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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2024

Interessantes Konzept mit sehr optimistischen Tönen

Rein in die Komfortzone!
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Meine Meinung
Dass der Selbstoptimierungswahn in unserer Gesellschaft nicht bloß eine Modeerscheinung ist, dürfte mittlerweile immer klarer werden. Die eigene Komfortzone zu verlassen, ist daher kein ungewöhnlicher ...

Meine Meinung
Dass der Selbstoptimierungswahn in unserer Gesellschaft nicht bloß eine Modeerscheinung ist, dürfte mittlerweile immer klarer werden. Die eigene Komfortzone zu verlassen, ist daher kein ungewöhnlicher Ratschlag – sich stattdessen erst in die Komfortzone zu begeben, allerdings schon.

Was ich an diesem Buch sehr interessant gemacht fand, war die Schritt für Schritt Struktur der Hinführung zu den Argumenten der Autorin. Der Aufbau war an sich recht typisch für einen Ratgeber zur Persönlichkeitsentwicklung, mir hat das aber durchaus geholfen, das Buch schnell zu beenden.

Der eigentliche Fließtext wurde immer wieder durch persönliche Erfahrungen, Beispiele, Infoblöcke und praktische Übungen unterbrochen, was meinen Lesefluss sehr hoch gehalten hat. Da man sich so nicht bloß von den Informationen berieseln lassen muss, sondern die Möglichkeit hat, das Gelesene direkt zu reflektieren und praktisch anzuwenden kam bei mir keine Langeweile auf, was ich insbesondere bei Ratgebern immer als sehr positiv wahrnehme.

Was ich ein wenig übertrieben fand, war dann allerdings die ständige Betonung der Tatsache, dass das eigene Mindset und die Gedankenrichtung die Determinanten für Erfolg oder Misserfolg wären. Ich persönlich halte recht wenig von der doch ziemlich schlichten Ansicht, dass man nur an den eigenen Erfolg glauben müsse, um ihn auch tatsächlich zu haben – was sicherlich im Extremum nicht unbedingt die beabsichtigte Aussage dieses Buches sein soll, in meinen Augen aber doch so viel Platz hier eingenommen hat, dass der sonst eigentlich sehr gelungene Ratgeber für mich doch einen nicht ganz so günstigen Beigeschmack hatte.


Fazit
Auch wenn ich den sehr optimistischen Ton dieses Ratgebers zeitweise ein wenig over the top fand, haben mir die Ansätze und Denkanstöße zu einer neuen Herangehensweise an persönliches Wachstum gut gefallen. Eine neu definierte Komfortzone ist daher auf jeden Fall einen zweiten Gedanken wert – und das ist dem Buch meiner Meinung nach insgesamt gut gelungen.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 21.01.2024

Niedliche Slow Burn Romanze für zwischendurch

See You Yesterday
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Worum geht’s?
Für Barrett kann das erste Semester am College gar nicht früh genug beginnen, damit sie endlich ihre Highschoolzeit hinter sich lassen kann. Als ihr erster Tag dann aber in einer vollkommenen ...

Worum geht’s?
Für Barrett kann das erste Semester am College gar nicht früh genug beginnen, damit sie endlich ihre Highschoolzeit hinter sich lassen kann. Als ihr erster Tag dann aber in einer vollkommenen Katastrophe endet, befürchtet sie schon das schlimmste – bis sie am nächsten Morgen einer weiteren Katastrophe ins Auge blicken und ihren furchtbaren ersten Tag noch einmal erleben muss. Und noch einmal. Und noch einmal. Und noch einmal.


Meine Meinung
Eigentlich bin ich ja schon seit längerer Zeit kein besonders großer Fan von Geschichten mit Zeitreise- oder Zeitschleifenthematik – aber bei diesem Buch wurde ich so positiv überrascht, dass ich diese Einstellung vermutlich noch einmal überdenken sollte.

Was mir sehr gut gefallen hat, war tatsächlich das langsame Tempo, in dem sich die Beziehung der beiden Protagonisten entwickelt hat. Barrett und Miles muss man einfach gernhaben, auch wenn sie auf den ersten Blick wirklich so gegensätzlich sind, dass man der Geschichte der beiden kaum ein Happy End zutrauen würde.

