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Veröffentlicht am 17.05.2024

Sorry not sorry

Sorry not sorry
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"Sorry not sorry - Über weibliche Scham" von Anika Landsteiner ist in der Hörbuchfassung von der Autorin selbst gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch ...

"Sorry not sorry - Über weibliche Scham" von Anika Landsteiner ist in der Hörbuchfassung von der Autorin selbst gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimmen der Sprecherin/Autorin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt, rethorische Mittel wurden deutlich eingesetzt.
Nachdem mich Landsteiners Roman "Nachts erzähle ich dir alles" nur bedingt begeistern konnte, war ich sehr auf dieses feministische Sachbuch von ihr gespannt. Dass sich die Autorin mit feministischen Themen auseinander setzt wurde schon in ihren Romanen deutlich.
In "Sorry not sorry" sehe ich vor allem eine gelungene Lektüre für Menschen, die sich mit Scham und damit assoziierten Themenbereichen noch nicht beschäftigt haben. Landsteiner bringt weibliche Scham mit vielen verschiedenen (feministischen) Konzepten in Verbindung, benennt viele weiterführende Theorien, Essays und Abhandlungen, in denen sich Leser:innen weiter einlesen könnten. Mir persönlich haben Landsteiners Essays keine neuen Erkenntnisse gebracht, viele von ihr herangezogene Werke kannte ich bereits selbst. Ich hätte mir auch eine ausgiebiegere wissenschafltiche Fundierung gewünscht, andererseits hätte dies auch eine weniger lockere Lektüre bedeuten können.
Landsteiners Schreibstil ist sehr nahbar, die Verknüpfung mit eigenen Erlebnissen und Anekdoten gefiel mir sehr gut, dadurch wurden die behandelten Themen lebhafter und einprägsamer. Sprache und Schreibstil waren insgesamt sehr flüssig und gut zu verfolgen.
Insgesamt kann dieses Buch einen guten ersten Überblick über feministische Themen und weibliche Scham geben, mir hat jedoch eine tiefergehende Analyse und Ausarbeitung in einigen Teilbereichen gefehlt, um für mich einen nennenswerten Mehrwert zu bieten.

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Veröffentlicht am 01.04.2024

That Girl

That Girl
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"That Girl" von Autorin Gabriella Santos de Lima hatte meine Neugier mit dem interessanten Klappentext, der ein brandaktuelles Thema für viele junge Frauen aufgreift. Protagonistin ist Influencerin Tess, ...

"That Girl" von Autorin Gabriella Santos de Lima hatte meine Neugier mit dem interessanten Klappentext, der ein brandaktuelles Thema für viele junge Frauen aufgreift. Protagonistin ist Influencerin Tess, aus deren Sicht die Handlung geschildert wird. Tess war mir von Beginn an sympathisch, wenn auch ein wenig zu naiv und eindimensional geschildert. Dennoch habe ich sie gern durch das Buch begleitet.
Der Schreibstil des Buches war für mein Empfinden überraschend einfach und teils schon etwas zu platt. Dennoch hat er sich sehr angenehm und flüssig lesen lassen. Die Charaktere in diesem Buch neigen jedoch von Zeit zu Zeit dazu ausufernde Monologe zu führen, was teils etwas zu viel des Guten für mich war.
Die Story an sich wurde durch regelmäßige Postings und Chats, sowie Auszügen aus den Romanen der 'Protagonistin aufgelockert, was für mich in diesem Kontext ein gelungenes Stilmittel darstellte.
Die Story insgesamt hat mir gut gefallen, sie hat viele Themen aufgegriffen, u.a. Fatshaming, Body-Positivity und natürlich überwiegend der Druck, der auf scheinbar perfekten Influencer:innen lastet, die einem bestimmten Genre zugeordnet werden. Das ist natürlich alles nicht neu, bringt jedoch dennoch eine interessante Perspektive, die für meinen Geschmack allerdings nicht ihr volles Potenzial entfalten konnte. Ich glaube, dass noch viel möglich gewesen wäre mit dieser spezifischen Thematik im Setting dieses Buches. So bleibt die Geschichte etwas fad und ähnlich blass wie die Farben des Buchcovers. Jedoch finde ich das Buch insgesamt gelungen, auch wenn etwas Luft nach oben bleibt. Ich fand den Inhalt angenehm zu verfolgen, trotz der leicht oberflächlichen Abhandlung viele relevante Aspekte eingearbeitet, die zum Nachenken angeregt haben. So sehr wird das Buch vermutlich nicht in mir nachhallen können.

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Veröffentlicht am 15.03.2024

Die Influencerin

Die Influencerin
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"Die Influencerin - Ich folge dir. Ich verfolge dich. Ich zerstöre dich." von Rebecca Russ ist in der Hörbuchfassung von Jasmin Shaudeen gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, ...

"Die Influencerin - Ich folge dir. Ich verfolge dich. Ich zerstöre dich." von Rebecca Russ ist in der Hörbuchfassung von Jasmin Shaudeen gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimmen der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt.
Die Handlung wird aus zwei Perspektiven geschildert und beim Hören war mir leider nicht immer sofort klar, wann es einen Wechsel der Perspektive gegeben hat. Das hat das Hören für mich etwas erschwert.
Die Handlung hat mir grundlegen gut gefallen, der Aufbau und auch die Perspektivenwechsel haben eine gute Spannung erzeugt, die ich gebannt verfolgt hab. Protagonistin Sarah war mir zwar nie sympathisch, ich habe sie jedoch gut kennenlernen können durch die Ich-Perspektive. Alle weiteren Personen sind jedoch sehr undeutlich und flach dargestellt - jedoch ausreichend für den Plot.
Zum Ende hin hat sich die Geschichte für mich aber ein wenig zu unauthentisch und die Verstrickungen und Entwicklungen nicht mehr zum Gesamtgefüge passig angefühlt. Mir war es zu viel des Guten - die Story wäre auch ohne gut ausgekommen finde ich. Das fand ich sehr schade, denn für mich haben die Entwicklungen im letzten Drittel das bis dahin sehr gelungene Buch ein wenig runter gezogen.
Insgesamt fand ich diesen Thriller durchaus solide, jedoch zum Ende hin unnötig überladen und mit einigen Schwächen in der Charakterdarstellung.

