Eine wirklich mitreißende und packende Geschichte, die zwar auf einer exotischen Insel weit weg vom Leser spielt aber am Ende doch ganz nah und persönlich wirkt. Hier entwickelt sich das Geschehen an einem ...
Eine wirklich mitreißende und packende Geschichte, die zwar auf einer exotischen Insel weit weg vom Leser spielt aber am Ende doch ganz nah und persönlich wirkt. Hier entwickelt sich das Geschehen an einem abgeschiedenen und mystisch anmutenden Ort, der den Leser immer weiter in den Bann zieht. Mysteriöse Charaktere und Verkettungen der Vergangenheit führen zu einem dramatischen Zusammenprall zwischen Dunkelheit und Licht. Spätestens an dieser Stelle spürt der Leser, dass es auch um die eigene innere Auseinandersetzung der Energien dieser Welt geht. Mein persönliches Fazit: Vielleicht müssen wir wieder wie Kinder werden, um das feine Empfinden für die nicht sichtbaren Anteile unseres Lebens zu erkennen und um die dunklen Anteile transformieren zu können.
„Ganzheit – ganz praktisch“* von Benita Michael ist ein inspirierender und zugleich wunderbar zugänglicher Praxisleitfaden für alle, die sich mit Bewusstsein, innerem Wachstum und ...
⭐⭐⭐⭐⭐ *5 von 5 Sternen
„Ganzheit – ganz praktisch“* von Benita Michael ist ein inspirierender und zugleich wunderbar zugänglicher Praxisleitfaden für alle, die sich mit Bewusstsein, innerem Wachstum und den hermetischen Prinzipien beschäftigen möchten – ganz gleich, ob Einsteiger oder bereits auf dem Weg.
Von der ersten Seite an nimmt uns die Autorin mit auf eine Reise zu uns selbst und zu der tiefen Erkenntnis, dass alles im Universum miteinander verbunden ist. Besonders beeindruckend ist, wie es ihr gelingt, die sieben hermetischen Gesetze klar, verständlich und dennoch eindrucksvoll zu erklären. Selbst wenn einem manche Inhalte bereits bekannt sind, entfaltet das Buch durch seine strukturierte und praxisnahe Herangehensweise eine ganz eigene Wirkung – vor allem für Neulinge ist es ein idealer Einstieg.
Die zentrale Botschaft des Einsseins zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk. Es wird spürbar, wie eng wir mit der Natur, den Tieren, Pflanzen und letztlich mit allem, was existiert, verbunden sind. Dabei lädt das Buch dazu ein, wieder bewusst hinzuhören – sowohl nach außen als auch nach innen. Es geht darum, innezuhalten, loszulassen und Veränderungen zuzulassen. Besonders schön wird vermittelt, dass unsere innere Haltung und Energie direkten Einfluss auf unser Leben und unsere Umwelt haben.
Ein weiterer großer Pluspunkt sind die zahlreichen praktischen Übungen und Anleitungen. Jedes Thema wird durch kurze, prägnante Erläuterungen ergänzt, die direkt in die Umsetzung führen. Die Autorin teilt dabei auch persönliche Erfahrungen und anschauliche Beispiele, die das Verständnis vertiefen und den Leser auf eine sehr persönliche Weise erreichen. Dadurch wird das Konzept der Ganzheit – Körper, Geist und Seele im Einklang – greifbar und lebendig.
Besonders eindrucksvoll sind die Verbindungen zwischen physikalischen und philosophischen Ansätzen, die neue Perspektiven eröffnen und echte Aha-Momente schaffen. Der Aufbau des Buches – vom Großen ins Kleine – fühlt sich an wie eine Reise, die schließlich bei einem selbst ankommt. Dort wird man mit wirkungsvollen Übungen empfangen, die zur Selbstreflexion und inneren Arbeit einladen. Gerade die Ansätze zum Umgang mit herausfordernden Emotionen sowie die klaren Erklärungen zu Meditation, Reflexion und Kontemplation haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Viele der vorgestellten Übungen lassen sich mühelos in den Alltag integrieren und entwickeln schnell das Potenzial zu wertvollen Ritualen. Sie motivieren, stärken und bringen spürbar mehr Ruhe und Klarheit ins Leben.
Insgesamt ist dieses Buch eine liebevoll gestaltete, inspirierende und gleichzeitig praktische Anleitung für ein bewussteres, erfüllteres Leben. Es vermittelt auf einfache Weise tiefgehende Inhalte und erinnert daran, wie kraftvoll jeder Einzelne ist. Ein Werk, zu dem man immer wieder zurückkehren möchte – absolut empfehlenswert!
Mit „Fünf, Sechs, Sieben, Acht“ erzählt Ewald Arenz eine berührende Geschichte über das Älterwerden, das Loslassen und die Frage, was bleibt, wenn ein wichtiger Lebensabschnitt endet.
Anton ist leidenschaftlicher ...
Mit „Fünf, Sechs, Sieben, Acht“ erzählt Ewald Arenz eine berührende Geschichte über das Älterwerden, das Loslassen und die Frage, was bleibt, wenn ein wichtiger Lebensabschnitt endet.
