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Ullap

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2025

Langatmig und unspektakulär

In unseren Träumen ist immer Sommer
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Die Geschichte spielt auf der kleinen schottischen Insel Carso. Im Mittelpunkt stehen die verträumte und etwas naiv wirkende Verkäuferin Gertie, begeisterte Hobby-Strickerin,  sowie das Team eines kleinen ...

Die Geschichte spielt auf der kleinen schottischen Insel Carso. Im Mittelpunkt stehen die verträumte und etwas naiv wirkende Verkäuferin Gertie, begeisterte Hobby-Strickerin,  sowie das Team eines kleinen Flughafens, allen voran die Pilotin Morag,  Gerties ehemalige Mitschülerin. 

Nachdem mich von Jenny Colgan die Reihen um die kleine Bäckerei am Strandweg sowie Floras Küche absolut begeistern konnten, war ich von diesem Einzelband total enttäuscht. Die Hauptfigur Gertie wird zwar insgesamt positiv dargestellt, kommt mir aber teilweise vor wie eine 12jährige und wird so auch von ihrer Mutter behandelt, um dann am Ende über sich hinauszuwachsen und Schwierigkeiten mit Leichtigkeit zu bewältigen, die eigentlich nur absoluten Profis gelingen sollten. Das war mir doch etwas an den Haaren herbeigeholt. Auch die anderen Figuren wurden m.E. nicht viel weniger einfältig dargestellt, alles erwachsene Personen, die mitten im Berufsleben stehen! Daher konnte ich auch zu niemandem eine engere Beziehung aufbauen, was vielleicht auch dem extrem einfachen Schreibstil oder der Übersetzung geschuldet sein könnte.

Allein das schöne Setting und die wunderbaren Strick-Kreationen konnten hier für das Buch gerade noch zwei Sterne retten.

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Veröffentlicht am 29.02.2024

Absturz über Frankreich

Code Name Verity
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m Jahr 1943 stürzt ein britisches Flugzeug über Frankreich ab, Insassinnen sind die Pilotin Maddie und die Funkerin "Verity". Verity wird von der deutschen Gestapo festgenommen und soll unter Folter dazu ...

m Jahr 1943 stürzt ein britisches Flugzeug über Frankreich ab, Insassinnen sind die Pilotin Maddie und die Funkerin "Verity". Verity wird von der deutschen Gestapo festgenommen und soll unter Folter dazu gebracht werden, Funkcodes und verschiedene Kriegsgeheimnisse preiszugeben. Über den Verbleib von Maddie ist zunächst nichts bekannt.

Durch den Klappentext hatte ich eigentlich eher eine Geschichte einer Frauenfreundschaft in Kriegszeiten erwartet. Dies wurde m.E. allerdings eher nur am Rande angesprochen. Der Roman ist insgesamt als Bericht verfasst, in dem zunächst Verity, später auch Maddie ihre Erlebnisse zu Papier bringen. Sehr verworrene Zeit- und Ortssprünge haben für mich das ganze Buch über keinen Lesefluss aufkommen lassen, es war kaum Handlung vorhanden und ich habe mich am Ende des Buches gefragt, ob ich den Inhalt und die Intention überhaupt verstanden habe. Das Thema insgesamt hat für mich viel Potential, die Umsetzung hat zumindest mich sehr überfordert, so dass ich mich die ganze Zeit über durch die Zeilen gequält habe, einzig, weil ich wissen wollt, wie das Buch endet.

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Veröffentlicht am 27.06.2023

Schwieriges Familienkonstrukt

Schönwald
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Der Name des Buches ist hier Programm: "Schönwald", eine Familie, deren erwachsene Kinder in alle Himmelsrichtungen verstreut sind und sich nun zur Eröffnung einer "queeren" Buchhandlung der Tochter in ...

Der Name des Buches ist hier Programm: "Schönwald", eine Familie, deren erwachsene Kinder in alle Himmelsrichtungen verstreut sind und sich nun zur Eröffnung einer "queeren" Buchhandlung der Tochter in Berlin wiedertreffen. Direkt am Eröffnungstag wird die Gesellschaft durch Protestaktionen gestört, die auf die angebliche Nazi-Vergangenheit der Familie hinweisen.
Ich hatte mir hier noch eine spannende Familiengeschichte mit so manchem Geheimnis aus der Vorzeit erwartet, wurde aber enttäuscht. Das Buch habe ich leider nach ca. einem Viertel abbrechen müssen, da für meinen Geschmack hier so gar nichts mehr passierte. Lange, verschachtelte Sätze, Zeit- und Ortssprünge, die ich nicht nachvollziehen konnte und Informationen, die mir nichts sagten und nichts brachten. Ich habe mich wirklich gequält und auch Zeilen übersprungen, was ich sonst nie mache.
Ich denke, das Buch ist vielleicht eher etwas für den absoluten Literatur-Anspruch, für mich als "Normalleser" war es einfach zu umständlich.

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