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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.12.2024

Eigenwillig, nicht was für jeden. Wenn dann sicher für Fans von Patrick Rothfuss

Der Rabengott
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Ich war von Patrick Rothfuss’ Königsmörder-Chronik begeistert; von seiner Art Geschichten zu erzählen - gerade auch die Nebengeschichten zur Reihe. Daher habe ich mir »Der Rabengott« quasi blind auf seine ...

Ich war von Patrick Rothfuss’ Königsmörder-Chronik begeistert; von seiner Art Geschichten zu erzählen - gerade auch die Nebengeschichten zur Reihe. Daher habe ich mir »Der Rabengott« quasi blind auf seine Empfehlung auf der Buchklappe hin gekauft. Der Klappentext selbst ist zugegebenermaßen nicht gerade aussagekräftig. Leider weiß ich immer noch nicht so recht, wie ich das Buch fand.

Die Erzählperspektive hat mir sehr gut gefallen. Es gibt einen Ich-Erzähler, den der Leser im Laufe der Handlung erst besser kennenlernt, von dem zu Beginn nichts bekannt ist und man selbst seine Theorien anstellen kann. Dieser Ich-Erzähler spricht in Du-Form zu Eolo (Begleiter von Mawat, dem eigentlichen Thronerben des Statthalter-Postens). Definitiv mal was anderes und das macht das Buch für mich interessant interessant.

Das Buch liest sich im Handlungsstrang des Ich.Erzählers wie ein Buch von Patrick Rothfuss. Es ist eine schöne Erzählung eines ungewöhnlichen Lebens aus einer interessanten Erzählperspektive und hat nicht gerade alle Aspekte einer gewöhnlichen Handlung eines Buches.

Auf der anderen Seite haben wir die Gegenwart, in der die eigentliche Handlung des Buches spielt in der Du-Perspektive. Es ist dieser Handlungsstrang, der mir leider weniger gefallen hat. Leider kann ich dieses Gefühl nicht genauer benennen. Die Handlung fühlt sich hier irgendwie unvollständig an. Zwar ist am Ende klar, was mit dem alten Statthalter geschehen ist, warum sein Bruder zum Statthalter ernannt wurde, welche Rolle Eolo in der ganzen Sache spielt und es ist ganz schön wie die Handlungsstränge aufeinander treffen; dennoch hätte es von mir aus hier noch mehr an World-Building geben können.

Veröffentlicht am 03.11.2024

Einmal mit allem bitte - Freundschaft, Gefahr, Action und Spannung - etwas Spice darf auch nicht fehlen

Magical Fries – Der Geschmack des Lebens
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Eine tolle Fortsetzung der Fantasy-Reihe, die ich auch nur empfehlen kann. Dabei ist weiterhin jeder Teil einzigartig und es bleibt immer interessant. Wirklich spannend - aber bei den kriegerischen Szenarien ...

Eine tolle Fortsetzung der Fantasy-Reihe, die ich auch nur empfehlen kann. Dabei ist weiterhin jeder Teil einzigartig und es bleibt immer interessant. Wirklich spannend - aber bei den kriegerischen Szenarien auch nichts für schwächere Nerven sei an dieser kurz Stelle bemerkt. Wieder tolle neue Charaktere, super geschrieben. Dennoch muss ich zugeben, dass mir nach wie vor »Hard Liquor« (Teil 1) und »Happy Meat« (Teil 3) besser gefallen haben.

In diesem Teil geht es mit Lennon, Crew und Chae auf die Suche nach geheimnisvollen Gewürzen, um ein 100-teiliges Gewürz zu erstellen, das Lennons Vater göttliche Fähigkeit der Wiederbelebung triggern soll. 95 Zutaten sind bereits gefunden als wir in die Geschichte treten. Actionreich und abwechslungsreich gestaltet sich die Jagd nach den Pflanzen, die nicht gerade friedlich verläuft als unser Team auf den Watcher trifft, der die Blüten mit seinem Leben verteidigt. So bleibt es spannend bis zum Schluss.

SPOILER:
Gefehlt hat mir leider nur, dass Mr Jones am Ende von »Happy Meat« (Teil 3) der Lieferservice Very Happy Meat von Cava aufkaufen möchte. Davon ist in »Magical Fries« leider gar nicht mehr die Rede gewesen. Über einen Crossover der beiden Teile hätte ich mich gefreut. Vor allem da Cava und ihre Brüder hervorragende Agenten für Mr Jones Securityeinheit und Gewürz Task-Force abgegeben hätten. Schließlich haben Tycho, Toma, Haruo und das restliche D.I.E.T-Team ebenfalls Erwähnung gefunden.
ENDE SPOILER

Wie immer erwartet den Leser eine spannende Geschichte, die das »Food Universe« wunderbar ergänzt. Voller Action, Fragen und Freundschaft. Auch die Gastauftritte von Charakteren aus den anderen Teilen der Reihe konnten mich wie immer begeistern. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

PS: Stellt euch darauf ein, beim Lesen ständig Bock auf Pommes zu haben 😜

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Veröffentlicht am 12.06.2024

Zwischen KI und Wahnsinn

Beyond the Game
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Nora ist die kleine Schwester des Geschöftsführers von NerdPride, die Computerspiele entwickeln. Dabei gerät Nora immer mehr in der Schule bei ihren Klassenkameraden in Bedrängnis als bald ein neues Game ...

