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Veröffentlicht am 02.10.2017

Wer ist die Schlange von Essex?

Die Schlange von Essex
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Das Buch "Die Schlange von Essex" besticht schon auf den ersten Blick durch sein außergewöhnliches Cover.Die gezeichnete Schlange mit den Pflanzen in Gelb/Grün gehalten gefällt mir ausgesprochen gut. ...

Das Buch "Die Schlange von Essex" besticht schon auf den ersten Blick durch sein außergewöhnliches Cover.Die gezeichnete Schlange mit den Pflanzen in Gelb/Grün gehalten gefällt mir ausgesprochen gut. Wobei die Farbgebung grün für Hoffnung oder Natur steht und Gelb für Falschheit steht. ( Für mich zumindest).

Die Hauptprotagonistin Cora, frisch verwitwet, genießt ihre Freiheiten, die sie in ihrer von Gewalt und Unterdrückung Ehe nicht hatte. Ihre Angestellte und gleichzeitig mütterliche Freundin Martha unterstützt sie auch in der Versorgung des Sohnes Francis,der autistische Züge trägt.
Cora interessiert sich für naturwissenschaftliche Themen,sie sammelt Fossilien und geht den Gerüchten um die Schlange von Essex auf den Grund. Sehr ungewöhnlich für eine Frau im viktorianischen Zeitalter. Auch äußerlich nimmt sie eine Sonderstellung ein, für Frauen in dieser Zeit.

Sie lernt neue Menschen kennen,die die unterschiedlichsten Positionen einnehmen;entweder wissenschaftlich wie der Arzt Luke ,sozial wie Martha und Spencer oder religiös wie der Pastor mit Stella seiner todkranken Frau.

Hier legt die Autorin Sarah Perry leider mehr Wert auf die unterschiedlichen zwischenmenschlichen Beziehungen,als auf den Disput zwischen Wissenschaft (Darwin) ,Religion und Aberglauben.

Dies ist für mich das große Manko an dem Buch,da habe ich etwas völlig Anderes, Kontroverseres erwartet. Dazu kommen noch eine unlogische Handlungen; .z.b. kann ein kleiner Junge kein Boot alleine anheben,was später nur mit Mühen Erwachsenen gelingt.

Der Schreibstil, die Beschreibung der Personen und Orte und die persönlichen Briefe die vielen Kapiteln vorangehen gefallen mir aber wirklich sehr gut und haben mich in den Bann gezogen.

Das Buch hat eine persönliche Note,ich kann mich sehr gut in die unterschiedlichen Menschen und deren Entwicklung im Laufe des Romans, die für das Buch wichtig sind, hineinversetzen.

Das für mich sehr überraschende Ende ist auf eine besondere Art auch gelungen,obwohl ich mir eine andere Aufklärung gewünscht hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Figuren
  • Originalität
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 15.09.2017

Das Mädchen bleibt lange im Dunkeln

Das Mädchen im Dunkeln
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Das Mädchen im Dunkeln von Jenny Blackhurst besticht zunächst direkt durch ein wirklich sehr schön gestaltetes Cover. Es ist silbrig glänzend mit glitzerndern pink/rosa Schmetterlingen und erinnert mich ...

Das Mädchen im Dunkeln von Jenny Blackhurst besticht zunächst direkt durch ein wirklich sehr schön gestaltetes Cover. Es ist silbrig glänzend mit glitzerndern pink/rosa Schmetterlingen und erinnert mich eher an einen Liebesroman als an einen Thriller.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Psychologin Dr. Karen Browning und ihre 2 Freundinnen seit Kindertagen, Eleanor und Bea. Zunächst scheint alles in bester Ordnung zu sein,bis eine neue Patientin Jessica bei Karen auftaucht und diese in Gewissenskonflikte kommt.Sie bringt Dinge mit ihren Freundinnen in Verbindung,aber das Arztgeheimnis hindert sie es weiter zu erzählen oder andere Schritte zu unternehmen.

Dazu erfährt der Leser immer mehr geheime,dunkele Seiten der drei Freundinnen.Immer mehr psychische Probleme und Hintergründe tauchen auf, die vorher nicht erwartet wurden.

Der Thriller ist sehr flüssig geschrieben mit einem großen Spannungsbogen ,der sehr lange anhält und zum Schluss des Buches für einige Überraschungen sorgt. Anfang und Mittelteil haben mich wirklich überzeugt,nur das Ende fand ich recht konstruiert und zu kurz.Es wurden schnell zu viele Wendungen und Informationen auf die Seiten gepackt ,das wirkte etwas gehetzt auf mich im Gegensatz zu den ersten Romanteilen.

Insgesamt hat mir der Thriller doch gut gefallen,ich vergebe 4 Sterne dafür.

