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Veröffentlicht am 29.01.2024

Im Jenseits

Die sieben Monde des Maali Almeida
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Es herrscht Bürgerkrieg in Sri Lanka und unter dessen Toten befindet sich auch Maali Almeida. Er findet sich verwirrt und ahnungslos im Jenseits wieder. Unwissend darüber wie er gestorben ist, hat er ...


Es herrscht Bürgerkrieg in Sri Lanka und unter dessen Toten befindet sich auch Maali Almeida. Er findet sich verwirrt und ahnungslos im Jenseits wieder. Unwissend darüber wie er gestorben ist, hat er sieben Tage Zeit um den Grund dafür in Erfahrung zu bringen. Gar nicht so einfach in einer von Krieg, Verbrechen und Armut geprägten Welt.


Ich habe das Leseerlebnis sehr genossen, das Buch ist wirklich einzigartig. Nicht nur die Thematik, sondern auch die Herangehensweise gelingt Shehan Karunatilaka äußerst gut. Auch sein Schreibstil liest sich sehr schön und flüssig. Insbesondere seine Charaktere und das Nahebringen deren Gefühle gestaltet der Autor faszinierend. Ich finde es besonders interessant, wie der Roman etwas so Emotionales und Schwermütiges thematisiert und es trotzdem schafft das in den Kontext des Bürgerkrieges zu setzen. Ich hatte mich bis dato kaum tiefer mit dem Land Sri Lanka und dessen Geschichte beschäftigt und konnte durch den Roman einiges an Wissen dazu gewinnen, was das Buch um so wertvoller für mich gemacht hat. Jederzeit würde ich das Buch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Ergreifender Roman!

Die Hoffnung der Chani Kaufman
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Das Buch folgt zwei Frauen, welche beide mehr oder minder Teil der jüdisch-orthodoxen Gemeinde sind. Vorwiegend begleitet man Chani, die Protagonistin von Eve Harris erstem Roman "Die Hochzeit der Chani ...

Das Buch folgt zwei Frauen, welche beide mehr oder minder Teil der jüdisch-orthodoxen Gemeinde sind. Vorwiegend begleitet man Chani, die Protagonistin von Eve Harris erstem Roman "Die Hochzeit der Chani Kaufmann". Chani und ihr Mann Baruch versuchen, nach den Ereignissen des ersten Bandes, nun eine Familie zu gründen. Hierbei stehen die beiden immer wieder vor Hindernissen, welche nicht zu letzt in den Vorschriften der strenggläubigen Gemeinde begründet sind. Auf der Kehrseite erzählt die Autorin die Geschichte von Rivka, einer in Trennung lebende Frau, welche sich von der Gemeinde gelöst hat, und ihre eigene Identität sucht.

Der Roman hat mich wirklich gut gefallen. Man bekommt Einblicke in die Strukturen und Regeln eines Lebens in der jüdisch-orthodoxen Gemeinschaft. Man erlernt viele, für mich neue, Begrifflichkeiten und Gebräuche. Oft hat mich der Roman, aber auch bestürzt und bewegt, da man mit den Charakteren mitfühlt und deren Hilflosigkeit, bei mir als Leser, ebenso Frustration und Wut hervorgerufen hat.

Für mich ist das Buch eine klare Leseempfehlung, vor allem wenn man sich für die Thematik des orthodoxen Judentums interessiert.

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Veröffentlicht am 05.01.2024

Familiengeheimnisse auf Kuba

Die vermisste Tochter
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Der zweite Band der „Die vermisste Tochter“ Saga von Soraya Lane folgt auch dieses Mal wieder zwei Liebesgeschichten und ihren Protagonistinnen auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen, Zukunft und Vergangenheit. ...

Der zweite Band der „Die vermisste Tochter“ Saga von Soraya Lane folgt auch dieses Mal wieder zwei Liebesgeschichten und ihren Protagonistinnen auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen, Zukunft und Vergangenheit. In der Gegenwart erhält Claudia unerwartet ein Erbstück, welches mit dem Namen ihrer Großmutter beschriftet ist. Auf der Suche nach Antworten reist Claudia nach Kuba und muss sich den Geheimnissen ihrer Familie stellen.

