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Veröffentlicht am 05.03.2024

Die Rache der KI

Die Burg
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Eine mittelalterliche Burg wird als ein großes Escape-Spiel von einem Millionär umgebaut. Bevor alles eröffnet wird, wird eine Gruppe verschiedener Leute zu einem Test-Spiel eingeladen. Doch das verselbstständigt ...

Eine mittelalterliche Burg wird als ein großes Escape-Spiel von einem Millionär umgebaut. Bevor alles eröffnet wird, wird eine Gruppe verschiedener Leute zu einem Test-Spiel eingeladen. Doch das verselbstständigt sich. Sie können das Labyrinth nicht mehr verlassen um die KI rächt sich auf ihre eigene Weise...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zum einen verbindet es moderne Spielemethoden mit sehr viel Fantasie. Zum anderen zeigt es auf, was die KI an Möglichkeiten haben könnte und dass sie auch gefährlich werden kann. Natürlich ist das alles nicht zu 100 Prozent echt, aber ich glaube, heute kann auch niemand einschätzen, was alles passieren könnte. So sind die Gedankenspiele sehr interessant. Unabhängig davon ist es ein sehr spannendes Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte. Von mir daher eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.03.2024

Tolles Buch

Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals an einem Riesenwurm hängen solltest
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Charly hat ein Problem. Bei der Disco möchte er gerne Dalia ansprechen. Doch so ziemlich alles geht schief und als er dann noch ein kleines Monster entdeckt, ist sein Tag restlos gelaufen. Denn normalerweise ...

Charly hat ein Problem. Bei der Disco möchte er gerne Dalia ansprechen. Doch so ziemlich alles geht schief und als er dann noch ein kleines Monster entdeckt, ist sein Tag restlos gelaufen. Denn normalerweise dürften Monster in der Zeit gar nicht auf der Erde sein, denn das Portal zu Anderlande soll sich erst wieder an Halloween öffnen. Doch es ist jetzt schon offen und so strömen die Monster ungehindert über Dunkelnest. Charly und Martin versuchen zu retten, was zu retten ist. Dabei haben sie wieder Hilfe von den Monsterjägern...

Das Buch ist der zweite Teil der Monsterjägerreihe. Ich kannte den Vorgänger nicht, war aber nach kurzer Zeit ziemlich gut in dem Geschehen drin. Es hilft, wenn man den ersten Teil gelesen hat. Aber es ist nicht unbedingt Voraussetzung, um die Fortsetzung zu verstehen. Die ist ganz toll gelungen. Besonders loben muss ich die wunderbaren Zeichnungen und den oft vorhandenen Wortwitz. Außerdem gibt es ganz, ganz viele Abenteuer und man erkennt, dass man nur zusammen mit Freunden und Verbündeten etwas erreichen kann. Wie die verschiedenen Personen zueinander stehen, gefällt mir sehr gut. Das Ende deutet an, dass die Reihe auf jeden Fall weitergehen wird. Das würde mir gut gefallen, denn es ist für die Zielgruppe absolut eine empfehlenswerte Lektüre.

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Heimat

Mühlensommer
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Maria will mit ihren Töchtern zusammen mit Freunden ein Wochenende in den Bergen verbringen. Doch kaum dort angekommen, erhält sie den Anruf ihrer Mutter, dass ihr Vater schwer verunglückt ist und Maria ...

Maria will mit ihren Töchtern zusammen mit Freunden ein Wochenende in den Bergen verbringen. Doch kaum dort angekommen, erhält sie den Anruf ihrer Mutter, dass ihr Vater schwer verunglückt ist und Maria auf den heimatlichen Hof zurückkommen soll, um zu helfen. Dort erwartet sie eine Menge an Arbeit, eine demente Oma, die Ungewissheit, was mit ihrem Vater ist, und ganz viele Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist die Erinnerung an eine Kindheit auf dem Lande, auf einem einsamen Bauernhof, der schon seit Hunderten von Jahren eine Mühle war. Da ich selbst auf dem Land groß geworden bin, konnte ich viele der Erlebnisse nachvollziehen. So das Schweineschlachten oder auch die dörflichen Feste und Feiern, aber eben auch die viele Arbeit und die Zwänge, die eine Landwirtschaft bzw. Tierhaltung auferlegt. Das alles ist gut geschrieben und man merkt die Liebe zur Heimat in jeder Zeile. Auch die Probleme in der Familie sind gut beschrieben und nachvollziehbar. Das Buch hat mit seiner au unaufgeregten Art viele Erinnerungen geweckt und die alten Gefühle wieder aufleben lassen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Wenn's am schönsten ist

