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Veröffentlicht am 11.11.2024

Selbst die Zeit, heilt manchmal, nicht alle Wunden …

Unsere Liebe war unerhört
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Ich habe gerade den historischen Roman: „Unsere Liebe war unerhört“ von Eva Müller gelesen. Diese Geschichte ist nach wahren Begebenheiten, von der, mir vorher unbekannten Autorin, verfasst worden und ...

Ich habe gerade den historischen Roman: „Unsere Liebe war unerhört“ von Eva Müller gelesen. Diese Geschichte ist nach wahren Begebenheiten, von der, mir vorher unbekannten Autorin, verfasst worden und hat mich etwas geschockt und auch sentimental zurückgelassen. Mit diesem Roman bin ich leider nicht richtig, warum auch immer, „warm geworden“. Hier war das der Fall. Das Thema ist brisant und hochaktuell. Das Cover zeigt einen Gemäldeausschnitt mit einer Frau, in der rechten Bildhälfte. Diese ist allerdings angeschnitten, so dass das Gesicht erst ab der Nase zu sehen ist. In der Hand hält sie vermutlich einen Brief. Die linke Seite dominiert ein kleines Tischchen, mit Briefumschlägen, dahinter ein üppiger Blumenstrauß. Im Hintergrund ist eine Kommode zu sehen auf der eine Dekoartikel angedeutet sind. Das Farbschema ist gedeckt, was auch gut zur Thematik passt.
Gespannt schlage ich den Roman auf und fange an zu lesen. Als erstes folgt ein Zitat von Thorsten Niven Wilder:
„Das ist ein Land der Lebenden
Und das ist ein Land der Toten.
Und die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe,
dass einzig Bleibende, der einzige Sinn.“
Ich überlege mir vorsorglich ein paar Taschentücher parat zu legen, da das Buch traurig zu werden scheint. Das Buch startet mit einem einführenden Prolog in Passau im Jahre 1990. Als Leser lernt man Jonathan kennen. Nun folgt ein Zeitsprung ins Jahr 1945 nach Niederbayern. Und Romanfigur Marga kommt ins Spiel. Es folgen Kapitel und Zeitsprünge mal aus der Sicht von Jonathan oder auch Marga. Bis sich der ältere Jude und Wanderkaufmann Henryk als Protagonist dazu gesellt. Der Spannungsaufbau gelingt mal mehr, mal weniger. Die Thematik ist auch heute noch „schwierig“ und „Antisemitismus“ auch heute noch im Jahr 2024 vertreten, dabei hat es meist mit realen jüdischen Menschen nichts zu tun. Meist entsteht er unabhängig von ihrem tatsächlichen Verhalten, wie auch bei dieser „realen Geschichte“. Der Roman enthält viele Trigger und macht sehr traurig.

Der Plot ist bewegend und beruht auf wahren Tatsachen. Die Autorin schildert in detaillierter Recherche und mit viel Feingefühl einen vielschichtigen Roman der aber nichts für zartbesaitete oder sensible Personen geeignet ist, da einige Ausführungen doch sehr „brutal“ sind. Ich empfehle das Buch daher bei Tageslicht und nicht vor dem Schlafen gehen, wie ich es getan habe zu lesen.
Eva Müller hat die vielen Informationen zur „Familiengeschichte“ detailliert und wortgewaltig aufgegriffen. Das historische Zeitgeschehen, die Sitten und Bräuche werden durch die erdachten Romanfiguren gut aufgegriffen. Allerdings stört mich ein wenig die schriftstellerische Verknüpfung von „Heute“ und „Früher“. Das ist der Schriftstellerin, für meinen Geschmack, irgendwie nicht so gut gelungen und wirkt auf mich nicht so perfekt umgesetzt. Besser kann ich es leider nicht beschreiben, denn es ist ja auch oft Bauchgefühl und der persönliche Geschmack.

Buchrücken:
Eine Liebe, die sich über Grenzen hinwegsetzt. Eine Vergangenheit, die nicht ruhen kann. Eine Familie, die über Generationen hinweg zusammenhält.