Nora ist die kleine Schwester des Geschöftsführers von NerdPride, die Computerspiele entwickeln. Dabei gerät Nora immer mehr in der Schule bei ihren Klassenkameraden in Bedrängnis als bald ein neues Game auf den Markt kommen soll, über das jedoch fast nichts bekannt gegeben wurde. Als Nora dann zu einer Geschäftsfeiet von NerdPride eingeladen wird und dort weder ihren Bruder Ben antrifft, noch mehr Informationen über das Spiel erhält, beschließt sie, sich über Bens Wohnung und Passwort Zugang zum internen Netz der Firma zu verschaffen und sich so eine Kopie des neuen Spiels zu organisieren.

So beginnt Nora, Animus zu spielen. Eine KI-basierte Neuheit in der Welt der Spieleentwicklung. Dabei taucht Nora immer tiefer in eine Welt der Steinzeit mit magischen Elementen. Dabei passt sich die KI im Spiel immer mehr an Nora, ihre Spielweise und Bedürfnisse an, wobei ihr scheinbar keine Grenzen gesetzt sind und die virtuellen Empfindungen immer realer werden. Als Nora eine ursprünglich feindlich gesinnte Spielfigur als Wegbegleiter umkehrt, lernt sie Kian als einen Teil der KI kennen. Die Grenzen zwischen der virtuellen und der realen Welt verschwimmen, und Nora beginnt sogar mit Kian über ihr wahres Leben zu sprechen.

Im Laufe der Handlung werden ethische Fragen im Bezug auf die KI immer bedeutender, jedoch nicht zu aufdringlich behandelt oder die KI gar in ein negatives Licht gerückt.

Der Schreibstil hat mir sehr gefallen; locker, jung und flüssig. Man kann sich gut in die virtuelle Welt von Animus hineinfantasieren. Dabei ist das Thema KI natürlich aktuell, auch im Bezug auf die damit einhergehenden ethischen und moralischen Fragen, was im Buch zwar kritisch, aber von beiden Seiten und nicht in keiner nervtötenden Weise behandelt wird. Es bleibt durchgehend spannend mit Nora, Kian, Ben und auch Mattes.

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Veröffentlicht am 17.05.2024

Toller zweiter Teil

Spicy Noodles – Der Geschmack des Feuers
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Eine toller zweiter Teil der Fantasy-Reihe, die ich wirklich nur empfehlen kann. Dabei ist jeder Teil einzigartig und es bleibt immer interessant. Wirklich spannend - aber auch nichts für schwache Nerven ...

Eine toller zweiter Teil der Fantasy-Reihe, die ich wirklich nur empfehlen kann. Dabei ist jeder Teil einzigartig und es bleibt immer interessant. Wirklich spannend - aber auch nichts für schwache Nerven sei an dieser Stelle einmal bemerkt (das Hörbuch beginnt nicht umsonst mit einer Trigger-Warning). Tolle Charaktere, super geschrieben und gelesen.

Dieses Mal geht es um Toma, einen jungen Mann, der nach einem Streit mit seinem herrischen Vater und der ihm untergebenen Mutter beschließt, zu seinem Großvater Shiro zu ziehen. Dort hilft Toma seinem Großvater in dessen Restaurant Spicy Noodles, wobei Shiro ihm wiederholt von seiner Familiengeschichte erzählt. Demnach stammt Toma von einem Gott des Feuers ab, das er mit Hilfe von Essstäbchen beschwören und kontrollieren kann. Toma glaubt ihm zunächst kein Wort über diese übernatürlichen Fähigkeiten, bis er selbst Zeuge eines Mordes durch göttliche Fähigkeiten wird.

In Teil 2 wird man im Vergleich zu Hard Liquor sanfter in die Handlung geführt. Dennoch ist auch diese anfängliche Trigger-Warning nicht unbegründet.
Kleine Spoiler
Spätestens nicht, seit Toma Zeuge eines Mordes wird, bei dem dem Opfer der Kopf gesprengt wird. Lässt man sich davon aber nicht abschrecken, erwartet einen ein Buch voller toller Charaktere, mitreisender Spannung, viel Action (aber auch Gewalt), aber auch Freundschaft und eine Romanze. Dazu kommt, dass bereits die Familie aus Band 3 (Happy Meat) eine wichtige Rolle spielt und Tycho und ihre Freundin aus Teil 1 auch wieder auftreten.

Veröffentlicht am 18.02.2024

Eine tolle Reihe für Science Fiction-Fans

Beta Hearts
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Tolle, starke Charaktere, gefangen in einer bildreichen dystopischen Zukunft. Gut geschrieben und noch besser gelesen, Louis Friedemann Thiele verkörpert die Figuren wundervoll.

Endlich bekommt die coole ...

Tolle, starke Charaktere, gefangen in einer bildreichen dystopischen Zukunft. Gut geschrieben und noch besser gelesen, Louis Friedemann Thiele verkörpert die Figuren wundervoll.

Endlich bekommt die coole Hackerin und Cyborg-Bastlerin Byth eine immer größer werdende Rolle.
Leider nehmen die anderen Charaktere teilweise einfach ab und verhalten sich unsinnig. Andra scheint noch immer nicht hinter das System der Welt zu blicken. Bei Okijen fand ich es schon enttäuschend, dass er nicht voll hinter Andra und ihrem friedlichen Lösungsversuch mit KAMI zu kommunizieren stand. Vor allem, da er aufgrund seiner Vergangenheit am besten wissen müsste, dass Gewalt nicht (immer) die Lösung ist. Außerdem zeigte sich KAMI ja immer bereit zu kommunizieren, gerade mit Luke und Andra, und hat sich persönlich und charakterlich immer weiter entwickelt.

Ein gutes Ende für die Trilogie. Dennoch schade, dass es keinen Teil 4 gibt.