Wenn's am schönsten ist
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Lukas steht kurz vor dem Abitur. Er lebt allein bei seiner Mutter, hat schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seinem Vater Peter. Seine Mutter Sabine hat die Trennung von Peter immer noch nicht verkraftet ...

Lukas steht kurz vor dem Abitur. Er lebt allein bei seiner Mutter, hat schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seinem Vater Peter. Seine Mutter Sabine hat die Trennung von Peter immer noch nicht verkraftet und beurteilt ihn durchweg schlecht. Dadurch hat Lukas auch kein großes Bedürfnis, mit seinem Vater Kontakt zu haben. Dann wird Lukas von seinen Großeltern zum Geburtstag der Oma eingeladen. Eher widerwillig fährt er hin. Peter kommt ebenfalls eher widerwillig zu der Feier und wird sozusagen vor vollendete Tatsachen gestellt. Wutentbrannt verlässt er das Haus, wütend auf seine Eltern, nicht auf Lukas. Der bezieht das natürlich auf sich und verlässt ebenfalls die Feier. Hinterher versucht Peter dann doch, wieder Kontakt mit Lukas zu bekommen. Telefonate blockt Sabine ab, doch ein Brief geht an Lukas. Während Peter auf eine Antwort wartet, erfährt er die Diagnose seiner tödlichen Krankheit. Er will das geheim halten. Lukas entscheidet sich dann doch, Peter zu besuchen. Die ersten beiden Tage verlaufen erst schwierig, dann super - bis Lukas die Arztdiagnose zufällig findet und alles missversteht und den Kontakt wieder abbricht ...
Das Buch ist ein ganz starkes Buch. Es ist wunderbar zu lesen vom Stil her und es ist wunderbar vom Inhalt her. Wohl jedes Scheidungskind hat ähnliches schon einmal erlebt. Anfangs wird im Buch vor allem Sabine ein wenig als Verursacher der Probleme dargestellt. Sie ist maßlos enttäuscht von Peter, verhindert später nach Möglichkeit jeden Kontakt zwischen Vater und Sohn, klammert sich nur an Lukas und lebt fast kein eigenes Leben mehr. Erst im Laufe des Buches macht auch sie eine Wandlung durch (für mich das einzige Manko der Geschichte, dass diese Wandlung nach dem jahrelangen Hass dann auf einmal schnell und relativ problemlos kommt). Lukas ist hingerissen zwischen allen Gefühlen: er möchte den Vater kennenlernen, der Mutter nicht weh tun. Und er hat riesige Vorbehalte und auch Vorwürfe, weil Peter die ganzen Jahre nichts für ihn getan hat. Trotzdem wünscht er sich einen Vater, macht sich aber keine Entscheidung leicht. Zumal er - kurz vor dem Abitur - generell in einer schwierigen Lebensphase ist. Peter wiederum will immer in Freiheit leben, hat die Familie als Einschränkung empfunden, den Sohn nicht - aber er hat auch schnell aufgegeben, als Sabine die Kontakte unterbinden wollte. Erst jetzt hat er das Bedürfnis, da einiges nachzuholen.
Hier werden viele Fragen aufgeworfen, Entscheidungen in den Raum gestellt - aber es wird auch immer wieder betont, dass zu jeder Trennung, zu jeder Entscheidung mindestens zwei Menschen gehören, dass keiner für alles allein die Schuld trägt und dass man sich jederzeit ändern kann, aufeinander zugehen, Entscheidungen revidieren, aber auch akzeptieren kann. Das alles verpackt in eine wunderbare Geschichte - dafür kann es nur die volle Punktzahl geben.

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