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Veröffentlicht am 14.02.2024

Violette Leduc - Thérèse und Isabelle

Thérèse und Isabelle
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Auch wenn Violette Leducs Schilderung der unerlaubten Liebe voller Sprachbilder ist und die Emotionen der Mädchen detailliert beschreibt, sind es doch mehr noch die gesellschaftlichen Hintergründe und ...

Auch wenn Violette Leducs Schilderung der unerlaubten Liebe voller Sprachbilder ist und die Emotionen der Mädchen detailliert beschreibt, sind es doch mehr noch die gesellschaftlichen Hintergründe und Umstände der Veröffentlichung der Geschichte, die an diesem Buch faszinierend sind.

Violette Leduc wollte keinen Skandal provozieren, sie schildert einfach nur das Erleben großer Leidenschaft in poetischer Form, mit vielen assoziativen Bildern. Es ist für Leser von heute kaum nachvollziehbar, was an dem Text anstößig gewesen sein soll. Auch, dass die Protagonistinnen zwei junge Frauen sind, die ihre Zuneigung ausleben, wird heute wohl niemanden mehr schockieren. Der Roman ist weder pornografisch noch wirklich erotisch. Die Erotik wird durch die assoziative Sprache verschleiert, und die Sinnlichkeit wird dabei für mein Empfinden eher zerstört.

Dennoch gebe ich 4 von 5 Sternen für den künstlerischen Umgang mit der Sprache, und weil mich die Hintergründe des Zustandekommens der Geschichte faszinieren, die auch am Ende des Buches kurz beschrieben werden.

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Veröffentlicht am 14.02.2024

Interessanter und durchaus spannender Reihenauftakt um eine junge Ermittlerin

Im Herzen so kalt (Ein Fall für Maya Topelius 1)
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Das Buch beginnt mit einer großartigen Sequenz. Hier möchte ich nicht zu viel verraten, nur soviel, dass es sehr spannend beginnt und zu diesem ersten Ereignis noch weitere spannende Ereignisse hinzukommen. ...

Das Buch beginnt mit einer großartigen Sequenz. Hier möchte ich nicht zu viel verraten, nur soviel, dass es sehr spannend beginnt und zu diesem ersten Ereignis noch weitere spannende Ereignisse hinzukommen. Hier erkennt man das Potential von Sandra Åslund, wirkliche Pageturner zu schreiben. Dieses Niveau blitzt immer wieder auf, wird jedoch nicht durchgehend gehalten. Was mich etwas gestört hat, war der teilweise „erhobene Zeigefinger“ bezogen auf Umweltprobleme, #Me too –Themen, erhöhten Zuckerkonsum und seine Folgen, solche Themen möchte ich nicht unbedingt in einem Krimi lesen. Gut gefallen hat mir dagegen, dass das „Schweden-Feeling“ gut rüber kam und noch durch ein unerwartetes Glossar verfeinert wurde. Das Buch endet mit einem Cliffhänger, und so reizt es mich durchaus, auch den geplanten 2ten Teil lesen zu wollen

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Der Thriller konnte mich am Ende nicht ganz überzeugen.

Der Mädchenwald
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Spannender Pageturner mit vielen unvorhergesehenen Wendungen, aber leide rauch einigen inhaltlichen Schwächen.

Ich hätte gerne mehr über die Psyche der einzelnen Charaktere erfahren Das Ende war ein ...

Spannender Pageturner mit vielen unvorhergesehenen Wendungen, aber leide rauch einigen inhaltlichen Schwächen.

Ich hätte gerne mehr über die Psyche der einzelnen Charaktere erfahren Das Ende war ein bisschen enttäuschend und zu schnell.

Die Geschichte fing sehr vielversprechend an, konnte mich dann aber trotz der vielen Wendungen nicht ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 05.03.2024

Küstenwahn

Küstenwahn
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Ein sehr ansprechendes Cover, das viel Spannung verspricht, ein Klappentext, der neugierig auf die Geschichte macht. Ich hatte einen düsteren, spannungsgeladenen Thriller erwartet. Diese Hoffnung wurde ...

Ein sehr ansprechendes Cover, das viel Spannung verspricht, ein Klappentext, der neugierig auf die Geschichte macht. Ich hatte einen düsteren, spannungsgeladenen Thriller erwartet. Diese Hoffnung wurde leider nur zum Teil erfüllt.
Die ersten zwei Drittel schienen meine Erwartungen zunächst auch zu erfüllen, es hat sich schnell ein guter Spannungsbogen aufgebaut, und ich war sehr neugierig, wie es weitergehen würde.
Im letzten Drittel ging dieser Spannungsbogen für mich leider recht schnell verloren, und die Geschichte driftete nach meinem Empfinden auf eine recht triviale Ebene ab, so als wollte der Autor den Spannungsbogen am Schluss nochmal um jeden Preis verdichten, was aber leider nicht überzeugend gelungen ist. Das Ende war zwar in sich schlüssig, konnte mich dann aber nicht mehr wirklich packen.
Der Schreibstil liest sich schnell und flüssig, ist phasenweise sehr facettenreich und dann aber auch wieder mit sehr vielen und manchmal abgegriffen wirkenden Wortwiederholugen gespickt.
Aus meiner Sicht leider nur eine teilweise Empfehlung, der ich gern 3,5 von 5 Sternen vergebe.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Die Teufelsbraut von Shirley Jackson und andere Kurzgeschichten

Die Lotterie - und andere dunkle Erzählungen
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Shirley Jackson ist eine fantastische Erzählerin. Ihre Romane “Spuk in Hill House“ und “Wir haben schon immer im Schloss gelebt“ (mein großer Favorit!) haben mich sehr beeindruckt, und ich hatte große ...

Shirley Jackson ist eine fantastische Erzählerin. Ihre Romane “Spuk in Hill House“ und “Wir haben schon immer im Schloss gelebt“ (mein großer Favorit!) haben mich sehr beeindruckt, und ich hatte große Erwartungen an diese Kurzgeschichten.

In dem Buch sind 25 Kurzgeschichten enthalten, die sich nach meiner Meinung nicht unbedingt dem Genre des Horror/ Grusel zuordnen lassen, sondern ich würde sie eher als skurrile und surreale Alltagsgeschichten bezeichnen. 
Es ist unverkennbar die Erzählweise, der Sprachstil von Shirley Jackson. Allerdings fand ich die meisten der Geschichten recht schwach, sie konnten mich leider nicht ganz so begeistern. Doch es gibt auch einige wenige Geschichten z. B. „Die Lotterie“, die sind einfach nur fantastisch.

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