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Kate_nte

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.07.2024

zwiespältiges Ende

Der Familiensammler (Thriller)
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Die Ermittler Emma Bajetzky und Alex Kuper werden zu einem Tatort gerufen. Eine junge Mutter mit aufgeschnittener Kehle und einem rätselhaften Kärtchen neben sich. Ihre Kinder und ihr Ehemann sind verschwunden. ...

Die Ermittler Emma Bajetzky und Alex Kuper werden zu einem Tatort gerufen. Eine junge Mutter mit aufgeschnittener Kehle und einem rätselhaften Kärtchen neben sich. Ihre Kinder und ihr Ehemann sind verschwunden. Kurz darauf wird eine zweite Mutter auf ähnliche Weise ermordet. Die Ermittler vermuten einen Serienkiller, der bereits neue Opfer im Visier hat.

Im Prolog geht es schon gleich richtig los. Ich mag es wenn man bereits von Anfang an miträtseln und spekulieren kann. Weitere Pluspunkte die mir hier gefallen: die detaillierten Beschreibungen, die kurzen Kapitel und die Perspektivwechsel insbesondere die Kapitel aus Tätersicht. Die Geschichte entwickelt sich schnell und die Spannung bleibt kontinuierlich erhalten.

Es gibt viele Verdächtige und alle haben etwas zu verbergen. Die Ermittler ergänzen sich gut und stellen die richtigen Fragen. Hinweisen werden nachgegangen, Alibis werden hinterfragt und werden auf Herz und Nieren geprüft. Außerdem werden die Verdächtigen richtig in die Mangel genommen. Leider ist das nicht in jedem Buch so.

Auch wenn ich bei der ersten Begegnung mit dem Täter schon den richtigen Riecher hatte, war die Entwicklung des Falles doch spannend. Vor allem das Warum. Außerdem gab es noch weitere Entwicklungen, die so nicht unbedingt zu erwarten waren. Das Ende lässt mich zwiegespalten zurück. Der eine Teil ist gut so wie er ist, den anderen Teil mag ich eigentlich so nicht. Aber wer weiß ob es in späteren Bänden nochmal aufgegriffen wird. Ich hoffe doch, denn jeder soll seine gerechte Strafe erhalten.

Das Buch hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Schweigende Freunde
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Eine junge Frau verschwindet vor 11 Jahren spurlos, nachdem sie mit ihrem Freund eine Party mit Freunden verlassen hat. Der Freund wurde am nächsten Tag tot aufgefunden, der Täter jedoch nie gefasst.

Nun ...

Eine junge Frau verschwindet vor 11 Jahren spurlos, nachdem sie mit ihrem Freund eine Party mit Freunden verlassen hat. Der Freund wurde am nächsten Tag tot aufgefunden, der Täter jedoch nie gefasst.

Nun wurde die Leiche einer Frau am Ufer der Harburger Außenmühle entdeckt. Die Polizei ist ratlos. Der Journalist Steffen Baumann erkennt die Tote als die vor elf Jahren verschwundene Frau. Trotz eines öffentlichen Aufrufs schweigen die damaligen Freunde. Baumann wittert eine große Story und begibt sich auf die Spur eines gefährlichen Serienmörders. Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt.

Der Einstieg gelingt durch die kurzen Kapitel und die Perspektivwechsel gut. Durch die Zeitsprünge wird die Geschichte sehr lebhaft.

Zu Beginn gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen den Parteien, Polizei und Journalisten, eher schwierig. Keiner hat Verständnis für den anderen. Der Journalist ist meiner Meinung nach zeitweise etwas übergriffig. Im Verlauf reißen sich alle Beteiligten ein wenig zusammen und "ermitteln" gemeinsam. Wobei ich immer noch der Meinung bin, dass das die Aufgabe der Polizei ist. Aber so ist die Geschichte. Sonst hätten wir ja kein Buch vorliegen. Darauf muss man sich einlassen.

