Sehr spannende Idee und authentische Charaktere
KatabasisAlles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Idee was sehr originell, das Setting sehr gut geschrieben und die Charaktere gut ausgearbeitet.
Die Idee, dass zwei Studenten in die Hölle gehen ...
Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Idee was sehr originell, das Setting sehr gut geschrieben und die Charaktere gut ausgearbeitet.
Die Idee, dass zwei Studenten in die Hölle gehen um ihren Professor zurückzuholen hat mich von Anfang an gecatched. Auch die Umsetzung hat mir prinzipiell gut gefallen und es hat Spaß gemacht Alice und Peter auf ihrem Weg durch die Hölle zu begleiten. Das Magie System fand ich auch sehr interessant, da es anders funktionier als ich es bisher gekannt habe und sehr gut durchdacht war. Allerdings hat es mir zwischendrin etwas an Spannung und Plot Twists gefehlt.
Die Charaktere finde ich sehr gut ausgearbeitet. Sowohl Alice als auch Peter waren Charaktere mit denen man gut mitfühlen konnte und in denen man durchaus auch eigene Charaktereigenschaften wieder finden konnte.
Alice ist eine sehr ehrgeizige, junge Frau, die unbedingt erfolgreich in der analytischen Magie sein möchte und dafür so gut wie alles tun würde. Sie ist sehr schlau aber auch mutig und gibt nie auf, was sie für mich zu einem sehr starken Charakter macht. Auch wenn ich ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen könnte war sie doch ein sehr authentischer Charakter.
Ähnlich ging es mir mit Peter. Er tritt als Alices akademischer Rivale auf, ist dabei aber trotzdem sehr sympathisch. Auch er ist sehr schlau und er und Alice ergänzen sich gut.
Es hat mir auf jeden Fall Spaß gemacht zu sehen wie sich Alice und Peter zusammen, aber auch jeder für sich weiterentwickelt hat und sie zusammen auf ihrem Abenteuer durch die Hölle zu begleiten.
Auch das Setting hat mir sehr gut gefallen. Zum einen gab es immer wieder Beschreibungen von Cambridge, was dem ganzen eine akademische Stimmung gegeben hat und man selbst sich gefühlt hat, als würde man selbst über den Campus laufen oder in der Bibliothek über Orpheus lesen. Zum anderen gab es die Beschreibungen der Hölle, die ich ebenfalls als sehr gelungen empfunden habe. Insbesondere durch den Schreibstil konnte man sich die verschieden Orte gut vorstellen und hatte das Gefühl sich an Alice und Peters Seite zu befinden.
Ein Kritikpunkt den ich jedoch habe, ist, dass mir teilweise Erklärungen gefehlt haben. Das Magie System ist sehr komplex, was ich prinzipielle gut finde, allerdings wurde mir persönlich zu viel mit mathematischen Formeln bzw. Problemen und Paradoxon um sich geworfen, die kaum oder für mich nicht verständlich erklärt wurden. das hat der Handlung zwar an sich nicht viel geschadete, aber trotzdem hätte ich mir dies bezüglich die ein oder andere Erklärung mehr gewünscht um das System besser zu verstehen.
Ähnlich ging es mir bei den Quellen auf die Alice und Peter sich manchmal beziehen. Orpheus, Dante und Co. sorgen zwar einerseits auch für die akademische Stimmung, aber trotzdem hat mir auch hier Erklärungen bzw. Hintergrundwissen gefehlt, man kennt zwar oft die grundlegenden Mythen, aber Erklärungen was es eigentlich konkret mit diesen Personen auf sich hat, was sie über die Hölle gesagt haben und in wie weit das relevant für die Handlung ist, hat mir doch an einigen Stellen gefehlt, um bestimmte Entscheidungen oder Ideen besser nachzuvollziehen.
Alles in allem hat mir die Handlung allerdings gut gefallen. Zwar hat es mur teilweise an Spannung und konkreten Erklärungen gefehlt, aber die Idee, ihre Umsetzung, die Charakter und das Setting haben mich durch aus überzeugt. Ich kann das Buch insbesondere Dark Academia Fans empfehlen, die mal ein Buch mit einem anderen Touch lesen wollen, aber auch allen andern Menschen, die Lust auf eine originelle Fantasy Idee und ein Abenteuer in der Hölle haben.