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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2017

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte - modern und ungeschminkt!

Viel näher als zu nah
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Hier hatte mich der Verlag auf das Buch aufmerksam gemacht. Das Cover hatte mich auf den ersten Blick nicht so angesprochen, als ich mir dann aber den Klappentext und die Leseprobe durchgelesen hatte, ...

Hier hatte mich der Verlag auf das Buch aufmerksam gemacht. Das Cover hatte mich auf den ersten Blick nicht so angesprochen, als ich mir dann aber den Klappentext und die Leseprobe durchgelesen hatte, bin ich richtig neugierig auf das Buch geworden. Eine Liebesgeschichte, erzählt aus zwei Perspektiven, das hat sich sehr interessant angehört. Da mir der Schreibstil in der Leseprobe auf Anhieb richtig gut gefiel, wollte ich Angela Kirchners zweite Werk unbedingt lesen!

Fey und Lucas begegnen sich das erste Mal auf einer Party. Mit ihren pinken Haaren ist sie Lucas sofort aufgefallen. Er ist ganz fasziniert von diesem Mädchen und spricht sie an. Die beiden verstehen sich auf Anhieb richtig gut. Dies soll sich aber ändern, denn noch in derselben Nacht kommt es zu einem schlimmen Unfall. Lucas und sein Freund verlassen die Party gemeinsam und liefern sich auf dem Heimweg ein rasantes Rennen auf ihren Motorrädern. Hätte Lucas seinen Freund doch nur nicht dazu herausgefordert. Dann wäre es nie zu diesem furchtbaren Zusammenprall mit dem kleinen Fiat gekommen, in welchem sich zwei junge Mädchen befanden. Und zwar nicht irgendwelche Mädchen. Bei diesen handelt es sich um Fey und ihre Freundin Jennifer. Lucas und Fey sind mit Verletzungen davongekommen, Jennifer aber musste ins künstliche Koma versetzt werden. Erst als sich Lucas und Fey kurz nach dem Unfall wieder begegnen, erfährt Fey, wer an dem Unfall Schuld war. Sie möchte Lucas dafür hassen, nur fällt ihr das erstaunlich schwer. Immer wieder kreuzen sich nun ihre Wege. Und obwohl sich beide dagegen wehren, können sie es dennoch nicht verhindern, dass sie sich voneinander angezogen fühlen.

Ich war ja von der Aufmachung des Buches ganz erstaunt. Von den Bildern im Internet hatte ich damit gar nicht gerechnet. Der Einband ist Kartonartig, aber natürlich sehr fest und stabil. Es ist auf jeden Fall mal etwas ganz Anderes und Außergewöhnliches. Was mir ja richtig gut gefallen hat, ist der wunderschöne Titel und die Blumen. Deren lila Farbe schimmert richtig toll, wenn man das Buch ins Licht hält.
Obwohl das Buch äußerlich schon sehr besonders aussieht, muss ich gestehen, dass mir die Einbandgestaltung nicht so wirklich gut gefallen hat. Da ist mir ein ganz normaler Einband doch etwas lieber.

Auch muss ich leider sagen, dass mich das Buch nicht so richtig begeistern konnte. Der Schreibstil ist toll, den muss ich wirklich loben. Angela Kirchner schreibt wunderbar flüssig und herrlich leicht. Lesen lässt sich das Buch wirklich schön und sehr angenehm.
Die Handlung aber konnte mich nicht wirklich packen. Dass nicht allzu viel passieren kann, kann man sich ja schon denken, schließlich hat das Buch ja nur gute 250 Seiten. Aber auch auf denen passiert ziemlich wenig. Zumindest habe ich es so empfunden.

Für mich war einfach viel zu wenig Spannung vorhanden. Ich habe das Buch dank des tollen Schreibstils dann doch sehr schnell durchgelesen, nur hielt sich mein Lesespaß dennoch etwas in Grenzen.

Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Charaktere. Nicht nur die beiden Protagonisten Lucas und Fey waren mir sofort sehr sympathisch, auch die Nebencharaktere wie zum Beispiel Lucas‘ Freund Ben wurden sehr gut und authentisch von der Autorin ausgearbeitet.

