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Veröffentlicht am 23.12.2025

Das Buch hat mich zwiegespalten zurückgelassen

Winterwunderzeit
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Inhalt:
Laurel und Zach zerbrechen fast an ihrem unerfüllten Kinderwunsch und machen sich zudem immer grössere Sorgen um Laurens Grossmutter Helen, die langsam dement wird. Doch das Geld ist knapp und ...

Inhalt:
Laurel und Zach zerbrechen fast an ihrem unerfüllten Kinderwunsch und machen sich zudem immer grössere Sorgen um Laurens Grossmutter Helen, die langsam dement wird. Doch das Geld ist knapp und kurz vor den Festtagen vertrösten alle Agenturen für Haushaltshilfen die Familie auf das kommende Jahr. Doch plötzlich steht Mrs. Miracle vor der Tür, ein wahres Weihnachtswunder mit direktem Draht nach oben.

Meine Meinung:
Vor vielen Jahren habe ich unzählige Bücher von Debbie Macomber verschlungen. Vor allem die Rose Harbor-Reihe hat es mir angetan. Um so mehr habe ich mich über dieses dünne Weihnachtsbüchlein gefreut, das ich am Freitag im Brocki gefunden habe. Um mich noch einmal so richtig auf die Festtage einzustimmen, habe ich die kurzweilige Geschichte innerhalb von kürzester Zeit verschlungen. Allerdings hat mich dieser dünne Roman eher zwiegespalten zurückgelassen. Mrs. Miracle ist nämlich ein richtiger von Gott gesandter Engel und ich musste mich erst einmal auf dieses sehr religiös angehauchte Buch und seine extrem gläubigen Figuren einlassen. Dies hatte ich so gar nicht erwartet. Ausserdem wird das sehr ernste Thema der ungewollten Kinderlosigkeit in meinen Augen ein wenig gar auf die leichte Schulter genommen und ich habe mich sehr daran gestört, dass Laurel sich immer wieder unvollkommen fühlt, weil sie keine Kinder bekommen kann und auch daran, dass fast alle Figuren stets auf diesem wirklich sehr schmerzhaften Thema herumreiten.
Allerdings hat es Macomber geschafft, eine sehr kurzweilige und vor allem wahrmherzige Geschichte um diese doch ein wenig an den Haaren herbeigezogenen Themen und schrägen Figuren zu flechten und dabei sogar noch richtig viel Weihnachtsstimmung zu zaubern, was mich irgendwie beeindruckt und vor allem auch gut unterhalten hat. Das Buch bleibt definitiv nicht in meinen Regalen stehen, als kurzer Lesesnack zwischen Konzertvorbereitungen, Weihnachtseinkäufen und dem Schreiben der letzten Weihnachtskarten war es aber allemal.

Fazit:
Das Buch hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt und geht auch eher fragwürdig mit dem durchaus schmerzhaften Thema der ungewollten Kinderlosigkeit um. Allerdings hat es mich gut unterhalten und mich im Festtagstrubel ein wenig auf andere Gedanken gebracht.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Leider nicht mein Fall

Überwintern. Wenn das Leben innehält
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Inhalt:
Der Winter in der Natur dient oft dem Innehalten, der Ruhe aber auch dem Überleben von dunklen Zeiten. Katherine May nennt die Phasen im Leben, in denen wir Dunkelheit und Langsamkeit überwinden ...

Inhalt:
Der Winter in der Natur dient oft dem Innehalten, der Ruhe aber auch dem Überleben von dunklen Zeiten. Katherine May nennt die Phasen im Leben, in denen wir Dunkelheit und Langsamkeit überwinden müssen "Winter" und fügt persönliche Erlebnisse, Wintertraditionen und Lichtblicke am Horizont der Trauer und Hoffnungslosigkeit zu einem ruhigen Buch zusammen, in dem das persönliche Überwintern und das Überwintern der Flora und Fauna parallel voranschreiten.

Meine Meinung:
Von diesem Buch habe ich mir sehr viel erhofft, weil es mir schon einige Male empfohlen worden ist. Als Fan der dunklen Jahreszeit und mit grossem Interesse für winterliche Bräuche und Experimente habe ich mich voller Neugier in die Lektüre gestürzt. Die Jahreszeit hat ja ebenfalls zum Lesen eingeladen. Nur leider hat sich mir der Reiz des Buches nicht so sehr erschlossen. Vielmehr hat es mich immer wieder zutiefst gelangweilt und ich hatte das Gefühl, einfach nicht zur Zielgruppe zu gehören. Ich musste nicht erst enorme persönliche Krisen überwinden, um zu wissen, dass Pausen wichtig sind, die Wintermonate sind zwar auch bei mir oft mit Arbeit gefüllt, aber in unserem Zuhause sind Ruhe und Gemütlichkeit das oberste Gebot. Auch Langsamkeit, Rituale und gezielte Phasen der Erholung gehören seit jeher zu meinem Alltag, den ich sonst mit meinem Pensum gar nicht gesund bewältigen könnte.
Spannend fand ich aber die vielen geschilderten Bräuche, die grandiosen Recherchen zum Überwintern der Pflanzen- und Tierwelt und die Experimente der Autorin, die ich mit grossem Interesse und oft auch einem Schmunzeln im Gesicht gelesen habe.

