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Veröffentlicht am 30.04.2025

Logomagisch - spannend und zauberhaft

Holly Holmes und das magische Detektivbüro - Zweiter Fall: Das Geisterschiff
1

Das Jugendbuch Holly Holmes und das magische Detektivbüro - Zweiter Fall: Das Geisterschiff von Michael Peinkofer nimmt die Leser und Vorleser mit in den magischen Ort Marville. Dort treffen wir Holly ...

Das Jugendbuch Holly Holmes und das magische Detektivbüro - Zweiter Fall: Das Geisterschiff von Michael Peinkofer nimmt die Leser und Vorleser mit in den magischen Ort Marville. Dort treffen wir Holly mit ihrem lebenden Plüschschwein Dr. Watson und die Geschwister Jenny und Percy wieder.
Die Geschwister sind erst vor kurzem in den Ort gezogen aber begeben sich nun zum zweiten mal mit Holly und Dr. Watson auf eine spannende Spurensuche. Dieses mal taucht ein Geisterschiff mit einem berüchtigtem Seeräuber an dem Stand von Marville auf. Logomagisch, dass die Detektive sich das genauer anschauen müssen.

Die Geschichte ist unterhaltsam, abenteuerlich sowie spannend und hat zudem einen gewissen Humor, der anspricht und gut unterhält. Detektivische Kniffe und Wissen werden zusammen mit den magischen Geschehnissen in eine spannende Geschichte verpackt.
Die Charaktere sind allesamt sympathisch und gleichberechtigt eingebaut.

Die ganze Geschichte wird durch die liebevollen Illustrationen ergänzt und aufgelockert. Zu Beginn des Buches werden die Hauptcharaktere durch Illustrationen und einer kurzen Beschreibung dargestellt. Dieses ermöglicht es auch Lesern, welche den ersten Teil nicht kennen (so wie ich) ohne Probleme der Geschichte zu folgen.
Das Buch eignet sich für junge Leser ebenso, wie zum vorlesen. Die Länge der Kapitel ist dabei angenehm und ermöglicht einen guten Lesefluss. Ebenso fand ich die Betitelung der einzelnen Kapitel als hilfreich: Es wird kurz beschrieben worum es geht aber noch nichts relevantes vorweg genommen.
Am Ende kann man noch seine detektivischen Fähigkeiten testen und im Nachgang einige Rätsel lösen.

Besonders gefällt mir im Rückblick, dass deutlich gemacht wird, dass es wichtig ist sich ein eigenes Bild von einem Menschen oder einer Situation zu bilden und sich nicht immer auf Erzähltes verlassen sollte. Denn dieses basiert, zumindest hier, auf Vorurteilen und falschen Überlieferungen.

Alles in allem kann ich das Buch empfehlen. Dieser zweite Teil ist auch ohne den ersten Band zu kennen absolut verständlich, hin und wieder wird zwar Bezug auf Teil 1 genommen was aber dem Verständnis dieser Geschichte keinen Abbruch tut. Einzig von Dr. Watson hätte ich persönlich gerne noch etwas mehr gelesen =)

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Veröffentlicht am 18.06.2024

Zügig - Spannend

Böse bist du
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Die Ausgangslage ist schnell erklärt:
Ein längere Zeit zurückliegendes, unaufgeklärtes Verbrechen welches nie Aufgeklärt wurde und nur eine Überlebende (Michaela) welche auch die Hauptprotagonistin ist. ...

Die Ausgangslage ist schnell erklärt:
Ein längere Zeit zurückliegendes, unaufgeklärtes Verbrechen welches nie Aufgeklärt wurde und nur eine Überlebende (Michaela) welche auch die Hauptprotagonistin ist.
Sie hat auch 15 Jahre nach der Tat dieses noch nicht verarbeitet und befindet sich nach wie vor auf der "suche" nach dem Täter um so damit abschließen zu können.

Die Tat von damals und die Suche nach dem Schuldigen wird über Rückblicke auf die Zeit damals dargestellt. Nach und nach gewinnt man Einblicke in die Psyche von Michaela. Ich konnte mich in sie versetzen und auch die (meisten) ihrer Handlungen nachvollziehen.

Die Story schreitet zügig voran und ist an keiner Stelle in die Länge gezogen worden was zu einem schnellen Lese-Erlebnis führt. Ich habe das Buch kaum weglegen können.
Es kommen immer wieder Fragen auf. Wie war die Beziehung der Opfer untereinander? Wer ist verantwortlich?
Dabei ergeben sich immer wieder Wendungen welche, zumindest mir, vorab nicht ersichtlich waren.

Mich hat dieser Thriller super unterhalten und für ein paar spannende und mitreißende Stunden gesorgt.
An manchen stellen konnte ich die Handlung von Michaela nicht ganz nachvollziehen. Dabei sollte man aber auch ihr Trauma bedenken welches durchaus zu überstürzten und schwer nachvollziehbaren Handlungen führen kann.

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Veröffentlicht am 18.03.2024

Wendungen und Miträtseln

Tödlicher Podcast
2

Der Thriller „Tödlicher Podcast“ von Cleo Konrad, erschienen 2024 bei Lübbe, besticht direkt durch sein farblich auffälliges Cover und den Farbschnitt.

Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven: ...

Der Thriller „Tödlicher Podcast“ von Cleo Konrad, erschienen 2024 bei Lübbe, besticht direkt durch sein farblich auffälliges Cover und den Farbschnitt.

Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven: Nina, einer Reinigungskraft und alleinerziehenden Mutter, welche überglücklich ist, als sie bei Ihrer Lieblings True-Crime-Podcasterin Malu M. einen Job ergattert. Jedoch merkt sie schnell, dass diese nicht die Frau ist die sie hinter der Podcast-Stimme erwartet hatte.
Sie hat viele Geheimnisse welche sich nach und nach als gefährlich und gar tödlich erweisen.

Die zweite Erzählerin ist Jenni, ein junges Mädchen welches vor Ihrem gewalttätigem Vater flieht. Sie beginnt ein neues leben in Berlin und landet später in Spanien.

Die dritte Perspektive ist Malu M. die bekannte Podcasterin selbst, diese lebt privat sehr abgeschottet in Berlin mit ihrer Familie.

Alle haben Ihre Geheimnisse welche sich im laufe der Handlung nach und nach zu einem Handlungsstrang verbinden. Zudem werden immer wieder aktuelle Themen wie z.B. die sozialen Medien und dem dort häufig zu findenden Zwiespalt zwischen Realität und dem öffentlich dargestelltem Leben aufgegriffen. Ebenso wie schnell dort Mobbing und Hetze außer Kontrolle geraten können.

Mir hat die bildhafte Sprache und der jeweilige Wechsel der Perspektiven / Personen sehr gut gefallen. Man bekommt super Einblicke in die Gedanken und das Gefühlsleben der jeweils Erzählenden Person. Ich konnte mich dadurch schnell mit den Charakteren identifizieren und der Handlung ohne Probleme folgen. Ebenso wird durch die Verwendung von mehreren Sichtweisen die Spannung aufrechterhalten. Besonders die Sichtweise und Geschichte von Jenni hat mich immer wieder in Ihren Bann gezogen und berührt.


Das alles verpackt in einem Thriller mit aktuellem Thema, der alles hat was er braucht: Ich wurde zum miträtseln angespornt: Welche Geheimnisse haben Malu M. , Jenni und Nina? Was verbindet die drei? Wie werden sich die Handlungsstränge zusammenfügen? Was steckt hinter einigen Entscheidungen und Reaktionen? Geheimnisse und Mord gehören ebenso dazu, wie die (jedoch nie kitschigen) Geschichten von Freundschaft und Liebe.

Konrad verwendet bildhafte und aktuelle Sprache wodurch sich das Buch flüssig lesen lässt. Zudem spart es nicht an versteckten Hinweisen und Wendungen die (zumindest mich) schnell in die Story gezogen haben.

Was ich an kleinem Kritikpunkt anbringen kann war, dass ich an ein bis zwei Stellen in dem Buch doch zunächst von dem schnellen vorantreiben der Handlung überrascht war und mir ein zwei Fragen zu den Hintergründen der Personen offen geblieben sind. Wobei ich dazu auch sagen muss dass ich dieses als angenehmer empfinde, wie eine Handlung die unnötig "vor sich hin plätschert" und zu sehr in Erklärungen ausufert.

Alles in allem: Ich wurde durchgehend gut Unterhalten und zum miträtseln angehalten. Das Buch hat Spaß gemacht! Ich denke das ist auch das wichtigste wenn es um einen Thriller geht =)

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Veröffentlicht am 23.01.2024

Gelungender / Spannender Auftakt

Die Chemie des Todes
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"Die Chemie des Todes" von Simon Beckett, erschienen 2006, ist der 1. Fall mit David Hunter.

Dieses war mein erstes Buch, welches ich von dem Autor Beckett gelesen habe und ich war sofort gefesselt. ...

"Die Chemie des Todes" von Simon Beckett, erschienen 2006, ist der 1. Fall mit David Hunter.

Dieses war mein erstes Buch, welches ich von dem Autor Beckett gelesen habe und ich war sofort gefesselt.

Zum Inhalt:
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von David Hunter. Einem (ehemaligem) forensischem Anthropologen welcher nach dem Unfalltod seiner Frau und seiner Tochter ein neues Leben als Arzt in dem kleinen Dorf Manham beginnt. Dort Arbeitet er einige Jahre mit dem Landarzt Henry Maitland zusammen welchen er im laufe der Zeit mehr und mehr vertritt und zu dem ihn schnell eine gute Freundschaft verbindet.
Als eine stark verweste Leiche einer Dorfbewohnerin gefunden wird bittet der Dorfpolizist Mackenzie ihn die Leiche zu untersuchen. Die Leiche kann, dank Davids Hilfe, als Dorfbewohnerin identifiziert werden.
Einige Tage später verschwindet eine weitere Dorfbewohnerin welche ebenfalls erst Tot wiedergefunden werden kann.. Bei der Suche nach Ihr wurden immer wieder Dorfbewohner durch gestellte Fallen verletzt. Dieses führt unter den Bewohnern zu vielen Verdächtigungen und Misstrauen. Hier wird von Beckett dargestellt, wie sich Angst und Misstrauen auf Menschen und ihr Handeln so wie Denken gegenüber anderen auswirken können.