Auch die Handlung ist sehr realistisch und lebensecht. Und auch recht ernst, schließlich geht es hier darum, mit einem schlimmen Unfall klarzukommen und sich einander verzeihen zu können. Die Entwicklung von Lucas und Fey wird sehr gefühlvoll und authentisch von der Autorin beschrieben. Besonders gut gefallen haben mir die wechselnden Perspektivwechsel, sodass man sowohl Lucas als auch Fey näher kennenlernt und man von beiden deren Gefühls- und Gedankenwelt erfährt.

Hier hätte ich mir gewünscht, dass wir die Geschichte auch etwas mehr aus der Sicht von Fey erfahren. Den größeren Anteil übernimmt schon Lucas. Dieser ist mir zwar von den beiden deutlich sympathischer, dennoch hätte ich ein etwas ausgeglicheneres Verhältnis schöner gefunden.

Mir fällt es erstaunlich schwer, dieses Buch zu bewerten. Die Idee finde ich super, auch die Charaktere gefallen mir sehr und der Schreibstil ist echt klasse. Gefühl ist auch sehr viel vorhanden. Dennoch hat mir einfach etwas gefehlt. Meiner Meinung nach hätte man mehr aus der Idee machen können. Ein paar mehr überraschende Wendungen, sodass etwas mehr Spannung vorhanden ist und man auch mehr das Gefühl hat, dass auch wirklich etwas passiert ist, hätten der Handlung schon gut getan.

Eine Kleinigkeit, die mich auch etwas beim Lesen gestört hat, waren die Benennungen von Lucas‘ Eltern. So ist dieser da ständig hin und her gesprungen. Nennt er sie in einem Satz noch Mum und Dad, so spricht er sie im nächsten plötzlich mit ihren Vornamen an. Das hatte mich beim Lesen immer etwas irritiert. Da hätte ich es besser gefunden, wenn die Autorin sich für eine Variante entschieden hätte.

Für zwischendurch ist das Buch sehr nett. Hellauf begeistert bin ich nun nicht davon, aber gut gefallen hat es mir dennoch. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall. Wenn man gerne gefühlvolle Liebesgeschichten liest und sich nicht daran stört, dass wenig Spannung vorhanden ist, dann wird einem „Viel näher als zu nah“ bestimmt sehr gut gefallen.
Laut dem Klappentext handelt es sich hier um eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Dem stimme ich vollkommen zu. Ungewöhnlich ist diese wirklich und auch mal etwas anderes. Nur wie oben bereits erwähnt hätte man in meinen Augen aus dieser tollen Idee mehr machen können.

Fazit: Sehr gefühlvoll und authentisch. Die Liebesgeschichte von Lucas und Fey ist ungewöhnlich und mal etwas Anderes. Allerdings konnte mich diese dennoch nicht so wirklich packen. Mir war zu wenig Spannung und Handlung enthalten. Da sich das Buch aber dank des großartigen Schreibstils sehr leicht und angenehm lesen lässt und auch die Charaktere sehr sympathisch sind, hat mir der neue Jugendroman von Angela Kirchner letztendlich doch recht gut gefallen. Für zwischendurch ist es eine sehr nette Lektüre. Von mir erhält „Viel näher als zu nah“ 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 13.10.2017

Ein melancholischer Jugendroman, welcher nett für zwischendurch ist

Schwebezustand
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Hier ist mal wieder so ein Buch, bei welchem mir das Cover sofort sehr gut gefallen hat, obwohl auf diesem richtige Menschen abgebildet sind. Das habe ich ja sonst eigentlich nicht so gerne, aber bei diesem ...

Hier ist mal wieder so ein Buch, bei welchem mir das Cover sofort sehr gut gefallen hat, obwohl auf diesem richtige Menschen abgebildet sind. Das habe ich ja sonst eigentlich nicht so gerne, aber bei diesem Buch hatten mich Cover und Klappentext recht schnell sehr neugierig auf Andreas Jungwirths neuen Jugendroman gemacht.