Sommer 1946: In einem bayerischen Dorf verliebt sich die junge Marga in den älteren Henryk. Sie stammt aus einer alteingesessenen katholischen Familie – er ist Jude und schlägt sich nach dem Krieg als Wanderkaufmann durch. Was er durchgemacht hat, erschließt sich ihr erst nach und nach, aber Marga kämpft für ihre gemeinsame Liebe. Henryk hat mit seinem Leben eigentlich abgeschlossen, als er Marga kennenlernt. Diese zweite Chance auf Glück, die sie ihm schenkt, grenzt für ihn an ein Wunder. Doch die Leute im Dorf finden Margas Interesse an Henryk unerhört. Solch eine Liebe dürfe doch nicht sein …
Gegenwart: Jonathan, der erwachsene Sohn von Marga und Henryk, fühlt sich in seiner Heimat tief verwurzelt. Doch auch nach so vielen Jahren bekommt er noch immer die Abneigung zu spüren, die bereits sein Vater ertragen musste. Jonathan trägt die Bürde seiner Familiengeschichte in die nächste Generation und sucht seinen eigenen Weg, um mit ihr umzugehen.
Die Autorin:
Eva Müller hat mehrere historische sowie zeitgenössische Romane geschrieben. Sie wuchs in Passau auf und studierte in Regensburg.

Fazit: **** Der Roman „Unsere Liebe war unerhört“ von Eva Müller ist im Penguin Verlag erschienen. Die Paperback-Ausgabe hat mit Nachwort und Danksagung 399 Seiten, die mich aufgewühlt und nachdenklich zurückgelassen haben.





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Veröffentlicht am 09.10.2024

Süße Verführung ...

Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 1)
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Mein neuester Roman „Lind & Sprüngli“ von Lisa Graf ist der erste Teil der neuen Trilogie der Dallmayr-Saga-Autorin, der erneut Spannung und Genuss verspricht. Ich lege mir vorsorglich auch gleich die ...

Mein neuester Roman „Lind & Sprüngli“ von Lisa Graf ist der erste Teil der neuen Trilogie der Dallmayr-Saga-Autorin, der erneut Spannung und Genuss verspricht. Ich lege mir vorsorglich auch gleich die passende Schokolade parat, denn ich liebe diesen Genuss ebenfalls.
Das Buchcover ist herrlich anzusehen und ein echter Eyecatcher. Es wirkt sehr edel! Als Betrachter sieht man zuerst eine in der Ecke geöffnete Tafel Lindt Schokolade. Auf dem roten Schokoladen-Papier sind neben dem goldenen Präge-Titel, der Untertitel sowie im Vordergrund eine Frau und ein Kind zu sehen. Im Hintergrund sieht man auf einem Emaille-Schild ein Gebäude mit Geschäft und Publikumsverkehr. Eingerahmt ist das Ganze von noblen Blumen-Ornamenten. Schlägt man das Buch auf, kann man sich, über ein Rezept und Zubereitungsfoto einer „Tarte au Chocolat“ freuen, dass mir sogleich gefällt und Lust auf Kaffee und ein Stück dieser Köstlichkeit macht.
Der Roman startet mit einem Zitat:

„Die Zeit geht nicht, sie stehet still“ …
(Gottfried Keller)

was für meinen Geschmack prima passt. Dann folgt ein spannender Prolog. Lesetechnisch befinden wir uns im Jahr 1826. Die wichtigsten Protagonisten sind Rudolf Sprüngli und seine Familie, Meister Flückiger, Katharina und ihre Angehörigen, David, Annarösli, Roli, Hedi und Vreni, um nur einige zu nennen. Diese wirken authentisch, sympathisch und gut beschrieben. Der Plot ist, für meinen Geschmack, etwas langatmig, kicher , aber da die Handlung in Zürich spielt und die Schweizer ja bekanntlich immer etwas länger brauchen, bis sie in die „Pötte kommen“, passt es für mich wieder, Spaß beiseite. Die Story von Teil 1 unterteilt sich an verschiedene Handlungsorte und auch über längere Zeitspannen, nämlich bis 1863. Lisa Graf hat fein recherchiert und mischt gekonnt Fakten und Fiktion. Sie lässt zudem viel „geschichtlichen Hintergrund“, Politik, „gesundheitliche Bedingungen“ sowie „Lebensbedingungen“ in den Text mit einfließen. Im Teil eins der dreiteiligen Serie geht es im Kern um den Traum von Rudolf Sprüngli, eigene Schokolade in großem Stil herzustellen. Die damit verbundenen Herausforderungen, eingebunden in die damalige Zeit, gefällt mir als Leserin sehr gut und lässt mich tief in das Geschehen eintauchen.

