Zwiegespalten
Last Exit. Mein gefährliches Leben im SchneeBenedikt "Bene" Mayr war als Skisportler Teilnehmer an Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und drehte spektakuläre Filme in atemberaubender Kulisse. Ein Leben auf der Überholspur, das er letztendlich ...
Benedikt "Bene" Mayr war als Skisportler Teilnehmer an Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und drehte spektakuläre Filme in atemberaubender Kulisse. Ein Leben auf der Überholspur, das er letztendlich aber nicht durchstehen konnte und fast weggeworfen hätte. Das Buch ist eine Abrechnung damit und ein Bericht darüber.
Vorab sei gesagt, dass ich persönliche Berichte und Biografien sehr gerne lese und die Menschen bewundere, die so offen darüber sprechen möchten und auch über ihre Fehler und Fehlentscheidungen. Ich achte Bene Mayr für seine Leistungen und für seine Ehrlichkeit. Trotzdem lässt das Buch mich etwas zwiegespalten zurück. Zum einen ist es inhaltlich gemeint. Die Sprache ist gerade im ersten Teil oft sehr speziell und mir war es für meinen Geschmack einfach oft ein wenig zu viel ist "Slang“, manchmal fehlte mir irgendwie der Stil. Mein größeres Problem war allerdings, dass ich gerade bei den Beschreibungen am Anfang und bei den ersten Drogenversuchen niemals das Gefühl hätte, als bereut Bene hier irgendetwas. Es war alles so selbstverständlich, kein Gedanke, dass es irgendwie ein Fehler ist. Das kommt erst ganz, ganz am Ende und für mich dort auch ein wenig zu kurz. Gerade den Teil der Aufarbeitung hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht. So bleibt eine starke Befürchtung, ob er es wirklich schaffen wird, was ich ihm natürlich sehr wünsche. Das Buch bleibt trotzdem gut zu lesen und dient für mich auch als eine Art Warnung für eventuelle Nachahmer