Sophie ist mit ihrem Leben gerade alles andere als zufrieden. Ihr Vater lässt sich kaum noch blicken und ihre beste Freundin Vanessa hat nur noch wenig Zeit für sie, da sie seit kurzem einen festen Freund hat. Dann aber lernt Sophie auf einer Party den 19-jährigen Moritz kennen. Die 14-järhige ist sofort ganz fasziniert von diesem coolen Jungen, der so viel erwachsener wirkt als die anderen Jungs, denen sie bisher begegnet ist. Mit Moritz ist es so schön leicht, alle Probleme und Sorgen zu vergessen und sich endlich wieder frei und unbeschwert zu fühlen. Doch als Sophie wirklich Beistand benötigt, ist es nicht Moritz, der für sie da ist, sondern Paul. Dieser beobachtet Sophie schon etwas länger. Auch sein Leben ist gerade alles andere leicht. Er kennt sich also aus damit, wenn alles in der Schwebe ist…

Das Buch beginnt ohne große Einleitung, was mir richtig gut gefallen hat. Man ist gleich mittendrin im Geschehen und lernt Sophie und ihre beiden Freundinnen Susa und Vanessa kennen. Sophie, die Protagonistin, war mir auf Anhieb sympathisch. Im Verlaufe des Buches konnte ich zwar so einige ihrer Handlungen nicht wirklich nachvollziehen und ich habe sie auch öfters als ziemlich naiv empfunden – dennoch ist sie ein sehr angenehmer Charakter und ich konnte mich auch oft gut in sie hineinversetzen.

Ihre beiden Freundinnen dagegen konnte ich nicht leiden. Ganz besonders Vanessa, die sehr egoistisch und oberflächlich ist.

Richtig gefallen haben mir eigentlich nur zwei Charaktere: Sophie und Paul. Paul lernen wir anfangs durch seine Tagebucheinträge kennen. Mir haben diese Einträge richtig gut gefallen. Sie haben etwas Spannung in die doch sehr ruhige Geschichte gebracht.
Paul ist ein richtig netter Junge, der mir nur noch sympathischer wurde, als wir auch außerhalb seines Tagebuchs etwas über ihn erfahren haben.

Moritz dagegen, welchen Sophie auf einer Party kennenlernt und von dem sie sofort ganz fasziniert ist, hat mich das ganze Buch über sehr verwirrt und warm geworden bin ich mit ihm auch überhaupt nicht. Ganz besonders am Ende hat er auf mich einen total gestörten Eindruck gemacht. Allerdings hat sein Verhalten die Handlung auch sehr gut vorangetrieben, da man als Leser unbedingt wissen wollte, warum er sich so sonderbar verhält.

Der Schreibstil von Andreas Jungwirth hat mir sehr gut gefallen. Er ist jugendlich, flüssig und liest sich sehr angenehm. Geschrieben ist das Buch aus der dritten Perspektive, was ich ein wenig schade fand. Den Ich-Erzähler hätte ich hier schöner gefunden, da es einem so vielleicht leichter gefallen wäre, manche von Sophies Handlungen besser nachvollziehen zu können. Zumindest mir ist das nicht immer gelungen. Dies kann aber auch daran liegen, dass ich keine 14 mehr bin. Obwohl das auch seltsam wäre, da ich wirklich so gut wie nur Kinder- und Jugendbücher lese und sonst eigentlich nie Probleme damit habe, mich in jüngere Charaktere hineinzuversetzen.

Komplett überzeugen konnte mich das Buch leider nicht. Eingeteilt ist es in drei Teile und die ersten beiden haben mir auch noch sehr gut gefallen. Der letzte Teil allerdings konnte mich nicht so begeistern. Auch das Ende fand ich enttäuschend, da es mir zu offen war und einige Dinge ungeklärt blieben.

„Schwebezustand“ ist in meinen Augen eindeutig ein Buch für Jugendliche. Erwachsenen würde ich es nicht so unbedingt empfehlen, hier kann ich mir vorstellen, dass eher Jungen und Mädchen ab 12 Jahren Spaß beim Lesen haben werden.