Die Ermittlungsarbeit der Polizei finde ich auch eher lasch. Für meinen Geschmack werden die Alibis weder richtig auf Herz und Nieren geprüft noch werden sie hinterfragt. Die Vernehmungen sind auch nach zwei, drei laschen Fragen schon vorbei. Dennoch können Ermittlungsergebnisse erzielt werden.

Irgendwann traut man jedem alles zu. Es ist sehr beeindruckend wie viele Verdächtige und Motive hier zusammenkommen. Man denkt man hat eine Spur und kurz darauf tut sich die nächste Spur auf. Sehr verwirrend im positiven Sinne. Es macht Spaß mit zu rätseln. Es gibt sehr viele Verdächtige und irgendwann habe ich tatsächlich dann aber den Überblick verloren.

Das Privatleben der Hauptfiguren ist gut in Geschichte integriert. Das hat mir gut gefallen.

Wie alles schlussendlich zusammen gepasst hat, hat mich überrascht. Es war alles nachvollziehbar und alle Fragen wurden beantwortet. Nur ein kleiner Hinweis warum der Täter so geworden ist wie er ist, wär schön gewesen.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

menschliche Abgründe am Königssee

Mord auf dem Königssee
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Sechs tote Priester auf dem Königssee, eine abgetrennte Hand und ein verschwundener Priester. Simon Perlinger hat alle Hände voll zu tun um die Zusammenhänge zwischen gekreuzigten Priestern, einem gestohlenen ...

Sechs tote Priester auf dem Königssee, eine abgetrennte Hand und ein verschwundener Priester. Simon Perlinger hat alle Hände voll zu tun um die Zusammenhänge zwischen gekreuzigten Priestern, einem gestohlenen Ring, den Hexenprozessen und einem Skandal der Kirche aufzudecken. Dabei entdeckt er unerwartete Abgründe in der idyllischen Bergwelt Berchtesgadens.

Erst einmal zur Optik: Die Printausgabe hat einen tollen Farbschnitt, was optisch einiges hermacht.

Außerdem enthält der Einband eine Karte zur besseren Orientierung.

Auf den ersten Seiten erwartet den Leser ein Personenverzeichnis.

Der Schreibstil ist für mich sehr nüchtern und distanziert aber auch sehr plastisch. Das verleiht der Geschichte noch mehr Nachdruck und Ernsthaftigkeit.

Der Einstieg ist schon sehr heftig, aber auch nicht unerwartet. Jeder hat, denke ich, zu Hexenprozessen schon mal etwas gelernt, gelesen oder gesehen und im Ansatz mitbekommen was damals geschehen ist. Dennoch sind schon die ersten paar Seiten nichts für schwache Nerven. Rohe Gewalt und psychische Grausamkeiten wechseln sich hier ab.

Es gibt zwei Handlungsstränge. Beide sind super interessant und spannend. Vor allem der geschichtliche Teil. Bei den sehr gut recherchierten Hintergrundinformationen lernt man noch einiges dazu.

Die vielen Personen gleich zu Beginn sind sehr fordernd, aber dazu gibt es ja das tolle Personenverzeichnis.

Das Ende war für mich auch überraschend. Allerdings war der letzte Leseabschnitt mit den ganzen Verstrickungen und Wendungen, wer wie wann und warum beteiligt war auch sehr unübersichtlich. Manchmal war ich etwas verwirrt, hatte Schwierigkeiten zu folgen und musste manche Passagen auch doppelt lesen. Da ist leider der Lesefluss und auch die Spannung etwas abhanden gekommen.

Dennoch finde ich die Mischung aus historischen Ereignissen und Gegebenheiten der Gegenwart sehr gelungen und bin schon gespannt auf neue Fälle.

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Veröffentlicht am 24.05.2024

spannend und lesenswert

Der Puppenkünstler
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"Der Puppenkünstler" ist der dritte Band der Teufel-Graf Krimireihe von Drea Summer. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Ein Serienmörder spielt ein grausames Spiel und scheint der Polizei immer ...


"Der Puppenkünstler" ist der dritte Band der Teufel-Graf Krimireihe von Drea Summer. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Ein Serienmörder spielt ein grausames Spiel und scheint der Polizei immer einen Schritt voraus zu sein. Er treibt sein Unwesen und hinterlässt seine Opfer als Puppen inszeniert.