Schreibstil und Aufbau:
Das Buch ist in acht Abschnitte aufgeteilt und bewegt sich anhand der Monate September bis März durch den Herbst, Winter und den beginnenden Frühling. In den ersten Kapiteln geht es um die Vorbereitungen für das Überwintern, dann werden die tiefe Dunkelheit des Winters und gegen Ende auch wieder das Aufwachen aus der winterlichen Starre beschrieben.
Neben zahlreichen wissenswerten Dingen rund um den Winter und das Überwintern verarbeitet die Autorin auch persönliche Krisen und Erkenntnisse im Buch. Ich habe davor stets den grössten Respekt, empfand aber ausgerechnet diese Szenen als sehr anstrengend und ein wenig zu hoffnungslos und Mitleid heischend erzählt.

Fazit:
Dieses Buch ist eine ideale Lektüre für Menschen, welche gerade Krisen überwinden, auf der Suche sind oder mehr über winterliche Gebräuche erfahren wollen. Mir persönlich waren die Texte zu langatmig und wehleidig erzählt.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Oberflächlich mit einzelnen Glanzmomenten

Wachstumsschmerz
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Inhalt:
Luise und Flo sind mittlerweile über dreissig, in ihrem Umfeld wird geheiratet, Familien werden gegründet, Lebensziele erfüllen sich und auch Luise und Flo entscheiden sich, dieses Spiel mitzuspielen ...

Inhalt:
Luise und Flo sind mittlerweile über dreissig, in ihrem Umfeld wird geheiratet, Familien werden gegründet, Lebensziele erfüllen sich und auch Luise und Flo entscheiden sich, dieses Spiel mitzuspielen und sich eine gemeinsame Wohnung zu suchen.
Obwohl sie sich nicht sicher sind, ob dies die richtige Entscheidung ist, lassen sie sich auf dieses neue Kapitel ein und beginnen, sich auseinanderzuleben, gegenseitig in Rollen zu drängen und einander nicht mehr zu verstehen.

Meine Meinung:
Mit Büchern von Sarah Kuttner habe ich bereits sehr unterschiedliche Leseerfahrungen gemacht. "Mängelexemplar" empfand ich als nichtssagend und oberflächlich, "Kurt" hat mich begeistert, positiv überrascht und berührt. Natürlich war ich sehr neugierig auf "Wachsstumsschmerz", bemerkte aber sehr bald, dass ich mich wieder fühlte, wie beim Lesen von "Mängelexemplar". Die Protagonistin benimmt sich wie eine Teenagerin und legt sich und ihrer Beziehung Steine in den Weg. Ihr Partner Flo macht alles nicht besser, er ist an Passivität kaum zu überbieten ist und hat mich damit richtig wütend gemacht.
Dies alles bleibt leider auch noch sehr oberflächlich, nur wenige Szenen lassen ein paar Gefühle aufkommen. Ich habe nämlich einen Unterschied zu Kuttners erstem Roman gemerkt und zwar hat sie es stellenweise wirklich geschafft, mich zu berühren. Vor allem am Anfang des Buches, in den Kapiteln, in denen die Protagonistin zurückblickt.
Je länger Luise sich aber im mitverschuldeten Scherbenhaufen suhlt, der irgendwie immer noch ihre Beziehung ist, desto schwerer ist es mir gefallen, weiterzulesen, Sympathie oder gar Verständnis für sie und ihre Situation zu empfinden.

Meine Empfehlung:
Dieser Roman ist kurzweilig, ehrlich und direkt. Gleichzeitig bleibt der Inhalt auch eher oberflächlich und die Sprache wirkt kühl, stereotyp und viel zu gewollt jugendlich. Gegen Ende konnte ich immer weniger mit dem Roman anfangen und das Buch wird sicher nicht in meinem Regal bleiben.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Leider langsam und ohne Emotionen aber mit guter Grundidee

Wo ich dich finde
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Inhalt:
Nach dem Verlust ihrer Mutter verbringt Maggie viel Zeit auf ihrer Lieblingsbank im Park vor ihrer Haustür. Dort erinnert sie sich, denkt nach und führt innere Zwiegespräche mit ihrer Mutter. Und ...

