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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2025

Enttäuschend

The Stars are Dying
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Ich wollte das Buch wirklich mögen, vor allem da mich die gesamte Gestaltung von Cover und Verzierungen zwischen den Kapiteln, sowie die Karte zu Beginn sehr ansprechen, aber abgesehen davon habe ich nur ...

Ich wollte das Buch wirklich mögen, vor allem da mich die gesamte Gestaltung von Cover und Verzierungen zwischen den Kapiteln, sowie die Karte zu Beginn sehr ansprechen, aber abgesehen davon habe ich nur wenig Gutes an dem Buch gefunden. Kein Wunder also, dass ich mich durch die gesamte Geschichte gequält habe in der Hoffnung, dass noch eine große Wendung kommt. Die ersten Kapitel sind sogar noch ganz vielversprechend, weil man mit viel Action und Spannung konfrontiert wird, doch nachdem Astraea ihrer Gefangenschaft entkommt, verliert sich die Handlung der Geschichte, da kein Ziel deutlich wird. Der rote Faden ist nicht erkennbar und so hüpft man wild von einem Ereignis zum nächsten. Klar, Astraea hat ihre Freiheit gewonnen und weiß damit nicht viel anzufangen, aber sie wirkt mir im Gesamten einfach unentschlossen, zu schwach und leider überhaupt nicht interessant, auch wenn sie sympathisch ist. Nyte und die gemeinsame Vergangenheit kann man schnell durchschauen, wenn man nur ein winziges Bisschen um die Ecke denkt, daher kam die Auflösung gegen Ende hin nicht so überraschend, wie vermutlich intendiert. Auch die gesamte Beziehung, die fortlaufend zwischen Ich liebe und Ich hasse dich herspringt, ist furchtbar anstrengend, weil man sich da locker 200 Seiten Geschichte hätte sparen können. Einige der Nebencharaktere haben es zum Glück geschafft, die Geschichte spannender zu gestalten, insbesondere die kleine Lovestory am Rande fand ich ganz interessant mitzuverfolgen, doch selbst das hat trotz Bonuskapitel nicht ausgereicht, um mich an das Buch zu fesseln. Der Schreibstil ist zwar ganz nett, doch aus der dort erschaffenen Welt hätte man viel mehr herausholen können. Schade um das verschwendete Potential, wenn man bedenkt, dass es Fantasybücher mit ähnlichen Handlungen gibt, die das weitaus mehr überzeugen können.

Veröffentlicht am 30.06.2024

Vorhersehbar

Wolke Sieben ganz nah
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Die wahre Liebe erst dann zu treffen, wenn man bereits gestorben ist, ist natürlich sehr bitter, es sei denn, man begegnet einer liebenswerten Em, die andere Pläne für einen hat und so landet Delphi plötzlich ...

Die wahre Liebe erst dann zu treffen, wenn man bereits gestorben ist, ist natürlich sehr bitter, es sei denn, man begegnet einer liebenswerten Em, die andere Pläne für einen hat und so landet Delphi plötzlich wieder zurück in ihrem Leben. Wo der Anfang noch durch Originalität, Spannung und viel Humor überzeugte, lässt der Mittelteil der Geschichte dann aber auch in den ersten beiden Aspekten schnell nach. Das hat es für mich zugegeben doch sehr schwer gemacht, das Buch immer wieder in die Hand zu nehmen, weil Delphis Mission nur war, so schnell es geht Jonah zu finden, wobei das ständige Scheitern irgendwann zu vorhersehbar wurde. Auch die Wandlung ihres Verhältnisses zu den Menschen um sich herum und vor allem mit Cooper hat mich keineswegs überrascht. Das Happy End war daher schon hundert Seiten zuvor zu erahnen, wobei der kleine Schreckmoment gegen Ende keinen neuen Schwung hereinbrachte. Mit dem Schreibstil der Autorin bin ich leider auch nicht warm geworden. Es wirkte für mich einfach zu sehr nach erzwungenem Humor und Ironie, als dass dieser sehr an Gedanken ähnelnde Schreibstil authentisch wirken konnte. Sehr schade, da die Geschichte definitiv mehr Potential hätte. Viele Nebencharaktere laufen einfach so am Rande mit, tauchen hier und da auf, aber bis auf Mr. Yoon fehlt ihnen die Tiefe. Delphi, Cooper und Jonah sind mir dennoch sympathisch geworden, auch wenn dies letztendlich nicht ausgereicht hat, sodass ich bei diesem Buch von einem Lesegenuss sprechen konnte. Man lässt sich einfach in der Geschichte treiben und weiß, was passiert, bevor es passiert. Die Auflösung des Problems rund um Jonah hat mich auch nicht zufrieden gestellt, genauso wenig wie der Moment, indem Jonah dann doch angelaufen kam und von der besonderen Verbindung sprach. Dass Delphi da bereits mit ihm abgeschlossen hatte, kam mehr als nur deutlich hervor, aber dennoch geht es hier wortwörtlich um Leben und Tod und da könnte ich mir strengere Konsequenzen aus dem Jenseits vorstellen. Allgemein muss ich also sagen, dass mir die Geschichte schlicht und ergreifend zu langweilig und vorhersehbar war, aber wer eine lockere, unterhaltsame Lektüre will, ist sicherlich weniger enttäuscht.