Nach den vielen Verdächtigungen stellen sich zum Enden zwei Charaktere welche (zumindest ich) nicht als Täter im Verdacht hatte als Komplizen und Mörder heraus.

Mir persönlich gefällt die Bildliche Sprache und schnelle Handlungsführung von Beckett sehr gut. Der Lesefluss und die Spannung wird durchgehend Aufrecht erhalten und die Handlung kommt gut voran.
Auch den zwischenzeitlichen Wechsel der Erzählperson hat mir sehr gut gefallen. (Ein Teil der Handlung wird aus Sicht eines der Opfer erzählt).

Zudem hat es Beckett geschafft, dass mir David Hunter sofort sympathisch ist. Es wird im laufe des Buches immer mehr von Ihm und seiner Vergangenheit erzählt. Allgemein empfinde ich die Mischung und auch die Gegensätzlichkeit von seinem Beruf und seiner Zurückhaltenden / Aufmerksamen Art gegenüber seinen Freunden als sehr gelungen. Seine Gefühle werden nachvollziehbar dargestellt, ohne übertrieben oder zu "kitschig" zu wirken.

Mir persönlich gefallen auch die Passagen in denen sehr Detailliert auf den Zustand der Leichen und deren Verwesungsprozess eingegangen wird sehr gut. Ich kann mir aber vorstellen, dass dieses für etwas zartere Gemüter teils etwas "heftig" ist.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es inzwischen bereits mehrmals gelesen.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Schein und Sein

Lauter kleine Lügen
4

Der erste Roman der Autorin Kate Kremp "Lauter kleine Lügen" (erschienen beim Verlag Lübbe im Jahr 2025) nimmt uns mit in den australischen Hochsommer im Jahr 1979.
In einem kleinen Ort geschieht ein ...

Der erste Roman der Autorin Kate Kremp "Lauter kleine Lügen" (erschienen beim Verlag Lübbe im Jahr 2025) nimmt uns mit in den australischen Hochsommer im Jahr 1979.
In einem kleinen Ort geschieht ein Mord und die Bewohner einer ruhigen Sackgasse fühlen sich berufen, herauszufinden was passiert ist. Dabei kommen hinter jeder Tür Geheimnisse zum Vorschein.

Die Sprache ist sehr bildlich und zeichnet ein detailliertes Bild, welches mich sofort in die Zeit und den heißen Sommer hineinversetzt hat. Wir lernen die unterschiedlichen Charaktere/ Bewohner der Nachbarschaft kennen und nach und nach werden deren kleine und großen Geheimnisse gelüftet.

Der eigentliche Krimanalfall wird hier von hinten aufgerollt. Wir erfahren direkt zu Beginn wer (mutmaßlich) der Mörder ist. Dennoch wird die Suche nach diesem nie langweilig. Es gibt spannende Wendungen und grad zum Ende einen Twist, mit dem ich nicht mehr gerechnet hätte.
Neben diesem Kriminalfall behandelt das Buch weitere wichtige Themen dieser Zeit (welche auch heute noch aktuell sind) wie die Gleichstellung der Frau, sexuelle Freiheit etc. ohne dabei den Kern eines Krimis zu verlieren.

Es werden unterschiedliche Perspektiven verwendet und mit Rückblenden gearbeitet, wodurch ich das Gefühl bekam ein Teil dieser Nachbarschaft zu sein. Die bildliche Sprache und genauen Beschreibungen der Umgebung und Personen haben diesen Effekt noch verstärkt und mich ohne Probleme in das Setting und die Story eintauchen lassen.

Durch die Perspektivwechsel zwischen den unterschiedlichen Charakteren der Nachbarschaft lernen wir diese immer besser kennen und es werden nach und nach deren Geheimnisse enthüllt. Besonders gelungen finde ich den immer wieder aufkommende Zwiespalt zwischen der wirklichen Situation in der sich die Personen befinden und dem Bild welches diese nach außen aufrechterhalten wollen.

Wenn ich bedenke, dass dieses ein Debütroman der Autorin ist, dann muss ich sagen möchte ich sehr gerne mehr von ihr lesen. Die Charaktere waren allesamt liebevoll ausgearbeitet und das Buch ist in sich schlüssig ohne zu vorhersehbar zu sein.

Als kleine Kritikpunkte kann ich nur anmerken, dass mich vor allem in den ersten Kapiteln die Vielzahl der Personen überfordert und verwirrt hat. Zudem empfand ich im mittleren Teil des Buches die Handlung als etwas langgezogen bzw. die Beschreibungen etwas zu detailreich was den Lesefluss hemmte. Dieser Eindruck kann aber auch meiner persönlichen Ungeduld geschuldet sein. =)
Alles in allem auf jeden Fall sehr empfehlens- und lesenswert. Gerne mehr davon!

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