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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2024

Bekommen Nora und Charlie ihr Happy End?

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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Zum Inhalt:
Nora Stephens arbeitet als Literaturagentin in New York City und ist für ihre Klientinnen und Klienten von morgens bis abends erreichbar. Als ihre Schwester Libby Nora dann überreden will, ...

Zum Inhalt:
Nora Stephens arbeitet als Literaturagentin in New York City und ist für ihre Klientinnen und Klienten von morgens bis abends erreichbar. Als ihre Schwester Libby Nora dann überreden will, in der idyllischen Kleinstadt Sunshine Falls Urlaub zu machen, ist Nora erst wenig begeistert. Da sie ihrer Schwester jedoch nichts abschlagen kann, finden die beiden Schwestern sich bald darauf in einem Cottage in Sunshine Falls wieder. Zu allem Übel hat Libby auch noch eine Liste mit Dingen erstellt, die sie und Nora während des Urlaubs unbedingt erledigen müssen und die regelrecht einem Liebesroman entsprungen sein könnten, was Nora gar nicht passt. Wäre das noch nicht genug, begegnet Nora auch noch dem arroganten New Yorker Lektor Charlie Lastra, der vor einiger Zeit ein Buch einer ihrer Klientinnen rigoros abgelehnt hat.

Meine Meinung:
Mit Nora Stephens ist der Autorin eine vielschichtige Protagonistin gelungen, die ihre Ecken, Kanten, Stärken und Schwächen sowie kleine liebenswerte Eigenheiten hat. Da die Handlung aus ihrer Sicht geschildert wird, bekommt man außerdem einen guten Eindruck von ihren Gedankengänge und ihrer Gefühlswelt. So lernen wir Nora mit der Zeit nicht nur immer besser kennen, sondern erfahren, welche Ängste und Sorgen sie plagen und welche tiefen Wunden der Tod ihrer Mutter in ihr Leben gerissen hat. Mir war Nora gleich sympathisch. Man merkt, wie viel ihr ihre Schwester bedeutet, für die sie wirklich alles tun würde. Ebenso was für ein einfühlsamer Mensch sie ist, aber auch wie tief ihre Angst vor einem erneuten Verlust geht. Ich konnte ihr Handeln und ihre Reaktionen jederzeit nachvollziehen und habe die ganze Zeit mit ihr mitgelitten, gelacht und war gespannt, ob sie sich traut, sich ihren Traum zu erfüllen. Zudem hat mir ihre Entwicklung gut gefallen.

Charlie Lastra ist gerade zu Anfang ein grummelndes Etwas, bei dem ich nicht so recht wusste, was ich von ihm halten sollte. Nach und nach erfährt man aber mehr über ihn und er wurde mir dadurch umso sympathischer. Denn hinter seiner dicken Mauer verbirgt sich ein Mann, den einige Ängste und Sorgen plagen und der nicht so tough ist, wie er nach außen hin erscheint. Zudem merkt man immer wieder, wie gut er Nora tut, ebenso wie gut Nora ihm tut. Denn beide scheinen den jeweils anderen nur zu gut zu verstehen, auch wenn sie es nicht immer wahrhaben wollen.

Der Autorin ist es gelungen, selbst den Nebenfiguren Eigenschaften zu verleihen, die nur sie haben und durch die man sie wunderbar voneinander unterscheiden konnte. Ebenso hat sie es geschafft, den Kleinstadtflair durch die Seiten zu mir zu transportieren. Zudem habe ich mich immer wieder köstlich über die Dialoge zwischen Nora und Charlie amüsiert. Diese sind oft ziemlich scharfzüngig, aber die Schlagfertigkeit der beiden ist einfach unschlagbar, zumal sich beide wirklich nichts schenken.

Fazit:
Eine wunderbare Geschichte, in der wir die New Yorker Literaturagentin Nora Stephens dabei begleiten, wie sie sich ihren Ängsten und Sorgen stellt, es schafft zu, sich selbst zu finden und sich ihre Träume zu erfüllen. Ich habe Nora gern auf ihrem Weg begleitet und von Anfang bis Ende mit ihr mitgefiebert. Zudem habe ich mich immer wieder köstlich über die Wortgefechte zwischen Nora und Charlie amüsiert.

Veröffentlicht am 07.02.2024

Kann Tilli den Fall aufklären?

Lobster, Mord und Meeresrauschen – Tante Tilli ermittelt
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Zum Inhalt:
Um ihren geldgierigen Neffen zu entgehen, der sie am liebsten in ein Seniorenheim abschieben würde, beschließt Tilli kurz entschlossen nach Las Vegas zu fliegen. Doch am Flughafen läuft etwas ...