Auch die Atmosphäre mochte ich sehr gerne, denn der Klappentext trifft es mit der Beschreibung „perfekt für die cozy Jahreszeit“ wirklich ganz genau. Dadurch, dass das Gleichgewicht zwischen witzigen und dann auch wieder tiefgründigeren Szenen hier wirklich gut gehalten wurde, hatte ich beim Lesen nie das Gefühl, mich allzu sehr konzentrieren zu müssen, um nicht irgendetwas zu verpassen – was ich zur Abwechslung sehr angenehm fand. Darüber hinaus lernt man so natürlich auch die Charaktere wesentlich besser kennen, was aber ebenfalls nicht in einem Infodump endete und somit zu keinen unnötigen Längen geführt hat.

Sehr spannend war natürlich auch die Zeitschleife, deren Funktionsweise und Zusammenhänge sich mir aber ehrlich gesagt bis zum Schluss nicht so ganz erschlossen haben. Meinem Lesespaß hat das allerdings keinen Abbruch getan, denn die übrigen Teile der Handlung haben definitiv kleine Verständnisschwierigkeiten kompensiert und das Buch zu einem sehr angenehmen Leseerlebnis für mich gemacht.


Fazit
Auch wenn die Logistik hinter der Zeitschleife für mich noch immer nicht ganz klar ist, hat mir die Geschichte um Barrett und Miles wirklich gut gefallen. Die Figuren und die Atmosphäre machen das Buch wirklich zu einer perfekten Lektüre für gemütliche Lesestunden, die die Zeit wahnsinnig schnell verfliegen lassen.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.01.2024

Interessantes Konzept mit etwas schwammiger Umsetzung

Familie am Tisch
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Meine Meinung
Sich mit dem Thema Esskultur auseinanderzusetzten wäre mir selbst tatsächlich gar nicht aktiv eingefallen, weshalb ich sehr gespannt darauf war, was dieses Buch eigentlich vermitteln wollte. ...

Meine Meinung
Sich mit dem Thema Esskultur auseinanderzusetzten wäre mir selbst tatsächlich gar nicht aktiv eingefallen, weshalb ich sehr gespannt darauf war, was dieses Buch eigentlich vermitteln wollte. Von der Umsetzung bin ich jetzt im Nachhinein leider nicht ganz so überzeugt, interessante Ansätze, die zum Nachdenken anregen gab es allerdings trotzdem zur Genüge.

Die grobe Struktur des Buches unterteilt sich in lediglich drei Abschnitte, was in meinen Augen irgendwie etwas zu weit gefasst war. Generell hatte ich den Eindruck, dass das Buch nicht alle Gedankengänge zu Ende geführt hat, sondern eher als Teaser für die Kurse der Autorin dienen sollte – was als Werbemittel an sich zwar legitim ist, mir persönlich aber inhaltlich etwas zu unkonkret war.

Gut gefallen haben mir die Denkanstöße an sich aber trotzdem, denn zumindest das Überdenken eigener Verhaltensmuster, die man ansonsten gar nicht hinterfragt hätte halte ich persönlich für wichtig. Ein paar mehr praktische Handlungsvorschläge und Beispiele wären meiner Meinung nach allerdings wünschenswert gewesen, um dem Buch etwas mehr Substanz und eine weniger vage Umsetzung zu geben.


Fazit
Auch wenn ich die Umsetzung nicht zu einhundert Prozent überzeugend fand, waren die Anregungen und Denkanstöße durchaus interessant und dazu geeignet, um eigene Verhaltensmuster zu reflektieren. Da Familien aber ohnehin sehr individuell sind, ist es meiner Meinung nach sinnvoller, diesen Ratgeber als Ausgangspunkt zu nehmen und eigene Lösungen zu entwickeln und nicht zu versuchen, sich eins zu eins an den Empfehlungen der Autorin entlang zu hangeln.

Von mir gibt es dafür knappe vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 19.01.2024

Persönlichkeitsentwicklung mit kleinen Schwächen

Der Weg zum BESTEN ICH
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Meine Meinung
Dass man in Zeiten von allgegenwärtiger Selbstoptimierung nie sein volles Potenzial auszuschöpfen scheint, ist mittlerweile ja nichts Neues mehr. Was ich an diesem Buch aber trotzdem spannend ...

