Zwischen Hoffnung und Schmerz – ein würdiger Abschluss der Whitestone-Reihe
Whitestone Hospital - Colliding HeartsEs ist inzwischen fast genau vier Jahre her, dass mit High Hopes der erste Teil der Whitestone-Hospital-Reihe erschienen ist. Für mich war diese Buchserie damals etwas ganz Besonderes. Ich liebe Arztserien ...
Es ist inzwischen fast genau vier Jahre her, dass mit High Hopes der erste Teil der Whitestone-Hospital-Reihe erschienen ist. Für mich war diese Buchserie damals etwas ganz Besonderes. Ich liebe Arztserien wie The Good Doctor oder Grey’s Anatomy, hatte zuvor jedoch noch nie eine Buchreihe gelesen, die eine ähnliche Atmosphäre vermittelt. Früher wurden solche Geschichten oft als Groschenromane verschrien – was in diesem Fall nicht nur unfair, sondern schlichtweg falsch wäre. Stattdessen handelt es sich um eine wundervolle Young-Adult-Reihe mit spannendem Krankenhaus-Setting.
Bereits im ersten Band begegnen wir Dr. Ian Rice als Chefarzt der Thoraxchirurgie. Mit seinem Humor und seiner lockeren Art habe ich ihn sofort ins Herz geschlossen. Im abschließenden Teil bekommt Ian nun endlich mehr Raum, und seine eigene Liebesgeschichte steht im Mittelpunkt. Ebenfalls stärker in den Vordergrund rückt Jess, Lauras Schwester, die bereits in den vorherigen Bänden eine Rolle spielte. Zuletzt war sie in einen Autounfall verwickelt und hatte ohnehin eine schwere Zeit – und diese Pechsträhne setzt sich auch hier fort.
Dadurch ist dieser Band thematisch der düsterste, vielleicht sogar tiefgründigste der gesamten Reihe. Gerade diese emotionale Komplexität hat mir ausgesprochen gut gefallen, weshalb es für mich möglicherweise sogar der stärkste Teil der Serie ist. Wer allerdings einen locker-leichten Roman sucht, ist hier eher falsch. Deshalb würde ich jedem empfehlen, die Triggerwarnung zu beachten. Falls bestimmte Themen für euch belastend sein könnten, informiert euch besser vorab.
Wie so oft bei Ava Reed liegt auch hier ein besonderes Augenmerk auf den zwischenmenschlichen Beziehungen. Zwar kennt man beide Hauptfiguren bereits oberflächlich, doch während sie sich gegenseitig besser kennenlernen und ineinander verlieben, wächst auch dem Leser ihre Geschichte immer mehr ans Herz. Es wirkt unglaublich authentisch, wie sie sich Schritt für Schritt näherkommen und einander öffnen. Auf den ersten Blick hätte ich sie nicht unbedingt als Paar gesehen, doch gerade ihre Gegensätze ergänzen sich auf wunderbare Weise. Gemeinsam werden sie zu einer harmonischen Einheit.
Ich habe ihre Geschichte unheimlich gern gelesen. Auch wenn das Jahr noch jung ist, zählt dieses Buch schon jetzt zu meinen Highlights. Wer die Reihe bisher noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen – allerdings unbedingt in der richtigen Reihenfolge, da die übergeordnete Handlung aufeinander aufbaut.