Gedankengänge der Ermittler gewünscht. Durchaus spannend wie seine Vorgänger ist der Autor seinem Stil treu geblieben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Durchaus interessantes Jugendbuch

Götter
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Mitten in Deutschlands Gegenwart ist es einer adeligen Familie gelungen seit Generationen vor den Augen der Öffentlichkeit völlig verborgen vier Reservate zu „betreiben“ . Streng nach Geschlechtern getrennt ...

Mitten in Deutschlands Gegenwart ist es einer adeligen Familie gelungen seit Generationen vor den Augen der Öffentlichkeit völlig verborgen vier Reservate zu „betreiben“ . Streng nach Geschlechtern getrennt kommen die Bewohner als Kleinkinder dort hin, leben primitiv, nur mit minimalster Ausbildung , werden ausgebeutet und von „Göttern“ geleitet. Agnes und Günter gelingt es unabhängig voneinander zu entkommen und sich ein bescheidenes Leben einsam im Wald aufzubauen. Bei ihren immer größer werdenden Streifzügen entdecken sie, dass es noch eine andere Welt außer den Reservaten gibt. In dieser „normalen“ Welt treffen sie Clemens, den Aussteiger eines sektenartigen Geheimbundes. Gemeinsam beschließen sie die Menschen in den Reservaten zu befreien. Nett und kurzweilig zu lesen erfährt der Leser durch die unterschiedlichsten Erzählebenen viel vom Leben in den Reservaten, Clemens Werdegang, vom einsamen Überleben in der Wildnis und der Integration in die heutige Welt. Ein gelungenes Jugendbuch, das auf die Problematik von Sekten und dem Irrglauben von einer privilegierten und besseren Menschengruppe aufmerksam macht. Und zeigt wie man sein vermeintliches Schicksal selber in die Hand nehmen und ändern kann.

Veröffentlicht am 07.10.2016

Unterhaltsam, aber wenig Neues

Goddess of Poison - Tödliche Berührung
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In dem Roman "Goddess of Poison - Tödliche Berührung" von Melinda Salisbury geht es um Twylla die Gottgleiche Daunan, wiedergeborene Tochter der Götter. Dieser Titel bedeutet
nicht nur das sie im Palast ...

In dem Roman "Goddess of Poison - Tödliche Berührung" von Melinda Salisbury geht es um Twylla die Gottgleiche Daunan, wiedergeborene Tochter der Götter. Dieser Titel bedeutet
nicht nur das sie im Palast lebt und den Kronprinzen heiraten wird, sondern auch, dass ihre Berührung jeden der nicht von den Göttern gesegnet ist - niemand außer Twylla, dem König, der Königin, und natürlich dem Kronprinzen- tödlich ist. Einmal im Monat trinkt sie ein Gift gegen dass sie durch die Güte der Götter geschützt ist, das sich aber durch ihre Haut übertragen kann. Zu ihren Aufgaben gehört es zu den Göttern zu beten, aber auch Verräter durch ihre Berührung zu exekutieren. Twyllas Leben wird auf den Kopf gestellt als ihr eine neue Wache, der junge Leif zugeteilt wird. Er ist der Einzige, der sie nicht als wiedergeborene Tochter der Göttin sieht, sondern als junge Frau. Twyllas Leben war von ihrer Geburt an vorherbestimmt. Ehe sie als Daunan erkannt wurde, war ihr vorherbestimmt eine Sündenesserin (Nach dem Tod werden auf dem Sarg alle Sünden die der Verstorbene begangen hat in Form von symbolischen Gerichten angerichtet. Diese werden dann von der Sündenesserin gegessen und die Seele des verstorbenen muss nicht in Ewigkeit auf der Erde herum irren.) wie ihre Mutter zu werden. Leif bringt ihre Schicksalsgläubigkeit ins Wanken. Doch ein großes Geheimnis bringt Twylla in große Gefahr.
Der Roman ist ein klassischer Young Adult (YA) Roman, der zwar eine originelle Welt, aber wenig neue Handlungsstränge zu bieten hat. In einem Wort: nett. Da "Goddess of Poison - Tödliche Bedrohung" der Auftakt einer Trilogie ist, hoffe ich, dass sich die Spannung in den nachfolgenden Bänden steigert. Insgesamt ein unterhaltsames Buch, das aber nur wenig Neues zu bieten hat.