Weitere Bücher:
Dallmayr 1-3

Fazit: **** Der Roman „Lindt & Sprüngli“ von Lisa Graf ist im Penguin Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat mit Anhang (Liste der Personen), Glossar und Literaturverzeichnis 477 Seiten, die mich als Schokoladenfan begeistert haben. Wann gibt es die nächste Schokolade?


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Veröffentlicht am 09.07.2024

Schwedenkrimi ...

Flammenschwestern
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Ich bin ein großer Krimi- und Thriller Fan und liebe daher auch die Bücher von Lina Bengtsdotter. „Flammenschwestern“ hat daher fast wie von Zauberhand in meinem Haushalt und in meine Hände Einzug gehalten, ...

Ich bin ein großer Krimi- und Thriller Fan und liebe daher auch die Bücher von Lina Bengtsdotter. „Flammenschwestern“ hat daher fast wie von Zauberhand in meinem Haushalt und in meine Hände Einzug gehalten, da ich auch schon die vorherigen Bücher der Autorin begeistert verschlungen habe. Das Cover ist großartig und passt prima in die Reihe. Als Betrachter sieht man ein düsteres Szenario. Ein dunkler Steg, Boote, tiefes Wasser, viel Vegetation, ein Schwedenhäuschen im typischen rot und im Hintergrund dichten Wald, der nicht zu Enden scheint. Der Himmel ist tintenschwarz bewölkt und der Titelschriftzug leuchtend orange-rot. Schon beim Betrachten spürt man die drohende Gefahr, die von diesem Ort auszugehen scheint. Begeistert schlage ich das Buch auf …Das Setting und der Plot gefallen mir und passen hervorragend zu den doch eher düsteren Schweden-Krimis. In einem kleinen Dorf in Schweden verbirgt sich ein dunkles Geheimnis, das die Bewohner schon seit Generationen umgibt. Die Flammenschwestern, wie sie genannt werden, sind zwei Freundinnen, nämlich Katja & Vega, die in einer zerrütteten Familie aufgewachsen sind und deren Leben von Lügen, Alkohol und Geheimnissen geprägt ist.
Als eine junge Frau aus dem Dorf plötzlich verschwindet, kommen die Geheimnisse nach und nach ans Licht. Auf zwei Erzähl-Ebenen, in der Gegenwart und in der Vergangenheit, wird die Geschichte der verschwundenen Frauen und der Flammenschwestern entwirrt. Vorsicht Trigger: Alkohol spielt eine große Rolle in der Geschichte, denn er ist das einzige Mittel, um die düsteren Erinnerungen zu betäuben. Doch auch der dunkle Humor „der Flammenschwestern“ vermag es nicht, die bedrückende Stimmung im Dorf aufzulösen.
Als schließlich ein Geständnis ans Licht kommt, wird klar, dass die Wahrheit noch viel komplexer ist, als es zunächst den Anschein hatte. Die Flammenschwestern müssen sich ihrer Vergangenheit stellen und die Geheimnisse lüften, die ihr Leben so geprägt haben.

...“Um welche?“ „Um meine Kindheit, Menschen, Dinge, die in Silverbro passiert sind und nicht passiert sind“. „Dinge, die nicht passiert sind?“ „Genau...“ (Seite 350) …


Die Autorin:

Lina Bengtsdotter wuchs in der schwedischen Kleinstadt Gullspång auf, die sie zum Setting ihrer beliebten Thriller-Serie, um die Ermittlerin Charlie Lager machte.

