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Veröffentlicht am 17.02.2024

Marathon man extreme

Das Limit bin nur ich
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Jonas Deichmann ist ein Extremsportler, der sportliche Weltrekorde sammelt wie andere Leute Teddybären. In diesem Buch erzählt er uns von seiner Idee, einmal die Welt von Westen nach Osten zu durchqueren: ...

Jonas Deichmann ist ein Extremsportler, der sportliche Weltrekorde sammelt wie andere Leute Teddybären. In diesem Buch erzählt er uns von seiner Idee, einmal die Welt von Westen nach Osten zu durchqueren: als Extremmarathon. Etwa 450 km schwimmend durch die Adria, um die 4500 km laufend durch Mexiko und den Rest auf seinem Rad. Gestartet ist er an einem nassen Septembertag in München mit dem Rad, fuhr bis nach Kroatien zur Adria und tauschte dort die Radschuhe gegen den Neoprenanzug aus. Und auch, wenn er von sich selbst behauptet, er sei kein Schwimmer, so sehen das die meisten Menschen wohl anders. 450 km durch Wind, Wellen und heftige Strömungen zu schwimmen, ist kein Kinderspiel.

Als er aus dem Wasser steigt, schwingt er sich wieder auf das Rad. Es ist unglaublich, was Deichmann als fantastisch und zauberhaft bezeichnet (steile Anstiege, schlechtes Wetter etc.), aber er erklärt es mit seinem Mindset. Er sagt, was immer er tut, was immer er durchzustehen hat, es ist genau das, was er wollte, und das finde ich an sich schon beeindruckend. Da er mitten in der schlimmsten Coronazeit gestartet ist, gibt es an vielen Grenzen Probleme mit dem Übertritt und es zerstört auch sein Vorhaben, emissionsfrei nach Amerika zu kommen. Also muss er nicht nur die Route ändern (Mexiko statt USA), sondern auch fliegen. In Mexiko erhält er durch landesweite Medienbeiträge beinahe einen Rockstarstatus, aber er verschweigt auch nicht, dass er manchmal in Gegenden unterwegs war, die von Drogenkartellen kontrolliert wurden.

Deichmann liest das Hörbuch selbst ein. Man muss sich darauf einlassen können, denn er hat eine schnelle, manchmal etwas hektische, abgehackte Art zu erzählen. Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist es durchweg spannend, seine Abenteuer mitzuerleben. 4.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 11.02.2024

Stand by me

The Fort
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Der dreizehnjährige Evan ist nicht begeistert, als seine Großmutter ihm nach einem Sturm dein einen Jahr jüngeren Ricky aufs Auge drückt. Er soll sich heute um ihn kümmern, weil ein Baum in seinem Zimmer ...

Der dreizehnjährige Evan ist nicht begeistert, als seine Großmutter ihm nach einem Sturm dein einen Jahr jüngeren Ricky aufs Auge drückt. Er soll sich heute um ihn kümmern, weil ein Baum in seinem Zimmer gelandet ist. Als wäre das nicht schlimm genug, stellen Evan und seine Freunde Jason, C.J. und Mitchell fest, dass ihr selbstgebautes Fort im Wald ebenfalls zerstört ist. Doch ausgerechnet der hochbegabte Ricky findet einen Bunker, den ein exzentrischer Millionär vor Jahrzehnten in der Nähe vergraben hat. Und plötzlich haben sie ein Geheimnis: Dieses Fort müssen sie um jeden Preis schützen. Doch je mehr sie versuchen, dieses Geheimnis für sich zu behalten, desto mehr kommt ans Licht - ganz besonders auch im privaten Bereich.

