Späte Vergangenheitsbewältigung
GretaKlappentext:
Mit 85 Jahren beschließt Greta noch einmal ihr Kindheitshaus zu sehen. Die Reise über Polen nach Lettland wird für sie nicht nur körperlich anstrengend – vor allem kämpft sie mit den Erinnerungen, ...
Klappentext:
Mit 85 Jahren beschließt Greta noch einmal ihr Kindheitshaus zu sehen. Die Reise über Polen nach Lettland wird für sie nicht nur körperlich anstrengend – vor allem kämpft sie mit den Erinnerungen, die sie verdrängte, verdrängen musste.
Zur gleichen Zeit fliegt Marita nach Lettland, um ihren Geliebten zu suchen. Sie findet Greta und begleitet sie. Greta könnte ihre Großmutter sein – aber ist sie deshalb klüger? Zu Hause in Lettland, wie sie behauptet, mit einer Kindheitsliebe und den Dainas als Trost?
Meine Meinung:
Es war ein langer und anstrengender Weg,nicht nur für Greta, die sich lang gehüteten Erinnerungen stellen und ihr Leben sozusagen aufräumen muß,sondern auch für mich als Leserin.Der ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart ,Gedanken und alten Briefen,dazwischen aktuellen Geschehnissen,erforderten äußerste Konzentration. Ich weiß nicht ,ob ich durchgehalten hätte,wenn die Geschichte nicht so interessant und gleichzeitig berührend gewesen wäre.Polen und Lettland kenne ich persönlich nicht und ich habe auch bis jetzt wenig zu diesen Ländern gelesen.
Die Protagonistin blickt auf ein sehr ereignisreiches Leben mit vielen Höhen und Tiefen zurück und ihr Mut die physisch und psychisch anstrengende Reise zu wagen,ist bewundernswert.
Ein bisschen schade fand ich daß die beiden unterschiedlichen Frauen nur eine relativ kurze Zeit miteinander verbringen konnten,obwohl diese Begegnung auch für Marita einige Erkenntnisse brachte.
Ich bin froh, dass ich die beiden Frauen eine Zeit begleiten und an ihrem Leben teilnehmen durfte und vergebe vier Sterne.