Weitere Bücher:
Löwenzahnkind, Hagebuttenblut, Mohnblumentod, u.v.m.

Fazit: **** Mysteriös, geheimnisvoll und fesselnd - "Die Flammenschwestern" ist ein spannender Krimi, der unvorhersehbar ist, aber konstruiert wirkt und den Leser nicht bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht.

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Veröffentlicht am 26.05.2024

Das Leben geht meist (irgendwie) weiter ….

Zeit zu verzeihen
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Mein neuestes Buch „Zeit zu verzeihen“ von Hera Lind, ist ein Tatsachenroman nach mehreren, wahren Geschichten und etwas Fiktion. Das Cover zeigt eine Straße mit reetgedeckten Häusern, zu beiden Seiten. ...

Mein neuestes Buch „Zeit zu verzeihen“ von Hera Lind, ist ein Tatsachenroman nach mehreren, wahren Geschichten und etwas Fiktion. Das Cover zeigt eine Straße mit reetgedeckten Häusern, zu beiden Seiten. In der dörflich wirkenden Szene, sieht man in der linken unteren Bildseite, ein eng umschlungenes älteres Paar. Im Vordergrund, mit dem Rücken zum Betrachter, steht eine junge, blonde Frau, mit einem Kind an der linken Hand. Am blauen Himmel, sieht man ein quer durchs Bild ziehendes Wolkenband.
Das Vorwort von der Autorin im Buchcover-Booklet lässt mich, wie auch bei ihrem vorigen Buch, vorsorglich Taschentücher bereitlegen, denn dieses scheint eine sehr bewegende und traurige Geschichte zu sein. Als Leser begibt man sich auf eine Zeitreise ins Jahr 1945. Das Buch beginnt in Wartenburg, unweit Allenstein, in Ostpreußen. Die wichtigsten Protagonisten sind Rosa, Walter, Heinz, Viktor, Igor, Barbara, Ilona/Clara, Margit, Elvira und Paul. Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert. Es gibt verschiedene Handlungsstränge und Zeitebenen.
Gespannt fange ich an zu lesen. Ich muss mich immer wieder kräftig schlucken, denn das, was ich lese, ist schwer verdaulich. Es gibt ein paar spezielle Trigger, die für Zartbesaitete oder jüngere Leser, meiner Meinung nach nicht so geeignet sind. Die Flucht, der Terror, Vergewaltigungen, die vielen Toten und das zurückgelassene Baby… Hera Lind hat das „Geschehene“ berührend und zu Herzen gehend, für uns Leser und die Nachwelt festgehalten. Dann der Verrat, die qualvolle Zeit im DDR-Gefängnis und die unerschütterliche Liebe, die dieses überdauert hat. Die Zeitspanne reicht dabei von 1945 bis zum Juni 2021. Mir, als großer Fan ihrer Bücher, gefallen die Romane nach einer wahren Geschichte, immer besonders gut. Hier wurden sogar gleich vier Einsendungen zu einer großen Drei-Generationen-Geschichte. Allerdings ist der Lesestoff auch „harter Tobak“. Krieg und das daraus resultierende Leid, unvorstellbar und grauenhaft, was Menschen, Menschen antuen. Und das von Hera Lind „Geschriebene“ ist aktueller denn je. Leid und unvorstellbares Elend, auf beiden Seiten. Die Brutalität treibt mir beim Lesen oft die Tränen in die Augen und verursacht einen dicken Kloss im Hals. Unvorstellbar, was die Familien alles durchmachen mussten. Das Buch wirkt jedenfalls lange nach und stimmt irgendwie nachdenklich und traurig. Auch, wenn mich die Wortwahl und die Dialoge, diesmal nicht immer überzeugen, da die Kinder mit 3 oder 4 Jahren, meines Erachtens, anders reagieren und sich ausdrücken. Jedenfalls wünsche ich mir, wie auch bei dieser Lektüre: „Kein Krieg!“, egal wo auch immer!!! Und dass es den Opfern oder Hinterbliebenen heute gelingt zu verzeihen, genau wie der Titel vom vorliegenden Roman es beschreibt: „Zeit zu verzeihen!“...

