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Veröffentlicht am 11.04.2024

Spannend von Anfang bis Ende

Venezianischer Fluch
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Dies ist schon der 9.Fall für den venezianischen Kommissar Luca Brassoni. Für mich war es allerdings das erste Buch mit ihm, von daher kann ich sagen problemlos ohne Vorkenntnisse zu lesen.

Luca wird ...

Dies ist schon der 9.Fall für den venezianischen Kommissar Luca Brassoni. Für mich war es allerdings das erste Buch mit ihm, von daher kann ich sagen problemlos ohne Vorkenntnisse zu lesen.

Luca wird zu einem augenscheinlichen Selbstmord gerufen. Seine Frau, Gerichtsmedizinerin Carla Sorrenti, findet Spuren von Fremdeinwirkung. Und schnell stößt man auf Hinweise das hier Flüche im Spiel sind. Die Ermittlungen führen Luca und seine Kollegen in das Hotel der reichen Familie Perroni. Diese wirkt nicht sehr kooperativ und jeder dort hat seine geheimen Päckchen zu tragen. Als dann auch noch Carla mit Verwünschungen und Flüchen eingeschüchtert wird drängt die Zeit immer mehr diesen verzwickten Fall aufzuklären.

Die Autorin Daniela Gesing hat einen tollen, locker leichten Schreibstil. Die Kapitel sind nicht zu lang und geben damit ein gutes Tempo vor. Durch eine tolle Mischung aus dem Privatleben von Luca Brassoni und den Ermittlungen konnte die Autorin mir die Hauptfiguren schnell näherbringen. Der Spannungsbogen ist stetig angewachsen. Immer wenn ich dachte das ich nun endlich einen Verdacht hätte hat dieser sich kurz darauf in Luft aufgelöst. Bis zum Ende war ich mir nicht sicher wie sich alles auflösen wird - das war toll.

Ein kurzweiliger Krimi mit absolut rundem, zufriedenstellendem Ende. Sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 02.04.2024

Kindgerecht spannend

Rudi und das Gruselrudel − Rettung für den Wolf
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Schon das Cover von diesem Buch zieht auch die Blicke der jüngeren Leserschaft an.
Rudi und seine Freunde sind an der Skatepipe als Rudi merkwürdige Geräusche und Gerüche wahrnimmt. Er entdeckt ein kleines ...

Schon das Cover von diesem Buch zieht auch die Blicke der jüngeren Leserschaft an.
Rudi und seine Freunde sind an der Skatepipe als Rudi merkwürdige Geräusche und Gerüche wahrnimmt. Er entdeckt ein kleines Wolfsjunges und würde es am liebsten als Familienmitglied adoptieren. Davon sind seine Eltern aber nicht begeistert.
Also beschließt er sich auf die Suche nach dem Wolfsrudel zu machen und erlebt dabei viele spannende, gruselige Abenteuer.

Die Schriftgröße ist super zum ersten selberlesen und wird durch viele farbige Illustrationen in rot, schwarz, grau aufgelockert. Das gibt dem Buch einen ganz eigenen Flair. Die Kapitel haben eine gute Länge damit kein Leseverdruss entsteht und auch der Schreibstil ist kindgerecht und einfach sowie flüssig zu lesen.

Neben den spannenden Abenteuern werden Themen wie Verantwortungsbewusstsein, Freundschaft und Zusammenhalt eingebracht.

Eine klare Weiterempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.02.2024

Tolles Buch mit liebevoller Stiefmama das Diversität näher bringt

Oliver und die Sache mit dem Stiefmütterchen
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Oliver lebt zusammen mit seinem Papa und seiner Stiefmutter Julia. Im Kindergarten vergleichen die Kids ihre Eltern. Dabei wird Oliver an den Kopf geschmissen das er keine Mutter hätte, sondern nur ein ...

Oliver lebt zusammen mit seinem Papa und seiner Stiefmutter Julia. Im Kindergarten vergleichen die Kids ihre Eltern. Dabei wird Oliver an den Kopf geschmissen das er keine Mutter hätte, sondern nur ein böses Stiefmütterchen. Das trifft den kleinen Jungen, aber er wird von Julias Liebe aufgefangen.

