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Veröffentlicht am 22.02.2024

Warten lohnt sich!

Feigenbaum und Gießkanne
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„Eines Tages pflanzte die Gärtnerin einen Feigenbaum. Gespannt warteten alle darauf, dass er zu wachsen begann …“ – So beginnt das Bilderbuch „Feigenbaum und Gießkanne“. Es erzählt die Geschichte eines ...

„Eines Tages pflanzte die Gärtnerin einen Feigenbaum. Gespannt warteten alle darauf, dass er zu wachsen begann …“ – So beginnt das Bilderbuch „Feigenbaum und Gießkanne“. Es erzählt die Geschichte eines Bäumchens, das einfach nicht wachsen will, sodass die Gärtnerin es schon ersetzen möchte. Doch einige Kinder halten sie davon ab und übernehmen über eine lange Zeit die Pflege des Baumes, der schließlich doch noch zu einem großen Schattenspender wird und leckere Früchte trägt.

Die Geschichte beruht auf einem Gleichnis von Jesus aus dem Lukasevangelium, das zeitlos aktuell hervorhebt, wie wichtig es ist, Dingen und Menschen Zeit zu geben, um sich zu entwickeln. Es ermutigt zum Durchhalten und Dranbleiben. Und dazu, sich selbst, andere Menschen und Projekte nicht so schnell aufzugeben.

Diese wichtige Botschaft ist schön illustriert und gut ins Deutsche übersetzt worden. Durch die ansprechenden Bilder und die einfach gehaltene Sprache eignet es sich bereits für Kinder ab ca. 4 Jahren. Für Eltern und Erzieher gibt es im Schlussteil eine Seite mit Anmerkungen zur Geschichte sowie ein Rezept für Feigenbällchen als Bonus.

Mir hat das Bilderbuch sehr gut gefallen – es ist sehr ermutigend für alle, die länger auf etwas warten (müssen).

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Veröffentlicht am 22.02.2024

Arbeit und Ruhe neu gedacht - Gutes für die Seele

Ruhe. Arbeit. Ewigkeit.
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Vorweg: Ich bin ein Fan von John Mark Comer, schätze seine Predigten und Gedanken. Auch die Autobiografie seiner Mutter, die leider nur noch antiquarisch erhältlich ist, kann ich sehr empfehlen („Um mich ...

Vorweg: Ich bin ein Fan von John Mark Comer, schätze seine Predigten und Gedanken. Auch die Autobiografie seiner Mutter, die leider nur noch antiquarisch erhältlich ist, kann ich sehr empfehlen („Um mich Stille, in mir Gott“).

„Ruhe.Arbeit.Ewigkeit.“ ist das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe – und es wird sicher nicht das letzte sein. Dieses hier möchte ich am liebsten jedem jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren schenken, der in sein Berufsleben einsteigt. Denn über „Arbeit“ schreibt Comer in Teil 1 am meisten – um die 150 Seiten, verteilt auf sieben Kapitel. Der zweite Teil über „Ruhe“ bildet (mit nur drei Kapiteln) den perfekten Gegenpol dazu. Vieles davon hat der Autor in seinem Buch „Das Ende der Rastlosigkeit“ sicher noch weiter ausgeführt. Den Abschluss bildet dann Teil 3 „Ewigkeit“ (mit nur noch zwei Kapiteln). Auch wenn die Gewichtung so unterschiedlich ausfällt, war das Buch doch für mich absolut rund. Ich habe mir vieles markiert und werde es sicher nochmals lesen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Buch meiner Seele gut getan hat. Es regt dazu an, über den Stellenwert von Arbeit, Ruhe und Ewigkeit im eigenen Leben nachzudenken und ist dabei unterhaltsam und dennoch tief geschrieben. Ich empfehle es ausdrücklich – und zwar nicht nur für Berufsanfänger.

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Veröffentlicht am 06.01.2024

Herzensempfehlung. Eines meiner Lesehighlights im letzten Jahr. Alltags- und Auszeit-tauglich.

Zukunftsmut und Herzenskraft
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Manchmal, wenn ein Buch wirklich großartig ist, fällt es mir schwer, die richtigen Worte dafür zu finden. So geht es mir auch bei „Zukunftsmut und Herzenskraft“. Es war eines meiner Lesehighlights im zurückliegenden ...

Manchmal, wenn ein Buch wirklich großartig ist, fällt es mir schwer, die richtigen Worte dafür zu finden. So geht es mir auch bei „Zukunftsmut und Herzenskraft“. Es war eines meiner Lesehighlights im zurückliegenden Jahr und hat mich über mehrere Wochen begleitet, da ich es in kleinen Häppchen gelesen und immer wieder innegehalten habe, wenn mich etwas angesprochen hat. Und das kam oft vor!

In 7 Kapiteln auf insgesamt 150 Seiten geben das Ehepaar Hofmann, die u. a. als Coaches, Seelsorger und Trauerbegleiter Experten in Sachen Hoffnung sind, ihren reichen Erfahrungsschatz weiter. Dabei gehen sie sehr praxisorientiert vor und bauen immer wieder (Achtsamkeits-)Übungen in den Text ein. Eine wunderschöne Ergänzung sind außerdem die kurzen lyrischen Texte, die in jedem Kapitel vorkommen.

Inhaltlich geht es ums (Los-)Lassen, um das, was uns hilft, Krisen zu bewältigen, um unsere innere Haltung zu Dingen, die wir erst mal nicht ändern können, um Zuversicht, göttlichen Beistand, Zukunftsmut und die Herzenskraft. Ich habe mir immer wieder Passagen angestrichen und war an vielen Stellen tief berührt. Man spürt dem Autorenduo ab, dass sie wissen, wovon schreiben – nicht zuletzt, weil sie einige Male sehr persönlich von eigenen Erfahrungen erzählen.

