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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2024

So gut, so düster, so verführerisch

Belladonna – Die Berührung des Todes (Belladonna 1)
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Ok, wow. Mir hat einfach alles an diesem Buch gefallen, kann ich echt nicht einfach sagen. „Belladonna“ ist der erste Band einer Trilogie, rund um ein Mädchen mit einer besonderen Gabe und um eine verbotene ...

Ok, wow. Mir hat einfach alles an diesem Buch gefallen, kann ich echt nicht einfach sagen. „Belladonna“ ist der erste Band einer Trilogie, rund um ein Mädchen mit einer besonderen Gabe und um eine verbotene Liebe. Tolle Storyline, faszinierendes Fantasy-Konzept und dunkle Emotionen. Das Buch hat mich total in seinen Bann geschlagen.

Zum Inhalt: Signa ist zwanzig Jahre alt und scheint einen dunklen Fluch auf sich zu tragen. Denn um sie herum sterben Menschen. Als ihre Tanze verstirbt endet sie als Mündel bei ihrem Onkel auf Thorne Grove. Aber auch dort scheint der Tod bereits auf sie zu warten. Und tritt sogar persönlich in Erscheinung um sich Signa anzunehmen.

Das Fantasy-Konzept dieses Buch war für mich mal etwas völlig neues und hat mich daher total unerwartet getroffen und wirklich umgehauen. Ich mochte die düstere, bedrohliche, fast schon vergiftete Atmosphäre im Buch, die aber immer einen verheißungsvollen Touch bekam, sobald der Tod in Erscheinung trat. Ein tolles Konstrukt zwischen Dunkelheit, Angst und Begierde.

Das Buch ist in meinen Augen eine gelungene Mischung zwischen Murder Mystery und Romantasy und hat zusätzlich die Atmosphäre eines Regency-Romans. Einfach eine großartige Mischung, die mich total gefangen genommen hat. Ich wollte nicht, dass dieses Buch überhaupt endet und bin so froh, dass es noch zwei weitere Bände gibt.

Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, so packend und mitreißend war die Geschichte erzählt und so düster die Geheimnisse, die sich auf Throne Grove enthüllen. Eine mitreißende Geschichte, von der ich nicht genug bekommen konnte.

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Veröffentlicht am 12.01.2024

Atemlose Spannung

Zero Days
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Bin großer Fan der Thriller von Ruth Ware und habe mich sehr auf „Zero Days“ gefreut, weil ich es thematisch total interessant und spannend fand. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Das Buch ist von ...

Bin großer Fan der Thriller von Ruth Ware und habe mich sehr auf „Zero Days“ gefreut, weil ich es thematisch total interessant und spannend fand. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Das Buch ist von Beginn an richtig packend und hat mich bis zum Schluss nicht losgelassen.

Zum Inhalt: Jacks und ihr Mann Gabe arbeiten als Pentester und untersuchen die Sicherheitssysteme von Firmen auf Lücken. Als sie nach einem kräftezehrenden Job nach Hause kommt, ist Gabe tot. Und Jacks findet sich selbst auf der Flucht wieder. Vor der Polizei und vor Gabes Mördern.

Ich mochte einfach alles an diesem Buch. Die Backgroundstory von Gabe und Jacks über zwei, die die Kurve gekriegt und einander gefunden haben hat gut zum Gesamtkonzept gepasst. Und die Nebenhandlung über ihren Job, der super spannend ist und Jack mit allerlei hilfreichen Skills ausgestattet hat, hat der Haupthandlung einen schönen Rahmen gegeben.

Jacks strahlt absolute Badass-Vibes aus und ist zu allem entschlossen. Immer wieder habe ich beim Lesen gedacht wie cool und knallhart sie doch ist. Durch ihre eigene tragische Hintergrundgeschichte wirkt sie aber gleichzeitig auch nahbar und verletzlich. Es ist mir sehr leicht gefallen mit ihr mitzufiebern.

Das Buch ist wahnsinnig spannend geschrieben und ich konnte es nicht weglegen. Die Handlung ist schlüssig konstruiert und erschließt sich erst allmählich, trotzdem wird der Spannungsbogen die ganze Zeit über hochgehalten.
Wieder ein großartiger, packender Thriller von Ruth Ware und in meinen Augen sogar einer der bisher Besten.