Das ist eine klassische Geschichte von Kids, die sich auf der Schwelle von Kindern/Jugendlichen befinden, mit all den Problemen, die man zu Beginn der Pubertät oder mitten drin ohnehin hat. Vier der Jungs kennen sich seit Jahren und sind eng befreundet. Dass unvermittelt ein fünfter, dazu jüngerer und hochintelligenter Bursche hinzukommt, bringt Probleme, aber auch Möglichkeiten. Die Jungs stammen aus einer relativ armen Stadt, doch es sind nicht nur Geldsorgen, die sie und ihre Eltern quälen. Einer wird schwer misshandelt, einer hat Zwangsstörungen, einer von seinen sich scheidenden Eltern als Druckmittel verwendet, einer lebt wegen seiner drogensüchtigen Eltern bei den Großeltern. Es geht um Scham, um Anderssein, um alltäglichen und nicht alltäglichen Stress, den man in diesem Alter ausgesetzt ist. Dass kriminelle Jugendliche eine Rolle spielen, ist neben dem prügelnden Stiefvater manchmal beinahe unerträglich zu lesen. Dennoch gefällt mir die Freundschaft der Jungs, ihr Zusammenhalt und ich verstehe auch das Schweigen des einen in einer unerträglichen Situation. Vielleicht sind sie für ihr Alter manchmal ein bisschen zu reflektiert, aber ich mochte diese Geschichte. 4.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 01.02.2024

One Shot

Stunde um Stunde
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Tilly Delaney ist ein kleines Kind, das vor zwei Jahren spurlos verschwand. Ihre Eltern sind wütend, weil sie glauben, dass bei der Untersuchung geschlampt wurde. Aus diesem Grund besetzen sie das kriminaltechnische ...

Tilly Delaney ist ein kleines Kind, das vor zwei Jahren spurlos verschwand. Ihre Eltern sind wütend, weil sie glauben, dass bei der Untersuchung geschlampt wurde. Aus diesem Grund besetzen sie das kriminaltechnische Labor von Los Angeles, nehmen Geiseln und stellen ein Ultimatum: Innerhalb von 24 Stunden soll ihr Kind gefunden werden. Solange nichts passiert, werden sie alle zwei Stunden eine der dort lagernden One Shots vernichten: Beweismaterial in Fällen, in denen es nur diese eine mikroskopisch kleine Spur gibt.

Charlie Hoskins hat fünf Jahre undercover bei den Death Machines, einer tödlich-brutalen Bikergang gearbeitet, bis er aufflog und beinahe starb. Seine Spuren sind ebenfalls One Shots und er wird alles tun, um zu verhindern, dass diese in Rauch aufgehen. Lynette Lamb flog ebenfalls - an ihrem ersten Tag als Polizistin. Nur gemeinsam können sie den Fall lösen und die Beweise retten ...

Abgesehen von der Hades-Trilogie finde ich alle Bücher von Fox einfach mega. Die Frau hat immer richtig krasse Ideen, einen Schreibstil, der durch die Seiten fliegen lässt, unerwartete Handlungen und skurriles Personal. Auch hier beweist sie das immer wieder. Jedes Mal, wenn man denkt, man hat den Plot durchschaut, gibt es eine Wendung, die alles auf den Kopf stellt. Trotz aller Ernsthaftigkeit blitzt auch genügend Humor durch, um die Sache aufzulockern. Und auch, wenn manche Sachen - besonders Verletzungen - total übertrieben sind, macht es einfach nur Spaß, Hoskins und Lambs bei der Spurensuche zu folgen. Ich hoffe, die beiden bekommen noch mindestens zwei weitere Bücher spendiert. Sie sind würdige Nachfolger von Concaffey und Pharrell. 4.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 26.01.2024

Vertraue niemandem!

Thieves’ Gambit
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Rosalyn Quest, genannt Ross, kennt zwei Leben: das von Luxus und das von Diebstahl. Sie entstammt einer legendären Diebesfamilie und wurde von frühester Kindheit darauf trainiert, Dinge zu entwenden. Deshalb ...

