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Veröffentlicht am 15.04.2024

Lottes Leben

Schicksalsjahre. Die Frauen vom Neumarkt
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Lotte liebt den jungen, jüdischen Künstler Leo, doch zu Zeiten des Nationalsozialismus dürfen sie diese Liebe nicht öffentlich leben.
Während Lotte Leo aus den Augen verliert , hageln die Bomben auf Dresden ...

Lotte liebt den jungen, jüdischen Künstler Leo, doch zu Zeiten des Nationalsozialismus dürfen sie diese Liebe nicht öffentlich leben.
Während Lotte Leo aus den Augen verliert , hageln die Bomben auf Dresden herab und zerstören alles was Lotte daran liebt.
Einige Jahre später, als sie bei der Enttrümmerung hilft, trifft Lotte auf Jakob. Dieser ist lebensmüde und will nicht mehr, doch Lotte lässt ihn nicht zur Ruhe kommen und reißt ihn mit.
Hannah, die viele Jahrzehnte später bei Arbeiten an der Frauenkirche auf ein Foto ihrer Großmutter stößt, fängt an in ihrer eigenen Geschichte zu graben und erfährt dabei Erstaunliches.

Dieser historische Roman von Julie Heiland erzählt überwiegend das Leben von Lotte im Dresden zur Zeit des zweiten Weltkriegs und danach.
Aber auch über deren Tochter Marlene und die Enkeltochter Hannah erfährt man so manches.
Dramatisch wird die Judenverfolgung und der Bombenhagel auf Dresden geschildert. Bilder die einen jungen Menschen sein Leben lang begleiten.
Entsetzt war ich über das Regime in der jungen DDR. Während die Menschen im Westteil des Landes am Aufbau arbeiteten und es ihnen recht schnell besser ging, gab es für die Menschen im Osten fast eine Verlängerung der Kriegszeiten.
Überwachung, Willkür, Armut und Elend waren auch weiterhin der Begleiter vieler Menschen dort.
Das Buch beschriebt die Verhältnisse sehr gut.
Was ich mir besser gewünscht hätte, wäre das Zusammenspiel der Handlungen in der Gegenwart und der Vergangenheit. Das hätte man noch besser auf einander abstimmen können. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau, denn trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten und mir Lottes Situation gut vor Augen geführt.
Ein spannender, historischer Roman mit starken Frauenfiguren.

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Veröffentlicht am 28.01.2024

Zwei wirklich freche Kinder

Petronella Apfelmus - Schnattergans und Hexenhaus
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Lea und Luis machen mit ihren Eltern Urlaub auf dem Bauernhof. So weit weg von Petronella sind sie froh, dass diese ihnen etwas gibt, mit dem sie in Kontakt zu ihrer Kusine vor Ort treten können.
Und dann ...

Lea und Luis machen mit ihren Eltern Urlaub auf dem Bauernhof. So weit weg von Petronella sind sie froh, dass diese ihnen etwas gibt, mit dem sie in Kontakt zu ihrer Kusine vor Ort treten können.
Und dann haben sie Hilfe bitter nötig, denn in der Nachbarwohnung leben zwei unbelehrbare freche Kinder, denen kein Streich zu gefährlich ist.

Das Cover zeigt meines Erachtens nach dieses Mal nicht viel zum Thema.
Die Geschichte an sich ist aber wieder sehr kindgerecht erzählt und liebevoll vertont. Es wird aufgezeigt wie blöd und gefährlich Streiche sein können. Da regen sich sogar die Kinder drüber auf, wenn sie es hören. Sogar Kindergartenkinder wissen schon das man im Wald kein Feuer machen darf.

Und alle sind wieder mit von der Partie, die Zwillinge, Petronella, Mutter und Vater Kuchenbrand, die Apfelmännchen, Luzius der Hirschkäfer und ganz neu Petronellas Kusine und der Gartenzwerg.

Wieder ein schönes Hörerlebnis für Kinder ab 4 Jahren.

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Veröffentlicht am 15.01.2024

So wie ich bin bin ich richtig

Ich bin genug
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Schon das Cover des quadratischen Kinderbuchs zeigt auf was Sache ist. Weißer Hintergrund und ein Kinderkopf davor. Das ist genug. Ich denke es ist ein Kinderbildnis der Illustratorin, das den Betrachter ...

Schon das Cover des quadratischen Kinderbuchs zeigt auf was Sache ist. Weißer Hintergrund und ein Kinderkopf davor. Das ist genug. Ich denke es ist ein Kinderbildnis der Illustratorin, das den Betrachter hier genug ist.

Die Illustrationen im Buch begleiten den Text sehr gut. der Hintergrund ist minimalistisch und eher nur schwach farbig angedeutet, wie von einem Bleistift mit wenig Druck gemalt. Das Wesentliche ist die schriftliche Aussage und das erklärende Bild der Kinder, die farblich hervorgehoben werden.

Die Kernaussage des Buches, das man in allem steckt und das das Aussehen eines Menschen nichts über seinen Wert aussagt, steckt in jeder der Doppelseiten. Das ist genug.