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Veröffentlicht am 12.01.2024

Abrechnung

Oxen. Pilgrim
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Die Niels Oxen-Reihe ist für mich so eine Buchreihe, die ich zwar nicht super akribisch verfolge, wo ich aber letztendlich jedes Buch sehr ansprechend und spannend fand und mich freue, wenn ich zufällig ...

Die Niels Oxen-Reihe ist für mich so eine Buchreihe, die ich zwar nicht super akribisch verfolge, wo ich aber letztendlich jedes Buch sehr ansprechend und spannend fand und mich freue, wenn ich zufällig auf einen neuen Band stoße. Man sollte die Bücher schon zusammenhängend lesen, kommt aber auch gut rein, wenn man quereinsteigt oder zwischendurch wie ich mal längere Pausen von der Reihe macht.

Zum Inhalt: Nach seinem letzten Fall, der ihn in den Katakomben fast das Leben gekostet hat, versucht Niels Oxen sein Leben ruhiger angehen zu lassen. Doch dann holt ihn der Fall wieder ein, denn einer der Drahtzieher ist noch auf freiem Fuß. Gemeinsam mit Franck will Oxen dem Ganzen endlich ein Ende setzen.

Was mir hier gefällt sind die vielen kurzen Kapitel und schnell wechselnden Erzählperspektiven, wobei man nicht bei jeder weiß, welchem Charakter sie zuzuordnen ist. Man bekommt aber schnell ein Gespür dafür, welche Perspektiven zusammengehören und wer in welchem „Team spielt“. In diesem Buch wird das Team rund um Oxen ziemlich aufgemischt und jeder könnte ein potentieller Verräter sein, denn der Fall in den das Team verwickelt wird, ist größer als gedacht.

Hier wird viel mit den Interessen und Loyalitäten der einzelnen Figuren gespielt und so wird auch der Leser immer wieder an der Nase herumgeführt. Das hat mir richtig gut gefallen und hatte diese Spionage/Doppelagenten-Vibes, die einfach cool sind. Die Handlung ist toll inszeniert und dadurch wirklich durchweg spannend und sehr undurchsichtig, aber immer mit genau so vielen Erklärungen und Andeutungen, dass man als Leser unbedingt dranbleiben will. Und das Ende des Buches war einfach total Badass!

Ich mag den Schreibstil der Reihe total gern. Jede der Figuren hat so ihre Eigenheiten und Sprechweisen, was dazu beiträgt die unterschiedlichen Perspektiven auseinander zu halten. Und ich mag, dass das Team auch Fehlschläge einstecken oder gute alte Polizeiarbeit à la Klinkenputzen ableisten muss. Das wirkt authentischer und macht die Figuren nahbarer. Inzwischen ist mir das Team auch ein bisschen ans Herz gewachsen und besonders Oxen der Pilger gefällt mir sehr gut.

Gelungene Fortsetzung, wie immer sehr lesenswert

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Veröffentlicht am 07.01.2024

Horrorszenario

Höllenfeuer
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Ich habe Peter Grandl im vergangenen Jahr für mich entdeckt und bin seitdem total angefixt von seinen Büchern. Mit „Höllenfeuer“ liefert er wieder einen absolut packenden, erschreckenden und brisanten ...

Ich habe Peter Grandl im vergangenen Jahr für mich entdeckt und bin seitdem total angefixt von seinen Büchern. Mit „Höllenfeuer“ liefert er wieder einen absolut packenden, erschreckenden und brisanten Thriller ab.

Zum Inhalt: ein Anschlag in der Münchner U-Bahn erschüttert die Stadt und versetzt die politische Führungsriege in Alarmbereitschaft. Vor allem, da Martin Himmel, Staatsminister des Inneren, in dieser U-Bahn hätte sitzen sollen. War der Anschlag gegen ihn gerichtet? Und wird es der einzige bleiben, wenn es der Polizei nicht gelingt, den Drahtzieher zu fassen?

Islamistisch motivierte Anschläge zählen zu den schwärzesten Momenten westlicher Geschichte. Peter Grandl greift hier gut recherchiert und glaubhaft strukturiert historische Ereignisse auf und verknüpft sie mit der Handlung seiner Thrillers. Und dadurch wie nahtlos sie sich einfügt wirkt sie nur umso erschreckend realistischer.