Fazit: Ein recht ernster und melancholischer Jugendroman, welcher nett für zwischendurch ist. Mich konnte das neue Jugendbuch von Andreas Jungwirth nicht komplett überzeugen, da mir nicht alle Charaktere gefallen haben und ich auch die Handlung stellenweise etwas verwirrend fand. Der Schreibstil aber ist wirklich gut und ich habe das Buch auch relativ schnell durchgelesen. Da ich so ein paar Kritikpunkte an das Buch habe, erhält es von mir 3,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 13.03.2026

Märchenhaft, düster, anspruchsvoll.

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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In dem kleinen englischen Fischerdorf Rye scheint der Winter kein Ende nehmen zu wollen. Obwohl schon Mai ist, ist es kalt, regnerisch und grau. Alle Bäume sind noch kahl, nirgendwo zeigt sich eine Blume. ...

In dem kleinen englischen Fischerdorf Rye scheint der Winter kein Ende nehmen zu wollen. Obwohl schon Mai ist, ist es kalt, regnerisch und grau. Alle Bäume sind noch kahl, nirgendwo zeigt sich eine Blume. An diesem tristen Ort lebt die 13-jährige Flora Brimble. Es sind keine guten Zeiten, das Geld ist knapp, ihr Vater ist krank und das trostlose Wetter drückt aufs Gemüt. Floras einziger Lichtblick sind ihre Geschichten, die sie leidenschaftlich gerne schreibt. Als sie an ihrem Geburtstag eine besondere Tinte kauft, beginnt für das Mädchen ein unglaubliches Abenteuer. Flora macht sich auf die Suche nach der geheimnisvollen Maikönigin, die den Frühling nach Rye zurückbringen soll. Auf ihrem Weg trifft sie auf einen kauzigen Kobold und ein sprechendes Eichhörnchen. Kurz darauf begegnet ihnen auch noch eine böse Hexe und ein Mädchen namens Harriet, das eigentlich nur Floras ausgedachte Romanheldin ist. Schnell wird klar, dass ihre Reise viel komplizierter ist als gedacht...

Ein großartiges Cover hat uns der Max Meinzold hier gezaubert. Das Mädchen mit diesem eindringlichen Blick zieht einen förmlich magisch an und dazu noch der wunderschöne Farbschnitt macht das Buch zu einem echten Hingucker. Ich war sofort wie gebannt und da auch der Klappentext sehr interessant klang, war schnell klar, dass ich Flora Brimble kennenlernen möchte.

Marcus Raffel präsentiert hier einen sehr ungewöhnlichen Fantasy-Schmöker, der weitaus tiefgründiger daherkommt als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde. Man merkt schnell, dass zwischen diesen Buchdeckel viel mehr steckt als nur ein magisches Abenteuer. „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ nimmt uns mit auf eine poetische und geheimnisvolle Reise über die Macht der Geschichten und Kraft der Freundschaft, Ängste, Mut und Hoffnung. Die Erzählung wechselt oft zwischen Wirklichkeit, Fantasie und Intertextualität, immer wieder verschwimmen die Grenzen zwischen dem was, was real ist und dem, was aus Floras eigener Feder stammen könnte. Die Handlung erscheint dadurch öfters etwas wirr und kann für junge Leser*innen schwer zu greifen sein. Manchmal fühlt es sich so an, als wäre man in Lewis Carrolls’ skurrilem Wunderland gelandet.
Die Atmosphäre ist überwiegend recht düster und melancholisch, wird durch die charmanten Charaktere aber gekonnt aufgelockert. Ob die mutige und aufgeweckte Flora, die fröhliche Harriet, das redselige Eichhörnchen Parzival, der eigenwillige Kobold Grisold oder die weiteren Figuren – allesamt sind sie mit viel Liebe zum Detail gezeichnet und bleiben lange im Gedächtnis. Nichtsdestotrotz hat mich das Buch zwiespältig zurückgelassen. Für meinen Geschmack ist es für ein Kinderbuch ab 10 Jahren zu komplex und verworren.

