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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2024

Wieder ein spektakulärer Fall

Good Girl, Bad Blood
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„A Good Girls Guide to Murder“ war vor Jahren eins dieser Bücher, die ich absolut geliebt habe. Dass nun auch die Folgebände übersetzt worden sind, ist lange an mir vorbeigegangen, aber zu Glück bin ich ...

„A Good Girls Guide to Murder“ war vor Jahren eins dieser Bücher, die ich absolut geliebt habe. Dass nun auch die Folgebände übersetzt worden sind, ist lange an mir vorbeigegangen, aber zu Glück bin ich doch noch auf dieses Buch gestoßen. Denn Pip nimmt uns wieder mit nach Little Killtown. Und sie ist wieder einer Story auf der Spur.

Zum Inhalt: nachdem ihre Detektivarbeit rund um den Fall Andie Bell sie und ihre Familie in echte Schwierigkeiten gebracht hat, wollte Pip den Detektivhut an den Nagel hängen. Doch dann wird wieder jemand vermisst und die Polizei unternimmt nichts. Also sieht Pip sich gezwungen wieder auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen.

Ich mag die vielen verschiedenen Stilelemente derer sich die Geschichte bedient. Es gibt Illustrationen, Interviews, SMS-Nachrichten. Das haucht dem Text Leben ein und regt dazu an, selbst zu spekulieren und über den Fall nachzugrübeln. Besonders im Bereich Jugendthriller ist mir sowas noch nicht begegnet.

Ich liebe ja das Setting- diesen Kleinstadtflair, wo jeder Dreck am Stecken hat. Es wird auch nich Bezug auf den vorherigen Band genommen, diesen sollte man also besser vorher gelesen haben.
Ich finde das Buch greift auch auf geschickte Art viele Themen auf, die für jugendliche relevant sind.

Pip läuft einfach wieder zu Höchstleistungen auf. Besonders an ihr kann man als Leser gut festmachen, dass nicht immer nur alles schwarz oder weiß ist, denn Pip trifft auch viele fragwürdige Entscheidungen, die Einfluss auf ihre Zukunft haben können. Gleichzeitig ist sie natürlich der Mittelpunkt dieser Geschichte und damit der moralische Kompass.

Ich fand die Story wieder sehr mitreißend erzählt zbd spannend geplottet. Man kann Pips Ermittlungsansätze gut nachvollziehen und es gibt wieder ein paar überraschende Wendungen innerhalb der Geschichte.

Das Buch liest sich einfach fantastisch, ist verständlich geschrieben und bringt die Erlebnisse authentisch rüber. Hat mir wieder richtig gut gefallen

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Veröffentlicht am 10.03.2024

unglaublich wendungsreich, nichts ist wie es scheint

Wer zuerst lügt
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Ich fand tatsächlich Cover und Klappentext dieses Buches gar nicht mal so ansprechend. Aber aber dann habe ich ein paar Rezensionen gelesen, die gar nicht aus dem Schwärmen über dieses Buch herausgekommen ...

Ich fand tatsächlich Cover und Klappentext dieses Buches gar nicht mal so ansprechend. Aber aber dann habe ich ein paar Rezensionen gelesen, die gar nicht aus dem Schwärmen über dieses Buch herausgekommen sind und bin neugierig geworden. Und was soll ich sagen: man bin ich froh über diese Bewertungen, denn dieses Buch ist einfach packend, wendungsreich, absolut perfide ein ein total Mindblow.

Zum Inhalt: Evie Porter hat es geschafft, sie hat sich ein perfektes Leben aufgebaut. Nur dass sie eigentich nicht Evie Porter heißt und dieses perfekte Leben Teil ihres Jobs als Trickbetrügerin und der atemberaubende Mann an ihrer Seite ihr aktuelles Opfer ist. Doch dann taucht eine Frau auf, die sich Lucca Marino nennt und Evies Welt ins Wanken bringt. Denn Lucca Marina, das ist ihre eigene, wahre Identität, die Evie um jeden Preis schützen wollte.

Diese Geschichte ist ein absolut perfides Katz- und Maus-Spiel, bei dem man als Leser nie so richitg weiß, wer jetzt hier eigentlich die Maus ist. Neben der Gegenwartsperspektive gibt es immer wieder Rückblenden in Evies Vergangenheit und ihre anderen Identitäten, sowie die Coups, die sie als Betrügerin durchgezogen hat und die sie an den Scheidepunkt innerhalt der Geschichte brachten.