Wieder eine toller Roman von Soraya Lane. Wie schon im ersten Band schafft sie es geschickt, die beiden Geschichten miteinander zu verweben. Auf keiner Zeitebene kommt die Romantik zu kurz. Der Story lässt sich trotz der Zeitsprünge und unterschiedlichen Charaktere leicht folgen. Jeder Protagonist zeichnet sich doch einzigartige und liebenswürdige Eigenschaften aus, so dass man schnell eine Bindung zu ihnen aufbaut. Dieser Band hat mir besonders auf Grund seines tollen Settings gefallen. Das Kuba der 1950 Jahre finde ich sehr interessant beschrieben und man bekommt sofort ein nostalgisches Gefühl, wenn man Kapitel aus jener Zeit liest. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Unbestechlichkeit

Die Unbestechliche
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Der Roman „Die Unbestechliche“ folgt einer jungen Frau namens Alice in den 70er Jahren Deutschlands, die versucht in der männerdominierten Welt des Journalismus Fuß zu fassen. Schon früh zeigt sich Alice ...

Der Roman „Die Unbestechliche“ folgt einer jungen Frau namens Alice in den 70er Jahren Deutschlands, die versucht in der männerdominierten Welt des Journalismus Fuß zu fassen. Schon früh zeigt sich Alice Liebe für Nachrichtenerstattung und Zeitungen und ebnet damit den Weg für eine solche Karriere. Dabei stößt Alice häufig auf Widerstand. In einer Welt, in der die Rolle der Frau ganz klar definiert ist und gesellschaftliche Normen Grenzen setzen, findet sich Alice ständig vor neuen Herausforderungen.

Ich habe mir zunächst schwer getan mich in den Roman einzulesen. Die Charaktere und das Setting waren für mich schwer greifbar. Wenn man jedoch den ersten Teil des Buches gelesen hat, findet man sich plötzlich leicht in Alice Welt ein und der Roman sowie Alice Geschichte lassen einen nicht mehr los. Dazu beigetragen haben für mich vor allem die vielen zeitgeschichtlichen Informationen, die einem als Leser stetig neues Wissen vermitteln und einem helfen ein Verständnis für Alice Leben und den dessen Umstände zu bekommen. Insgesamt finde ich das Buch sehr gelungen und interessant. Ich würde es trotz eines schweren Starts jederzeit empfehlen.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Auf der Suche nach Stabilität

Die Einladung
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Aus Angst vor ihren Altlasten, flüchtet Alex aus der Stadt. Im Sommerhaus von Simon, einem wohlhabenden Mann mittleren Alters, findet sie Unterschlupf. In einer Blase aus Sorglosigkeit und Langweile plant ...

Aus Angst vor ihren Altlasten, flüchtet Alex aus der Stadt. Im Sommerhaus von Simon, einem wohlhabenden Mann mittleren Alters, findet sie Unterschlupf. In einer Blase aus Sorglosigkeit und Langweile plant Alex zu verweilen und ihre Probleme aus dem alten Leben zu ignorieren. Sie sucht Sicherheit in der Monotonie des Lebens mit Simon. Hierfür muss sie nur die Rolle annehmen, die dieser für sie vorsieht, dessen Grenzen nicht übertreten. Als Alex kurz aus ihrer Rolle tritt, bitte Simon sie zu gehen. Doch Alex ist noch nicht bereit ihre gerade gewonnene Stabilität loszulassen. Stattdessen hofft sie auf Versöhnung und hinterlässt auf dem Weg dahin eine Welle des Chaos.

Das Buch ist gleichermaßen leicht und schwierig zu lesen. Man sympathisiert mit Alex trotz deren Egoismus, tut sich aber schwer sie zu bemitleiden. An vielen Stellen wirkt sie kalt und empathielos, in anderen, scheinbar bedeutlosen, Momenten ist sie jedoch überraschend warmherzig und gewissenhaft. Es fällt einem leicht ihre Motive zu verstehen: ihren Überlebenskampf, den Stress noch eine weitere Nacht zu überstehen oder auch ihre selbst entworfene Rettungsleine in Form einer Party am Ende der Woche. Alex Intelligenz und ihre Fähigkeit immer weiter zu machen, eine neue Lösung zu finden, sind beeindruckend. Dennoch übergeht Alex alles und jeden, um ihrem Ziel näher zu kommen, mit einer beängstigenden Kaltherzigkeit. Belügt sich und andere, und baut darauf, dass für die anderen schon alles gut werden wird. Sie geht stets davon aus, dass eine emotional Instabilität einzig ihr Problem sei während die anderen ein derart privilegiertes Leben führen, dass Alex Handlungen keine Spuren hinterlassen können. Das Buch hat mich nachhaltig beschäftigt, auch wenn ich das während des Lesens nicht gedacht hätte. Ich hätte gerne einen Einblick in Alex vorheriges Leben, um zu begreifen wo deren Stumpfheit herrührt.

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