Das Buch liegt schön in der Hand und wirkt hochwertig. Das Cover sieht toll aus, ebenso auch die Illustrationen im Buch. Die Texte sind gut verständlich und man liest heraus wie liebevoll Julia zu Oliver ist. Ganz toll finde ich das Julia eine etwas dunklere Hautfarbe hat und so noch mehr Diversität geboten Man spürt deutlich den starken Zusammenhalt der Patchworkfamilie und die Botschaft das auch eine neue Mama eine echte, liebende Mami sein kann kommt gut rüber.

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Veröffentlicht am 20.08.2023

Einfühlsam, empathisch, berührend

Entscheidungen an der Schwelle des Todes
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Dr. Lee Warren ist Neurochirurg und hat es immer wieder mit bösartigen Tumoren zu tun. Viel zu oft zeigt ihm ein kurzer Blick auf ein MRT das es hier um einen Menschen geht dessen Lebenszeit gerade im ...

Dr. Lee Warren ist Neurochirurg und hat es immer wieder mit bösartigen Tumoren zu tun. Viel zu oft zeigt ihm ein kurzer Blick auf ein MRT das es hier um einen Menschen geht dessen Lebenszeit gerade im Schnelltempo abläuft. Viel zu oft ist klar das man diesem Menschen nicht mehr helfen kann. Und doch betet Dr. Warren für jeden von ihnen und schenkt Hoffnung.

Dr. Warren ist ein sehr empathischer Arzt. Vor jeder OP betet er mit und für seinen Patienten. Bei ihm ist niemand nur eine Nummer, viele von ihnen begleitet er über sehr lange Zeit und nimmt Anteil an ihrem Schicksal und weiterem Leben.

Immer wieder plagen ihn dabei aber auch Glaubenszweifel. Dies wird verstärkt als er einen Sohn auf tragische Weise verliert. Aber er findet das Vertrauen immer wieder.

Dieses Buch ist so emotional. Vieles hat mich tief getroffen und die Schicksale der Menschen gingen mir gar nicht mehr aus dem Kopf. So einen tollen Arzt wie Dr. Warren sollte jeder von uns haben. Ich habe regelrecht gespürt wie er seinen Patienten beisteht und Trost spendet. Vieles hat mich zum Nachdenken angeregt und auch gerade die Gespräche mit einem Pater waren aufschlussreich und haben Denkanstöße gegeben. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig.



Dieses Buch sollte man gelesen haben.

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Veröffentlicht am 31.05.2023

Tiefsinnig, poetisch - einfach schön

Wir hätten uns alles gesagt
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Das Cover sagt - genau wie der Inhalt des Buches- nichts bestimmtes aus und dabei doch so unendlich viel.

Der Schreibstil von Judith Hermann ist sehr poetisch und für mich wunderschön zu lesen. Wortgewaltig ...

Das Cover sagt - genau wie der Inhalt des Buches- nichts bestimmtes aus und dabei doch so unendlich viel.

Der Schreibstil von Judith Hermann ist sehr poetisch und für mich wunderschön zu lesen. Wortgewaltig und bildstark empfinde ich ihn.
Es gibt hier keine richtigen Hauptfiguren. Die Autorin schaut zurück auf ihr Leben, auf schwierige Familienverhältnisse, Freundschaften die zerbrachen oder auseinanderliefen und Gespräche mit ihrem Psychiater.

Bei Judith Hermann kann bzw muss man viel zwischen den Zeilen lesen. Sie lässt uns Raum für die eigene Fantasie, für eigene Gedanken und Schlüsse. Das Buch hat kein richtiges Ende; es löst sich nicht alles in Wohlgefallen auf und es bleiben Fragezeichen zurück - aber das macht dieses Buch so besonders. Man kann sich einfach in den Beschreibungen über Menschen und Vorkommnisse verlieren.

Für mich schon ein kleines Lesehighlight.

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