Rosalyn Quest, genannt Ross, kennt zwei Leben: das von Luxus und das von Diebstahl. Sie entstammt einer legendären Diebesfamilie und wurde von frühester Kindheit darauf trainiert, Dinge zu entwenden. Deshalb wird sie auch zum Thieves' Gambit eingeladen, einem gefährlichen Spiel der besten Diebe der Welt, das dem Gewinner alles verspricht, was er möchte. Ross, die endlich auch ein drittes Leben kennenlernen möchte, nämlich ein selbstbestimmtes, hat keine Lust teilzunehmen. Doch dann wird ihre Mutter entführt und Ross hat keine andere Wahl, als sich auf das Gambit einzulassen. Und bei so vielen talentierten Dieben muss sie nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf ihr Herz aufpassen, das gestohlen werden könnte ...

Zum Glück nimmt die Liebesgeschichte hier keinen großartig schnulzigen Teil ein. Ross ist eine sehr coole Protagonistin, die sich auch von charmanten Herzensbrechern nicht (lange) von ihrem eigenen Ziel abbringen lässt. Und obwohl die anderen Charaktere recht stereotyp sind, macht das Zusammenspiel der Jungs und Mädchen großen Spaß, ebenso wie die gestellten Aufgaben und die actionreichen Szenen. Dabei wird auch nicht mit Übertreibung gegeizt, aber das ist eines der wenigen Bücher, wo mich so was nicht groß stört, denn dieses Buch ist einfach rasant, fesselnd und so unterhaltsam konzipiert, dass ich da drüber hinweg sehe. Allerdings ist die Werbung für das Buch etwas irreführend. Mit Battle Royal hat das nichts zu tun. Es wird niemand (absichtlich) getötet, auch wenn die Aufgaben immer gefährlicher werden und sich die Jugendlichen unglaubliche Schlagabtausche liefern. Dieses Buch lässt sich mega lesen und ich hätte jetzt gern Teil 2, bitte, danke. 4.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 24.01.2024

Eine Ehre und ein Privileg

Doktor Maxwells wunderliches Zeitversteck
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Tod und Auferstehung kann nicht nur Jesus. Auch Doktor Maxwell, genannt Max, kann davon ein Lied singen. Und nicht genug, dass sie eigentlich gestorben ist, wird sie in eine andere Dimension versetzt, ...

Tod und Auferstehung kann nicht nur Jesus. Auch Doktor Maxwell, genannt Max, kann davon ein Lied singen. Und nicht genug, dass sie eigentlich gestorben ist, wird sie in eine andere Dimension versetzt, in der eigentlich alles gleich ist - außer natürlich dem, was nicht gleich ist. Immerhin hat sie Leon wiedergefunden, doch die Freude währt nur kurz. Ohne Frühstück und vor dem Mittag müssen sie überstürzt flüchten - vor der Zeitpolizei, von der Max noch nie was gehört hat. Aber die sind hartnäckig und bleiben ihnen immer auf den Fersen. Am besten ist dann wohl, noch mal zu sterben - dieses Mal im Vesuv. Ihr wisst schon, 79 vor Christus und so. Und dann kommt es natürlich auch wieder einmal zu einem Endkampf, in dem das St. Mary's sich beweisen muss.

Ich liebe diese Reihe! Sie wird nie langweilig und enthält so viel Liebe zum Detail! Auch hier ist es wieder so. Max muss sich neu orientieren, da diese Welt nicht die ihre ist, aber sie muss sie zu ihrer machen. Sie hat es mit neuen Gegnern zu tun und sie flieht quer durch die Zeit. Das ist ganz zu Anfang ein bisschen nervig, gibt sich aber schnell. Ganz nebenbei wird dabei auf humorvolle und dramatische Art und Weise historisches Wissen vermittelt. Das skurrile Personal und die Art und Weise, wie interagiert wird, bringen mich immer wieder zum Lachen. Ich kann die Abenteuer von Max und ihren Freunden nur allen empfehlen, die nicht zum Lachen in den Keller gehen und auf found family stehen. 4.5/5 Punkten.