Evie ist eine absolut krasse, knallharte Braut, intelligent und gewieft. Hut ab vor dieser grandiosen Protagonistin, die mit ihren wilden Plänen, ihrer vorausschauenden Art und ihrem schieren Überlebenswillen das Buch zu einer echten Achterbahnfahrt gemacht hat. Die Handlung ist super wendungsreich, absolut nichts ist wie es auf den ersten Blick scheint, aber die Handlung ist absolut schlüssig konstruiert und genial durchgeplottet.

Eine wahnsinnig mitreißende Odysee durch die südliche USA und eine wilde Verfolgungsjagd, bei der es um absolut alles geht und man nie weiß, wer noch ein Ass im Ärmel hat. Ich habe dieses Buch durchgesuchtet, war sebst wie im Wahn herauszufinden, wie diese Geschichte wohl enden mag. Grandios, absolut unterhaltsam und sehr sehr lesenswert!

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Veröffentlicht am 10.03.2024

Auftakt eines Fantasy-Epos

Trial of the Sun Queen
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„Trial of the Sunqueen“ ist der erste Band einer Fantasyreihe, die voraussichtlich vier Bände umfassen wird. Für einen Auftaktband fand ich ihn bereits überraschend rund und obwohl die Handlung natürlich ...

„Trial of the Sunqueen“ ist der erste Band einer Fantasyreihe, die voraussichtlich vier Bände umfassen wird. Für einen Auftaktband fand ich ihn bereits überraschend rund und obwohl die Handlung natürlich weitergeht, fühlte sich das Buch recht abgeschlossen an. So als wäre diese Episode aus dem Leben der Protagonistin nun vorbei. Und das hat mir richtig gut gefallen. Ein starker erster Band.

Zum Inhalt: Lor ist Gefangene 3152 im Gefängnis von Nostraza. Als sie eines nachts bei einem Aufstand im Gefängnis aus diesem entführt wird, findet sie sich am Hof des Fae-Sonnenkönig wieder. Dort soll sie als letztes Tribut, als einziger Mensch, um die Krone der Sonnenkönigin kämpfen- oder bis zu ihrem Tod.

Das Worldbuilding ist eher simpel gehalten, aber trotzdem eindrucksvoll, weil viel mit Atmosphäre und Stimmungen gearbeitet wird. Auch wenn das Gefängnis selbst kaum beschrieben wird, kann man sich Lors Leben dort gut ausmalen, und genauso ist es mit dem Hof des Sonnenkönigs. Der Schreibstil ist sehr detailliert und bildhaft, wodurch man als Leser toll in diese Welt eintauchen kann.

Die Prüfungen am Hof des Sonnenkönig selbst fand ich super spannend angelegt; sie sind ausreichend detailliert beschrieben um mitzufiebern und sich für Lor Erfolg zu wünschen. Außerdem offenbaren sie viel über Lor und ihren Charakter, sodass man ihre Entwicklung quasi live mitverfolgen kann. Außerdem offenbaren sie viele Geheimnisse und Intrigen, es werden Bündnisse geschlossen und man bekommt als Leser einiges an Hintergrundgeschichte präsentiert.

Dieses Buch stellt einen sehr starken Auftaktband dar, der absolut neugierig macht, wie die Geschichte in den folgenden Bänden weitergeht. Es bleiben genug Themen offen, um als Leser dranblieben zu wollen, und gleichzeitig fühlte sich das Ende des Bandes trotzdem wie ein Abschluss an. Bin immer nicht so ein Fan drastischer Cliffhanger, daher hat mir das gut gefallen. Hoffe dass in den Folgebänden das Schicksal einiger Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind, weiter beleuchtet wird. Will auf jeden Fall mehr davon lesen.

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Veröffentlicht am 03.03.2024

schönes Setting und coole Storyline

Lakestone Campus of Seattle, Band 1: What We Fear (SPIEGEL-Bestseller mit Lieblingssetting Seattle)
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"Lakestone Campus of Seattle- What we fear" vereint für mich gekonnt Elemente von Collegeromance und Hacker-Thriller. Hätte jetzt nicht erwartet, dass mich ein Crossover dieser beiden Themen so packen ...

"Lakestone Campus of Seattle- What we fear" vereint für mich gekonnt Elemente von Collegeromance und Hacker-Thriller. Hätte jetzt nicht erwartet, dass mich ein Crossover dieser beiden Themen so packen würde und ich musste mich da erstmal drauf einlassen. Aber dann hat sie mich nicht mehr losgelassen.

Zum Inhalt: Harlow hat es richtig versaut, dabei hat sie es nur gut gemeint. Doch im Verhörzimmer der Polizeiwache muss sie sich fragen, wie es soweit kommen konnte. Da eröffnen sich ihr ungeahnte Möglichekit als der Leiter des Lakestone Campus ihr ein Stipendium anbietet. College statt Gefängnis- wie könnte Harlow da nein sagen. Die einzige Bedingung: sie muss ihre kriminelle Vergangenhe it hinter sich lassen. Doch die holt sie schneller ein, als gedacht.