Veröffentlicht am 11.09.2017

Spannender Thriller von Katzenbach

Die Grausamen
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Der Thriller Die Grausamen von John Katzenbach besticht schon durch das Cover. Besonders,wenn man es im Dunkeln neben dem Bett liegen hat. Ein floreszendierendes Spinnennetz sieht dann schon recht gruselig ...

Der Thriller Die Grausamen von John Katzenbach besticht schon durch das Cover. Besonders,wenn man es im Dunkeln neben dem Bett liegen hat. Ein floreszendierendes Spinnennetz sieht dann schon recht gruselig aus.
Die Ermittler sind zwei gescheiterte Existenzen: Gabriel ein Alkoholiker der immer noch Probleme mit einer Familientragödie aus seiner Vergangenheit hat; und dazu Martha,die versehentlich ihren Kollegen erschossen hat. Beide werden vom Chef quasi aufs Abstellgleis geschoben,indem sie alte Fälle "Cold Cases" bearbeiten sollen.
Aber dort entdecken sie Ungereimtheiten in einem 20 Jahre alten Vermisstenfall eines Mädchens. Dazu noch Verbindungen mit anderen Mordfällen aus diesem Zeitraum.

Plötzlich werden beide Ermittler bedroht ,als sie den bisher unentdeckten Spuren nachgehen.

Das Buch zieht den Leser schnell in seinen Bann,hat mich direkt gepackt mit den zahlreichen psychologischen Hintergründen und Erklärungen. Das überraschende Ende gefiel mir auch gut,nur etwas zuviel des Guten und doch recht verworren. Daher nur 4 Sterne.

Veröffentlicht am 11.09.2017

Tiefsinniger Roman

Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen
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Der Roman "gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen" von Abbi Waxman besticht zunächst sehr durch sein wirklich schönes Cover,das sehr gut zu einem Liebes- und Gartenroman passt. Die Hauptprotagonistin Lilian ...

Der Roman "gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen" von Abbi Waxman besticht zunächst sehr durch sein wirklich schönes Cover,das sehr gut zu einem Liebes- und Gartenroman passt. Die Hauptprotagonistin Lilian seit 3 Jahren verwitwet,lebt gemeinsam mit ihren 2 Mädchen Anabell und Claire . Im Auftrag ihrer Firma soll sie ein Gartenbuch illustrieren und dazu einen Gärtnerkurs belegen. In diesem Kurs treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander,er bildet sozusagen den Rahmen für den restlichen Roman. Lilian führt sehr tiefsinnige Gespräche mit ihrer Thearpeutin und auch mit ihrer Schwester,die ihr sehr nahe steht. Die Mutter bidlet den Kontrapunkt,als ehemaliges Model stänkert sie über jeden und tritt in Fettnäpfchen ohne es zu merken.

Im Laufe des Roman lernt Lilian sich aus ihrer Trauer zu befreien und sich anderen Menschen wieder zu öffnen.Liebesgeschichten bahnen sich an. Besonders schön sind die Dialoge der Kinder die ein Highlight des Romans sind.

Negativ empfinde ich Übersetzungsfehler und teilweise drifftet der Sprachgebrauch zu sehr unelegant ab.Einiges ist auch sehr unrealistisch zum Beispiel wächst das Gemüse alles gleichzeitig in 6 Wochen.

Veröffentlicht am 07.09.2017

Kein typischer Krimi

Eine von uns
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In dem Roman beschreibt Harriet Cummings eine, oberflächlich betrachtet , sehr idyllische Dorfgemeinschaft. Aber wenn man hinter die Fassaden der Gesichter schaut, ist jeder Bewohner mit anderen Problemen ...

In dem Roman beschreibt Harriet Cummings eine, oberflächlich betrachtet , sehr idyllische Dorfgemeinschaft. Aber wenn man hinter die Fassaden der Gesichter schaut, ist jeder Bewohner mit anderen Problemen konfrontiert.

Der "Fox" geht 1984 um im britischen Dorf, er stiehlt nicht, er schaut sich nur um in den Häusern verändert Kleingikeiten in den Häusern und beobachtet bis eine Bewohnerin plötzlich spurlos verschwindet. Warum Anne,die immer freundlich,zurückhaltend ,und immer hilfbereit zu allen ist? Der Dorfpolizist Brian bekommt Verstärkung,aber zunächst scheint in dem Fall keine Lösung in Sicht. Im Dorf verdächtigt nun jeder jeden .

Der Leser bekommt Einblicke in das Dorfleben und lernt die Bewohner näher kennen,damit also auch ihre Schwächen und Macken. Stille Wasser sind tief wird ja gesagt und hier in dem Dorf trifft dies auch zu.

Am Interessantesten finde ich,dass das Buch auf eine wirkliche Begebenheit aufbaut. Richtig spannend fand ich es nicht ,aber eine gute Geschichte mit ein wenig britischem Humor gespickt,dazu sind die Charakterdarstellungen der Dorfbewohner gut gelungen.