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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.02.2024

Schockierend

Trophäe
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Der Roman "Trophäe" von Gaea Schoeters folgt dem reichen US-Amerikaner Hunter White auf seiner Reise durch ein unbenanntes afrikanisches Land, um dort während einer Trophäenjagd ein Spitzmaulnashorn zu ...

Der Roman "Trophäe" von Gaea Schoeters folgt dem reichen US-Amerikaner Hunter White auf seiner Reise durch ein unbenanntes afrikanisches Land, um dort während einer Trophäenjagd ein Spitzmaulnashorn zu schießen. Geführt durch seinen Jagdleiter und Freund Van Heeren, möchte Hunter damit die Big Five zu komplettieren. Aber die Jagd gestaltet sich schwierig und nach einigen Misserfolgen, macht van Heeren ihm ein schockierendes Angebot, welches Hunter doch nicht so schnell vergessen kann.

Der Roman hat mich wirklich erschüttert und gleichermaßen fasziniert. Die Autorin schafft es einem ein Gefühl und Verständnis für den Protagonisten zu vermitteln, obgleich sein Verhalten objektiv betrachtet grausig, gar verstörend ist. Auch die Beschreibung der Landschaft und der Szenerie sind äußerst gelungen, man kann sich die Jagdumgebung und die dort angesiedelten Menschen einfach vorstellen.
Das Buch hat mich nachhaltig beschäftigt und auch jetzt denkt ich häufig daran. Eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.02.2024

Tolles Buch!

Demon Copperhead
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In dem Roman „Demon Copperhead“ von Barbara Kingsolver erzählt der Protagonist Demon von sich und nimmt den Leser mit auf eine Reise durch sein Leben. Schon der Start von Demons Leben gestaltet sich alles ...

In dem Roman „Demon Copperhead“ von Barbara Kingsolver erzählt der Protagonist Demon von sich und nimmt den Leser mit auf eine Reise durch sein Leben. Schon der Start von Demons Leben gestaltet sich alles andere als leicht. Die zu junge und drogenabhängige Mutter, kann dem Jungen kein Leben bieten. Der Vater ist schon verstorben. Daher findet sich Demon im Laufe seines Lebens in verschiedenen Pflegefamilien wieder. Die Armut, Gewalt und Instabilität ziehen sich dabei, wie in ein roter Faden, durch dessen Leben. Schon als Kind auf sich alleine gestellt, begleitet der Leser den Protagonisten durch die vielen Schwierigkeiten, denen er ausgesetzt ist. Der Roman orientiert sich hierbei an dem Klassiker „David Copperfield“ von Charles Dickens.

Ich habe das Buch sehr genossen. Auch wenn der Schreibstil leicht und scheinbar sorglos ist, kommt man als Leser nicht umhin, eine gewisse Schwere zu empfinden. Der Roman behandelt schwierige und leider immer noch aktuelle Themen. Man wünscht sich sehr in die Situation eingreifen zu können oder anderweitig zu helfen, ist der Ungerechtigkeit und dem Gräuel, aber ebenso als geliefert wie der Protagonist. Eine klare Leseempfehlung, denn das Buch hat nicht ohne Grund einen Pulitzer-Preis bekommen.

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Veröffentlicht am 29.01.2024

Tiefgründige Thematik, die humorvoll angegangen wird

Ein guter Plan ist die halbe Liebe
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Das Buch folgt Roxy, eine Frau in ihren Mittdreißigern, die bei einer Routineuntersuchung erfährt, dass ihr nur wenige Eizellen bleiben und damit auch die Chancen auf ein eigenes Kind schwinden. Problematisch ...

Das Buch folgt Roxy, eine Frau in ihren Mittdreißigern, die bei einer Routineuntersuchung erfährt, dass ihr nur wenige Eizellen bleiben und damit auch die Chancen auf ein eigenes Kind schwinden. Problematisch für Roxy ist nur, dass sie keinen Partner an ihrer Seite hat und veranstaltet kurzerhand ein Vorstellungsgespräch mit den drei konstanten Männern in ihrem Leben. Natürlich ohne, dass die davon wissen.