Zum Inhalt:
Um ihren geldgierigen Neffen zu entgehen, der sie am liebsten in ein Seniorenheim abschieben würde, beschließt Tilli kurz entschlossen nach Las Vegas zu fliegen. Doch am Flughafen läuft etwas schief, Tilli steigt in das falsche Flugzeug und landet in Aarhus. Da sie von dort aus vorerst keinen Flug nach Las Vegas bekommt, reist sie weiter ins idyllische Grenaa und landet in der Pension von Katrine, die schon bessere Tage gesehen hat. Als dann wenig später die Leiche ihres Ex-Mannes im Hafen aufgefunden wird, regt sich Tillis Spürnase und sie macht sich daran, den Mord aufzuklären. Denn schließlich sitzt sie vorerst eh in Grenaa fest.

Meine Meinung:
Mathilde Clementine Salter, Tilli genannt, ist eine Marke für sich. Ich habe die alte Dame gleich in mein Herz geschlossen, die trotz ihres Alters im Herzen jung geblieben ist und vor so gut wie nichts zurückschreckt. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und gerät dadurch und durch ihre Art. die Dinge in die Hand zu nehmen, viele Male in brenzlige und unmögliche Situationen. Das hat mich oft schmunzeln, aber vor allem herzhaft lachen lassen, denn die Situationen, in die sich Tilli unbeabsichtigt manövriert, sind einfach urkomisch. Außerdem gibt es viele wunderbar verschrobene Nebenfiguren, durch die ebenso viele komische Situationen und Dialoge entstehen. Zudem weiß man bei einigen nicht so recht, woran man bei ihnen ist und ob sie Tilli nicht doch etwas Böses wollen.

Die Spurensuche von Tilli ist zwar nicht übermäßig spannend, dennoch habe ich sie gerne bei dieser begleitet und war gespannt, was Tilli so alles herausfindet. So deckt Tilli einige Geheimnisse auf, mit denen ich nicht gerechnet habe, ebenso damit wie alles zusammenhängt.

Land und Leute hat die Autorin so lebhaft und mit Liebe zum Detail beschrieben, dass ich sie mir alle gut vorstellen konnte. Zudem hatte ich das Gefühl, mit Tilli die einzelnen Orte zu durchstreifen. Wodurch ich mich fühlte, als wenn ich mit ihr gemeinsam ermitteln würde.

Fazit:
Ein unterhaltsamer und spannender Krimi, in dem wir Tilli dabei begleiten, den Tod von ihrem Ex-Mann aufzuklären. Ich habe Tilli gerne bei ihrer Spurensuche begleitet und war gespannt, was sie alles herausfindet. Zudem sorgten die Situationen, in die sich Tille immer wieder unbeabsichtigt hineinmanövriert, für viele Lacher, denn diese sind einfach zu komisch.

Veröffentlicht am 04.02.2024

War es wirklich ein Raubmord?

Madame Bonheur und das gestohlene Gemälde
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Zum Inhalt:
Maggie ist gerade erst wieder in ihrem Alltag als Wahrsagerin angekommen, da steht Privatdetektiv Xavier Degrange erneut vor ihrer Tür. Im Gepäck hat er einen neuen Auftrag, bei dem er unbedingt ...

Zum Inhalt:
Maggie ist gerade erst wieder in ihrem Alltag als Wahrsagerin angekommen, da steht Privatdetektiv Xavier Degrange erneut vor ihrer Tür. Im Gepäck hat er einen neuen Auftrag, bei dem er unbedingt Maggies Hilfe benötigt. Diese lässt sich nicht lange bitten und macht sich mit ihm nach Aix-en-Provence auf. Dort wurde ein wohlhabender Geschäftsmann in seinem Haus tot aufgefunden. Zudem wurde ein teures Gemälde gestohlen. Deswegen geht die Polizei von einem Raubmord aus. Doch die Tochter des Toten ist da ganz anderer Meinung, weswegen sie Xavier engagiert hat. Können Maggie und Xavier den Fall lösen?

Meine Meinung:
Maggie hat gerade erst die Ereignisse vom letzte Fall verdaut, da steht der Privatdetektiv Xavier Degrange schon mit dem nächsten Fall vor der Tür, bei dem er unbedingt Maggies Unterstützung braucht. So legen die beiden auch gleich mit ihren Ermittlungen los und wir sind natürlich dabei. Dadurch haben wir immer den gleichen Wissensstand wie die beiden und können mit ihnen zusammen die einzelnen Puzzleteile zusammensetzen, um der Person hinter der Tat auf die Schliche zu kommen. Was ich natürlich versucht habe, mir aber ehrlich gesagt nicht gelungen ist, weswegen die Autorin mich am Ende mit der Auflösung überraschen konnte. Die Spurensuche von Maggie und Xavier ist von Anfang bis Ende spannend. Zudem gab es einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, die aber zum Erhalt der Spannung beigetragen habe.