Die Geschichte wird sehr temporeich in kurzen Kapiteln aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass der Leser einen umfassenden Blick auf die Ereignisse erhält.
Es treten auch wieder Figuren auf, die der Leser bereits aus der Turm-Reihe des Autors kennt, was mir gut gefallen hat. Ebenso werden auch Ereignisse aus diese Reihe referenziert. Trotzdem ist dieses Buch unabhängig von der Reihe zu lesen.

Ich fand die Story wahnsinnig spannend, sie entwickelt schnell eine düstere und erschreckende Sogwirkung, irgendwo zwischen beklemmender Angst und unguter Vorahnung. Dem Autor gelingt es hervorragend die Motive seiner Figuren rüberzubringen und den Leser auf eine atemlose Jagd nach der Wahrheit mitzunehmen. Packend bis zur letzten Seite.

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Veröffentlicht am 02.01.2024

Wie cozy kann ein Roman bitte sein?

Der späte Ruhm der Mrs. Quinn
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Ich hatte dieses Buch tatsächlich selbst überhaupt nicht auf dem Schirm, habe aber in diversen Buchforen viel von der Begeisterung für dieses Buch mitbekommen und bin deswegen neugierig geworden. Ich kann ...

Ich hatte dieses Buch tatsächlich selbst überhaupt nicht auf dem Schirm, habe aber in diversen Buchforen viel von der Begeisterung für dieses Buch mitbekommen und bin deswegen neugierig geworden. Ich kann nur sagen: ein Glück, denn wie schön, herzlich und liebenswert ist bitte diese Geschichte? Für mich ein echtes Wohlfühlbuch, dass ich nicht nur nicht aus der Hand legen wollte, sondern von ich will, dass es auch alle meine Freunde lesen. Einziger Nachteil: beim Lesen bekommt man echt Hunger auf Süßes!
 
Zum Inhalt: Mit 77 Jahren blickt Jennifer Quinn auf ein glückliches, erfülltes Leben an der Seite ihres Ehemanns Bernard zurück. Kinder waren ihnen zwar nicht vergönnt, aber sie beide waren einander immer genug. Aber soll das jetzt eigentlich schon alles gewesen sein? Kann man nicht auch mit 77 Jahren noch Träume haben? Kurzentschlossen bewirbt sich Jenny bei einem Backwettbewerb ohne zu ahnen, was dieser für Kreise schlagen wird.
 
Was ich einmal ganz positiv hervorheben will, ist diese wunderbare Grundstimmung die im Buch innerhalb der Familie Quinn herrscht. Alles sind wahnsinnig herzlich und unterstützend und lassen das auch sehr selbstverständlich und natürlich erscheinen. Auf Jennys Bewerbung wird mit viel Verständnis, Vorfreude, Stolz und Optimismus reagiert. Die ganze Familie wirkt so im Einklang und im reinen mit sich, wie ich es selten in einem Buch erlebt habe. Und ich muss sagen, ich finde es mal absolut erfrischend dass es überhaupt kein Drama gibt.
 
Total liebevoll ausgestaltet finde ich, dass jedes Kapitel nach einer Süßspeise benannt ist, die im jeweiligen Kapitel auch irgendwie im Fokus steht, entweder weil sie Teil des Backwettbewerbs oder von Jennys Erinnerungen ist. Das ist  nämlich die zweite, wunderschöne Besonderheit des Buches: viele der Rezepte, die alle irgendwie aus Jennys Familiengeschichte stammen, hängen auch direkt mit ihrer eigenen Vergangenheit zusammen. In kursiver Schrift abgegrenzt erfährt der Leser in Rückblenden mehr über Jennys Leben.
 
Diese Rückblenden haben mir zeitweise sogar noch besser gefallen als die Gegenwartshandlung, weil Jenny ein sehr bewegtes Leben geführt hat und es nicht immer leicht hatte. Um Jenny rankt sich nämlich ein Geheimnis, das nur nach und nach enthüllt wird und dessen ganzes Ausmaß sehr spannend ist.

Ein supertolles Buch, das einfach schön ist und mitten ins Herz trifft.

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