Fand die Hacker-Thematik unerwartet spannend, wobei ich die App die Harlow entwickelt nochmal deutlich cooler und thematisch auch viel greifbarer fand. Das Campus-Setting war voll mein Ding und ich mochte die vielen besonderen Orte, die Lakestone Campus für Harlow zu einem Zuhause machten. Neben dem Setting bin ich auch absoluter Fan der vielfältigen Charaktere, die die Geschichte mit Leben gefüllt haben, allen voran Zacks Großmutter.

Es hat mir wahnsinnig gut gefallen, dass die beiden Protas nicht allein durch ihre Lovestory definiert wurden, sondern eigene Backgroundstories, Familien und Freunde mitbrachten, was der Geschichte Komplexität gegeben hat. Das macht es für mich auch immer authentischer, als wenn die Protas sich völlig in ihrer Bubble befinden. Beide haben Geheimnisse, tun sich schwer, sich völlig zu offenbaren und wirken getrieben von ihrer Vergangenheit. Das bringt eine spannende Dynamik mit sich, wodurch ich nochmal tiefer in die Geschichte reingezogen wurde.
Generell mochte ich es auch total, dass die Figuren hier einen kompletten Alltag mit Collegesport, Prüfungsstress und Quality Time haben. Man hat das Gefühl einen Einblick in das Unileben am Lakestone Campus zu bekommen, so als wäre es ein echtes College.

Jedes Kapitel wird von einem Song begleitet, was ich nett gemacht fand. Auch die wechselnden Erzählperspektiven fan dich gut, da es die beiden Protas nahbarer macht. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, bildhaft und an den passenden Stellen emotional aufgeladen.
Mir hat dieser Reihenauftakt gut gefallen und ich würde auf jeden Fall weiterlesen wollen.

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Veröffentlicht am 03.03.2024

Sehr schön erzählt und so nahbar

Das kleine Haus am Sonnenhang
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Ich mag Bücher von Alex Capus einfach total gerne, weil er eine wunderschöne Art hat, Geschichten zu erzählen, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben. In „das kleine Haus am Sonnenhang“ erzählt er nun ...

Ich mag Bücher von Alex Capus einfach total gerne, weil er eine wunderschöne Art hat, Geschichten zu erzählen, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben. In „das kleine Haus am Sonnenhang“ erzählt er nun eine Geschichte mit persönlichem Bezug, einen kleinen Auszug aus seinem Leben. Sehr sehr schön, besser kann ichs eigentlich nicht beschreiben.

Zum Inhalt: die 90er in einem kleinen Dorf in Italien- der angehende Schriftsteller Alex und eine Freundin, die Jurastudentin Norah bringen ihrer Sommer in der trägen Einsamkeit der italienischen Provinz. Sie laden Freunde ein, verleben illustre Tage und wenn der Herbst naht, bleibt Alex allein zurück um zu Schreiben. Und um das Dorfleben in sich aufzunehmen

Capus erzählt wunderbar sympathisch und bildhaft in kleinen Episoden aus seiner Erinnerung. Dabei wirkt er sehr nahbar und bringt das Leben in der italienischen Provinz sehr authentisch rüber, sodass ich das kleine Dorf, die Kneipe und deren Stammkundschaft plastisch vor Augen hatte. Die Geschichten bestechen durch ihre Alltäglichkeit die im gegebenen Kontext trotzdem etwas besonderes hat. Am liebsten wäre man selbst dabei, bei den illustren Partys im sommerlichen Garten des kleines Hauses und der Melancholie einsamer Stunden im darauffolgenden Winter

Die Kapitel sind kurz angelegt und sehr angenehm zu lesen. Zwischen den einzelnen Geschichten liegen unterschiedlich lange Zeitintervalle, manche bauen aufeinander auf, andere stehen für sich allein. Aber sie alle verbindet das ländliche Setting und unser Autor als Protagonist. Ich finde das Buch und die enthaltenen Erzählungen einfach schön. Teils ulkig anmutende Begebenheiten, die einen aus dem eigenen Alltag entführen.

Wer einen in sich geschlossenen Roman erwartet, der wird hier nicht fündig, wer sich aber in kleinen Anekdoten in das Italien einer anderen versetzen lassen will, der ist hier genau richtig. Irgendwo zwischen der Nostalgie des in Erinnerungen Schwelgens und der Poesie der kleinen, alltäglichen Momente ist dies ein unterhaltsames, charmantes Buch.

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