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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2024

Gibt es eine Heimat?

Das Jahr ohne Sommer
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Für mich spiegelt diese Geschichte hauptsächlich die Suche nach Heimat wieder. Mit Sätzen wie "Die Welt veränderte sich, aber wir merkten es nicht, zu fest saßen wir (...) in unserem eigenen Universum" ...

Für mich spiegelt diese Geschichte hauptsächlich die Suche nach Heimat wieder. Mit Sätzen wie "Die Welt veränderte sich, aber wir merkten es nicht, zu fest saßen wir (...) in unserem eigenen Universum" oder "Diese Geschichten gehörten meinen Eltern, obwohl ihnen die anderthalb Jahre nicht gehört hatten, im Fragen danach und im Erzählen davon gehörten sie uns allen, wir nahmen sie denen weg, die uns die Zeit gestohlen hatten (...)" schreibt Constanze Neumann wahnsinnig poetisch und verletzlich. Mit bewegenden Worten wird hier eine Geschichte erzählt, in der sich mit Sicherheit viele Menschen wiederfinden können. Familie, Flucht, Geheimnisse und verdrängte Emotionen, das Gefühl nicht dazu zu gehören und der Wunsch danach irgendwie irgendwo anzukommen.
Ich habe das Buch verschlungen und lege es wirklich jedem wärmstens ans Herz zu lesen!

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Veröffentlicht am 31.01.2024

Bewegend und inspirierend

Nachbarn
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Vierzehn Geschichten, die Eine besser wie die Andere. Die Autorin Diane Oliver war mir vorher nicht bekannt und dich muss sagen, dass ich wirklich begeistert bin. Das ist definitiv nicht das letzte Buch ...

Vierzehn Geschichten, die Eine besser wie die Andere. Die Autorin Diane Oliver war mir vorher nicht bekannt und dich muss sagen, dass ich wirklich begeistert bin. Das ist definitiv nicht das letzte Buch von ihr gewesen.
'Gibt es einen Unterschied zwischen dem, was für die Gesellschaft am besten ist, und dem, was das Individuum braucht?' - Die Antwort lautet: Dieses Werk ist definitiv gut für die Gesellschaft und wird von vielen Individuen gebraucht.
Aufweckend, wahnsinnig schmerzhaft, poetisch und doch voller Liebe. Geschichten, die bewegen und inspirieren es besser zu tun.
Rassentrennung und Ausgrenzung, die Verweigerung von Bildung und Wohlstand in den USA zu Zeiten der Bürgerrechtsbewegung auf den Punkt gebracht, und trotzdem noch so aktuell.
Eine große Leseempfehlung, ausnahmslos für alle!
Auch die Aufmachung des Buchen gefällt mir sehr gut, ein schönes und passendes Cover.

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Veröffentlicht am 31.01.2024

Wir sind genug, so wie wir sind.

Klarkommen
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Erstmal auf das Leben klarkommen, das muss die Ich-Erzählerin. Dabei nimmt sie die Leser:innen mit, erzählt aus ihrer Jugend und aus dem manchmal sehr schmerzheften Jetzt. Sie berichtet von den Enttäuschungen ...

Erstmal auf das Leben klarkommen, das muss die Ich-Erzählerin. Dabei nimmt sie die Leser:innen mit, erzählt aus ihrer Jugend und aus dem manchmal sehr schmerzheften Jetzt. Sie berichtet von den Enttäuschungen des Erwachsenwerdens, von alltäglichen Strudeln, von Gedanken die wir wahrscheinlich alle schon einmal hatten und vielleicht gerade haben.

Mich hat das Buch sehr angesprochen, ich habe mich in Ilona Hartmann's Worten wiedergefunden. Den richtigen Weg finden, seinen Platz in der Gesellschaft, der eigentlich garnicht immer so richtig sein kann und muss. Mit Enttäuschung und alltäglicher Überforderung umgehen, obwohl wir garnicht immer damit umgehen müssen. Die kurzen Kapitel hatten auf mich eine große Wirkung. Ich fühle mich verstanden, die Autorin hat es geschafft, das was teilweise in meinem Kopf vorgeht, in Worte zu fassen. Es hat mir das Gefühl gegeben, dass ich trotzdem wild genug, jung genug und intensiv genug meine Zeit genau richtig verschwende.

Definitiv eine Leseempfehlung (vor allem an alle in ihren 20ern).

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Veröffentlicht am 29.10.2023

Sehr berührend und echt

Endstation Malma
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Alex Schulman war mir vorher nicht bekannt, aber "Endstation Malma" hat mich sehr überzeugt, um nicht zu sagen in den Bann gerissen. Eine Familiengeschichte wird erzählt, aufgeteilt in drei verschiedene ...

Alex Schulman war mir vorher nicht bekannt, aber "Endstation Malma" hat mich sehr überzeugt, um nicht zu sagen in den Bann gerissen. Eine Familiengeschichte wird erzählt, aufgeteilt in drei verschiedene Reisen, teilweise geht es auch eher um die Einzelpersonen, als um die Dynamik. Der Erzählstil ist genial, es werden unterschiedliche Zeiten behandelt, aus unterschiedlichen Perspektiven, und doch wird alles Eins.
Vielen was in unserer Kindheit passiert prägt uns, erklärt oft wie wir uns heute verhalten und denken. Das zeigt sich auch in dieser Geschichte und es tat stellenweise wirklich weh, diese Dinge zu lesen und den Schmerz dahinter zu fühlen. Die poetischen Textpassagen zwischendurch haben es mir besonders angetan, es gibt kaum ein Buch, in dem ich so viel Randnotizen gemacht habe. Der Autor fängt damit die Stimmung der Protagonisten sehr schön ein, verdeutlicht die Gedanken und hebt die Verletzlichkeit noch einmal hervor.
Ein Buch, welches mich wirklich berührt hat und ich definitiv noch öfter lesen werde.

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Veröffentlicht am 28.10.2023

Die Geschichte hat mich abgeholt und mitgenommen.

Paradise Garden
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Eines der besten Geschichten, die ich dieses Jahr gelesen habe. Der Klappentext gibt schon einiges vorweg, ein ganzer Teil des Buches behandelt aber die Zeit in welcher Billie's Mutter noch gelebt hat. ...

Eines der besten Geschichten, die ich dieses Jahr gelesen habe. Der Klappentext gibt schon einiges vorweg, ein ganzer Teil des Buches behandelt aber die Zeit in welcher Billie's Mutter noch gelebt hat. Fischer verdeutlicht die Bindung zwischen Mutter und Tochter, beschreibt etwas ganz besonderes. Und dann steht Billie's Welt plötzlich Kopf, sie muss zu schnell erwachsen werden. Der Leser wird nicht nur auf eine Reise durch die Republik mitgenommen, sondern auch auf eine sehr emotionale und gefühlsechte. Die Verbindung zum Meer, die Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit, einige Antworten auf die vielen Fragen zu ihrem Vater, das alles findet Billie auf den 350 Seiten. Neue Emotionen, Familiengeschichten, Lügen und Wahrheiten und vor allem ein völlig neues Leben wartet auf Billie.
Mir hat die Geschichte wahnsinnig gut gefallen, ich empfehle sie gerne weiter.

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