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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2024

Tiefgründiger Comic-Roman

Mein ziemlich seltsamer Freund Walter
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Sibylle Berg hat mit dem Buch: „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ ein Comicroman für Kinder ab 10 Jahren, in dem es um die Themen: Mobbing, Freundschaft und unglücklich sein geht. Lisa fühlt sich ...

Sibylle Berg hat mit dem Buch: „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ ein Comicroman für Kinder ab 10 Jahren, in dem es um die Themen: Mobbing, Freundschaft und unglücklich sein geht. Lisa fühlt sich von allen allein gelassen und missverstanden. Sie möchte eigentlich nur nicht auffallen und durch den Alltag kommen. Lisas Eltern sind keine große Hilfe, denn sie haben sich mental schon vor längerer Zeit vom Leben verabschiedet. So muss Lisa jeden Tag allein den Alltag bewältigen und ohne Zuspruch und Unterstützung wird sie sogar auf dem Weg zur Schule und in der Schule von Lehrern gemobbt. Eines Tages erscheint Walter, ein Außerirdischer, der Lisa hilft mit ihren Problemen umzugehen. Walter stärkt Lisa Selbstbewusstsein und zeigt ihr auf, dass es nicht den perfekten Lösungsweg gibt, sondern wie sie durch wenige Verhaltensänderungen Situationen besser begegnen und bewältigen kann.

Das Buch ist in drei Teile geteilt und als Comic-Roman dargestellt. Zwar wirkt der Schreibstil etwas abgehackt, aber die zentralen Botschaften kommen definitiv beim Laser an. Auch jüngere Kinder als zehn Jahre können dieses Buch und vor allem die Botschaften verstehen. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt weiter, weil es ein sehr guter Alltagsbegleiter für Kinder sein kann. Auch mein Sohn (8) hat das Buch sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 20.03.2024

Berührende Geschichte

Wort für Wort zurück ins Leben
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Die Autorin Beth Miller schreibt in „Wort für Wort zurück ins Leben“ über die Lebensgeschichte von Pearl, dem Vater und Carrie, die anfänglich nicht ganz in die Geschichte passt.
Bei der Beerdigung von ...

Die Autorin Beth Miller schreibt in „Wort für Wort zurück ins Leben“ über die Lebensgeschichte von Pearl, dem Vater und Carrie, die anfänglich nicht ganz in die Geschichte passt.
Bei der Beerdigung von Pearl’s Vater kreuzen sich beide Geschichten das erste Mal. Pearl, die aufgrund mehrerer traumatischer Ereignisse mit ihrem Ehemann ein zurückgezogenes Leben in Frankreich führt, muss sich ihre Vergangenheit stellen.
Mitfühlend, warmherzig und fesselnd beschreibt die Autorin die Zerwürfnisse in Pearl’s Familie. Wort für Wort entziffert sie die Tagebücher ihres Vaters und versucht so, sich ihren Ängsten und ihrem Leben zu stellen.
Die Charaktere sind wunderbar sympathisch und bildlich beschrieben. Ich konnte mich sowohl in Carrie‘s als auch in Pearl‘s Situation reinversetzen. Durch die Tagebucheintragungen lernt Pearl ihren Vater von einer anderen Seite kennen und verstehen. Ich hatte viele wunderbare Lesestunde mit dieser Geschichte. Tiefgründig, emotional und nachvollziehbar wird das das Leben von Pearl und ihrem Vater beschrieben. Eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.03.2024

Kleine Stadtgärtner ganz groß

Die Stadtgärtnerin, Band 1 - Lieber Gurken auf dem Dach als Tomaten auf den Augen!
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Toni und ihre Mama müssen aus ihrer Wohnung ausziehen und suchen daher verzweifelt nach einer neuen Wohnung. Wie gut, dass in dem Haus von Tonis eine Wohnung frei wird. Jedoch ist das Glück nicht auf ...