Maggie ist eine sympathische Protagonistin, die ihre Stärken und Schwächen hat. Gerade ihre immer noch vorhandenen Unsicherheiten bezüglich ihrer Tätigkeit als Wahrsagerin und vor allem die gegenüber Xavier haben sie mir nur noch sympathischer werden lassen. Zudem wirkte sie dadurch umso authentischer. Außerdem hat mir an ihr ihr großes Herz und ihr Einfühlungsvermögen gefallen. Man merkt immer wieder, wie nahe ihr die Probleme und Schicksale der anderen Menschen gehen. Zudem versucht sie wirklich jedem zu helfen, soweit ihr dies möglich ist.

Durch die lebhaften und malerischen Beschreibungen der Schauplätze habe ich mich gefühlt, als wenn ich diese selbst besuchen würde. Außerdem haben mich die teilweise unbeholfenen Annäherungsversuche von Maggie und Xavier schmunzeln lassen, durch die die Spurensuche auch immer wieder aufgelockert wurde. Nun bin ich gespannt, wie es zwischen den beiden weitergehen wird.

Fazit:
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, bei dem die Wahrsagerin Maggie und der Privatdetektiv Xavier Degrange in ihrem zweiter Fall ermitteln. Ich habe beide wieder gerne bei ihren Ermittlungen begleitet, die von Anfang bis Ende spannend waren und versucht der Person hinter der Tat auf die Spur zu kommen. Zudem haben mich die teilweise unbeholfenen Annäherungsversuche von Maggie und Xavier schmunzeln lassen. Nun bin ich gespannt, in welchem Fall die beiden als Nächstes ermitteln und wie es zwischen ihnen weitergehen wird.

Veröffentlicht am 24.01.2024

Eine bewegende und berührende Geschichte

Dieses schöne Leben
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Zum Inhalt:
Schon in jungen Jahren hat Clover ihre Eltern verloren und wuchs deshalb bei ihrem Großvater in New York City auf. Als dieser stirbt, als Clover gerade verreist ist, beschließt sie Sterbe-Doula ...

Zum Inhalt:
Schon in jungen Jahren hat Clover ihre Eltern verloren und wuchs deshalb bei ihrem Großvater in New York City auf. Als dieser stirbt, als Clover gerade verreist ist, beschließt sie Sterbe-Doula zu werden. Denn niemand sollte kurz vor seinem Tod alleine sein. Ihre ruhige und einfühlsame Art kommt Clover dabei zugute. Doch Clover vergisst darüber, selbst am Leben teilzunehmen. Das soll sich ändern, als die lebenslustige Sylvia im Haus einzieht. Mit ihrer quirligen Art holt sie Clover immer mehr aus ihrem selbsterrichteten Schneckenhaus heraus. Zudem geht Clover ihre neue Klientin Claudia und ihre Geschichte sehr nahe. Denn diese hat vor Jahren ihre große Liebe verlassen und einen anderen Mann geheiratet.

Meine Meinung:
Eine Geschichte über das Leben, Trauer, den Umgang mit dem Tod und vielem mehr, die mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht hat. Gut gefallen hat mir besonders die Aussage, dass jeder seine eigene Zeit braucht, um zu trauern, die von keiner anderen Person bestimmt werden kann. Wahre Worte, denen ich nur zustimmen kann.

Clover war mir gleich sympathisch. Sie ist eine introvertiert, ruhig und sehr einfühlsam junge Frau. Man merkt ihr zudem immer wieder an, wie sehr sie der Tod ihres Großvaters noch heute belastet und wie tief ihre Trauer sitzt. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, wieso sie an den Dingen, die ihm gehören oder ihren gemeinsamen Ritualen festhält und sich ihm dadurch nahe fühlt. Zudem fand ich es schön, wie behutsam und feinfühlig beschrieben wird, wie Clover langsam aus ihrer Trauer herauskommt und anfängt, ihr Leben zu leben, so wie sie es möchte.

Clover ist eine vielschichtige Protagonistin mit ihren Ecken, Kanten, Stärken, Schwächen und kleinen Macken, die sie umso liebenswerte machten und durch die sie authentisch wirkte. Zudem haben auch die Nebenfiguren ihre individuellen Charaktereigenschaften bekommt, die nur sie auszeichneten und durch die man sie jederzeit wiedererkennen konnte. Vor allem ins Herz geschlossen habe ich Leo mit seiner herzlichen Art und Claudia mit ihrer frechen, unverblümten Art ebenso wie Sylvia, die richtig Wind in Clovers Leben bringt.