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Veröffentlicht am 12.03.2024

Blutschwur

The Queen Will Rise
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The Queen Will Rise von Marie Niehoff ist in der Hörbuchfassung von Dagmar Bittner und Sven Macht gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter ...

The Queen Will Rise von Marie Niehoff ist in der Hörbuchfassung von Dagmar Bittner und Sven Macht gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin und des Sprechers kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit waren diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Die Handlung wird aus zwei Perspektiven geschildert und bei der Unterscheidung dieser haben die beiden Sprecher:innen sehr geholfen. So hat jede Perspektive einen eigenen Charakter bekommen. Das gefällt mir immer gut.
"The Queen will rise" ist der zweite Band der Reihe um Protagonistin Florence. Nachdem der erste Band mich nur bedingt überzeugen, aber durch einen gekonnten Cliffhanger zum Weiterlesen motivieren konnte, habe ich mich also an den zweiten Band gewagt. Wie bereits erwähnt haben die beiden Sprecher:innen das Buch sehr gut vertont, Schreibstil und Sprache der Autorin sind jedoch auch sehr angenehm und passend zu Genre und Zielgruppe des Buches.
Die Handlung ist für mich in diesem Buch eindeutig das größte Manko. Für mich waren beinahe alle Drehungen und Wendungen vorhersehbar, so dass ich nur wenig Spannung beim Lesen hatte. Dennoch hab ich die Story um die Beziehung von Flo und Ben gern verfolgt. Auch hier hätte ich mir mehr Tiefe und weniger abrupte und teils wenig nachvollziehbare Handlungen gewünscht.
Ich hatte das Gefühl, dass sich große Teile der Handlung sehr hingezogen haben, zum Ende hin wurde es dann wieder ein wenig zu dicht und gedrängt. Insgesamt hätte ich mir deutlich mehr Informationen zur Welt an sich, zum roten Regen, den Hintergründen zur Feindschaft zwischen Menschen und Vampiren, ... gewünscht. Hier war ganz viel Potential, das leider nur mäßig genutzt wurde.
Die Gestaltung der Charaktere hingegen hat mir gut gefallen. Auch wenn ich es erstaunlich finde, dass ein gar nicht so junger Vampir so viel Wankelmut inne haben kann. Dennoch habe ich alle Charaktere in mein Herz geschlossen. Auch die Nebencharaktere haben eine ausreichende Tiefe um nicht zu platt zu wirken.
Ich hätte mich sehr gefreut, wenn dem Ende ein paar Seiten mehr gewidmet worden wären, denn so wirkte alles sehr gehetzt und unausgereift.
Insgesamt ist "the Queen will rise" ein solides, jedoch etwas unausgereiftes Buch. Ich bin gespannt, was wir in Zukunft von der Autorin lesen dürfen.

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Veröffentlicht am 10.02.2024

Klarkommen

Klarkommen
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"Klarkommen" von Ilona Hartmann ist in der Hörbuchfassung von Jodie Ahlborn gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. ...

"Klarkommen" von Ilona Hartmann ist in der Hörbuchfassung von Jodie Ahlborn gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt.
Die Essenz des Buches lässt sich vermutlich mit Fomo, Fear of missing out, und der zeitlgeichen Ernüchterung, dass nicht alles ist, wie es scheint, zusammenfassen. Die Erzählstimme des Buches und ihre Freund:innen lebten in einer Kleinstadt/einem Dorf, ziehen nach der Schule in eine Großstadt. Als Person, die in einer Großstadt aufgewachsen ist und nie irgendwo anders gelebt hat, kann ich die damit einhergehenden Wünsche/Lebensrealitäten nur bedingt nachvollziehen. Das Grundkonzept: woanders ist mehr, besser und sowieso intensiver, kenne ich dennoch.
Die Kapitel sind teilweise sehr kurz, was dem Buch eine ganz eigene Kurzweiligkeit verleiht und die Geschwindigkeit, mit der die Handlung an mir als Leserin vorbeizieht, erhöht. Das hat mir gut gefallen. Sprache und Schreibstil passen zur Szenerie, lassen sich gut und flüssig lesen. Zwischenzeitlich fehlte mir etwas Stringenz, die Kapitel waren mir inhaltlich zu sprunghaft, jedoch habe ich immer wieder zügig zurück in die Story gefunden.
"Klarkommen" ist ein dringend notwendiger Realitätsabgleich, der schonungslos die Differenz zwischen Vorstellung und Realität wiedergibt. Dennoch wird sich vermutlich nur eine spezifische Zielgruppe in dieser geschilderten Lebensrealität wiederfinden können.
Insgesamt hat mir "Klarkommen" gut gefallen. Ich habe einige wenige Anknüpfungspunkte zu meinem Leben, konnte dadurch besser Verstehen. Andererseits wird es Menschen mit anderen biografischen Hintergründen vermutlich viel mehr aus der Seele sprechen. Es ist ein gutes, solides Buch, das mich jedoch nicht vom Hocler gehauen hat und verm utlich nur wenig nachklingen wird.

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