Fazit: „Flora Brimble und der verlorene Frühling“ ist eine philosophische und märchenhafte Geschichte voller feinsinnigem Humor, Spannung und Magie. Ein außergewöhnliches und anspruchsvolles Kinderbuch ab 10 Jahren, das sich durch seinen besonderen Erzählstil und seine fantasievolle Handlung von anderen Fantasybüchern dieser Altersklasse abhebt. Wer gerne Geschichten à la „Alice im Wunderland“ liest, sollte sich „Flora Brimble“ vielleicht mal genauer anschauen. Ich persönlich hatte etwas anderes erwartet, habe die Lektüre aber dennoch nicht bereut. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2024

Wer ein neues Dschungelbuch-Abenteuer erwartet, wird hier enttäuscht werden

Disney – Dangerous Secrets 6: Das Dschungelbuch: Die Stärke des Wolfs ist das Rudel
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Mogli ist im Dschungel aufgewachsen, großgezogen von einem Wolfsrudel. Er führt ein sehr behütetes Leben – bis zu dem Tag, an dem der rachgierige Tiger Shir Khan zurückkehrt und droht, den Menschenjungen ...

Mogli ist im Dschungel aufgewachsen, großgezogen von einem Wolfsrudel. Er führt ein sehr behütetes Leben – bis zu dem Tag, an dem der rachgierige Tiger Shir Khan zurückkehrt und droht, den Menschenjungen zu töten. Um sich selbst und seine Wolfsfamilie zu beschützen, verlässt der Menschenjunge sein Zuhause, begleitet von dem klugen Panther Baghira. Auf seiner Reise begegnet Mogli nicht nur dem fröhlichen Bären Balu, der schnell zu einem guten Freund wird, sondern muss sich auch vielen Gefahren und schwierigen Fragen stellen. Wo er gehört er hin und was ist ihm wirklich wichtig? Ob Mogli seinen Platz in der Welt wohl noch finden wird?

Da ich sowohl den Zeichentrickfilm als auch die Realverfilmung von „Das Dschungelbuch“ ausgesprochen gerne mag, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass uns der sechste Teil der Dangerous-Reihe in den indischen Dschungel zu Mogli und seinen tierischen Freundinnen mitnimmt. Ich war sehr gespannt, welche neuen Einblicke in Moglis Welt „Die Stärke des Wolfes ist das Rudel“ wohl bereithält, wurde in diesem Punkt aber leider enttäuscht. Schon optisch unterscheidet sich dieser Band von seinen Vorgängern und genauso sieht es auch inhaltlich aus.

Anders als die vorherigen Bände, bei denen es sich um neue Erzählungen mit beliebten Disney-Charakteren handelt, hebt sich „Die Stärke des Wolfes ist das Rudel“ kaum von der Originalgeschichte ab. Dunkle Geheimnisse und überraschende Wendungen, erfrischende neue Perspektiven und Handlungsstränge – all das findet man hier nicht. Bis auf wenige zusätzliche Szenen liest sich das Buch wie eine moderne Version der Realverfilmung. Für Dschungelbuch-Liebhaber
innen zweifellos eine tolle Ergänzung, aber wer sich ein wirklich neues Abenteuer erhofft, wird hier nicht fündig werden.

Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gerne gelesen. Es hat Spaß gemacht, Mogli, Balu und Co. auf ihren Erlebnissen zu begleiten, welche nicht nur spannend und berührend sind, sondern auch wichtige Werte vermitteln wie Freundschaft, Familie, Heimat und Zugehörigkeit. Sämtliche Figuren aus dem Disney-Klassiker sind dabei, mit all ihren bekannten Eigenschaften, und der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapiteln lassen die Seiten nur so dahinfliegen.