Weitere Bücher:
„Die Frau, die zu sehr liebte“, „Über alle Grenzen“, „Verwandt in alle Ewigkeit“, „Mit dem Mut zur Liebe“, „Das letzte Versprechen“, „Hinter den Türen“, „Die Hölle war der Preis“, „Mit dem Rücken zur Wand“, „Vergib uns unsere Schuld“, „Gefangen in Afrika“, „Die Frau, die frei sein wollte“, „Der Prinz aus dem Paradies“, „Das einzige Kind“, „Mit dem Mut zur Liebe“, u.v.m.

Fazit: **** Der Roman „Zeit zu verzeihen“ von Hera Lind ist im Knaur Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat mit Danksagung 463 Seiten, die den Schrecken des Krieges und seine Folgen sehr beklemmend und das berührende Schicksal von Trennung, Hoffnung und Verzeihen meist authentisch zum Leser transportieren.

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Veröffentlicht am 12.02.2024

Lebenskreise ...

Season Sisters – Frühlingsgeheimnisse
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Das Buchcover ist ein echter Eyecatcher, die Farben grün/blau wirken harmonisch und frühlingsfrisch. Die gezeigten floralen Elemente und filigranen Libellen gefallen mir ebenfalls sehr und machen Lust ...

Das Buchcover ist ein echter Eyecatcher, die Farben grün/blau wirken harmonisch und frühlingsfrisch. Die gezeigten floralen Elemente und filigranen Libellen gefallen mir ebenfalls sehr und machen Lust auf die wärmere Jahreszeit. Der Titelschriftzug „Season Sisters“ hat eine neongrüne Glanzschrift, die optisch und haptisch gut rüberkommt. Begeistert hat mich auch der Booklet-Schutzumschlag, der im Inneren eine Vorschau auf die vier unterschiedlichen Schwestern und Jahreszeiten zeigt. Der Spannungsaufbau beim Roman ist großartig und beginnt mit einem spannenden und geheimnisvollen Prolog in Nordwales, im Oktober 1876. Der Schreibstil und die Wortwahl der mir vorher unbekannten Anna Helford gefallen mir. Die vorgestellten Charaktere Hugh Harper, Lady Charlotte, Daphne Marcy, Mrs. Fowler, Ethan und Spring, sind fein erdacht und gut beschrieben. Ich bin so gespannt, was da passiert sein mag und vermute eine packende geheimnisvolle Familiengeschichte. Zu gern würde ich erfahren, was Sache ist und wie sich Spring als Haushaltshilfe so macht und ob sie "ihr Leben" und das "ihres Schützlings" auf die Reihe bekommt. Gespannt fange ich also an zu lesen. Es gibt mehre verschiedene Zeitebenen, die in der Vergangenheit und in der Gegenwart liegen und mit einem bunten Gemisch aus Intrigen, Lügen und Liebe durchzogen sind. Auch die Schauplätze wechseln dadurch. Als Leser taucht man in Szenarien von Nordwales, London sowie Ventnor (Isle of Wight), was mir gut gefällt. Auch das soziale Gefälle, Standesunterschiede, Bildung, Berufswahl, Drogenmissbrauch, Kriminalität sowie „arm/reich“ werden thematisiert.
Spannend erzählt und aufgebaut ist dann die Verknüpfung der Zeitebenen, der Personen und der mit ihnen verbundenen Hintergründe. Da kommt so einiges ans Tageslicht, aber lest doch einfach selbst …

Fazit: **** Der Roman „Season Sisters-Frühlingsgeheimnisse“ von Anna Helford ist im dtv Verlag erschienene. Das broschierte Taschenbuch hat 429 Seiten. Der Auftaktband des großen Schwestern-Vierteilers hat mir gut gefallen und jetzt warte ich sehnsüchtig auf Band 2 „Season Sisters-Sommerstürme“, denn ich möchte zu gerne erfahren, wie die anderen Schwestern von Spring so sind!

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