Inhalt:
Nach dem Verlust ihrer Mutter verbringt Maggie viel Zeit auf ihrer Lieblingsbank im Park vor ihrer Haustür. Dort erinnert sie sich, denkt nach und führt innere Zwiegespräche mit ihrer Mutter. Und dort begegnet sie auch Elsa, die voller Überraschungen steckt und Maggie von ihrer Schwangerschaft und ihrer grossen Liebe erzählt. Maggie ist selber schwanger und zudem blind und erkennt deshalb anfangs nicht, dass Elsa eigentlich über achtzig ist und Hilfe dabei braucht, ein grosses Geheimnis aus der Vergangenheit zu lüften.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich anfangs sehr gefesselt, die Geschichte entwickelt sich nämlich eher überraschend und die Figuren - allen voran die Protagonistin Maggie und natürlich ihr Blindenführhund Harvey - habe ich sofort ins Herz geschlossen (respektive im Falle von Maggies Schwiegermutter leidenschaftlich verabscheut). Vor allem am Anfang erfahren wir viel über Maggies Alltag mit ihrer Behinderung und dürfen einiges über ihre Arbeit, ihr Leben, ihre Beziehung und ihre Sorgen und Ängste erfahren. Dann aber, wenn es eigentlich spannend und dramatisch werden sollte, plätschert die Geschiche immer langsamer dahin und es kommen leider kaum Emotionen auf, obwohl die Autorin einige sehr belastende und schwierige Themen in ihre Geschichte einbaut. Dies geschieht mit viel Respekt und eigentlich auch gekonnt, bleibt aber sehr distanziert, was natürlich schade ist.

Fazit:
Dieses Buch hat mich stets im Zug begleitet und ich wollte ja in dieser intensiven Woche auch leichte Lektüre lesen, nur leider war mir diese Geschichte dann doch zu oberflächlich erzählt, wenn auch die Grundidee und die Auflösung am Ende mir sehr gut gefallen haben. Ein Buch für Zeiten, in denen man sich nicht auf komplexe Geschichten einlassen möchte, mehr aber leider nicht. Weitere Bücher der Autorin würde ich aber bei Gelegenheit trotzdem lesen, weil mir ihre Ideen und Beschreibungen sehr gut gefallen haben.

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Veröffentlicht am 30.01.2024

Leider nicht überzeugender Reihenabschluss

Schokolade am Leuchtturm - Süßes Erbe
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Inhalt:
Marleen findet eine kryptische Flaschenpost, die auf ein Verbrechen auf der Schokoladeninsel hindeutet. Gemeinsam mit ihrem Vater, der mit den Brüdern Lorentz Geschäfte machen will, reist sie nach ...

Inhalt:
Marleen findet eine kryptische Flaschenpost, die auf ein Verbrechen auf der Schokoladeninsel hindeutet. Gemeinsam mit ihrem Vater, der mit den Brüdern Lorentz Geschäfte machen will, reist sie nach Möwesand, wo sie die Inselbewohnerin Rieke gemeinsam mit Finn Lorentz vor dem Ertrinken rettet (der Satz "Beinahe ertrinkt sie in der aufgepeitschten See, wird aber in letzter Sekunde von Finn Lorentz gerettet" im Klappentext ist ziemlicher Humbug). Schon bald wird klar, dass die Absichten ihres Vaters gegen Marleenes Prinzipien gehen und da Finn dies ebenfalls so sieht, ihr aber nicht ganz vertraut, wird die Geschichte kompliziert und komplizierter.

Meine Meinung:
Zum dritten Mal bin ich auf die Schokoladeninsel gereist und leider hat mich die Insel diesmal überhaupt nicht für sich einnehmen können. Bereits in den vorhergehenden Bänden bemängelte ich die kaum vorhandenen Einblicke in die Manufakturen und den Schokoladengenuss sowie die ziemlich oft ein wenig verzettelte Erzählsprache und Handlung. Die ersten beiden Bände haben mich allerdings sehr gut unterhalten können und ich habe einige tolle, liebenswürdige Figuren kennengelernt.
Im dritten Band war das nicht mehr der Fall, die unreife, naive, unselbstständige Protagonistin (und dies mit Mitte zwanzig) hat mich gar nicht überzeugt und erst nach der Hälfte ist die Geschichte spannend geworden. Das Ende hat mich ein wenig mit der Handlung versöhnt, aber leider ist der dritte Band der Grund dafür, dass die Reihe bald ausziehen wird und dass ich wohl keine Bücher der Autorin mehr lesen werde.

Schreibstil und Aufbau:
Marie Schönbeck beschreibt Landschaften wirklich toll. Der Aufbau ihrer Geschichte und die vielen Erzählstränge sind aber sehr verzettelt und ausserdem ist ihr Schreibstil oft eher plump. Zwei Figuren werfen sich über ein Restaurant hinweg Blicke zu? Sicher sind sie sofort verliebt. Finn wird oft als "männlich" bezeichnet, was ist das schon, bittesehr. Gleichzeitig ist eine Figur krank und von den ersten zwei Sätzen an ist klar, um welche Krankheit es sich handelt. Dann wird dreissig!!! Seiten lang herumgedruckst und Marleen und Finn kommen einfach nicht darauf, was von sich geht, bis es ihnen gesagt wird und plötzlich alles klar ist. Das ist wirklich schade, aber dieses Buch hätte sehr viel besser lektoriert und überarbeitet werden müssen, finde ich.

Fazit:
Was soll ich sagen....hätte ich nur den dritten Band der Reihe gelesen, hätte ich die Reihe wohl nicht weiterverfolgt, zu unausgereift wirkte für mich die Erzählsprache und deshalb bin ich mit diesem Reihenabschluss auch nicht ganz glücklich. Ich habe allerdings viele begeisterte Rezensionen gesehen und denke, dass (vor allem) dieser dritte Band einfach nicht meinen Geschmack getroffen hat.

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