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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2024

Mal wieder witzig

Miss Merkel: Mord auf hoher See
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Ich habe schon die ersten beiden Teile gelesen und fand sie sehr witzig. Deswegen wurde ich auch hier nicht enttäuscht.
Das neue Setting - ein in die Jahre gekommenes Kreuzfahrtschiff - bringt auch ein ...

Ich habe schon die ersten beiden Teile gelesen und fand sie sehr witzig. Deswegen wurde ich auch hier nicht enttäuscht.
Das neue Setting - ein in die Jahre gekommenes Kreuzfahrtschiff - bringt auch ein bisschen Abwechslung in die Handlung.
Es macht Spaß, Miss Merkel bei der Aufklärung der Morde zu begleiten.
Schön, dass man auch auf einige alte Bekannte trifft.
Meine Kritikpunkte: Joachim war zum Teil zu naiv, das hätte nicht sein müssen.
Außerdem haben mir die Passagen, in denen Angela in ihre eigene Buchfantasie springt, nicht so gefallen.
Aber ansonsten: Lustige, leichte Unterhaltung!

Veröffentlicht am 15.03.2024

Tödliches Sylt

Ein Krabbencocktail für eine Leiche
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Dieser Krimi ist ganz klassisch aufgebaut: Man lernt die Protagonistin kennen, es gibt eine Leiche, und obwohl Greta Kaiser eigentlich nur Urlaub macht und nichts mit Ermittlungen am Hut hat, beschließt ...

Dieser Krimi ist ganz klassisch aufgebaut: Man lernt die Protagonistin kennen, es gibt eine Leiche, und obwohl Greta Kaiser eigentlich nur Urlaub macht und nichts mit Ermittlungen am Hut hat, beschließt sie aus Langeweile, sie könnte ihre Fühler ausstrecken. Erzählt wird chronologisch.

Mir war die Protagonisten sofort sympathisch, sie steht mitten im Leben und zeigt keine Angst. Schlechte Eigenschaften haben sich jetzt auch nicht entdecken lassen, was aber auch daran liegt, dass es in erster Linie um die Leiche geht - und eben nicht im das Privatleben der Protagonisten. Das hat mir gut gefallen. Auch Joost konnte mich überzeugen, auch wenn er eine eher untergeordnete Rolle spielt. Die treibende Kraft ist auf jeden Fall weiblich :)

Toll ist natürlich die Kulisse: Sylt in der Nebensaison, das rauhe Meer, ein schickes Hotel... Gedanklich war ich sofort im Urlaub. Ich würde sofort die Koffer packen, auch auf die Gefahr hin, über eine Leiche zu stolpern.

Auf den ersten Blick steckt gar nicht so viel in dem Krimi, wie es dann letztendlich ist. Und das fand ich richtig gut. Es geht um Schatten der Vergangenheit, die einen einholen. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, ohne zu spoilern.

Man kann ganz gut miträtseln, auch wenn mich das Ende dann trotzdem noch - zumindest zum Teil - überraschen konnte.

Für mich ist "Ein Krabbencocktail für eine Leiche" ein gelungener Regionalkrimi, der auf jeden Fall Lust auf mehr macht. Die Reihe werde ich definitiv weiter verfolgen!

Veröffentlicht am 15.03.2024

Mal was anderes

In the Blink of an Eye
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Ki gehört ja immer mehr zum Alltag - warum dann nicht auch zur Polizeiarbeit?
Das Buch hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Natürlich ist es gefühlt noch sehr weit ...

Ki gehört ja immer mehr zum Alltag - warum dann nicht auch zur Polizeiarbeit?
Das Buch hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Natürlich ist es gefühlt noch sehr weit weg, dass man eine KI als lebensechtes Hologramm darstellt und mit ihr wie mit einem Menschen redet - oder? Aber in dem Buch war es wirklich klasse.
Die behandelten Vermisstenfälle waren spannend, man konnte alles gut mitverfolgen und das große Finale am Ende hat mich überraschen können.
Ich bin auf weitere Bände gespannt!

Veröffentlicht am 15.03.2024

Liebe, Cupcakes, Meer

Die Glücksbäckerei am Meer
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Verliebt habe ich mich bei diesem Roman zuerst in das Cover. Und glaubt mir, es ist in Wirklichkeit noch viel schöner als es auf dem Bildschirm aussieht.

Ich wollte einen Wohlfühl-Roman und den habe ich ...