Die Figuren und Schauplätze wurden so detailliert und lebhaft beschrieben, dass ich sie mir alle gut vorstellen konnte. So bin war ich mit Clover in der Buchhandlung von Miss Bessie gewesen und habe mit ihr durch die Regale voller Bücher gestöbert.

Fazit:
Eine wunderbare Geschichte, die mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt hat. Clover habe ich gleich in mein Herz geschlossen und habe sie deswegen gern auf ihrem Weg begleitet. Ebenso war ich gespannt, was sie auf diesem erlebt, weswegen die Handlung nie langweilig wurde.

Veröffentlicht am 21.01.2024

Wer verbirgt sich hinter Grimm?

Vöglein schweigt
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Zum Inhalt:
Kriminalhauptkommissarin Nora Rothmann versucht die Erkenntnisse über ihre Familie immer noch zu verarbeiten und will unbedingt herausfinden, ob an diesen etwas dran ist. Dabei verläuft sie ...

Zum Inhalt:
Kriminalhauptkommissarin Nora Rothmann versucht die Erkenntnisse über ihre Familie immer noch zu verarbeiten und will unbedingt herausfinden, ob an diesen etwas dran ist. Dabei verläuft sie sich immer mehr in ein Netz aus Lügen und Korruption und weiß nicht, wem sie wirklich trauen kann. Zumal niemand in ihrer Behörde daran glaubt, dass es Grimm überhaupt gibt. Da Nora jedoch davon überzeugt ist, dass es Grimm gibt, beginnt sie heimlich ihre eigenen Ermittlungen und begibt sich dadurch unweigerlich in große Gefahr. Denn Grimm hat sie bereits auf seinem Schirm.

Meine Meinung:
Der zweite Band schließt an die Ereignisse aus Band eins an, somit man diesem am besten vorher gelesen haben sollte, um der Handlung folgen zu können. Denn wir begeben uns in diesem Band zusammen mit Kriminalhauptkommissarin Nora Rothmann auf die Suche danach, wer hinter Grimm steckt und ob ihre verstorbene Familie etwas mit der Organisation zu tun hatte. Zudem gibt es einen neuen Mörder, der in Berlin sein Unwesen treibt.

Ich habe Nora gern bei ihren Nachforschungen begleitet und war gespannt, was sie dabei herausfindet. Da man nie genau weiß, wer noch alles zu Grimm gehört und welches Spiel einige Personen wirklich spielen, war die Handlung von Anfang bis Ende spannend. Zumal sich Nora mit ihren Nachforschungen immer wieder in Gefahr bringt. Zudem gab es einige Wendungen, mit denen mich der Autor überraschen konnte, weil ich damit nicht gerechnet habe. Neben Noras Nachforschungen ermittelt Kriminalhauptkommissar Konrad König in einigen neuen Mordfällen. Somit gilt es auch in diesem Band einen Mörder zu enttarnen, was ich versucht habe. Gelungen ist mir diese ehrlich gesagt nicht. Zwar hatte ich bereits vermutet, dass diese Person etwas mit Grimm zu tun hat, das sie hinter den Taten steckt, hätte ich nicht gedacht.

Ich find immer noch, dass Nora eine interessante Protagonistin ist. Gefallen hat mir, dass man einen Blick hinter ihre harte Schale werfen konnte. Denn dahinter verbergen sich einige Ängste, Unsicherheiten und ein weicher Kern, auch wenn dieser bis jetzt noch nicht so groß erscheinen mag. Ich finde, dadurch wirkt sie nahbarer und ich bin gespannt, welche Seiten wir von ihr im nächsten Band noch kennenlernen dürfen.

Fazit:
Eine gelungene und spannende Fortsetzung, in der wir Kriminalhauptkommissarin Nora Rothmann dabei begleiten, wie sie versucht herauszufinden, ob ihre verstorbene Familie etwas mit Grimm zu tun hat und wer die Personen hinter der Organisation sind. Ich habe sie gern bei ihren Nachforschungen begleitet und war gespannt, was sie bei diesen alles aufdeckt. Da man nie weiß, wer alles hinter Grimm steckt und wem Nora somit trauen kann, war ebenso wie durch ein paar unvorhersehbare Wendungen von Anfang bis Ende für Spannung gesorgt. Nun bin ich gespannt, wie es für Nora weitergeht und was sie noch alles herausfinden wird.