Fazit: „Die Stärke des Wolfes ist das Rudel“ ist eine schöne Nacherzählung der Disney-Realverfilmung „Das Dschungelbuch“ mit kleinen Veränderungen für alle Fans und diejenigen, die abenteuerliche Geschichten mögen. Als ein Dangerous Secrets-Buch kann man diesen Band jedoch nicht so wirklich bezeichnen, ich zumindest habe diesbezüglich nicht das bekommen, was ich aufgrund der anderen Bände erwartet habe. Trotz meiner Kritik kann ich das Buch empfehlen und freue mich schon sehr auf den nächsten Band. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen! Mogli ist im Dschungel aufgewachsen, großgezogen von einem Wolfsrudel. Er führt ein sehr behütetes Leben – bis zu dem Tag, an dem der rachgierige Tiger Shir Khan zurückkehrt und droht, den Menschenjungen zu töten. Um sich selbst und seine Wolfsfamilie zu beschützen, verlässt der Menschenjunge sein Zuhause, begleitet von dem klugen Panther Baghira. Auf seiner Reise begegnet Mogli nicht nur dem fröhlichen Bären Balu, der schnell zu einem guten Freund wird, sondern muss sich auch vielen Gefahren und schwierigen Fragen stellen. Wo er gehört er hin und was ist ihm wirklich wichtig? Ob Mogli seinen Platz in der Welt wohl noch finden wird?

Da ich sowohl den Zeichentrickfilm als auch die Realverfilmung von „Das Dschungelbuch“ ausgesprochen gerne mag, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass uns der sechste Teil der Dangerous-Reihe in den indischen Dschungel zu Mogli und seinen tierischen Freundinnen mitnimmt. Ich war sehr gespannt, welche neuen Einblicke in Moglis Welt „Die Stärke des Wolfes ist das Rudel“ wohl bereithält, wurde in diesem Punkt aber leider enttäuscht. Schon optisch unterscheidet sich dieser Band von seinen Vorgängern und genauso sieht es auch inhaltlich aus.

Anders als die vorherigen Bände, bei denen es sich um neue Erzählungen mit beliebten Disney-Charakteren handelt, hebt sich „Die Stärke des Wolfes ist das Rudel“ kaum von der Originalgeschichte ab. Dunkle Geheimnisse und überraschende Wendungen, erfrischende neue Perspektiven und Handlungsstränge – all das findet man hier nicht. Bis auf wenige zusätzliche Szenen liest sich das Buch wie eine moderne Version der Realverfilmung. Für Dschungelbuch-Liebhaber
innen zweifellos eine tolle Ergänzung, aber wer sich ein wirklich neues Abenteuer erhofft, wird hier nicht fündig werden.

Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gerne gelesen. Es hat Spaß gemacht, Mogli, Balu und Co. auf ihren Erlebnissen zu begleiten, welche nicht nur spannend und berührend sind, sondern auch wichtige Werte vermitteln wie Freundschaft, Familie, Heimat und Zugehörigkeit. Sämtliche Figuren aus dem Disney-Klassiker sind dabei, mit all ihren bekannten Eigenschaften, und der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapiteln lassen die Seiten nur so dahinfliegen.

Fazit: „Die Stärke des Wolfes ist das Rudel“ ist eine schöne Nacherzählung der Disney-Realverfilmung „Das Dschungelbuch“ mit kleinen Veränderungen für alle Fans und diejenigen, die abenteuerliche Geschichten mögen. Als ein Dangerous Secrets-Buch kann man diesen Band jedoch nicht so wirklich bezeichnen, ich zumindest habe diesbezüglich nicht das bekommen, was ich aufgrund der anderen Bände erwartet habe. Trotz meiner Kritik kann ich das Buch empfehlen und freue mich schon sehr auf den nächsten Band. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.01.2024

Leider nicht so gut wie die erste Band

Charlie und der große gläserne Fahrstuhl
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Charlie Bucket befindet sich immer noch gemeinsam mit Willy Wonka und seiner kompletten Familie in dem Großen Gläsernen Fahrstuhl (der in jede beliebige Richtung fliegen kann) und gleitet hoch oben über ...