„Zukunftsmut und Herzenskraft“ ist ein Buch für Menschen, die sich nach innerem Halt sehnen, die ihre Resilienz aufbauen möchten, die sich wappnen wollen für eine Krise oder einfach Trost und Mut tanken müssen, weil sie schon mittendrin sind. Es eignet sich wunderbar gleichermaßen für das Innehalten im Alltag wie auch für das intensive Eintauchen während einer längeren (Zwangs-)Auszeit. Von mir erhält es eine echte Herzensempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.01.2024

Hochspannendes Jugend/Jungen-Buch ab ca. 11 Jahre für alle, die TKKG mögen

Noah und der verlassene Leuchtturm
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„Noah und der verlassene Leuchtturm“ ist ein Spin-Off der „Windvögel“-Reihe von Stefanie Kloft, jedoch gut ohne Vorkenntnisse lesbar und richtet sich außerdem an ältere Leser ab ca. 11 Jahren.

Im Mittelpunkt ...

„Noah und der verlassene Leuchtturm“ ist ein Spin-Off der „Windvögel“-Reihe von Stefanie Kloft, jedoch gut ohne Vorkenntnisse lesbar und richtet sich außerdem an ältere Leser ab ca. 11 Jahren.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht diesmal Noah, dessen Vater bei der Kripo arbeitet. Schon im ersten Kapitel geht es zur Sache: Sein Vater erhält eine Morddrohung, woraufhin dieser Noah kurzerhand an die Nordsee in den Urlaub schickt. Gemeinsam mit seinen Freunden Hannes und Ella (und deren Vater) versucht Noah dort etwas abzuschalten, aber finstere Männer aus Berlin sind ihnen auf den Fersen. Als sie merken, in welcher Gefahr sie schweben, ist es schon zu spät …

Klingt spannend? Ist spannend! So spannend, dass ich dieses Buch meinem 9-jährigen Jungen bisher nicht vorgelesen habe. Tatsächlich ist es von der Schriftgröße her auch eher ein Buch, das Kinder in der 5. oder 6. Klasse gut selbst lesen können. Meinem Empfinden nach kann es auf jeden Fall mit den bekannten TKKG-Büchern mithalten und ist dabei, z. B. was den Gebrauch moderner Technik in der Geschichte angeht, topaktuell. Wie in den „Windvögel“-Büchern kommt der Glaube an Gott vor, aber es wirkt nicht aufgesetzt oder erzwungen, sondern passt gut in den Kontext.

Mir als erwachsener Leserin hat „Noah und der verlassene Leuchtturm“ sehr gut gefallen und ich werde es in 1-2 Jahren sicher meinem Sohn zu lesen geben. Wer ein spannendes Buch für Pre-Teens oder älter sucht, insbesondere auch für Jungen, ist bei Stefanie Kloft einfach an der richtigen Adresse. Große Empfehlung!

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Veröffentlicht am 30.12.2023

Tolles Buch für alle, die ab und zu oder auch öfter mal scheitern bzw. Krisen erleben ...

Immer besser scheitern
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Priska Lachmann ist derzeit wegen ihres autobiografischen Romans „Aufwärts fallen“ in aller Munde, doch kurz davor ist ein anderes Buch von ihr erschienen, das ich wärmstens empfehlen kann.

Aufmerksam ...

Priska Lachmann ist derzeit wegen ihres autobiografischen Romans „Aufwärts fallen“ in aller Munde, doch kurz davor ist ein anderes Buch von ihr erschienen, das ich wärmstens empfehlen kann.

Aufmerksam geworden auf „Immer besser scheitern“ bin ich durch den gleichnamigen Podcast, den die Autorin für ERF Jess produziert hat. Ich hatte einige Folgen gehört und erwartet, dass sich in dem Buch eine Art Zusammenfassung der Podcasts findet, doch weit gefehlt – es ist viel mehr als das!

Priska arbeitet sich in rund 30 Kapiteln, die mal kurz, mal länger ausfallen, durch alle möglichen Arten von Scheitern. Dabei erzählt sie viel von sich und ihrem Leben. Toll fand ich beim Lesen die Abwechslung – mal schreibt sie ernst, mal hintersinnig, mal humorig, mal tief berührend. Es ist ein tolles Buch für die heutige Zeit, weil es eben NICHT ein langweiliges Sachbuch ist, das Scheitern und Versagen in 5 Hauptkapitel und 10 Unterkapitel verpackt. Es liest sich eher wie ein Gespräch, das immer wieder zum Innehalten einlädt. Trotzdem liest es sich gut weg, weil einfach der Schreibstil sehr gut lesbar und nahbar ist.

Vieles in dem Buch ist nicht neu, aber es ist vor allem zwei Dinge: tröstlich und Mut machend. Priska zeigt auf, dass wir in unserem Scheitern nicht allein sind und dass Krisen manchmal einfach besch… sind, manchmal auch gut, um daran zu wachsen. Dabei lässt sie immer wieder auch den Glauben einfließen, jedoch auf eine so schöne Weise, dass sich das Buch auch gut für Menschen eignet, die damit nichts anfangen können.

Für mich war „Immer besser scheitern“ eines meiner Lesehighlights im Jahr 2023 – ich empfehle es wärmstens allen, die gelegentlich oder auch öfter mal scheitern, besonders auch Menschen mit Verantwortung oder solchen, die in Lebenskrisen stecken.

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