ein großartiger und unterhaltsamer neuer Band
Totholz„Totholz“ ist bereits der elfte Band aus der Krimiserie um Leo Kreuthner und Clemens Wallner von der Polizei in Miesbsch, doch auch im Laufe dieser Jahre hat die Reihe nichts von ihrem Esprit verloren.
Zu ...
„Totholz“ ist bereits der elfte Band aus der Krimiserie um Leo Kreuthner und Clemens Wallner von der Polizei in Miesbsch, doch auch im Laufe dieser Jahre hat die Reihe nichts von ihrem Esprit verloren.
Zu Beginn der Geschichte versucht Kreuthner einer Konkurrentin auf dem Gebiet der Schwarzbrennerei in die Schranken zuweisen, doch wie man es von ihm kennt, geht bei dieser Aktion einiges schief. Als Pippa, Ziel seines Anschlags, ein ihn belastendes Video vorweisen kann, gerät er in ernsthafte Schwierigkeiten. Eine nicht ganz freiwillige Zeugenaussage rückt jedoch bald den Fund einer Leiche in den Vordergrund. Der Tote wurde einJahr zuvor im Wald vergraben, seine Identität ist unklar, es ist niemand vermisst gemeldet, auf den seine Beschreibung passt. Die weiteren Verwicklungen sowie Kreuthners parallel laufende Aktionen wiederzugeben, das überlasse ich lieber Andreas Föhr, der die Ereignisse wieder einmal gekonnt mit vielen Wendungen und viel schwarzem Humor in Szene setzt. Ein I-Tüpfelchen ist der Krimi als Hörbuch vorgetragen von Michael Schwarzmaier, der auf unnachahmliche Weise den Figuren individuelle Stimmen verleiht. Wer einmal einen Band der Reihe als Hörbuch genossen hat, wird Opa Manfred beim Lesen immer im Ohr haben, ich stimme Clemens Wallner bei, dass sein Opa noch mindestens bis zu seiner Pensionierung durchhalten muss.
Neben vielen bekannten Charakteren sorgt die junge, neue Kollegin Toni für frischen Wind in der Mordkommission und trägt mit ihrem Enthusiasmus sowie ihrer Hartnäckigkeit entscheidend zur Auflösung des Falles bei. Leo Kreuthner sorgt mit seinen unorthodoxen Ermittlungsmethoden mehr als einmal für kritische Situationen, er darf in diesem Band aber auch eine andere Seite zeigen mit philosophisch anmutenden Bemerkungen und Erkenntnissen.
Mir hat auch dieser Fall wieder ausgesprochen gut gefallen, Kreuthners risikofreudige Bauernschläue ergänzt sich gut mit Wallners besonnen rationaler Art. Die Geschichte ist spannend, wendungsreich und ausgesprochen unterhaltsam erzählt.