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Veröffentlicht am 17.03.2024

Eintönig

Hunting Souls (Romantasy-Dilogie, Bd. 1)
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[Hörbuch]
Eigentlich hatte ich mich sehr auf dieses Hörbuch gefreut, da Romantasy mein absolutes Lieblingsgenre ist, aber schnell musste ich feststellen, dass dieses Werk eine Qual für mich werden würde. ...

[Hörbuch]
Eigentlich hatte ich mich sehr auf dieses Hörbuch gefreut, da Romantasy mein absolutes Lieblingsgenre ist, aber schnell musste ich feststellen, dass dieses Werk eine Qual für mich werden würde. An sich verspricht der Klappentext eine interessante Geschichte und man kann keineswegs behaupten, dass das im Klappentext Erwähnte nicht erfüllt wurde, aber viel mehr ist da auch nicht passiert und das war schon sehr enttäuschend. Katrina und Tate kommen sich natürlich näher, auch wenn die Funken zwischen den beiden bei mir nicht angekommen sind. Dazu fand ich Katrina aber letztendlich auch einfach zu anstrengend. Am Anfang kommt sie noch sehr tough und teils humorvoll rüber, doch dass sie tausende Male erwähnt, dass sie eine Untote ist und normale Menschen absolut langweilig findet, wird auf die Dauer von elf Stunden nur noch nervig. Es würde auch ein oder zwei Mal reichen, dass sie von ihrer besonderen Lebensweise berichtet, aber letztendlich wird hierfür viel zu viel Zeit verschwendet, sodass für andere Dinge nicht wirklich Platz bleibt. Somit erreichen neben Katrina und Tate andere Charaktere keine wirkliche Tiefe, abgesehen von Katrinas Schwester, und die ganze Geschichte ist sehr vorhersehbar, da Katrina und Tate leicht zu durchschauen sind. Katrina ist definitiv kein statischer Charakter, sondern ändert sich zum Ende hin deutlich, doch für mich rettet die letzte halbe Stunde nicht, was vorher über zehn Stunden doch sehr handlungslos und eintönig war. Zudem bin ich nach Ende des Hörbuches nach wie vor der Meinung, dass die Stimme der Sprecherin für das vorgesehene Alter der Protagonistin zu alt wirkt. Umso mehr habe ich mich über jeden Wechsel in Tates Perspektive gefreut, auch wenn er am Ende nur noch ein verliebter Kerl ist und deutlich an Tiefe verliert. Als Jäger hätte ich hier deutlich mehr Potential gesehen, aber daraus wurde leider nichts gemacht. Positiv hervorzuheben ist jedoch der Auftritt von Tod. Damit hatte mich die Geschichte tatsächlich ein einziges Mal überrascht und auch seine anschauliche Beschreibung und seinen Charakter fand ich sehr passend gewählt. Dennoch war das Hörbuch sehr langatmig, vor allem den fehlenden Handlungen und Überraschungen geschuldet, und konnte mich weder mit authentischen Charakteren noch einer überzeugenden Umsetzung einer doch eher vielversprechenden Idee überzeugen. Schade, denn aus diesem Buch hätte man sicherlich viel mehr holen können, doch so war ich letztendlich froh, als ich am Ende ankam und werde mich trotz Cliffhangers auch nicht für den zweiten Teil noch einmal in dort erschaffene Welt begeben.

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