Vielleicht verstehen Kinder ab 4 Jahren noch nicht alles, was darin gesagt wird, aber das es egal ist wie sie aussehen oder woher sie kommen, das sie einfach so wie sie sind genug sind, gibt ihnen auf jeden Fall ein gutes Gefühl, während sie sich ihren Platz in der Welt suchen.

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Veröffentlicht am 09.01.2024

Spannende Geschichte, um eine junge Mutter

Weil du meine Tochter bist
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Viv , Tochter aus gut katholischem Hause, fällt in Ungnade, da sie von einem Juden jung schwanger wird.
Die Eltern bestimmen ihr Leben und das ihrer kleinen Tochter.
Als diese während des Krieges aufs ...

Viv , Tochter aus gut katholischem Hause, fällt in Ungnade, da sie von einem Juden jung schwanger wird.
Die Eltern bestimmen ihr Leben und das ihrer kleinen Tochter.
Als diese während des Krieges aufs Land verschickt wird schwimmt sich Viv frei und versucht sich als Postbotin durchzuschlagen und ein Heim für die kleine Maggie aufzubauen. Doch dann geschieht das Unfassbare

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Auch ohne einen Oberkörper zu sehen, ist einem sofort klar das es sich um ein kleines Mädchen handelt das eine große Reise antritt.

Ich kannte schon das Buch Der letzte Tanz der Debütantin von Julia Kelly. Das war mir schon eine vier Sternebewertung wert. Ich muss aber sagen, das mich dieses Buch noch mehr mitnahm und begeisterte.

Viv wirkt zu Beginn sehr fremdbestimmt. Sie hat ihrer herrischen ,streng katholischen Mutter in keinster Form etwas entgegen zu setzen. Auch der Vater hat sich dieser Frau unterzuordnen.
In meinen Augen ein sehr böser Charakter, diese Frau. Verbohrt bis ins Letzte. Ihr ist nur wichtig was die anderen von ihr denken, egal was ihre Familie aushalten muss, um den Schein zu wahren.

Vivs Schwester kann ich schlecht einschätzen. Sie hält in gewisser Weise zu Viv, aber in der größten Not lässt sie sie, meines Erachtens nach, im Stich und versucht immer noch an der Ursprungsfamilie festzuhalten, obwohl sie sich eigentlich auch schon von ihrem Joch befreit zu haben scheint.

Joshua ist Musiker und jung. Er will noch was erleben und das große Geld und eine Karriere locken natürlich sehr. Umso erstaunter war ich als er sich auf seine Wurzeln besinnt und versucht um sein Glück zu kämpfen.

Die Geschichte um die fünfjährige Maggie könnte dramatischer nicht sein. So wird versucht das kleine Mädchen der Mutter zu entfremden und Viv steht zunächst auf verlorenem Posten mit ihren Ängsten und Sorgen ganz alleine.

Hier kommt der Zufall ins Spiel, der die familiären Verhältnisse aufmischt, und für Viv eine gewisse Ruhe in ihren Alltag bringt.

Die kurzen Einblendungen über die Zeit vor Beginn der ersten Szene im Buch hätte ich nicht gebraucht. Mir war durch die Schilderungen zu Beginn schon recht klar wie das mit Viv und ihrer Beziehung zu Joshua startete. Im Verlauf des Buchs hat es nicht so ganz reingepasst, da es auch nicht in direktem Bezug zu dem Rest des Kapitels stand.

Das ist aber nur ein winziger Punkt, den man verbessern könnte. Ansonsten hat mich das Buch begeistert und sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 01.01.2024

Wenn der Nachwuchs flügge wird

Die Ältern
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Nach Pubertier habe ich nun Die Ältern gehört und muss sagen es war wieder ein wahrer Hörgenuss, diese fast 3 Stunden, eingelesen vom Autor selbst.
Witzig fand ich auch, das die Lesung immer mal wieder ...

Nach Pubertier habe ich nun Die Ältern gehört und muss sagen es war wieder ein wahrer Hörgenuss, diese fast 3 Stunden, eingelesen vom Autor selbst.
Witzig fand ich auch, das die Lesung immer mal wieder unterbrochen wurde und man das Gefühl bekam mit im Aufnahmestudio zu sein.

Da mein Pubertier noch nicht aus dem Haus ist und auch noch keine Anstalten dazu macht, wollte ich gerne hören, wie es Jan Weiler mit seinen Beiden da so ergangen ist.

Es war beruhigend zu hören, wie es sein kann und das auch andere Eltern sich so ihre Gedanken machen.
Ich musste sehr über die Joghurtstory lachen, denn solche Aktionen laufen bei uns auch und irgendwie will es nie jemand gewesen sein.
Das sie dann aber in die Stadt in getrennte Wohnungen ziehen hat mich doch etwas geschockt. Sowas kann sich Otto normal Verdiener nicht einfach mal so leisten.

Alles in allem hat mich das humorvolle Buch aber wieder gut unterhalten.

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