Ich finde das Buch super unterhaltsam geschrieben. Roxy ist ein witziger, schlagfertiger Charakter. Im Laufe des Romans wird klar, dass hinter Roxy mehr steckt als man oberflächlich erahnt und man erkennt, dass sie eine tiefgründige Person mit vielen Erlebnissen und Erfahrungen ist. Auch die Thematik das Buches fand ich erstaunlich interessant. Sicherheit in der Partnerschaft und im Leben, die biologische Uhr , die langsam abläuft und der Vergleich mit anderen und deren Errungenschaften, das sind alles schwierige und teilweise belastende Themen mit denen sich viele Leute auf die ein oder andere Weise identifizieren können. Der Autorin gelingt es aber auf humorvolle und liebenswürdige Weise, die Themen anzugehen. Deswegen macht das Buch im Großen und Ganzen wirklich Spaß zu lesen.

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Veröffentlicht am 29.01.2024

Im Jenseits

Die sieben Monde des Maali Almeida
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Es herrscht Bürgerkrieg in Sri Lanka und unter dessen Toten befindet sich auch Maali Almeida. Er findet sich verwirrt und ahnungslos im Jenseits wieder. Unwissend darüber wie er gestorben ist, hat er ...


Es herrscht Bürgerkrieg in Sri Lanka und unter dessen Toten befindet sich auch Maali Almeida. Er findet sich verwirrt und ahnungslos im Jenseits wieder. Unwissend darüber wie er gestorben ist, hat er sieben Tage Zeit um den Grund dafür in Erfahrung zu bringen. Gar nicht so einfach in einer von Krieg, Verbrechen und Armut geprägten Welt.


Ich habe das Leseerlebnis sehr genossen, das Buch ist wirklich einzigartig. Nicht nur die Thematik, sondern auch die Herangehensweise gelingt Shehan Karunatilaka äußerst gut. Auch sein Schreibstil liest sich sehr schön und flüssig. Insbesondere seine Charaktere und das Nahebringen deren Gefühle gestaltet der Autor faszinierend. Ich finde es besonders interessant, wie der Roman etwas so Emotionales und Schwermütiges thematisiert und es trotzdem schafft das in den Kontext des Bürgerkrieges zu setzen. Ich hatte mich bis dato kaum tiefer mit dem Land Sri Lanka und dessen Geschichte beschäftigt und konnte durch den Roman einiges an Wissen dazu gewinnen, was das Buch um so wertvoller für mich gemacht hat. Jederzeit würde ich das Buch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 22.01.2024

Ergreifender Roman!

Die Hoffnung der Chani Kaufman
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Das Buch folgt zwei Frauen, welche beide mehr oder minder Teil der jüdisch-orthodoxen Gemeinde sind. Vorwiegend begleitet man Chani, die Protagonistin von Eve Harris erstem Roman "Die Hochzeit der Chani ...

Das Buch folgt zwei Frauen, welche beide mehr oder minder Teil der jüdisch-orthodoxen Gemeinde sind. Vorwiegend begleitet man Chani, die Protagonistin von Eve Harris erstem Roman "Die Hochzeit der Chani Kaufmann". Chani und ihr Mann Baruch versuchen, nach den Ereignissen des ersten Bandes, nun eine Familie zu gründen. Hierbei stehen die beiden immer wieder vor Hindernissen, welche nicht zu letzt in den Vorschriften der strenggläubigen Gemeinde begründet sind. Auf der Kehrseite erzählt die Autorin die Geschichte von Rivka, einer in Trennung lebende Frau, welche sich von der Gemeinde gelöst hat, und ihre eigene Identität sucht.

Der Roman hat mich wirklich gut gefallen. Man bekommt Einblicke in die Strukturen und Regeln eines Lebens in der jüdisch-orthodoxen Gemeinschaft. Man erlernt viele, für mich neue, Begrifflichkeiten und Gebräuche. Oft hat mich der Roman, aber auch bestürzt und bewegt, da man mit den Charakteren mitfühlt und deren Hilflosigkeit, bei mir als Leser, ebenso Frustration und Wut hervorgerufen hat.

Für mich ist das Buch eine klare Leseempfehlung, vor allem wenn man sich für die Thematik des orthodoxen Judentums interessiert.

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