Charlie Bucket befindet sich immer noch gemeinsam mit Willy Wonka und seiner kompletten Familie in dem Großen Gläsernen Fahrstuhl (der in jede beliebige Richtung fliegen kann) und gleitet hoch oben über seiner Heimatstadt durch den strahlend blauen Himmel. Gerade erst hat er erfahren, dass ihm fortan die gesamte fantastische Schokoladenfabrik von Willy Wonka gehören wird und kann es nun kaum erwarten, dorthin zurückzukehren. Bei dem Versuch, die erforderliche hohe Geschwindigkeit für das Durchbrechen des Fabrikdachs zu erreichen, wird nur zu spät auf den richtigen Knopf gedrückt. Der Fahrstuhl rast daher raketenschnell immer höher und höher hinauf und ehe es sich die acht Insassen versehen, befinden sie sich in der Erdlaufbahn und kreisen auf ihr durchs All. Es dauert nicht lange und sie erreichen das „Space Hotel USA“, das erste Weltraum-Hotel des Universums, welches erst zwei Tage zuvor erfolgreich in den Orbit geschossen wurde. Als sie dem Raumhotel einen Besuch abstatten, versetzen sie nicht nur die Astronauten und den US-Präsidenten auf der Erde in helle Aufregung, sie treffen auch auf echte Außerirdische, die ihnen alles andere als freundlich gesinnt sind: Gefährliche und äußerst angriffslustige Verwürmte Knilche...

Wie die Geschichte weitergeht, werde ich hier nicht verraten, das gilt es schon selbst herauszufinden. Da es sich hierbei jedoch um die Fortsetzung von „Charlie und die Schokoladenfabrik“ handelt und die Handlung nahtlos an dessen Ende anschließt, empfiehlt es sich, die chronologische Reihenfolge der Bände einzuhalten.

Ich habe den zweiten Teil bereits vor einigen Jahren gelesen, allerdings waren meine Erinnerungen an die genauen Ereignisse inzwischen ziemlich verblasst. Ich wusste aber noch, dass ich damals nicht ganz so begeistert von dem Buch war. Als großer Roald Dahl-Fan konnte ich an der hier vorliegenden Neuübersetzung dennoch einfach nicht vorbeigehen und auch wenn mir mein Reread ein weiteres Mal gezeigt hat, dass ich den ersten Band deutlich besser finde, kann ich diese Ausgabe sehr empfehlen. Man darf einfach keine Story erwarten, die ganz im Stil des Klassikers daherkommt. Insbesondere die erste Hälfte des Buches hat nur recht wenig mit dem Vorgänger gemeinsam. In dieser halten wir uns nämlich gar nicht in der Schokoladenfabrik auf, sondern fliegen mit dem gläsernen Fahrstuhl durchs All. Obwohl unsere bunte Truppe auf ihrer Weltraumreise allerhand Kurioses und Aufregendes erlebt und die Geschichte sehr humorvoll geschrieben ist, haben mich die Geschehnisse irgendwie dennoch nicht so richtig packen können. Bei den Szenen mit dem US-Präsidenten habe ich mich zudem gefragt, wie sie bei jungen Leser*innen ankommen werden. Ich persönlich denke, dass eher die wenigsten die politischen Anspielungen verstehen werden.

Der zweite Part des Buches war dann wieder mehr nach meinem Geschmack, als es endlich zurück in die Schokoladenfabrik geht und man die fröhlichen und lustig reimenden Umpa-Lumpas wiedersieht. Die liebenswert-skurrilen Charaktere sind allesamt mal wieder wunderbar getroffen. Ob vertraute oder neue Gesichter, alle besitzen sie ihre Eigenheiten und werden köstlich überspitzt dargestellt. Vor allem Willy Wonka ist eine äußerst eigenwillige Persönlichkeit, genial und durchgeknallt zugleich.

Begleitet wird die Handlung von vielen farbenfrohen Bildern, die von niemand anderem als Quentin Blake stammen, der Roald Dahls Lieblingsillustrator war. Blakes skizzenhafte und witzige Zeichnungen passen mal wieder wie die Faust aufs Auge zur Geschichte und erwecken sie auf eine herrliche Weise zum Leben.

Fazit: Obwohl es in „Charlie und der große gläserne Fahrstuhl“ typisch Roald Dahl sehr turbulent, fantasievoll und verrückt zugeht und es viele amüsante Dialoge und tolle Illustrationen gibt, kann dieser Band in meinen Augen nicht mit dem Vorgänger mithalten. Der Geschichte fehlt einfach der Charme des berühmten Klassikers. Auch wenn ich etwas enttäuscht von dem Buch bin, kann ich diese Neuübersetzung aus dem Penguin Junior Verlag empfehlen. Von mir gibt es gute 3 von 5 Sternen!

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