Toni und ihre Mama müssen aus ihrer Wohnung ausziehen und suchen daher verzweifelt nach einer neuen Wohnung. Wie gut, dass in dem Haus von Tonis eine Wohnung frei wird. Jedoch ist das Glück nicht auf ihrer Seite und Tonis Mama will nach dem Umzug gleich wieder ausziehen. Aus diesem Grund möchte Toni ihrer Mama mit einem Dachgarten die Wohnung schmackhaft machen. So legen Tonis Freunde mit viel Einfallsreichtum auf dem tristen Dach des Wohnhauses ein kleines Paradies an, um Tonis Mama umzustimmen.
Bereits das schöne Cover lässt vermuten, dass die Kinder mit sehr viel Fantasie das Projekt „ Dachgarten“ umsetzen. Es werden sehr viele nützliche Tipps und Pflanzenanleitungen gegeben. Besonders schön ist, von dem Zusammenhalt der Kinder zu lesen. Gemeinsam schaffen sie ein kleines Paradies.
Der Schreibstil der Autorin Gina Mayer ist locker und leicht sowie sehr angenehm zu lesen und altersgerecht umgesetzt. Die einzelnen Charaktere sind sehr authentisch und bildlich beschrieben. Man fiebert regelrecht mit den Kindern mit. Auch die Zeichnungen im Buch sind schön umgesetzt und haben uns zum Schmunzeln gebracht.
Insgesamt eine sehr schöne Geschichte, bei der wir sehr viel Spaß beim Vorlesen hatten. Definitiv werden wir den zweiten Teil auch lesen und die nützlichen Tipps zum Aufziehen von Setzlingen umsetzen.

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Veröffentlicht am 10.03.2024

Eine brilliante Wissenschaftlerin

Das verborgene Genie
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Marie Benedict schreibt in ihrem Buch über eine brillante Wissenschaftlerin, die im Schatten der Weltgeschichte verborgen blieb und deren Ruhm andere geerntet haben. Rosalind Franklin gelingt es mit Hilfe ...

Marie Benedict schreibt in ihrem Buch über eine brillante Wissenschaftlerin, die im Schatten der Weltgeschichte verborgen blieb und deren Ruhm andere geerntet haben. Rosalind Franklin gelingt es mit Hilfe der Röntgenstrukturanalyse die Geheimnisse der DNA zu entlocken. Es wird aber auch der Kampf gegen die Vorurteile von Frauen in der Wissenschaft beschrieben. Marie Benedict schafft es ein genaues Bild von Rosalind zu zeichnen, dass ich manchmal das Gefühl hatte, das sie vor mir steht. Besonders tragisch ist, dass ihre mühsam erarbeitenden Ergebnisse ohne ihre Erlaubnis verwendet wurden. Ihr früher Tod ist besonders erschütternd. Zumal, wären ihr nicht die Ergebnisse geklaut worden, hätte ihr Werk eine historisch bedeutsame Wendung für die Stellung der Frauen in der Wissenschaft bedeutet. So blieb ihr Vermächtnis im Verborgenen. Die Autorin hat es geschafft mich von dem Thema zu begeistern, obwohl ich bisher nicht über die Schule hinaus mit dem Thema betraut war.
Die Verbindung zwischen faktenbasierend Sachbuch und der Interpretation „der“ Rosalind Franklin der Autorin ist absolut gelungen und hat mich hinreichend beeindruckt. Selten hat mich ein Buch über den fehlenden Ruhm so berührt. Die Nobelpreisjury sollte durchaus mal über ihre Vergabe nachdenken.
Dieses Buch ist eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne über starke Frauen lesen, die im Schatten der Weltgeschichte stehen.

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Veröffentlicht am 18.02.2024

Gefühlvoller Roman

Somebody to Love – Northern-Hearts-Reihe, Band 1 (Dein SPIEGEL-Bestseller)
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Das Buch „Somebody to love“ vom Rebekka Weiler ist eine sanfte Geschichte mit Tiefgang, bei der die Trauerbewältigung im Mittelpunkt steht und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird. Dabei wird ...

Das Buch „Somebody to love“ vom Rebekka Weiler ist eine sanfte Geschichte mit Tiefgang, bei der die Trauerbewältigung im Mittelpunkt steht und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wird. Dabei wird die Geschichte aus verschiedenen Ich-Perspektiven erzählt. So erzählt Fee einerseits, wie sie mit dem Verlust ihrer großen Liebe klarkommt und wie die Gefühle für Emil eine innere Zerrissenheit erzeugen. Aber auch Emil hat mit der Trauer zu kämpfen.
Der Schreibstil ist realistisch und die Spannung wird stetig aufgebaut. Der Roman ist romantisch und gefühlvoll geschrieben und die verschiedenen Charaktere sind sehr gut dargestellt, so dass man die innere Zerrissenheit und die Trauer förmlich spüren und miterleben konnte. Trauerbewältigung hat viele Facetten und viele verschiedene Stufen, die bewältigt werden müssen. Die Autoren schreibt darüber gefühlsnah und lebensecht.
Es ist aber auch ein Buch, dass einem Hoffnung gibt, dass nach dem Tal der Tränen ein neuer Lebensabschnitt wartet. Es wirft die Frage auf, wie lange muss man warten, bis man wieder etwas Glück und Liebe erfahren darf?!?
Insgesamt ein sehr schöner Roman, auf deren Fortsetzung ich sehr gespannt bin.

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