Der Einstieg in das Buch gelingt gut, man wird schnell gepackt und in den Bann der Geschichte gezogen. Der Fall nimmt ziemlich schnell Fahrt auf, der Leser tappt aber noch lange im Dunklen.

Die zentrale Frage die sich im Buch stellt: hat Steffi und ihr Team im letzten Fall den Falschen hinter Gittern gebracht? Nicht auszudenken wenn es tatsächlich so wäre und dieser jetzt weiter morden durch Norddeutschland zieht.

Der Schreibstil ist angenehm. Durch die eingebauten Rückblenden erfährt man einiges über die Hintergründe der Taten.

Den Kleinkrieg zwischen den Ermittlerteams finde ich etwas störend und auch die Tatsache, dass die vier Ermittler nicht an einem Strang ziehen, sondern sich ständig kritisch beäugen.

Gut finde ich, dass die Protagonisten Ecken und Kanten und Stärken und Schwächen haben und diese auch zeigen. Allerdings finde ich es wiederum nicht gut wenn man zu oft und immer wieder die Schwächen betont.

Das Ende ist ziemlich nervenaufreibend und für meinen Geschmack auch etwas zu viel mit Ereignissen gespickt.

Der Cliffhanger am Schluss hört sich sehr vielversprechend an und ich bin schon gespannt auf den nächsten Fall von Steffi und Jan.

Fazit: spannend und lesenswert 😊.

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Veröffentlicht am 02.03.2024

Ein interessantes und spannendes Buch

Bis zum blutigen Ende
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Ein anonymes Schreiben landet in den Händen der FBI-Profilerin Julie Thornton: Der Verfasser behauptet, Kenntnis über einen Serienmörder zu haben, den er stoppen möchte, und bittet um Julies Hilfe. Mit ...

Ein anonymes Schreiben landet in den Händen der FBI-Profilerin Julie Thornton: Der Verfasser behauptet, Kenntnis über einen Serienmörder zu haben, den er stoppen möchte, und bittet um Julies Hilfe. Mit Libbys Unterstützung versucht Julie, über E-Mails mit dem Unbekannten in Kontakt zu treten und erhält dabei beunruhigende Einblicke in ein verstörendes Seelenleben.

Gleichzeitig wird Libby von einer jungen Frau namens Sophia kontaktiert, die nach einer grausamen Gewalterfahrung Hilfe sucht, um ihr Trauma zu bewältigen. Im persönlichen Gespräch offenbart Sophia Libby ein Tabu, das unerwartet zu einer blutigen Eskalation führt. Und auch in Julies Fall nimmt die Situation eine überraschende Wendung ...

Libby kämpft gegen die Zeit, um den Täter zu finden, während sie mit persönlichen Herausforderungen und inneren Konflikten zu kämpfen hat. Libbys und Julies Kampf gegen die Zeit, um einen Serienmörder zu fassen, wird mit jeder Seite intensiver.

Auch dieses Buch kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Allerdings entwickelt sich Libbys Leben und das der anderen Protagonisten über die Bücher hinweg stetig weiter. Es werden auch immer wieder Bezüge zu den vorherigen Büchern gezogen. Was für Leser der Reihe sehr schön ist.

Der Prolog ist wieder nervenaufreibend und beginnt sogleich mit einer traurigen Geschichte. Durch den flüssigen Schreibstil kommt man wie immer gut in die Geschichte.

Das Buch ist schon nach den ersten Kapiteln ziemlich blutrünstig. Die Beschreibungen der Szenen sind schon krass. Die Darstellungen sind detailreich, ohne dabei langatmig zu werden. Man kann sich die Schauplätze und Personen lebhaft vorstellen, was das Eintauchen in die Geschichte erleichtert.

Es gibt auch wieder Abschnitte aus Tätersicht, diese lassen den Leser tiefer in die Geschichte eintauchen.

Das Buch endet mit einer tollen Auflösung für diesen emotionalen Fall.

Eine wirklich spannende Geschichte, die einem unter die Haut geht.

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