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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2024

Queer, authentisch und berührend - ein gelungenes Debüt

Sieben Sekunden Luft
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Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Das Buch spielt in verschiedenen Zeiten und diese sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt (Ich - Du - Sie), handeln aber immer von der gleichen Person, ...

Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Das Buch spielt in verschiedenen Zeiten und diese sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt (Ich - Du - Sie), handeln aber immer von der gleichen Person, nämlich Selah. Das ist clever gelöst und zeigt gleichzeitig die wachsende Entfremdung der Protagonistin.
Das Thema ist sehr interessant und authentisch erzählt. Man kann sich gut in Selah hineinversetzen und ihre Gedanken nachempfinden. Allerdings ist es keine leichte Lektüre aufgrund der Thematik. Es hat mich viel zum Nachdenken gebracht und ich habe immer nur kleinere Abschnitte gelesen und diese dann erstmal nachwirken lassen.

Selah hatte als Kind einige traumatische Erlebnisse, die sie sehr geprägt haben. Ihre Kindheit war nicht leicht, sie hat darin wenig Liebe und Geborgenheit erfahren. Sie versucht sich anzupassen und ihren Mitmenschen, vor allem ihrer Mutter, zu gefallen, um wenigstens ein bisschen Anerkennung und Liebe entgegengebracht zu bekommen. Irgendwann hält sie dieses Leben nicht mehr aus und nimmt sich eine Auszeit, um ganz allein für sich herauszufinden, wie es weitergehen soll.

Mir hat das Buch gut gefallen und es hat mich sehr berührt. Der Inhalt ist zu großen Teilen bedrückend und traurig, kann aber auch Hoffnung schenken. Wichtige Themen werden hier behandelt, die unbedingt Gehör finden sollten. Es handelt sich um einen Debüt-Roman und ich bin sehr gespannt was wir noch von Luca Mael Milsch hören werden. Ich werde auf jeden Fall die Augen offen halten.

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Veröffentlicht am 17.03.2024

Packend und überraschend

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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Das Buch ist optisch schon ein Hingucker mit dem grell pinken Cover und dem schwarzen Farbschnitt. Aber der Inhalt hat mich dann erst richtig überzeugt. Es ist durchweg richtig spannend vor allem gefällt ...

Das Buch ist optisch schon ein Hingucker mit dem grell pinken Cover und dem schwarzen Farbschnitt. Aber der Inhalt hat mich dann erst richtig überzeugt. Es ist durchweg richtig spannend vor allem gefällt mir, dass die Handlung nicht so vorhersehbar oder konstruiert wirkt. Es gibt überraschende Wendungen und interessante Charaktere. "Der Morgen" ist der Auftakt der Art Mayer Serie und mir gefällt Art als eigensinniger Ermittler. Er wirkt nach außen Recht ruppig, hat aber das Herz am rechten Fleck und eine interessante Vergangenheit. Ich freue mich auf die weiteren Bände.

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Veröffentlicht am 24.02.2024

Flucht und Kampf

Grischa: Eisige Wellen
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Alina ist mit Mal auf der Flucht vor dem Dunklen und seiner Armee. Der hat die Schattenflur überlebt und setzt alles daran Alina wieder in die Hände zu bekommen. Mit unerwarteter Hilfe durch den Freibeuter ...

Alina ist mit Mal auf der Flucht vor dem Dunklen und seiner Armee. Der hat die Schattenflur überlebt und setzt alles daran Alina wieder in die Hände zu bekommen. Mit unerwarteter Hilfe durch den Freibeuter Stormhond machen sie sich bereit für den unausweichlichen Kampf.

Die Geschichte hat mich sofort wieder gepackt und in ihren Bann gezogen. Es ist eine faszinierende Welt in die ich gerne immer wieder eintauche. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 13.02.2024

Auftakt der Grischa Trilogie

Goldene Flammen
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Alina und Malyen sind zusammen im Waisenhaus aufgewachsen und haben eine sehr enge Verbindung. Als sich plötzlich Alinas Kräfte zeigen und sie als Grischa offenbaren werden sie getrennt, was für beide ...

Alina und Malyen sind zusammen im Waisenhaus aufgewachsen und haben eine sehr enge Verbindung. Als sich plötzlich Alinas Kräfte zeigen und sie als Grischa offenbaren werden sie getrennt, was für beide sehr schwer ist. Alina wird wird in den kleinen Palast gebracht um dort mit den anderen Grischa zu trainieren. Dort entdeckt sie nicht nur ihre ungeahnten Kräfte sondern sieht sich auch drohenden Gefahren gegenüber.

Alina wird mitten in eine völlig fremde Welt geworfen und ist weit weg von ihrem einzigen Vertrauten. Sie passt nicht so recht in diese Gesellschaft und sehnt sich eigentlich nach ihrem alten Leben zurück. Aber mit ihrer neuen Kraft trägt sie auch eine große Verantwortung. Alina und Malyen kommen sehr sympathisch und authentisch rüber. Es verspricht eine spannende Reihe zu werden und ich werde auf jeden Fall weiterhören oder -lesen!

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Veröffentlicht am 13.02.2024

James und Huckleberry Finn

James
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Das Buch erzählt die Geschichte von dem Sklaven James und spielt in Missouri, einem der Südstaaten der USA. Die Verbindung mit dem Klassiker um Huckleberry Finn finde ich sehr interessant und gelungen. ...

Das Buch erzählt die Geschichte von dem Sklaven James und spielt in Missouri, einem der Südstaaten der USA. Die Verbindung mit dem Klassiker um Huckleberry Finn finde ich sehr interessant und gelungen. James (auch Jim genannt) kennt Huck von klein auf, da er in der Nachbarschaft seiner "Besitzerin" wohnt und zwischen den beiden entwickelt sich eine freundschaftliche Beziehung, soweit das eben zwischen einem Sklaven und einem weißen Jungen möglich ist.
James und die anderen Sklaven nutzen eine spezielle Art der Sprache in Gegenwart der Weißen. Ein Art Slang der vorgaukeln soll, dass sie dumm und ungebildet sind, so wie sie es in den Augen der Weißen sowieso sind. Es ist lustig wie die Sklaven die Weißen damit auf die Schippe nehmen, ohne dass sie es merken. Unter sich sprechen sie ganz anders, denn sie sind teilweise wesentlich gebildeter und können sich besser ausdrücken als so mancher Weißer. Es ist wohl die einzige Form von Widerstand die Ihnen nicht zum Verhängnis werden kann, weil die Weißen diesen Trick nicht durchschauen.
Als man James plötzlich nach New Orleans verkaufen will und er dadurch seine Frau und Tochter zurücklassen müsste, entschließt er sich zu fliehen. Huck begleitet ihn und die beiden erleben so einige Abenteuer rund um den Mississippi.
Trotz des ernsten Themas ist die Geschichte humorvoll und unterhaltsam. Die Seiten fliegen nur so dahin. Gleichzeitig ist es unfassbar schockierend wie zu dieser Zeit mit Menschen umgegangen wurde. Es war eine schreckliche Zeit und die Sklaven mussten eine unheimliche innere Stärke entwickelt haben um das ertragen zu können. Man merkt an James wie irgendwann die angestaute innerliche Wut durchbricht. Er lebt nur um seine Familie in Sicherheit zu bringen, das ist alles was zählt. Und in Huck findet er ein wahren Freund.
Ein schönes und absolut lesenswertes Buch.

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