Verliebt habe ich mich bei diesem Roman zuerst in das Cover. Und glaubt mir, es ist in Wirklichkeit noch viel schöner als es auf dem Bildschirm aussieht.

Ich wollte einen Wohlfühl-Roman und den habe ich hier auf jeden Fall bekommen. Natürlich ist alles sehr vorhersehbar, man darf also keine überraschenden Wendungen erwarten, und auch die Sympathien sind von Anfang an verteilt.

Etwas schade finde ich, dass solche Bücher häufig damit beginnen, dass die Protagonistin in einer extrem toxischen Beziehung feststecken. Dadurch wirken sie immer ein bisschen naiv und auf keinen Fall selbstbewusst. Das finde ich schade, denn es muss doch nicht immer das Extreme sein, man kann sich auch einfach auseinander leben. Hier war allerdings sofort klar, dass Rieke aus dieser Beziehung heraus muss und es hat beim Lesen fast schon wehgetan, wie sie sich hat behandeln lassen.

Leider nimmt der Klappentext meiner Meinung nach schon etwas zu viel vorweg. Nichtsdestotrotz macht es Spaß, den Weg der Protagonistin in ihre neue Unabhängigkeit zu verfolgen. An der ein oder anderen Stelle gab es mir zwar zu viele Zufälle, aber das kann ich bei diesem Genre locker verkraften.

Gefehlt hat mir ein bisschen das Café, dass ich aufgrund des Titels erwartet habe. Es wird zwar von Anfang an gebacken, aber am Ende geht dann doch alles sehr schnell. Hier darf es gerne etwas mehr sein.

Insgesamt hatte ich aber viel Spaß beim Lesen und es ist auf jeden Fall gute Laune aufgekommen. Und auch ein bisschen Sehnsucht nach dem Meer... Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht am 15.03.2024

Selbstmord oder Mord?

Vergänglich
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Auch wenn es sich bei dem Buch um den fünften Teil einer Krimi-Reihe handelt, kann man es auch ohne Vorkenntnisse lesen. Zwar ermittelt auch hier Kommissar Kammowski, aber eigentlich nehmen die Ermittlungen ...

Auch wenn es sich bei dem Buch um den fünften Teil einer Krimi-Reihe handelt, kann man es auch ohne Vorkenntnisse lesen. Zwar ermittelt auch hier Kommissar Kammowski, aber eigentlich nehmen die Ermittlungen selbst nur eine untergeordnete Rolle ein.

In erster Linie geht es darum, die beiden Protagonisten kennenzulernen und mehr über ihr Leben zu erfahren. Hierbei handelt es sich nicht nur um den im Klappentext erwähnten Theodor Hausmann, sondern auch um eine junge Frau, die an MS erkrankt ist. Die beiden haben erstmal keine Berührungspunkte, sodass die beiden Lebensgeschichten unabhängig voneinander erzählt werden. Erst mit der Zeit wird einem bewusst, wie alles zusammenhängt.

Ich war von dem ruhigen, unaufgeregten Schreibstil total begeistert. Die Autorin punktet mit einem großen Fachwissen, dass sie geschickt einbaut, ohne dass es unverständlich oder langatmig wird. Das hat mir richtig gut gefallen.

Ein bisschen schade ist es, dass der Klappentext schon einiges vorweg nimmt. Ich warte dann beim Lesen immer regelrecht darauf, dass das angesprochene auch passiert und werde fast etwas ungeduldig. Hier besteht meiner Meinung nach noch Verbesserungsbedarf.

Nichtsdestotrotz ist das Buch sehr gut aufgebaut. Man folgt dem Leben der Beiden und bekommt schnell eine Ahnung, wo es hinführt. Man möchte am liebsten warnen und in die Geschichte eingreifen. Das sorgt für ein hohes Maß an Spannung.

Interessant ist natürlich auch der Aspekt der Sterbehilfe, der hier thematisiert wird. Auch hier hatte ich das Gefühl, dass die Autorin Ahnung von dem hat, was sie in ihrem Roman verarbeitet.

Das Ende ist sehr gut gelungen, alles läuft auf ein großes Herzschlag-Finale hinaus - auch wenn es dann etwas vorhersehbar ist.

Insgesamt wurde ich - bis auf Kleinigkeiten - sehr gut unterhalten und ich habe die anderen Bände der Reihe schon auf meine Wunschliste gesetzt.