Eine Wanderung und eine ganz große Botschaft
Der SalzpfadRaynor und ihr Mann Moth erleben gleich zwei schreckliche Schicksalsschläge und stehen vor dem Nichts. Wo sie sowieso nichts mehr zu verlieren haben, beschließen sie, den South West Coast Path zu wandern, ...
Raynor und ihr Mann Moth erleben gleich zwei schreckliche Schicksalsschläge und stehen vor dem Nichts. Wo sie sowieso nichts mehr zu verlieren haben, beschließen sie, den South West Coast Path zu wandern, einen 1.014 km langen Weitwanderweg an der Südküste von England. Dabei stoßen sie auf fast unüberwindbare Hürden und auf Vorurteile, doch sie finden auch zu sich selbst zurück und bieten allen Schwierigkeiten die Stirn.
Die Autorin erzählt in „Der Salzpfad“ ihre eigene Geschichte in einem so echten und ungeschönten Stil, dass ich ihre Gefühle hautnah miterleben konnte. Was die beiden erlebt haben, ist emotional und bewegend und gleichzeitig so inspirierend. Mehrfach hat mich das Gelesene zum Weinen gebracht und mich extrem aufgewühlt zurückgelassen. Doch zum Glück habe ich das Buch nicht weggelegt, denn was Raynor und Moth aus der scheinbar aussichtslosen Situation gemacht haben, ist mehr als beeindruckend.
Die Passagen, die die wilde und erbarmungslose Natur entlang des Küstenwegs beschreiben, haben mir unfassbar gut gefallen. Wie ein Film zeichnete sich die Wanderung des Paares vor meinem inneren Auge ab.
Eine große Empfehlung für alle Fans von Reiseberichten, die viel mehr zu erzählen wissen, als die reinen Erlebnisse. Alle, die nach kraftspendenden und lebensnahen Geschichten suchen, treffen mit „Der Salzpfad“ die richtige Wahl. Ich liebe die Botschaft, die dieses Buch übermittelt und muss immer wieder an die Lehren denken, die mir Raynor und Moth mit auf meinen Weg gegeben haben.