Meine Meinung
Dass man in Zeiten von allgegenwärtiger Selbstoptimierung nie sein volles Potenzial auszuschöpfen scheint, ist mittlerweile ja nichts Neues mehr. Was ich an diesem Buch aber trotzdem spannend fand, waren die angepriesenen zehn Schritte, die zu deutlich mehr Erfolg verhelfen sollen.

Interessant gemacht war auf jeden Fall der Charisma-Test, den man als Bestandsaufnahme vor der Lektüre des Buches machen sollte. Hier gibt es keine Verständnisschwierigkeiten oder unnötige Komplikationen, was die Handhabung sehr einfach gemacht hat.

Auch die Struktur des Buches fand ich schön übersichtlich und klar, sodass man sich an den einzelnen Kapiteln entlang hangeln konnte, ohne irgendwo hängen zu bleiben. Die immer wieder eingestreuten Beispiele haben die Textteile aufgelockert und die angesprochenen Punkte verdeutlicht, was dem Erkenntnisgewinn in meinen Augen immer sehr zuträglich ist.

Ein wenig kritisch sehe aber tatsächlich auch ich die Punkte, die das eigene Aussehen mit Erfolg verknüpfen. Bezüglich des eigenen Auftretens würde ich den Argumentationen der Autorin zwar folgen, Attraktivität als Strategie zu predigen hat meiner Meinung nach aber nur einen sehr eingeschränkten Empfehlungswert und darüber hinaus auch wenig mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun, was ja das eigentliche Thema des Buches ist.


Fazit
Auch wenn ich nicht allen Argumentationen der Autorin zu einhundert Prozent folgen würde, finde ich die Struktur und die Ansätze dieses Buches durchaus gelungen. Ein besonders hilfreiches Tool war hierbei auf jeden Fall der Test zu Beginn der Lektüre, der meiner Meinung nach ein guter Startpunkt ist, um sich nach diesem Buch noch weiter mit der Thematik zu befassen.

Von mir gibt es dafür knappe vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 19.01.2024

Spannende Biographie

Eine Blume ohne Wurzeln
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Meine Meinung:
Normalerweise kann ich mich eher selten dazu motivieren, Biographien zu lesen. Es gibt zwar sicherlich eine Menge spannender Personen, deren Lebensgeschichten interessant zu verfolgen sind, ...

Meine Meinung:
Normalerweise kann ich mich eher selten dazu motivieren, Biographien zu lesen. Es gibt zwar sicherlich eine Menge spannender Personen, deren Lebensgeschichten interessant zu verfolgen sind, ich persönlich tendiere aber eher zu fiktionalen Geschichten und tauche in andere Welten ab, als mich freiwillig mit Biographien zu beschäftigen.

Was mich an diesem Buch aber trotzdem angesprochen hat, war tatsächlich der Klappentext. Nada Chekh kannte ich bisher noch überhaupt nicht, thematisch wurde aber schon vor dem eigentlichen Lesen so viel aufgemacht, dass ich dem Buch eine Chance geben wollte.

Grundsätzlich fand ich die Lebensgeschichte der Autorin sehr spannend zu verfolgen, vor allem wenn man sich auf die übergeordneten Themen fokussiert. Die einzelnen Episoden und Anekdoten, die sie anführt kamen mir teils ein wenig wahllos eingestreut und wenig strukturiert vor, das Gesamtgefühl von innerer Zerrissenheit, dem Wunsch nach Zugehörigkeit und gleichzeitiger Emanzipation kam so in meinen Augen aber wirklich gut zur Geltung, weshalb die Kombination aus persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Um- bzw. Missständen für mich sehr gut funktioniert hat.


Fazit:
Auch wenn diese Biographie in meinen Augen nicht unbedingt einer klaren Struktur folgte, war sie inhaltlich interessant und definitiv lesenswert. Dabei muss man selber keinen Bezug zu arabischen Communities haben, um die Probleme und Entwicklungen nachvollziehen zu können, was das Buch meiner Meinung nach sehr zugänglich und zu einer wirklich empfehlenswerten Lektüre, vor allem zum Thema Emanzipation macht.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.