Anton ist leidenschaftlicher Stepptänzer, Musik und Tanz sind sein Leben. Umso härter trifft ihn die Kündigung seines Postens am Theater – ausgerechnet seine Tochter Emma soll künftig die Choreografien übernehmen. Obwohl er stolz auf sie ist, überwiegen zunächst Wut, Enttäuschung und die schmerzhafte Erkenntnis, dass er vielleicht doch älter geworden ist, als er sich eingestehen möchte.
Besonders gefallen hat mir, wie feinfühlig Arenz Antons innere Zerrissenheit beschreibt. Gleichzeitig holen ihn Erinnerungen an seine erste große Liebe ein und der Wunsch wächst, sie wiederzufinden. So wird die Geschichte nicht nur zu einer Auseinandersetzung mit dem Alter, sondern auch mit der eigenen Vergangenheit, verpassten Chancen und den Sehnsuchtsorten, die man ein Leben lang im Herzen trägt.
Das Buch liefert keine einfachen Antworten, regt aber zum Nachdenken an. Es geht um das Akzeptieren nachlassender Leistungsfähigkeit, um die Frage, was man sich innerhalb einer Familie schuldet, und darum, dass auch im Herbst des Lebens noch neue Möglichkeiten entstehen können. Gerade die Vater-Tochter-Beziehung zwischen Anton und Emma fand ich besonders gelungen und emotional erzählt.
Mit Anton selbst konnte ich nicht immer mitfühlen, da er stellenweise etwas egozentrisch wirkt. Dennoch macht genau das ihn auch authentisch und menschlich.
Ewald Arenz schreibt gewohnt lebendig, poetisch, humorvoll und gleichzeitig nachdenklich. Sein Gespür für Menschen und ihre Emotionen ist beeindruckend – mit einer scheinbaren Leichtigkeit bringt er große Lebensthemen auf den Punkt. Ein warmherziger Roman, der zeigt, dass jeder Lebensabschnitt seinen eigenen Wert hat.
„Das Lied des Vogelhändlers“ von Ralf H. Dorweiler hat mich insgesamt richtig gut unterhalten. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen – einmal während des dritten Kreuzzugs um 1190 und dann wieder etwa ...
„Das Lied des Vogelhändlers“ von Ralf H. Dorweiler hat mich insgesamt richtig gut unterhalten. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen – einmal während des dritten Kreuzzugs um 1190 und dann wieder etwa zehn Jahre später in der Heimat. Man möchte bei beiden Handlungssträngen unbedingt wissen, wie es weitergeht und fiebert darauf hin, wie sich alles am Ende zusammenfügt.
Besonders berührend fand ich die Kapitel rund um Franziska im Kreuzzug. Ihre Erlebnisse gehen unter die Haut und wirken sehr eindrucksvoll geschildert. Generell schafft es der Autor, sowohl die Figuren als auch die Schauplätze lebendig werden zu lassen – egal ob im Heiligen Land oder auf den Burgen im Schwarzwald. Man hat oft das Gefühl, direkt dabei zu sein.
Auch das Vogelthema zieht sich kreativ durch das ganze Buch, sei es in kleinen Anekdoten oder in den Kapiteln selbst, was ich eine schöne, besondere Note fand. Die Mischung aus historischen Ereignissen, Intrigen und Machtkämpfen sorgt zusätzlich für Spannung.
Alles in allem ein atmosphärischer historischer Roman mit interessanten Figuren und einer gelungenen Erzählstruktur – definitiv lesenswert!
„Liefern“ von Tomer Gardi ist ein Roman, der einen nicht mehr loslässt. Wir sehen sie jeden Tag durch die Städte fahren und doch bleiben Essenslieferanten meist unsichtbar. Gardi holt sie ins Zentrum und ...
„Liefern“ von Tomer Gardi ist ein Roman, der einen nicht mehr loslässt. Wir sehen sie jeden Tag durch die Städte fahren und doch bleiben Essenslieferanten meist unsichtbar. Gardi holt sie ins Zentrum und verknüpft ihre Geschichten zu einem weltumspannenden Gegenwartsroman, der genauso politisch wie menschlich ist. Es geht um Migration, Arbeit, Kapitalismus und Macht, aber auch um Liebe, Familie und die große Sehnsucht nach Zugehörigkeit.
Im Mittelpunkt stehen Figuren wie Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflüchtet ist und als Lieferant unter falschem Namen arbeitet, immer in Angst, alles zu verlieren. Seine Frau und Tochter lernen Deutsch in Berlin, während sich die Geschichte weiter nach Delhi, Istanbul und Buenos Aires verzweigt. Diese Erzählfäden wirken zunächst chaotisch, manchmal auch sperrig. Die Zusammenhänge, die man „irgendwie“ kennt, bekommen hier Gesichter, Namen und Leben.
Besonders beeindruckend ist der nüchterne, beobachtende Stil. Gardi lässt die Bilder des Alltags für sich sprechen. Die geschilderten Arbeitsbedingungen der Rider sind erschreckend, selbst wenn man theoretisch davon weiß. Durch die konkreten Protagonisten entsteht eine enorme Nähe, die Empathie weckt. Umso wichtiger sind die leisen Momente von Solidarität, Freundschaft und Menschlichkeit, die dem Roman trotz aller Härte Hoffnung geben.
Ein dringliches, berührendes und hochaktuelles Buch.